Kraft aus des anderen Bosheit

Es gibt prinzipiell zwei Sorten der Bosheit.

Die eine, die man selbst provoziert, durch eigene Bosheit oder sonstiges Fehlverhalten angestachelt, sich sozusagen verdient hat, und die andere, die einem unschuldig widerfährt, nur aus dem anderen herrührt.

Bei der zweiten Sorte Bosheit ist es möglich, wenn man gelassen, wach und geschickt genug, sie in eine stärkende Kraft zu transformieren.

Also, dass der Boshafte einem wider Willen hilft.

Die Technik ist, auch nur teilweise, nicht eben einfach beherrschbar; allzuleicht ist man nicht hinreichend in seiner Mitte, verliert man sich im Gefechte.

Man könnte natürlich sagen, dass auf diese Art der Energiegewinnung generell zu verzichten sei; ich halte das aber nicht für klug; es gibt Situationen, in denen es sehr ratsam, wenn nicht gar überlebenswichtig, sich diesen Quell nutzbar zu machen.

Neben der Energietransformation mag auch, oft viel wichtiger noch als diese, der Erkenntnisgewinn aus der Art der Bosheit des anderen eine erhebliche Rolle spielen; nicht selten nämlich wird man erst durch diese nicht nur auf bislang zu wenig beachtete Persönlichkeitsschichten des Boshaften gelenkt, sondern kann auch von gefürchteten eigenen Stärken, die man so noch gar nicht erkannt, erfahren.

Es ist nämlich keineswegs so, dass der Boshafte stets zielsicher auf wirkliche Schwachpunkte zielt; allzumal, wenn es ein Neid ist, der ihn treibt; ja selbst die Spielsucht, Angeberei oder sonst ein loses Vergnügen.

Man nutze der nutzbaren Bosheit.

— Anzeigen —


Tags:

Eine Antwort zu “Kraft aus des anderen Bosheit”

  1. “Kraft aus des anderen Bosheit”

    Diese Aussage stimmt fundamental!

    Etwas zum Lesen dazu, falls ihr mal nichts anderes zu tun habt.

    http://dieschwarzeseite.wordpress.com/2013/06/22/die-machtgeluste-der-schlange-satan-in-einer-von-fluchen-beherrschten-welt/

    LG

Eine Antwort hinterlassen