Vom Sterben vor dem Tode (II)

Sie rauchten und sie tranken nicht mehr, und sie aßen nicht mehr Fleisch noch Käs’, und auch nicht mehr gemeuchelten Kohl. Brüste, Eierstöcke, Vorhäute und Vorsteherdrüsen ließen sie vorsorglich entfernen. Sie lachten und sie weinten und sie dachten nicht mehr. Ihre Großhirne starben willig, und der Rest wartete nur noch auf die ewige Nacht.

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6 Antworten zu “Vom Sterben vor dem Tode (II)”

  1. Dude sagt:

    Die einen saufen und rauchen nicht mehr, und die anderen zum Ausgleich zuviel. ;-)

    Naja, wenn der Notausgang auf die radikale Tour nicht erlaubt ist, kann man’s ja auch auf die ‘sanfte Tour’ versuchen.. *lolz* ;-)

    In diesem Sinne…

    Bambole und Cheers!

    Warum man kein Fleisch essen sollte, hat Dir erst neulich Lisa bravourös erklärt hier. Vielleicht liest Du’s nochmal. Sie hat’s nämlich einmal mehr auf den Punkt gebracht!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Lisa sprach hierzu für sich, und sie mag das weiterhin tun.

    Ich habe ihr geantwortet.

    Außer dass ich nochmal lesen solle, was sie sagte, enthält Dein Kommentar inhaltlich letztlich so gut als nichts.

    Wenn Du selbst nicht mehr rauchen und nicht mehr trinken willst, kannst Du Deine Restbestände hierher schicken.

    Was ich davon nicht mag, werde ich gewissenhaft an Leute verteilen, die dessen wollen.

  3. Dude sagt:

    Du solltest genauer lesen, dann verstehst Du vielleicht auch was gesagt… als kleiner Tip für Schwervonbegriffliche wie Dich: “Bambole und Cheers!”

    Ps. Lisa sprach – nicht das erste mal – auch für mich!

  4. Lisa sagt:

    Das, was Du in mehreren Episoden beschreibst, hat nichts mit Vegetariern, nicht einmal mit Veganern zu tun. Das ist die schiere Angst, welche durch Verzicht und Kontrolle in Schach gehalten werden soll. Diese Selbst -und Fremdkasteiung führt zu einer Entgeisterung – eine Art Zombietum, denn jede Art von Begeisterung würde auch Veränderung zulassen müssen, da man sich damit in den Fluß des Lebens begibt.

    Dieser entgeisterte Zustand der Angst, Angst vor Veränderungen, Angst vor Not, Angst vor dem Tod, betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Gewissermaßen vor vollen Trögen zittern sie um ihr Hab und Gut. Was sie scheinbar nicht wissen ist, dass man Veränderungen nicht aufhalten kann. Der Bewusstseinsstrom zieht weiter und weiter und weiter. Das schöne dabei ist, dass man mit seinen Gedanken und Glaubenssätzen bestimmen kann, was an Land geschwemmt wird…

    Mein Wort zum Sonntag -)

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    In der Tat hat, was ich hier beschrieb, nicht ein Grundwesenhaftes mit Vegetariern und Veganern zu tun.
    Ich zog einen sehr bedenklichen Teil derer, auch weil die Sache hier gerade virulent, lediglich beispielhaft heran.
    Wo es um das geht, was Du ansprichst, schone ich niemanden, auch die Zartbesaiteten nicht, die Sichverfolgtfühlenden, ich darf wohl sagen, womöglich am wenigsten mich selbst.
    Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Ein Aphorismus erklärt nicht, jedenfalls nicht ausführlich, sondern er setzt Anstöße zum Weiterdenken.
    Ja, nicht selten ist er anstößig: Das ist sein Wesen.
    Der Artikel, an dem ich eben arbeitete, als Dein Kommentar hereinkam, den ich jetzt vorzüglich beantworte, befasst sich ganz wesentlich mit der von Dir beschriebenen Angst (auch wenn das nicht jedem gleich offenkundig werden mag).
    Mir geht es eben um das Tun und nicht das Nichttun, das Unterlassen, welches im Sinne übler Handlungen selbstredend nicht unwichtig zu beachten, meines Erachtens aber bei vielen eine unmäßige Oberhand gewonnen hat, genau aus dem Grunde und in dem Sinne, wie Du es beschreibst.
    Später vielleicht mehr dazu. Jetzt will ich erstmal weitermachen, nicht allzuviel von dort hier dreinmischen und von hier dorthinaus.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    So, während meine Söhne nach dem Essen, ob kleiner ihnen auferlegter Pflichten, nur streiten alswie die Kesselflicker, hiemit Normalität im Hause Göller eingekehrt, finde ich jetzt vielleicht noch ein gemütlich’ Wörtchen.

    “Gewissermaßen vor vollen Trögen zittern sie um ihr Hab und Gut.”

    Sehr schön gesagt.

    Den kannst Du Dir (wieder einmal) einrahmen.

    (Oh je, – : “F… dich!” “Du A….!” Gefühlte 250 Göllerphon. Ich muss abbrechen. Stallarbeit.)

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