Assads Saufterroristen in Stambul

Türkenboss Erdogan nennt die Demonstranten auf dem Taksim-Platz Terroristen.

Das sollte man ernst nehmen. Schließlich kennt der Mann sich mit Terroristen aus. Immerhin hat er jede Menge von ihnen mit Geld und Waffen, Aufmarsch- und Rückzugsgebieten versorgt und sie ausbilden lassen, um in Syrien einen islamistischen Umsturz herbeizuführen. Ob Assad wohl Erdogans Dschihadisten zum Laizismus bekehrt und umgedreht hat und zurück in die Türkei geschickt?

Wahrscheinlich hat er einfach Raki in seine Wasserwerfer gegeben (die Demonstrantenterroristen sollen, so Erdogan, üble Säufer sein), worauf die merkten, dass man davon gar noch leichter trunken werden kann als von den Lehren Mohammeds.

Immerhin soll auch Atatürk, so Erdogan, eine Schnapsdrossel gewesen sein.

Er meint auch, dass die Terroristen selbst noch in die Moscheen hineinsöffen.

Umgedrehte Fanatiker sind seit je berüchtigt.

Unser Arminius diente zuerst bei den Römern als Feldherr, um die Kulturbereicherer später schwerst antikulturell niederzumetzeln. Seine Germanen galten auch als übele Zechbrüder. Es passt somit alles.

 

 

 

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4 Antworten zu “Assads Saufterroristen in Stambul”

  1. Anonymus sagt:

    Um die umzuhackenden Bäume geht es inzwischen sicher nur noch ganz am Rande, wenn überhaupt.

    Worum geht es dann? Irgendwie fällt der zeitliche Zusammenhang zwischen der Wende in Syrien, dass Assad wieder die Oberhand zu gewinnen scheint und den Krawallen in der Türkei ins Auge.

    Nachdem man Jahrzehnte lang gute Nachbarschaft zu Syrien gepflegt hat war Erdogan der schärfste aller Scharfmacher gegen Assad. Nun kommen die Probleme: wohin mit den zurück strömenden Terroristen vom Schlage der Al Quaida und Al Nusra (So Assad es nicht schafft die zu liquidieren)? Wie wird die Grenze aussehen, werden Verwandte sich noch besuchen können hüben und drüben?

    Ausserdem werde ich das Gefühl nicht los, dass türkische Mädchen, die hier mit Kopftuch herumlaufen, um uns zu provozieren dort ohne Kopftuch und in knallengen Jeans mit nacktem Bauch demonstrieren und sich mal so richtig austoben!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Anonymus

    Ich frage mich vor allem, wie viel Unterstützung die Protestbewegung eigentlich in der breiten Bevölkerung der Türkei genießt. Ich vermute stark, dass Erdogan sich durchsetzen wird. Mehr Journalisten als in irgendeinem anderen Landder Welt, heißt es, soll er weggesperrt haben, was die EU offenkundig toleriert. Der Kemalismus scheint ziemlich am Ende. Und als dessen Parteien an der Macht waren, wurde in den Gefängnisses auch massenhaft gefoltert; ob im Schnitt mehr oder weniger als jetzt, vermag ich nicht zu beurteilen.

  3. Anonymus sagt:

    Vermutlich sind das sehr wenige die sich mit der Protestbewegung identifizieren. Von den 75 Mio Einwohnern leben 13,5 bzw. 4,5 Mio in den Agglomerationen Istanbul bzw. Ankara. Wenn man mal annimmt, dass davon die Hälfte (alles zusammen, Kemalisten, Kommunisten etc.) gegen Erdogan ist, sind das rund 10%! Ich bezweifle, dass der Kemalismus je sehr populär war, so lange die Militärs das Sagen hatten war der Kemalismus die Staatsphilosophie. Nun ist das Militär nicht mehr tonangebend und dafür gibt es ein Wirtschaftswunder unter Erdogan, wahrscheinlich war die Vetterleswirtschaft der Militärs sehr ineffizient. Jetzt sehen die Kemalisten und Kommunisten Ihre Felle wegschwimmen, vielleicht ist auch das die eigentliche Ursache und hat nichts mit dem Syrienkonflikt zu tun und die zeitliche Koinzidenz ist zufällig.

    Das mit der Pressezensur sollte man nicht überbewerten, unsere Presse ist halt gleichgeschaltet in vorauseilendem Gehorsam mit freiwilliger Selbstzensur. Hier bei uns in Deutschland gibt es bekanntlich auch Tabuthemen, die man am besten gar nicht anschneidet, weil sonst Gefängnis droht. Ansonsten kann jeder auswandern, dem die Verhältnisse in der Türkei nicht passen.

    Wir müssen halt zur Kenntnis nehmen, dass der Islam unter modernem Leben, Wissenschaft und Bildung nicht wie der Christliche Glauben an Bedeutung verliert. Hatte ich bisher nicht so scharf gesehen, muss ich aber auch zur Kenntnis nehmen. Ich habe sogar mal gelesen, dass es in Istanbul ein „Türkisches Bad“ für beide Geschlechter gemischt geben soll, das wird wohl auch bald ein Ende finden. Damit sollten sich Beitrittsverhandlungen zur EU dann aber auch erledigen.

  4. Anonymus sagt:

    Was neues, ein Türkischer Blogger behauptet folgende Zahlen:

    Allein in Ankara 133 verletzte Polizisten 291 geplünderte und verbrante Geschaefte 271 zerstörte Privatfahrzeuge 116 zerstörte Polizeifahrzeuge … 41 zerstörte Krankenfahrzeuge 15 zerstörte oder in Brand gesetzte Parteigebaeude 30 zerstörte und verbrannte Busse 140 Millionen EURO Schaden.

    Wenn das wahr ist, kann von “friedlichem” Protest ja wohl kaum die Rede sein, das erinnert mich eher an die Schlachten in Genova, la superba, anno 2001. Der schwarze Block lässt Grüssen.

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