Was ist ein “internationales Qualitätsmedium”?

Da nun – siehe Vorartikel – endlich bekannt, dass ich ein internationales Qualitätsmedium bin, wobei der Bestandteil “Qualität” in diesem Falle wörtlich zu nehmen, jedenfalls, wenn man ihn im Sinne positiv hervorstechender Eigenschaften versteht, sehe ich mich ermutigt und veranlasst, den Begriff in diesem Sinne selbstverständlich nicht allein für mich zu besatzen, aber doch, so, wie ich ihn sehe, noch etwas zu präzisieren.

Ein echtes internationales Qualitätsmedium hat meines Erachtens die folgenden Kriterien zu erfüllen:

- es hält stets ein hohes sprachliches Niveau

- es blickt auf die ganze Welt

- es ist keinem Partikularinteresse verpflichtet

- es zensiert Kommentare nur im äußersten, juristisch oder sittlich gebotenen Notfall

- es ruft nie, direkt oder indirekt, zu Angriffskriegen auf oder unterstützt diese

- es zitiert stets korrekt, Übersetzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt

- es verstößt nicht gegen Urheberrrechte, geht bei der Übernahme fremder Texte stets korrekt vor

- es hält stets seine schützende Hand über seine Autoren

- es beschäftigt wissentlich keine Geheimbündler oder Geheimdienstmitarbeiter

- es gesteht Fehler offen und deutlich ein

- es unterscheidet Indikativ und Konjunktiv sauber, sprachlich wie inhaltlich

- es steht für Informantenschutz, gibt niemandes Identität fahrlässig preis

- es berichtet nicht nur, sondern entwickelt auch Perspektiven

- es steht konsequent für Meinungsfreiheit

Sollte ich einen oder gar mehrere Punkte, die in diese Liste gehörten, übersehen haben, so freue ich mich auf leserseitige Ergänzung.

(Nachtrag 11.7. Ein Leser ergänzte gestern Nacht telefonisch, dass ein internationales Qualitätsmedium nicht gebührenfinanziert sein dürfe. Punkt hiermit aufgenommen.)

 

 

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