NSA-Datenkäscher in den Schafsmedien: ein alter Schlapphut als Schlagzeile

Jetzt geben sich die Schafsmedien entsetzt, regen sich künstlich auf, da sie ein Stück mehr allgemein bekannt machen, wie und in welchem Umfang die National Security Agency weltweit den Datenverkehr abfischt.

Was soll der Zirkus?

Dass es so läuft, weiß doch jeder, der sich in den letzten Jahren nicht permanent die Ohren zuklebte, schon lange.

Und der Heilige Sankt Obama, Mr Friedensnobelpreis, Saint Transparency, der sei ja in diesem Kontext gar noch schlimmer als George W. Bush, was er, wie ebenfalls jeder weiß, der nicht immerzu geschlafen hat, in Punkto Terroristenunterstützung, Drohnenangriffen und dem Führen von verdeckten Kriegen ebenfalls ist.

Die einschlägigen Weltnetzgiganten dementieren mehr oder weniger halbseiden, dass sie das Spiel mitmachen, belügen und betrügen ihre Kundschaft, was man ihnen aber gewissermaßen nicht einmal vorwerfen kann, denn dazu sind sie gezwungen.

Gähn.

Ich kümmere mich jetzt lieber um das, was mir meine Standleitung zur gerade abgehaltenen Bilderberger-Konferenz übermittelt. Vielleicht erfahre ich da etwas Neues.

 

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5 Antworten zu “NSA-Datenkäscher in den Schafsmedien: ein alter Schlapphut als Schlagzeile”

  1. Armin sagt:

    Ja, Magnus, gähn… und gleichzeitig ist es doch so, dass die technischen Möglichkeiten der NSA immer gigantischer werden – sie Bluffdale, Utah, das neue Riesendatencenter. Man muss sich schon vor Augen führen, dass die Analyse des globalen Datenverkehr mit Big Data langsam aber sicher zu einer echten Gefahr wird. Wir leben in einem Meer von Datenbanken, aber die Konsilidierung dieser Daten und die Profilierung des Einzelnen wird erst in den kommenden Jahren zur Realität. Es ist ja das Zusammenspiel von Kameras, Drohnen, Kreditkarten, Bonuskarten, Gesundheitsdaten, Verkehrsdaten, Kommunikationsdaten etc. etc. das Zusamenfügen dieses immensen Puzzles dass 1984 von einer theoretischen Realität zu einer Praktischen werden lässt. Ich gähne auch ob der (gespielten) Ueberraschung der Massenmedien, dem (naiven) Aufschrei der Bevölkerung, den (zynischen) Abwiegelungsversuchen der Politik. Die Realität, die solche Entwicklungen heraufbeschwören, lässt mich eher seelisch zittern…

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Wir haben gegen die Überwachung als solche keine Chance mehr. Wer für Freiheit einstehen will, muss andere Mittel suchen, als dagegen anzukämpfen.

  3. Armin sagt:

    @Magnus
    Da gebe ich Dir recht.

  4. [...] So kommentiert der Blog unzensiert.zeitgeist-online.de das Medienecho zur Datenaffäre und dem Bild, das nun vom „Heiligen Sankt Obama, Mr [...]

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