Spiritualofantentum: Weiber gnadenlos

Was macht man eigentlich als Vollspiritualofant?

Ja, ich gebe es zu, die Frage war zu einfach gestellt.

Welcher aber ist der kürzeste Weg zum Vollspiritualofanten?

Da gehen die Antworten schon deutlich auseinander.

Buddha, Jesus, Osho, dem Talmud, den Veden folgen, Aufeinembeinstehen, Fasten, Beten, Meditieren, bildlos Imaginieren, ach, wie viel wird dazu gepriesen! Manche meinen sogar, die Einnahme von LSD 25 vor dem Vögeln sei der Königsweg.

Ich, der ich vom Ich her nicht einmal ein halber Spiritualofant zu werden trachte, daher wohl einen recht objektiven Blick auf die Problematik zu werfen vermag, meine, dass eine bedingungslose Kombination von Animismus, Pantheismus und absolutem Ägyptizismus, pyramidal in die Nichtsspitze geführt, das beste Rezept darstellt.

Es geht schließlich um die Befreiung vom vernünftigen Denken. Erstmal. Dann selbst vom unvernünftigen Denken. Man mache sich da nichts vor.

Vollspiritualofant zu sein, heißt, immerzu, ohne Alkohol oder andere Stimulanzien denn die eigene Spiritualität, vollauf glücklich dauerbesoffen zu sein. Man nennt das auch Erleuchtung, dies Immervolldraufsein.

Die meisten – wenn nicht alle – der Vollspiritualofanten, das sei hier zur eindringlichen Warnung gesagt, sind allerdings üble Scharlatane und Schwindler. Das liegt natürlich beileibe nicht nur daran, dass viele von ihnen daran glauben, man könne nur durch Schwindel zum Vollspiritualofanten werden, und durch welchen Schwindel, das sei egal.

Andere Vollspiritualofanten, die vorgeben oder auch tatsächlich daran glauben, es sei nicht egal, durch welchen Schwindel man den erwünschten Zustand errreiche, gar, dass es zu diesem Zwecke keinen Schwindel geben könne, oder, dass sich jeder Schwindel automatisch entschwindelt habe, wofern erfolgreich, stehen selbstverständlich im ständigen Wegweiserwiderstreite mit den Obengenannten.

Nicht einmal den Weibern mag man trauen.

Das ist leicht erklärt.

Denn inzwischen hat sich eine derartige Phalanx an Frauen zu Vollspiritualofanten qua Geburt erklärt, mit einer solchen Verve, dass man kaum noch ein noch aus weiß.

Das ist bedauerlich, wenn nicht tragisch.

Allzumal diese Weiber den Rest auf dem Wege ohne jede Pietät und Gnade verrecken lassen.

 

— Anzeigen —


Tags: ,

Eine Antwort hinterlassen