Hirnamputationen für Ärzte zu teuer – Kostenexplosion im Krankheitswesen hält an

Mindestens Medizinern sollten die Krankenkassen auch Gehirnamputationen zahlen. Die finanzielle Gesamteinsparung durch diese Eingriffe wäre unterm Strich enorm.

Wer lässt sich schon von einem gehirnamputierten Arzt vergiften, amputieren und nachvergiften?

Natürlich läuft die Pharmaindustrie Sturm gegen diese Pläne, da sie bei deren Verwirklichung gerade mal ein paar Narkosemittel für die Eingriffe verkaufen könnte, aber schätzungsweise je Fall tausend bis zehntausend mal mehr an künftigem Umsatz verlöre. Und so lanciert sie denn, ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit, allerlei Studien bezüglich der Risiken, die solche Operationen mit sich brächten, auch für die Gewinnung gesunder Transplantationsorgane.

Denn die Organe selbst eines vollausgeweideten, kerngesunden jungen Arztes bringen gerade mal eine Viertelmillion; das rechnet sich, so nett sich das Sümmchen zunächst anhört, im Leben nicht.

Auch die Ärzte, die die Eingriffe an ihren Kollegen durchführen, hat die Industrie im Blick. Die Rede ist von bedenklichen möglichen postoperativen Belastungsstörungen. So könnten noch mehr Ärzte berufsunfähig werden, zwar den Staat eine Menge Hartz kosten, aber auch keinerlei Umsätze in ihrem Sinne mehr generieren, außer den paar Pillen, die sie dann selber brauchen.

So wird wohl am Ende alles wieder auf einen faulen Kompromiss herauslaufen. Die Kassen zahlen nur in bestimmten, speziell indizierten Sonderfällen, der Rest muss selbst zahlen. Die Amputationsrate wird also wohl weiterhin auf mehr oder weniger niedrigem Niveau stagnieren, denn die OP-Preise sind exorbitant, da die Chirurgen gewaltige Versicherungssummen gegen mögliche Schadenersatzforderungen bei Kunstfehlern bezahlen müssen, wohl wissend, dass sich mancher Kollege teure Anwälte leisten kann und sich sehr genau auskennt, sicher kein Grüß Gott, sollte auch nur minimal gepfuscht werden.

Manchmal misslingt die Operation im ersten Anlauf sogar unabweisbar; der Patient ist nicht gleich tot. Der Patient leidet unnötig. Es muss nachoperiert werden. In einem Fall musste sogar schon zweimal nachoperiert werden. Jedesmal eine Prozesslawine.

Die Schmerzensgeld- und  Schadenersatzforderungen Betroffener und ihrer Angehörigen (die ob des zu erwartenden Erbes oft schon beträchtliche Investitionen getätigt haben, hohe Schulden aufgenommen, geheiratet usw.) gehen vollends durch die Decke, seit das Landgericht Bielefeld die beispiellosen Summen damit gerechtfertigt hat, es handele sich hier, in der Tat, wie die Klägerseite vorbrachte, um den “bis dato bekannten medizinischen Maximaleingriff”, an den ganz eigene Maßstäbe anzulegen seien.

Es wird also wieder einmal nicht viel werden mit einer nachhaltigen Entlastung bei den Krankheitskosten.

 

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