Feigheit, dein Name ist Mann

Öfter schon, eben wieder, hörte ich die Klage, dass Frauen sich noch so viel weniger gegen den Weltfinanzwahnsinn, die Kriegstreiberei, die technotronische Indoktrination von Kindern, und was an Irrsinn und Übeln mehr auf der Welt, stellten, als Männer.

Die Beobachtung als solche ist zwar sicherlich richtig; die Klage aber ist völlig unangebracht, ja naiv.

Ich kann mir dieses durchaus verbreitete Klagen, ja manchmal Jammern von Männern, die Frauen unternähmen gar so wenig, schwämmen bloß im Strome mit, nur dadurch erklären, dass diese, selbst wenn sie die Geschlechtergleichmacherei ansonsten ablehnen, ebenjener Propaganda unbemerkt eben doch in erheblichem Maße aufgesessen sind.

Wie kommt man (hier: Mann) dazu, von Frauen eine vergleichbare Risikobereitschaft und Führungsstärke zu erwarten, alswie von Männern?

Eine vergleichbare Fähigkeit zur klaren, überzeugenden Rede? (Ja: Frauen können gut reden, zumal viel, das ist bekannt. Wie viele aber sind wirklich fähige Rednerinnen?)

Wie viele Hildegards gab es in der Geschichte, wie viele siegreiche Amazonenheere?

Frauen an die Front, oder was?

Und die Männer machen dann für die Verwundetinnen die Krankenbrüder?

Es ist, sehr überspitzt formuliert, dies Klagen fast so, alswie dass sich Frauen darüber beklagten, Männer wollten keine Kinder kriegen, diese noch nicht einmal säugen.

Das Problem liegt ganz woanders. Nämlich nicht darin, dass es doch nicht so recht gelungen ist, bei aller Anstrengung, aus Frauen Männer zu machen, aber doch recht weitgehend allzumal gebildete Männer – und wer sonst sollte klug aus der Misere zu führen in der Lage sein? –  mental wie in ihrem Gebaren und Handeln zu verweiblichen.

Den meisten von ihnen fällt nicht einmal mehr auf, wie sie allenthalben feige Kotaus vor der politischen Korrektheit machen, sich dem Gendersprech anpassen, also schon in ihrer Rede andauernd Knickse vor dem verordneten Kriecherzeitgeist machen, nur ja nicht anzuecken, als “Macho”, als “Chauvi”, als “gestrig”, männlich präponderant, maskulistisch suprematistisch dazustehen, schnell am Pranger.

“Schlecht, das ist feige!” (Nietzsche)

Im Radio z.B. trauen sie sich nicht einmal mehr von den Hörern zu sprechen, nein, es muss Hörerinnen und Hörer heißen. (Neulich hatte ich ja den Fall, dass einer gar dreimal binnen weniger Minuten seiner Moderation, also sicher nicht mehr aus Versehen, von der “Arbeiterinnen- und Arbeiterklasse” sprach. Idiotie pur.)  Undsoweiter ad infinitum.

Früher sprach man in solchen Zusammenhängen von Betschwestern. Heute haben wir Nachbetbrüder.

Man beklagt sich wortreich darüber, weiteres Beispiel, dass der Frauenfußball nicht so populär sei, wie der Männerfußball. So eine böse Diskriminierung aber auch. Und keiner traut sich noch, dazu einfach zu lachen.

Man beklagt sich sogar darüber, dass weniger Mädchen Dachdecker oder Steinmetz lernen, als Jungen. Das zu ändern, hält man dann “Girls’ Days” ab. (Ob manche junge Frauen dann vom schweren Heben gebärunfähig werden, mit vierzig kaputte Bandscheiben haben, egal.) Überall schwachsinniger Feminismus.

Also, Männer: Solange Ihr Euch auf diese Art einseifen lasst, kann ich Euch nicht ernstnehmen.

Und Klagen, dass Frauen nicht genug Männerarbeit verrichteten, erst recht nicht.

 

 

 

 

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2 Antworten zu “Feigheit, dein Name ist Mann”

  1. 34 sagt:

    Nachdem Ted Gunderson sein Whistleblowing kein Jahr überlebte, zeugt es doch von extremer Courage, das öffentlich zu machen, was Frau Hagberg sagt:

    http://die-rote-pille.blogspot.de/2012/10/schwedische-politikerin-stot.html

    Frau Ditfurth und Frau Wagenknecht beispielsweise sollte man auch erwähnen, diverse Wissenschaftlerinnen ebenso. Dass sich weniger Frauen öffentlich gegen den Irrsinn stellen, liegt wohl schlicht daran, dass weniger von uns auf den relevanten Gebieten in der Öffentlichkeit stehen, populär sind. Relativ, prozentual, gesehen, könnten sogar mehr Aufrechte unter Frauen sein, als unter Männern.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ 34

    Mir soll es ja recht sein, wenn Frauen sich entsprechend einbringen. Insgesamt kann ich davon aber nicht viel erkennen.
    Das Argument mit der Popularität stich nur bedingt; auch dort, wo es Leute bislang zu keinem besonderen Bekanntheitsgrad gebracht haben, überwiegen im Sinne der Sache die Männer deutlich; und zwar nicht, weil die Frauen wegbissen, nicht ernstnähmen, gar nichts von denen wissen wollten, sondern weil die einfach kaum relevant vorhanden.
    Ich verstehe natürlich, dass man das als engagierte Frau nicht gerne hören mag; es ist aber nunmal Fakt. (Oder, meinetwegen, über viele Jahre hinweg, wenigstens meine Beobachtung geht dahin.)

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