Wie bombt man sich grün?

Warum bomben wir eigentlich nicht mit?

Wenn Israel Syrien bombardiert, müssten wir doch mitbomben. Das wäre ja wohl das mindeste. Nur Scheckbuchdiplomatie, Waffen verschenken, das ist doch feige.

Nur zwei Raketenabwehrbatterien gegen einen von mehreren Mächten über Söldnertruppen angegriffenen Staat zu stellen, das ist doch feige.

Der Friedensnobelpreisträger Obama höchstselbst sagt, dass es in Ordnung sei, Syrien zu bombardieren. Wieso machen wir dann nicht mit?

Feigheit.

Schon in Libyen haben wir, feige, die Flugverbotszone nicht mit freibombardiert. Kaum einer verzeiht uns das so einfach.

Moderne Kampfdrohnen sollen, egal von welcher Bundesregierung, erst nach der Wahl angeschafft werden. Feige Krauts.

Das Grundgesetz sagt, dass Angriffskriege nicht vorbereitet werden dürfen. Nichts aber, wie man herausfand, wider deren Durchführung. Wer will sich da noch hinter dem Grundgesetz verstecken?

Ja, nur Feiglinge.

Es ist völlig unverantwortlich, international als deutsche Position nun wirklich nicht zu vermitteln, dass man da nicht mitbombt, wo unsere besten Verbündeten, Saudi-Arabien, Israel, die Türkei, die USA, Großbritannien, die Franzosen wohl auch, im Vereine bomben und bomben lassen. Feig bis zur selbstgeschaffenen Hölle.

Der ganze Nichtangriffsscheißendreck gehört endlich in die Tonne getreten. Schließlich hat man uns gesagt, dass wir wieder wer sein sollen. Also, Feiglingsscheißendreck.

Joschka Fischer als Kanzler, pflasterstranderfahren, der täte aufräumen. Mitohne unnötigen deutschen Helden, die man totzuschlagen habe, alswie tolle Hunde. Die brauchte er ja nicht mehr, weil die Deutschen, die er ansetzte, wie es sich gehört, nicht mehr wüssten, dass sie welche sind. Der Mann blickt durch.

Es blicken eh fast nur noch die Grünen richtig durch. Sie wissen, dass die abzuschaffenden deutschen Restkräfte nur dazu da, die Welt sinnig freizubomben, und sonst für nichts.

Es gibt gerade noch so viele Deutsche, das sehen die Grünen ganz klar, dass sie zur Freibombung noch optimal zu verwenden. Das ist wie als ob einer aus benutztem Klopapier Gold machte.

Ich traue mich gar nicht, bei den Grünen einen Mitgliedsantrag zu stellen. Die sind nämlich klug. Einen so fanatischen Anhänger wie mich werden die gar nicht haben wollen. Kaum gegoogelt, werden sie sehen, dass ich ihre Agenda mit einer Verve und Offenheit nicht nur verfolge sondern auch propagiere, dass sie mir, zumindest vorläufig, also bis der Iran angegriffen, wohl keinen Mitgliedsausweis geben werden.

Da ich Kinder habe, leider zudem noch eher ein Feigling bin, traue ich mich auch nicht, auf einem Basar in Teheran eine verzweifelte Antiunterdrückerbombe zu zünden, die mir vielleicht dann doch, sei es indirekt, eine Ehrenmitgliedschaft bei den Grünen einbringen könnte.

Ich bin von daher fast schon ein bisschen verzweifelt. Bald 50, keine Ahnung vom Bomben, nicht einmal gedient, bloß herumgeschafft und -gelesen, nichts Rechtes gelernt, ich scheine den Zielen der Partei meines Herzens tatsächlich völlig nutzlos.

Wie bombt man sich grün?

Das ist die Frage unserer Zeit. Und für mich habe ich leider noch keine Antwort.

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