“NSU”-Morde: Vom Journalistenpack

Ich bin jetzt erst auf dieses Interview zu den sogenannten NSU-Morden, auf Ken-FM, mit Jürgen Elsässer, gestoßen:

http://www.youtube.com/watch?v=Zbeq06cSGi4

Es ist zwar schon ein paar Wochen alt, hat aber nichts von seiner Brisanz eingebüßt. Wer es nicht kennt, dem empfehle ich, sich die Stunde Zeit zu nehmen.

Von allen Theorien, die Elsässer verbreitet, fiel mir als etwas holprig lediglich jene auf, dass die zunächst Döner-Morde genannten Taten zunächst aus rein kriminellen Motiven, ohne politischen Hintergrund, ausgeführt worden seien.

Wieso nämlich sollte sich eine weitverzweigte Organisation, wenn da nicht auch schon eine langfristige Rechnung aufgemacht wird – immerhin wohl bei einem Teil der Morde, wie Elsässer meint – , derartig unprofessionelle Stümper wie die beiden Uwes auftragsweis ans Bein gebunden haben? Geht man so unprofessionell vor, wenn man nach und nach, zielgerichtet, Leute liquidiert?

Soll das Ganze einen Sinn ergeben, so plante man allenfalls von Anfang an, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Man bringt unerwünschte Leute um, hat am Ende eine neonazistische Terrorzelle wie bestellt als Täter. Immerhin teilweise sogar nachweisbar, womit der Käse, zumal wenn die Täter nicht überleben, was ja geklappt hat, dann im Sinne des Erfinders gegessen.

Wieso Stümper hernehmen, die man nur mit größter Mühe davor schützen kann, aufzufliegen? Mit so viel Mühe, dass man hinterher sogar Berge von Akten, diese Mühe betreffend, schreddern muss?

Wenn die Sache im Prinzip so liegt, wie Elsässer sie aufzeigt, dann muss, zumindest gemäß gesundem Menschenverstande, von Anfang an der Plan bestanden haben, wenigstens potentiell zur vollen Entfaltung zu bringen, was wir jetzt sehen (leider mit einigen “Pannen”).

An den Vertuschungen und den “Pannen” sind jedenfalls so viele sicherlich nicht direkt involvierte hoch- und niederrangige “Weggucker” beteiligt, dass die Unterstruktur verschiedener Geheimdienste, die Elsässer postuliert, in einem Maße geschützt wird, Teil des Ganzen ist, dass einem schwindlig werden könnte.

Im geistigen Sinne gesehen sind auch Journalisten, die nicht wie Elsässer kritisch nachfragen, also praktisch alle Schafsmedienjournalisten, Teil dieses Komplotts, indem sie ihrer Verantwortung schändlich nicht nachkommen, Helfershelfer, Schutz und Deckung der Verschwörer, mitmachen bei der Agenda, einer nazistischen Terrorzelle allein die ganze Mordserie unterzuschieben, wie als ob es dafür Geld vom Verfassungsschutz gäbe.

Alles ist absurd, aber jeder tut sein Bestes, damit es nicht so aussieht. Man beteiligt sich mittelbar an der großen Vertuschung. Das ist eine Art der Mittäterschaft in dem Sinne, dass man nicht nur an der Agenda mitwirkt, sondern auch daran, dass Andreas Temme und andere Leute, Mörder und Hochverräter, ungeschoren davonkommen.

Feiglinge, Schleimschlecker, Seilschaftler, Pack.

 

— Anzeigen —


Tags: ,

4 Antworten zu ““NSU”-Morde: Vom Journalistenpack”

  1. Armin sagt:

    Das man politische Ereignisse auf wenige Einzeltäter reduziert und die Strippenzieher ungeschoren lässt, ist ja allzu oft der Fall. Mir kommt da auch immer wieder Marc Dutroux in Belgien hoch und die ich glaube 17 ermordeten (oder teilweise bizarr “verunfallten”) Zeugen. Nicht, weil das der einzige ist, aber wegen den Kindern…

    Wenn ich kurz verlinken darf, ich habe gerade wieder meine Schreibblockade kurzfristig abwerfen können und einen Artikel über den Eisaugenengel Amanda Knox publiziert. Einerseits eine tabloid Geschichte, aber wenn man ein Bischen weiter hineingeht doch verstörend, wie das uns allen passieren kann, jederzeit. Könnte ich 26 Jahre Gefängnisaussicht überleben?

    Und dieser fanatische Staatsanwalt der gerade in einem “all american” Seattle Girl mit ein wenig Joint Erfahrung den grossen Satanisten Kult ausmacht, wo es doch – so mir scheint – gerade in Italien doch noch ganz andere, ungleich potentere satanistische Zirkel geben soll:
    Eisaugenengel, fanatischer Staatsanwalt, 4 Millionen, 26 Jahre Gefängnis: Die wirre Geschichte um Amanda Knox
    http://www.conspirare.net/w2/engel-mit-eisenaugen-verbissener-staatsanwalt-4-millionen-dollar-26-jahre-gefangnis-die-wirre-geschichte-um-amanda-knox/

  2. Dude sagt:

    @Armin

    “Mir kommt da auch immer wieder Marc Dutroux in Belgien hoch und die ich glaube 17 ermordeten (oder teilweise bizarr “verunfallten”) Zeugen.”

    27!

    http://www.focus.de/politik/ausland/ausland-dutroux-war-kein-einzeltaeter_aid_189407.html

    http://www.youtube.com/watch?v=sRfEfN1sPRg

  3. Armin sagt:

    @Magnus

    27! Umso schlimmer!

  4. Armin sagt:

    Wollte sagen:

    @Dude

    27! Umso schlimmer!

Eine Antwort hinterlassen