Vom siebenundreißigsten Strategeme

Ich will eines der mächtigsten Strategeme nicht glatt verraten, solange ich dessen noch so dringend bedarf, wie gerade auch mal wieder in den letzten Tagen.

Ich werde aber so in Andeutungen davon sprechen, dass die verstehen mögen, die damit etwas anfangen können.

Jeder Stinkestraßenbus scheint einen Fahrer zu haben, der Vollgas gibt, wenn er einen eine Kreuzung queren sieht, nicht einmal wissend, weshalb er das tut. Man kann sich an jeder Ecke für praktisch nichts eine üble Schelle oder gar mehr einfangen. Leute, von denen das man so nicht erwartet, geben einem die Untermenschenkante. Man steckt nur noch ein. Wo man sich normal wehrt, wird man noch erst recht zum Arschloch gemacht, als überempfindlich bestenfalls, ansonsten als überdreht, paranoider Idiot hingestellt.

Die Sache, das Phänomen, häuft sich, binnen kurzem, gnadenlos. Man weiß mit höchster Wahrscheinlichkeit, dass kein allgemeines Komplott vorliegt, stattdessen ein sich individuell unbewusst gefährlich und mächtig verstärkendes morphisches Feld vorliegt.

Hat man die Möglichkeit, sich eine zeitlang zu verkriechen, so mag man diese wählen. Hat man sie nicht, so liegt Tat an.

Man habe in diesem Momente Vorsicht vor jederlei Rotten. Sie mögen einen, beim kleinsten Fehler, vielleicht einfach gar so, wütend in den Staub treten, so dass da nichts mehr aufsteht.

Man sei schnell, behende, verschwinde auch plötzlich, nehme jeden einzeln. Überraschend, dann, wenn er gar nicht damit rechnet, auch so, wie er das nicht tut. Man zerstöre also nach und nach, es zersetzend, das morphische Feld. Also, dass keiner, der daran unbewusst beteiligt, das merkt. Allenfalls, das ist nicht sicher zu vermeiden, derjenige, der, wofern es einen solchen gibt, es aufgebaut hat.

Man wird, selbst wenn ein solcher vorhanden, man ihn ausgemacht, seiner nie direkt erwähnen. Er ist das Phantom, das sich schließlich, gespenstisch, gegen sein Fußvolk richtet, vielmehr dieses, dumme, dann wider ihn.

Er (gar es) mag dann merken, dass dies geschieht, steht aber vor dem Problem, dass er sich in seiner Absicht, seiner Stoßrichtung, wider den Gegner zu erkennen geben müsste. Das mag er gar nicht haben. Im Hintergrunde bleiben ist alles. Es soll ja alles ganz natürlich aussehen. Ganz selbstverständlich.

Kommt er dann doch aus dem Bau, was sehr selten, so ist er, obzwar noch des Beifalls seiner Laufburschen erstmal recht sicher, bereits geschwächt.

Wie man nun damit umgeht, das verrate ich jetzt, wie auch das Hauptstrategem, nicht.

Genug verraten heute. Jeder hat einen Kopf zum Denken, und ich muss meine Ressourcen, bei aller Freigiebigkeit, derzeit etwas schonen, noch ein wenig Pulver trocken halten.

 

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