Meinungsfreiheit: Granatenmäßig garantiert

Man hat, indem man uns in der Schule das mit der Meinungsfreiheit beibrachte, einen schweren Fehler gemacht.

Viele Schüler nämlich, selbst der lernfaulsten, hörten das gerne, fanden diesen Grundsatz in keiner Weise zu beanstanden.

Später mussten die Helleren unter ihnen aber feststellen, dass das, was ihnen als an der Schule gelernt am besten gefiel, schon damals eine Lüge war.

Um wieviel mehr noch heute, da es nicht nur Sprach- und Sprechverbote in schwindelerregender Zahl gibt, sondern auch deren de-facto-Gebote.

Müßig, hier Beispiele anzuführen, denn jeder freie Geist kennt genug davon.

Das Phänomen betrifft aber beileibe nicht nur uns, den UN-Feindstaat.

In Ländern wie den USA, Großbritannien, Frankreich oder der Schweiz hat man die freie Meinungsäußerung über allerlei Tricks beschnitten.

In jenen Ländern, in denen keine ewige Erbschuld über das Volk wacht, musste man etwas subtiler vorgehen. Das Ergebnis ist aber dasselbe.

Nämlich, dass ein anständiger Mensch soundsoviele Sachen, und seien sie noch so berechtigt, zuwenigst erwägenswert (normalerweise fiele sogar offenkundiger Unfug unter die Meinungsfreiheit), schlicht nicht zu äußern hat.

Nein, man kommt bei Zuwiderhandlung keineswegs wegen allem und jedem vor den Richter, in den Knast oder die Klapse gar; man wird lediglich sozial stigmatisiert, verliert seine Arbeit, sein Sorgerecht für den Nachwuchs vielleicht auch.

Dabei wird keineswegs immer offen gespielt.

Hierzu jetzt doch ein Beispiel: Verweist einer im Zusammenhang mit der aktuell wieder einmal explosiven Lage in Korea darauf, mit welchen gigantischen Bombardements auf die Zivilbevölkerung die USA Nordkorea im Kriege belegte, so wird die Tatsache gar nicht wahrgenommen, derjenige, der sie aufbringt, lediglich flugs ins Lager der Amerikahasser bugsiert, zudem in jenes der Apologeten der wahnsinnigen, stalinistischen nordkoreanischen Führung. Also wagt in den Schafsmedien auch keiner Kritik am Vorgehen Südkoreas und der USA. Ähnlich seit Jahren mit Iran, Gaddafi, Assad.

Ja, natürlich darf man diese unerwünschte Meinung, die ja eigentlich nicht einmal eine Meinung, sondern nur ein ins Spiel bringen einer Tatsache ist, äußern. Fritz Huber vom Tagesverzeiger darf dann aber gleich seinen Schreibtisch räumen. Naja, der Diskretion halber vielleicht auch erst ein halbes Jahr später.

Klar, dass Fritz Huber nie mehr einen Job bei einer anständigen Zeitung bekommen wird. Sein Schicksal als Journalist ist besiegelt. Seine freie Meinung darf er gerne behalten. Seine Frau sucht sich einen anderen, der kein so sinnloser Querulant und Loser wie er, nimmt die Kinder mit. Zahlen darf er natürlich trotzdem, wenn er irgendwo wieder was verdienen sollte. Das Haus hat sie eh schon.

Oh ja, wir haben garantierte Meinungsfreiheit. So felsenfest garantiert, dass es granatenmäßiger garantierter gar nicht mehr geht.

Und im Zeitalter von Google & Cie hat die Meinungsfreiheit geradezu schwindelerregende Ausmaße erreicht. Hat man einmal namentlich öffentlich Unerwünschtes gesagt, so findet der potentielle Arbeitgeber das schon heraus, bevor ihm jemand sagt, wen er hätte besser nicht einstellen sollen bzw. so bald als möglich loswerden sollte.

Auch ein Staatsanwalt oder Richter hat keine große Mühe mehr, herauszufinden, was für einen er da vor der Flinte hat. Das erleichtert das Geschäft, spart Zeit und Ressourcen für die Ausübung von immer noch mehr Gerechtigkeit.

So bombt man denn die Meinungsfreiheit auch eifrig in andere Länder hinein, wo diese unterdrückt wird. Jedenfalls, wenn ein einfacher Umsturz nicht genügt und das jeweilige Land sich nicht wehren kann.

Ja: Sie ist granatenmäßig garantiert, diese Meinungsfreiheit.

 

 

 

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Eine Antwort zu “Meinungsfreiheit: Granatenmäßig garantiert”

  1. Anonymus sagt:

    Dazu schreibe ich dann mal was total Unpassendes zum Thema Nordkorea/Iran etc.

    Nehmen wir mal an, die können eine Atombombe bauen, wozu braucht es dann noch eine Verkleinerung, bis man die auf Raketen verschiessen kann? Man könnte die Einzelteile inclusive des spaltbaren Materials ja klammheimlich in die USA bringen und in einem Keller (vielleicht in/unter der Botschaft) in New York zur Bombe zusammenbauen. Dann stellt jemand einen Schaltuhr und bringt sich selber in Sicherheit und eine Stunde später …bumm… ist New York nicht mehr da. Was spricht dagegen dass das passieren kann? NICHTS ! Ganz grosszügig könnten dann die oben genannten Länder einen Waffenstillstand anbieten, keiner weiss, welche Städte sie sonst noch „wegpusten“ könnten.

    Irgendwann wird es so weit sein, dagegen war der Anschlag auf das WTC ein kleiner, unbedeutender Zwischenfall am Rande. Dann muss auch der dümmste US-Amerikaner erkennen, dass militärische Stärke hin- oder her die Zeit der Kanonenbootpolitik vorbei ist und die Völker der Erde sich irgendwie werden arrangieren müssen über alle religiösen und kulturellen Grenzen hinweg.

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