Von den Decknamenkünstlern

Grade haben die “Wechselmarie” (vordem vermutlich der “Jochen” usw.) und der “Dude” (der nennt sich meines Wissens immer so) in diesem Jesus-Strang ein kleines Gefecht bezüglich ihrer Decknamen angefangen, das ich, wofern es fortgesetzt werden sollte, schleunigst hierher umzuleiten trachte. (Ob “Jesus” auch ein Deckname war? Wer weiß?)

Ich habe hier schon von einem inzwischen leider verstorbenen Freunde, dem “James” geschrieben. Der hatte sich diesen Namen irgendwann gegeben, auch im bürgerlichen Leben (außer wohl am Amt), also, dass ich erst nach seinem Tode erfuhr, welchen Taufnamen er trug. Den mochte er wohl nicht besonders. Ich werde ihn darum auch hier nicht verraten. Nur so viel, dass es ein sehr traditioneller, gleichwohl nicht übermäßig häufiger deutscher Name war.

Ein anderer Freund – in jungen Jahren – hieß Detlev. Das nervte ihm mächtig. Wollte man ihn vollkommen auf die Palme bringen, so musste man ihn bloß mit Detlev ansprechen. In dem Falle nenne ich jetzt den recht gewöhnlichen – deutschen – Decknamen nicht, mit dem er sich ausbedang, exklusiv bezeichnet zu werden, denn Detlev soll als Detlev anonym bleiben können. (Ich weiß nicht, ob er sich inzwischen wieder Detlev nennt; ich habe ihn lange aus den Augen verloren.) Klar, weshalb er kein Detlev sein wollte. Der Name war damals, allenfalls noch mit Olaf als Konkurrenz, als schwuler Name im Schwange. Das ertrug er gar nicht. Zuviel Schall, zuviel Rauch.

Ich selber gab mir noch nie einen Decknamen, außer vielleicht mal – ich erinnere mich nicht genau, dreißig Jahre her – für einige Stunden in einem Slum in Nordamerika, wo ich ungünstigen Fragen ausweichen wollte, da schon meine weiße Hautfarbe recht verdächtig war; wenn ich mich recht erinnere, nannte ich mich Michael oder so, englisch ausgesprochen, das war nichts Besonderes, und ich konnte mir meine Lüge leicht merken.

Viele merken allerdings nicht, wie viel ihr gewählter Deckname über sie aussagt. Ich importiere mal, was Wechselmarie alias Jochen alias…eben drüben dazu eingestellt hat:

‘Wechselmarie sagt:
28. März 2013 um 14:07 (Bearbeiten)

@ Magnus

“bescheuertsten Decknamen”

Wie wäre es mit “Idiotie” oder “Inkarnation”; “Hans Muff”, “Puffsusie”, “Nimmersatt”, “Kratzer im Lack”, “Nanomerkel”, “Grünlilie”, “Superalge”, “Kreuzmann”, “Tod”, “Erzengel”, “Johannes 8,44″…..

Johannes 8,44 als Kabbalismus: 8+4+4=16, Quersumme 7, Plejaden, Satan kam aus dem Sternbild Orion – Ganz klar. Sie sind nicht von dieser Welt, die von Jesus Angesprochenen. Die Frage bleibt – warum sind sie überhaupt hier?

“… Ich bin schon ganz wirr im Kopfe…)”

Ich glaube das zwar nicht, aber mir gefällt’s trotzdem.

Eine Frage meinerseits: Hätte ihr lieber, dass ich mich wieder Jochen nenne und dabei dann auch bleibe? Ich schaue dann morgen nach euren Antworten dazu.’

Man sieht mehrere Dinge – er liefert allerdings auch mehrere Nicks – sofort: Der Mann (die Marie) ist gebildet, hat es mit der Bibel, sich mit der Kabbalah befasst, und er mag den Satan fast ebensowenig wie das Deppentum.

Leute, die sich wirklich bedeckt halten wollen, nennen sich Peter oder Sabine oder Lutz oder Carola. Da weiß keiner so leicht, ob einer wirklich so heißt, ob eine(r) mit einer namentlichen Geschlechtsumwandlung unterwegs.

Nennt sich eine(r) aber “Sportinus33″ oder “Kunigunde6″, so ist nicht nur klar, dass keiner so heißt, sondern auch gleich einiges von der Absicht hinter dem Decknamen. Sportinus33 hält wahrscheinlich was auf sein geringes Latein, und er will die Freimaurer ärgern. Kunigunde6 will Sex (zumindest dahingehende Anspielungen provozieren). Außerdem sind beide sehr wahrscheinlich deutschsprachig aufgewachsen.

Leute mit einem ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex (vielleicht wollen sie einen solchen auch nur suggerieren, was man aber schnell herausfindet) nennen sich z.B. “Apollo8″ oder “Maria Stuart”.

Natürlich kommt auch mal ein “Hare” ohne “Rama” oder auch nur “Krishna” vorbei. Da dauert es aber auch nicht lange, bis man raushat, ob er eine Verarschung fahren will, oder ob er doch einen Guruhau weghat.

Noch zu den Decknamenwechslern (von Wechselmarie / Lochen et al. weiß ich, dass er nicht so doof ist): Die meisten von ihnen denken, keiner merke, dass sie unter verschiedenen Decknamen agieren, glauben gar, dass sie sich daraus einen großen Spaß machen könnten.

Nur leider sind eben diese Personen dafür sprachlich meist viel zu ungebildet. Man muss ein sehr ausgebuffter Philolog sein, das länger durchzuhalten, wenn auf der anderen Seite auch nur einer sitzt, der diesbezüglich seine Siebensachen beeinander hat.

Die Art des Satzbaus, schon die Lieblingskonjunktionen, häufige Adjektive, Duktus und Stil insgesamt, natürlich auch der Inhalt der Rede, verraten denjenigen dem Könner recht schnell.

Ist der dahingehende Verdacht einmal geschöpft, so gibt es nicht mehr leicht ein Entkommen. Der andere wird ihn ja nicht äußern, sondern genau hinschauen, gar subtile sprachliche Fallen stellen. Dann ist die Sache meist schnell gegessen.

Ich will es mal so sagen: Gegen mich selber oder gegen einen wie jenen SEO käme ich selbst bei größter Sorgfalt mit einem Decknamenschwindel wohl nicht allzulange durch.

 

 

 

 

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12 Antworten zu “Von den Decknamenkünstlern”

  1. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Decknamenschwindel”

    Zu Schwindeln liegt mir fern. Hin und wieder decke ich mich mit Namen aber gerne zu. Hin und wieder geht auch meine Phantasie mit mir durch, und machmal muß einfach etwas Neues her, wenn es auch nur ein neues Pseudonym ist.

    Zum Namen Jochen bin ich gekommen, das ist schon sehr lange her und er begleitet mich seitdem. Wo das war, als ich ihn traf, weiß ich noch ganz genau. Ich sage es hier aber nicht. Mit der Zeit fand ich heraus, daß sich mit dem Namen Jochen andere gut unterjochen lassen, sofern ich mich als Erster im Kommentarstrang platziere. Andere bekamen aber leider schnell Wind davon, daß ich sie zu unterjochen trachtete und dann blieb der Raum unter mir meist leer. Was mir egal ist, denn ich bin ein Einzelkämpfer. Die sich von mir nicht unterjochen lassen wollen, die zeigen nur damit, wie sporadisch entfremdet sie schon sind. Von da bis zum Zeitpunkt des sich Ergebens und dem Islam beizutreten, ist es dann nur noch eine kurze Strecke. Wie sich sich dabei dann dem Allah zu unterwerfen haben, merken sie schneller als ihnen lieb sein wird.
    Demgegenüber bin ich ein ganz lieber Unterjocher, der nur mal auf den Tisch haut, wenn es unbedingt sein muß. Heute ist Karfreitag, da muß es sein. Der Rest ergötze sich bitte an der dreistündigen Sonnenfinsternis vor ca. 2000 Jahren. Die löste sich dann in Wohlgefallen auf, natürlich unter mir. Grüß Gott, mir die Deckdamenschwindeleitrigkeit.

  2. Jochen sagt:

    @ Magnus

    Hier starte ich nun meinen ersten Versuch, mich selbst zu unterjochen.

    “Ob “Jesus” auch ein Deckname war? Wer weiß?”

    Natürlich ist Jesus nur ein Deckname, in Wahrheit hieß er Immanuel.

    Jesaja 7:14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird.

    Oder wie viele Jungfrauen gibt es, die jemals unbefleckt Mutter eines Sohnes Gottes wurden? Nach der Bibel doch nur eine, oder?

  3. Dude sagt:

    @Jochen

    “Hin und wieder decke ich mich mit Namen aber gerne zu. Hin und wieder geht auch meine Phantasie mit mir durch, und machmal muß einfach etwas Neues her, wenn es auch nur ein neues Pseudonym ist.”

    Liebsten Dank für diese Antwort!! Die meisten weigern sich konsequent diese Frage, die ich schon sehr vielen gestellt habe, zu beantworten, weshalb ich das sehr zu schätzen weiss!

    Nichtsdestotrotz bleibe ich beim Namen Dude, denn wieso sollte ich den nach all diesen Jahren noch wechseln? Wäre mE. blödsinnig dies zu tun, daher lass ich’s. Zudem passt Dude bestens. :-)

    Ps. Köstliches jochensches Wortspiel! :-)
    Pps. Die Bibel verzapft Müll. Es gibt keine unbefleckte Empfängnis. Höchstens involutionäre Manifestation, aber das ist zu energieraubend, daher wurden die körperlichen Manifestationen so kreiert, dass sie sich selber vervielfachen können, ohne jedesmal den energiezehrenden Manifestationsprozess tätigen zu müssen. Simple shit eigentlich. :-D

  4. Jochen sagt:

    @ Dude

    “Die Bibel verzapft Müll. Es gibt keine unbefleckte Empfängnis.”

    Vielleicht hatten die damals ja auch schon gute Fleckenentferner.

    Oder die Maria war gar nicht die Maria, weil die der Joseph sich für die Ehe reinhalten wollte, sondern eine Dahergelaufene, die nur das Jesuskind austrug und dann wieder ging.

    Lukas 1:35Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten…..

    Wenn der heilige Geist nur Licht ist, wie kann er dann einen Schatten werfen?

    Das Wort “überschatten” alleine schon, macht diese ganze Sache sehr verdächtig. Kommt nun aus Schatten Licht oder ergibt es Schatten, wenn nur Licht da ist? Was aber warf dann den Schatten über die Maria? Im Dunkeln ist gut munkeln.

  5. Dude sagt:

    *lol*

    Womöglich wurde Jesus ja auch in den Pyramiden geklont. ;-)

    Licht wirft keinen Schatten. Mehr dazu auch bei mir drüben in der Antwort.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen & Dude

    Man klont Schafe, aber Jesusse klont man nicht. Das wäre erstens Blasphemie, und zweitens kann man nicht auch noch die Schafshirtenhirten klonen. Was will man denn mit zehn Hirten aufs halbe Lamm?
    Soll man zu Ostern etwa im Ernste Hirten essen? Und was essen die? Welchen Hirten kann man einfach auf die Wiese stellen, er frisst sich klaglos dort fett, liefert Wolle, Milch, Leder, Fleisch?
    Jesusse werden nur imaginär im Weltnetz geklont. Das kost’ nur ein paar Elektronenbewegungen; die kann sich fast jeder leisten.

  7. Dude sagt:

    @Magnus

    Bin noch immer Vegi ;-)

  8. Jochen sagt:

    @ Magnus

    Jesus ist unklonbar. Jesus ist Jesus und Punkt!

    Lukas 24:16 Ihre Augen aber wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten.

    Das bedeutet, sie erkannten schon damals die Wahrheit nicht. So ist es bis heute geblieben.

    Wann kommt Jesus wieder? Es gibt alte Männer und wo die einmal gut sitzen, da stehen sie nie wieder auf. Warum sollte es im Fall von Jesus anders sein?

    Markus 16:19 Der Herr nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

    Dagegen steht hier und dabei ist von Gott selbst die Rede:

    1.Timotheus 6:16 der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.

    Jesus sitzt also im Himmel neben jemand, den wir Menschen nicht sehen können. Jesus hingegen kann man sehen, sofern man mit heiligem Geist erfüllt ist, wie z.B. Stephanus damals (siehe dazu Apostelgeschichte 7:55).

    Von Jesus heißt es, er wäre unsterblich. Oben aber steht, dass nur Gott alleine Unsterblichkeit besitzt. Dass es einen Unterschied zwischen den beiden Göttern Sohn Gottes und Vater Gott gibt, sagt Jesus selbst: Lukas 18:19 Da sprach Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, als nur Gott allein.

    Wer von beiden hat die Macht und wem gebürht die Ehre? Wenn man nach oben dem Vers geht, dann hat Jesus dabei das Nachsehen.

    Die Bibel beinhaltet einfach zu viele Widersprüche und Ungereimtheiten, als dass man sie wirklich erst nehmen könnte.

    “Bi-Bel”, schon alleine der Name der Schrift ist doppeldeutig. Es kommt der ‘Bel von Babel’ darin vor und die Vorsilbe “bi” besagt, dass es entweder zwei Drachen nun gibt oder dass der Drache zwei Köpfe hat.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Mit dem “Bi” liegst Du schon richtig; der zweite Teil des Wortes allerdings ist die Umkehrung von “leb”: Also (du hattest so etwas im Jesus-Strang schon angedeutet) “Lebe bisexuell” verkehrt.

    Das ist wesentlich wahrscheinlicher als Deine Deutung; ein schwäbisches “be li(e)b” also “bin lieb” wirkt auch wenig wahrscheinlich.

  10. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Das ist wesentlich wahrscheinlicher als Deine Deutung”

    Wie sagt der Lateiner: Nomen est Omen („der Name ist ein Zeichen“). Den Leuten wurde ein Zeichen gegeben und sehr viele waren und sind bereit, diesem Zeichen zu folgen.
    Im Grunde sind es ja immer und vor allem Zeichen, denen Leute hinterher laufen.
    Dass der “Bel” von Babel in der Überschrift des “Wortes Gottes” mit drin ist, sehe ich zumindest so oder so als ein Zeichen an. Da braucht es gar keine Deutung, im Wort Bibel ist der Bel als Silbe einfach mit drin.
    Der Bel von Babel war ein Götzenbild, vielleicht hatte es die Form eines Drachen. So – BiBel – die Schrift Gottes zu nennen, in der sogar steht, dass man Götzenanbetung unbedingt vermeiden soll, ist eigentlich eine Ironie. Warum nannte man die Schrift nicht einfach “Das Wort” oder “Das Wort Gottes”?

    Offenbarung 19:13 Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: «Das Wort Gottes.»

    Die Worte “Das Wort Gottes” sind ein Platzhalter und es ist kein richtiger Name. ‘Bel von Babel’ aber ist ein richtiger Name. Und das mit dem Blut könnte auch synonym für die die Farbe “Rot” verwendet worden sein.

    Ein roter Drache, wofür steht er?

    Offenbarung 12:3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen;

    Kurzum, er steht für den sogenannten Satan, den Widerwirker.

    Ich glaube nicht, dass ich mit meiner Deutung so sehr falsch liege.

    Johannes 3:13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, des Menschen Sohn, der im Himmel ist.

    Nach Offenbarung 12 wurde Satan von Gott aus dem Himmel geworfen. Das ist dann der, der vom Himmel auf die Erde gekommen ist, wenn auch nicht freiwillig. Das Wort ‘niemand’ schließt alle anderen aus. Jesus wäre demnach aber Nr. 2 gewesen. Das aber widerspricht dann dem, was in Johannes 3:13 steht.

    Es gibt also nach dem Wortlaut des NT nur EINEN, der jemals vom Himmel auf die Erde gekommen ist. Welcher von beiden aber ist dann der Jesus?

  11. Dude sagt:

    @Jochen

    Deine Deutung zu Joh 12:3 passt mE. perfekt.

    12:3 = 36 = 666

    Das war nur die offensichtlichste aller Entschlüsselungstechniken. Ich hab noch weitere Sechsen gefunden. ;-)

    Grüsse von der Neun. :-)

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich wachte nur noch fachter Achten. Wohl, da die mich brachten. Oder doch so dachten.

    Allwo achterbeines Spinnen! Sachtertorten! Wind von achtern!

    Selbst den Sachtern.

    Jeder Schachtel seine Wachtel.

    Ja: Ich lachte da ich dachte!

    Die Neune in die Esoscheune.

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