Vom Vergleiche als große Quelle des Unglücks

Da ich heute ein bisschen gereizt bin – sonst bin ich allezeit ein ewig lächelnder Buddha pur, lediglich ohne Swastika auf dem Wams, weil das in meinem freiesten aller je dagewesenen deutschen Vaterländer nur jenen von Falun Gong gestattet – will ich auch das noch zeitig von der Backe kriegen, es schlicht erledigt haben.

Es dreht sich um noch ein Stück aus diesem Kommentarstrange, erstes Teilzitat von Leserin Lisa, das zweite und dritte von mir.

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/10/osho-noch-ein-schlechter-lehrer-ii/#comments

“Nietzsche, Konfuzius und Osho kann man nicht vergleichen. Eigentlich kann man nichts vergleichen, da alles für sich selber steht. Der Vergleich ist eine der großen Quellen des Unglücks.”

“Und man kann auch eigentlich nichts vergleichen, da alles für sich selber steht. (Nietzsche meinte, dass selbst die Mathematik ein wenn auch genialisch-nützlicher Schwindel sei, indem sie gleiche Dinge verrechne, wo es doch offenkundig im Universum keine zwei gleichen Dinge gebe.) Und, ja, der Vergleich ist eine große Quelle des Unglücks. (Mir scheint, ich plappere Dir alles nach. Bedenklich.) Wir können aber auf vielen Ebenen schwerlich ohne Vergleiche und Vergleichen leben. Ich denke, das liegt auf der Hand, muss also nicht weiter erklärt werden.”

“Und das mit dem Vergleiche als eine der Quellen großen Unglücks werde ich mir auch noch genauer durch den Kopf gehen lassen, anschaulich zu verdeutlichen trachten. Es steckt nämlich viel noch ungehobene, vielen nicht bewusste Weisheit in dem Satze.”

Knapp: Heute bin ich trutzig, unwillig, störrisch alswie ein alter Esel, der kaum noch ein so zu heißendes Fell trägt. Ich erkläre es einfach nicht. Hatte es weiland zwar vor zu tun, auch noch vorhin, habe jetzt aber einfach keinen Bock mehr drauf. Ich habe es verstanden, und das reicht mir. Tass Kaff, Flasch Bier, mei Ruh.

Gegen 50 000 Euronen Vorkasse ließe ich mich wohl erweichen. Selbst ein alter Esel weiß, was ihm guttut.

Ansonsten gilt jetzt mal: Selber denken. Mag anstrengend sein. Kost’ aber wenigstens keinen Cent.

 

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4 Antworten zu “Vom Vergleiche als große Quelle des Unglücks”

  1. Dude sagt:

    “Wir können aber auf vielen Ebenen schwerlich ohne Vergleiche und Vergleichen leben.”

    Wenn nicht gar auf allen Ebenen…

    Unterscheiden, ohne zu urteilen ist immer der Schlüssel!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Naja. Ich kenne da einen, der über seine eigene Heimatstadt urteilt, sie sei ein “Blutgeldmoloch.”

  3. Thomas sagt:

    Menschliches, Allzumenschliches…

  4. Dude sagt:

    @Magnus

    Das ist kein Urteil, sondern eine Erkenntnis aus Erfahrung! ;-p

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