Karen Horn (FAZ) reißt Larven ab

Wie im folgenden anzitiert, empfehle ich einen heute erschienenen Artikel von Karen Horn auf faz.net, welchen ich gymnasialen Oberstufen und entsprechenden Universitätsfakultäten überdies zur grundlegenden Lektüre anriete, denn er hält, was er in Überschrift und Vorspann verspricht:

“Libertärer Paternalismus
Sklavenhalter der Zukunft

11.03.2013 · Der libertäre Paternalismus weiß genau, was für den Menschen gut ist. Er handelt zum Wohl der Bürger und bringt sie auf den rechten Weg. Oberflächlich betrachtet entfaltet dieses Modell enormen Charme – in Wahrheit ist es ein Anschlag auf die Freiheit.
Von Karen Horn”

Bei allem, was an der FAZ zweifellos scharf zu kritisieren bleibt: Seit einiger Zeit, so auch mit diesem Beitrag, hat sich die Zeitung wieder klar an die Spitze der sogenannten “Qualitätsmedien” gesetzt (die ich aus guten Gründen meist “Schafsmedien” heiße).

Man scheint am Untermain begriffen zu haben, dass man seinen Lesern mehr bieten muss, als politisch korrektes Geblürb, will man nicht den Weg der Rundschau und anderer gehen.

Auch wenn viele, nehmen sie es überhaupt wahr, dies als hinterlistig-verlogene Scheintugend in der Not ansehen, gar eine verstohlene, präventive Positionierung für eine Zeit nach dem Großen Schwindel, was durchaus mitspielen mag, begrüße ich jeden Beitrag solchen Kalibers.

Wenn ein Artikel taugt, ist es mir egal, wo er steht. Nein: Ich freue mich besonders, wenn einer dort erscheint, wo er vermutlich von mehr Leuten wahrgenommen, denn wofern er lediglich auf diesem Blog erschiene. Es geht ums Bewusstsein, es geht um unsere Zukunft.

Also: Bravo, Frau Horn!

Und – auf solchen Pfaden – : Glückauf, FAZ!

 

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5 Antworten zu “Karen Horn (FAZ) reißt Larven ab”

  1. Thomas sagt:

    Wirklich gut geschrieben. Für meinen Geschmack etwas zu “aufgemöbelt” formuliert. Das lesen wirklich nur die “Intellektuellen” zuende. Die breite Masse, wohl auch die der FAZ, steigt da wohl eher aus.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Deine Kritik von wegen “etwas zu aufgemöbelt” ist berechtigt.

    Aber es ist wirklich gut geschrieben; Frau Horn ist wahrlich kein dummes Horn (für Nordländer: Horn ist Unterfränkisch für Huhn).

    Euch Libertären von der PdV sollte der Artikel jedenfalls Wasser auf die Mühlen sein; ich sah im Netz auch, dass Frau Horn schon einen Von-Hayek-Preis verliehen bekam.

    Bei Euch einen kurz kommentierten Link darauf zu setzen, möchte nicht verkehrt sein.

    Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Horn Vorsitzende der Von-Hayek-Gesellschaft ist.

  3. Thomas sagt:

    Danke für den Anschubser ;)

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich habe mir eben noch diese Rede von Frau Horn angeschaut, anlässlich der Verleihung des Freiheitspreises der Naumann-Stiftung:

    http://www.youtube.com/watch?v=o9xtMPgbPLc

    Es bleibt hier natürlich unklar, wie viel die Frau wirklich begriffen hat. Sie mag auch noch an manche Märchenstunde glauben.

    Ich unterhielte mich aber trotzdem oder gerade deshalb mal mit ihr. Man kann heutzutage ja auch als Mann Unpässlichkeit vorschützen, wenn ein Gespräch missrät.

  5. Lisa sagt:

    Oder wie der Philosoph John Lennon sang:

    Ev’rybody’s talking about
    Bagism, Shagism, Dragism, Madism, Ragism, Tagism
    This-ism, that-ism, is-m, is-m, is-m.

    All we are saying is give peace a chance

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