Fall Gustl Mollath: kafkaeske Verschwörung ohne Verschwörung

Leser Suspect1 hat mich durch den hier verlinkten Kommentar zum geradezu gespenstischen Falle Gustl Mollath angeregt, die Sache nochmal strukturell zu betrachten.

Ich schrieb dort u.a. folgendes:

“Wo man sich normalerweise sicher sein müsste, dass nur eine groß angelegte Verschwörung so etwas zustande bringen könne, waren hier zwar sicherlich nicht wenige Arschgeigen und Idioten unterwegs: und doch sieht es eher so aus, wie als ob einfach ein Rädchen wie von Zauberhand ins andere gegriffen hätte.”

Man könnte es auch so sagen: Es bedarf gar keiner Verschwörung mehr zur Verschwörung. Sie findet automatisch statt.

Gutachter, Psychiater, Staatsanwälte, Richter, Polizisten, Bänker, weiß der Deibel, wer da noch alles Dreck am Stecken, weggeguckt, grob fahrlässig gearbeitet, lieber seine Interessen, seine Spezis deckte, seine Ruhe hatte, egal, ob eine Vita zerstört wird: das Räderwerk rauschte und sauste und brauste und mahlte, gleich Gottesmühlen, langsam, aber schrecklich klein.

Und am Schluss, wenn es dann doch herauskommt, dass da durchgestochen, geschlampt, gelogen, betrogen, falsch Zeugnis abgelegt wurde, verschleppt, vertuscht, verlegt, falsch verlesen, ja, der deibelwas, dann war es irgendwie doch keiner, jedenfalls keiner entscheidend.

Der arme Mann Mollath, der wahrscheinlich irgendwann auch selber zumindest verteidigungsstrategische Fehler machte, sitzt immer noch in der Geschlossenen, obschon die Bänker längst zugegeben haben, dass er bezüglich bestimmter Vorgänge, die eine wesentliche Rolle in der Sache spielten, zweifellos recht hatte. Auch obzwar auch gerichtlich so ziemlich jeder nur denkbare Fehler gemacht, keine haarsträubende Fahrlässigkeit unterlassen wurde.

Ich kann Herrn Mollath nur wünschen, dass die Psychiatoren und Psychiaster es auch in sieben Jahren eifrig strebenden Bemühns nicht geschafft haben, ihn so krank zu machen, dass sie ihn endlich doch dabehalten können.

Zurück zum Strukturellen.

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass so etwas unter Mitwirkung so vieler Beteiligter überhaupt stattfinden kann, ist nicht nur mangelndes Mitgefühl und Pflichtbewusstsein, sondern schlicht Feigheit.

Erzähle mir nämlich keiner, dass nicht etliche Leute gesehen hätten, und sei es je nur ausschittsweise, dass da mächtig was schief läuft.

Doch welcher Polizeibeamte legt sich schon mit dem leitenden Staatsanwalt an?

Welcher Anstaltsarzt bezweifelt das Gutachten des Kollegen?

Welcher Richter lässt einen anderen so runter, wie sich das desfalls gehörte?

Von Bänkern, die bei einer Bank arbeiten, mal gar nicht zu reden.

Und so dampft und stampft die Maschine, immer weiter, wenn sie nur erst einmal richtig in Gang gekommen.

Kafkaesk.

 

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22 Antworten zu “Fall Gustl Mollath: kafkaeske Verschwörung ohne Verschwörung”

  1. suspect1 sagt:

    “Doch welcher Polizeibeamte legt sich schon mit dem leitenden Staatsanwalt an?

    Welcher Anstaltsarzt bezweifelt das Gutachten des Kollegen?

    Welcher Richter lässt einen anderen so runter, wie sich das desfalls gehörte?

    Von Bänkern, die bei einer Bank arbeiten, mal gar nicht zu reden.”

    Du hast das volle Programm aufgezählt.
    Das ist selten, dass die gegenseitig sich die Augen auspicken. Die Krähen sind eben schwarz und uniform.

    Hab da die letzte Zeit auch Erfahrungen mit gemacht und bei mir ist jeden Tag was anderes los.

    Der Bankster:

    hat mich angerufen, ob Weiterfinanzierung, ein Gauner, der seinesgleichen sucht und ich hab ihm auch schon eine Gerade verpassen wollen, er wich geschickt aus, was mich auch verwundert hat, da ich eigentlich schon Reflexschnell bin.
    Dieser machte ein Angebot, welches sich gut anhörte, aber ein Englein kam kurz darauf und erzählte von der gleichen Bank und einem Angebot, dass den Zins um die Hälfte teilte. Ich hoffe, diese Nichtsnutze sterben bald aus und werden um ihren Arbeitsplatz erleichtert. Niemand braucht die gewissenlosen Abzocker noch und vor allem funktioniert es ohne das Pack. Doch der Filz und die Bereicherung sind so groß am knieenden, bittenden Menschen, dass es für die eine Genugtuung ist, diese zu knechten. Hoffentlich dreht sich die Lanzenspitze bald und ihnen wird der Scheitel rasiert, hoffentlich bis zum Schädelknochen und der Skalp hängt an den Gürteln derer, die darunter leiden mussten.

    Der Polizeibeamte:

    sowas wahnsinnig unglaubliches hör ich auch selten. Wegen eines defekten Rücklichts wurde eine Frau über 60 km auf der Autobahn von Würzburg runterwärts die A3 von einer Zivilstreife verfolgt…sie hatte Angst vor Vergewaltigung oder sonstigem, da sie damit Erfahrung schon hatte..
    Es endete mit einem Frontalunfall und Totalschaden mit Wirbelsäulenverletzung, die Frau musste mit Handschellen 40 Minuten in Söckchen im Schnee in der Kälte stehen, bis die Beamten ausbaldowert hatten, welcher Landkreis die “Straftäterin” bekommt. Es waren drei Landkreise mit ihren Inspektionen in die Verfolgung involviert, jeder wollte sich am Opfer laben..ihr wurde zum Verhängnis, dass sie während der Verfolgung eine Zigarette, die sie rauchte, obwohl ich sie noch nie rauchen sah und aus dem Fenster warf. Dies rechtfertigte die weite Verfolgung als potentielle Drogenabhängie, da nur die aus dem Fenster entsorgte Kippe ein Joint sein konnte…

    Ich bin gespannt auf das Nachspiel, sprach mit den Beamten, in deren Wache das Fahrzeug sichergestellt und Erkennungsdienstlich erfolglos durchsucht wurde…welch ein Wahn…nun sind meine Bekannten auf der Suche nach einem Anwalt, der sich traut, gegen die Exekutive den Prozess zu führen.

    Die Richter:

    Das hab ich am eigenen Leibe erfahren dürfen, die Richterwillkür…
    Ein Zivilprozess wegen Baumängel während des Baus an meinem Anwesen…Landgericht mit einem Richter sprach mir eine Teilschuld zu, obwohl ich zu keiner Sekunde damit zu tun hatte, ließ mir das jedoch nicht gefallen und zog vor das Oberlandesgericht mit drei Richtern…nach fünf Minuten war der Prozess beendet und das Vorurteil als krasse Fehlentscheidung beurteilt und es ging noch zu meinen unbedingten Gunsten nun aus..
    Das war eine positive Erfahrung, anscheinend wird auf den unteren, herkömmlichen Ebenen nach Wirtschaftskraft und -stärke gegen den Schwächeren entschieden.
    Dreckspack von unfähigen Staatsanwälten, die einen Richterstuhl besteigen.

    Anstaltsärzte:

    Sie sitzen oft auf der falschen Seite des Tisches, genau wie Psychologen, die meist selbst einen brauchen. Wie können Psychopathen nur auf die Menschheit losgelassen werden, diese zu beurteilen und ich hoffe, es gibt endlich ein Ausleseverfahren, dass die Empathie beurteilt als Kriterium für diesen ExekutivPlatz.
    Psychopathen finden dann keinen Platz mehr in der Gesellschaft der normal helfenden Seelen.
    Sie dürfen dann die Kartoffelkäfer einsammeln und den Mist auf die Äcker ausbringen. Der Geruch des Leibes der Psychopathen und des Dungs riecht absolut gleich.

    Deswegen sehe ich immer wieder die gleiche Art von Entscheidungspersonen, die das Unheil von Statten gehen lassen. Diese sind die Wurzel des Übels und ein Großteil der Politiker und Firmenvorständen und Aufsichtsräten sind Psychopathen. Diese regieren und beuten uns aus, sie verhindern die Aufklärung, den Fortschritt, welcher nur dem Menschen dienen darf und niemals der Versklavung durch Zins und Geld..
    Bis zu dem Punkt, an dem Geld nicht mehr existent sein wird.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    Es geht natürlich auch regelhaft um das (vermeintlich) leichte Opfer.

    An dem einer, ob Polizist, ob Staatsanwalt, Richter, Bänker oder gar Psychiater, sein Mütchen kühlen kann und gleichzeitig so tun, als hätte er etwas für sein Geld getan (beim Bänker mag das noch am ehesten stimmen).

    Ein gewisser Geruch mag nun ein paar besonders Grindige instinktiv zusammenführen, der Rest muckt nicht auf, die Gegenwehr des Opfers ist ungeschickt, unzulänglich, schwach, oder gar noch sabotiert, und schon ist die Soße angerührt. Und diese dickt sich leicht nur noch ein, wenn späterhin doch unvorhergesehene Schwierigkeiten auftauchen. Man hat ein schwarmohngeistiges Kollektiv gebildet, und so manchem fängt der Arsch an schon ganz individuell ein bisschen auf Grundeis zu gehen.

    Immerhin das mit dem Guten Ruf dürfte bei manchen Beteiligten ob des Falles Mollath schon nicht mehr zum Besten stehen. Dazu sei bedacht, dass es sich bei wenigstens einigen Beteiligten logischerweise um recht eitle, aufgeblasene Leute handeln können sollte.

  3. suspect1 sagt:

    @ Magnus
    Welch hochtrabende Worte.
    Leider schreibst du, es geht natürlich regelhaft auch um das vermeintlich leichte Opfer.
    Ich sehe, dass es nur um das vermeintlich leichte Opfer geht.
    Die Fuchsjagd ist eröffnet.
    Ich geh mit dir einher, dass die Geld verdienen für nichts, überflüssige Berufe ob der gegebenen Umstände zu leben in einem Staate, der die Situationen erschafft. Das Schaffen von Gesetzen und Regeln, also organisieren, zum Zwecke, diese übertreten zu lassen und somit die Jagd eröffnen zu können.
    Nur zum Zwecke, dass sich berufene Verwalter der Gerechtigkeit an ihren Opfern auslassen können und da die Heerschaar dieser explosiv zunimmt, wegen der Faulheit, produktiv arbeiten zu wollen, die Opfer sich im Verhältnis nach unten als Wurzelziehung verdünnen.
    Also viele mächtige auf einen potentiellen. Und jeder will seine Berufung ausleben und erleben. Daheim am Küchentisch sitzt die bewundernde Frau, wenn der Mann mit dem Penisersatz im Halfter nach Hause kommt, der dann sogar noch leer ist, wo dann der Psychopath seinen Ruhm erntet und bewundert wird von einer jungen Seele.

    Denen geht kein Arsch auf Grundeis, sie machen weiter bis zum Ende, weil sie nicht mal begreifen, dass ein Grundeis existiert. Sie laufen auf das Loch im Eis zu mit stolz geschwellter Brust…

    Du hast jetzt die Vorgangsbeschreibung des Falls einem Kochrezept angeglichen :-)
    Wir werden von Wahnsinnigen regiert und wir werden von Wahnsinnigen weg gesperrt.

    Was macht Mollath, wenn die NewsFlashHuren ihn mit seinem Fall ignorieren?
    Welch ein trauriges Schicksal und irgendwann steht dies in Büchern.

  4. Dude sagt:

    @Suspect1

    Folgender Satz kommt mir doch bekannt vor…

    “Wir werden von Wahnsinnigen regiert und wir werden von Wahnsinnigen weg gesperrt.”
    __________________________

    “Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.” John Lennon, kurz bevor sie ihn erschiessen liessen…

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    “Denen geht kein Arsch auf Grundeis, sie machen weiter bis zum Ende, weil sie nicht mal begreifen, dass ein Grundeis existiert. Sie laufen auf das Loch im Eis zu mit stolz geschwellter Brust…”

    Schön gesagt.

    Manche aber sehen durchaus schon das Loch und versänken eben doch nicht gerne mit den anderen darinnen.

  6. Suspect1 sagt:

    @ Dude

    Der Satz flog mir beim intuitiven Schreiben mal wieder zu, sang ein Vöglein in mein Ohr und ich hab ihn dann auch so nieder gebracht.
    Ja, der John Lennon, seine Yoko hatte ja Geburtstag und war in Berlin, wenn ich richtig gehört hab.

    @ Magnus

    Ja, die sehen das Loch und versuchen oder denken, dass sie davon kommen und das gemeine Volk, für sie Mob oder Pöbel, darin versinken lassen können.
    Aber ich bin unbesorgt, dass sie denen einwandfrei folgen werden.
    Und werden wohl die sein, die am lautesten um Hilfe rufen. Der Anblick ihrer Gesichter in Todesangst wird mir ein gewisses Frösteln bereiten, aber meine Hilfsbereitschaft geht dann doch nicht so weit, die am Haarschopfe heraus zu ziehn..sie dürfen gerne mal spüren, wie es ist, wenn einem die Luft abgedrückt wird. Nur allzu gerne dürfen die das spüren.

  7. Armin sagt:

    Eigentlich habe ich schon einige Zeit darauf gewartet, etwas zu schreiben hier. Wie Du weisst, Magnus, sind meine Sites vom Erdboden verschluckt worden. Ich habe im letzten Jahr alles verloren, was mir Freude bereitet hat im Leben und bin immer noch in einem Loch. Einem tiefen Loch.

    Was ist passiert?

    Ich weiss es selbst nicht mehr so genau. Habe halt Wohnung und Familie verloren, mich selbst auch fast – oder vielleicht ganz – und bin jetzt Richterwillkür ausgesetzt, muss mit vielen Schulden leben (darben) und Einsamkeit und Leere aushalten.

    Ein Psychiater will mich ueber ein Gericht wegstecken in eine Klinik, am 14. habe ich die Verhandlung, man will mich bevormunden. Ich hoffe, dass alles passiert nicht, aber ich habe auch Angst. Das verrückte ist, es geht so schnell und man wird als verrückt hingestellt. Meine Blogs, meine Cern Kritik wurden gar vom Psychiater erwähnt als Beweis, dass ich spinne. Meine Ex-Frau hat das ihrige dazugetan.

    Also eigentlich kann man meine Geschichte gar nicht ohne Scham erzaehlen, nur eben, es ist wirklich der Wahnsinn wie hilflos man sich ploetzlich fuehlt, wie man zum Tier, zum Insekt wird wen man in die Muehlen des “Rechtsstaats” gerät. Ich habe so gern geschrieben, mich für so vieles interessiert, mich mit so viel Enthusiasmus der Illusion hingegeben, einigermassen frei zu sein.

    Jetzt ueberlebe ich nur noch, kann alles bezahlen, die Anwaelte, die Gerichte und noch viel anderes – und kann das nicht mehr tun, was ich liebe, schreiben, nachdenken, mich wehren. Meine ganze Energie geht drauf, zu Ueberleben.

    Ich weiss nicht, was wirklich dahintersteckt hinter meinen Erlebnissen des letzten Jahres, wer mir wirklich warum etwas zuleide will – aber ich kann mich der Vermutung nicht erwehren, dass etwas nicht stimmt hier.

    Ich wollte mich einfach einmal melden – ja ich lebe noch (irgendwie) – mein Erstaunen zeigen, wie schnell eine Existenz kaputtgehen kann (jetzt halt meine) und hoffen, dass sich die Dinge zum besseren wenden (versuche ich). Zurzeit ist es schlimm, zuzeit füehle ich mich diesen Kräften ausgeliefert, hilflos, gejagt. Vielleicht bin ich wirklich paranoid irgendwo, aber ich bezweifle es.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Erstmal freue ich mich, wieder von Dir zu hören.

    Erste Regel: Ruhe bewahren, nicht durchdrehen.

    Erster Rat: Erwähne nicht, dass Du möglicherweise ein Komplott, gesteuerte Machenschaften wider Dich siehst. Jedenfalls nicht bei dem Gerichtstermin, auch sonst nicht leichtfertig. Sonst hat Dich der Psycho wegen Paranoia.

    Zweiter Rat: Lege eine gute Datei an und gib sie diskret weiter.

    Dritter Rat: Sollte die Sache vor Gericht schiefgehen, so habe dafür gesorgt, dass Leute wie der Dude oder ich auf jeden Fall herausfinden können, wo Du eingebuchtet bist, der Sache nachgehen, an die Öffentlichkeit, jene äußerst unerwünschte Begleitsymptome ihres Handeln gewärtigen müssen. Sagt Dir Dein Bauch, dass der Zeitpunkt günstig, darauf zu verweisen, so lässt Du diese Aussicht unter vier Augen mal gegenüber dem Staatsanwalt oder dem Richter einfach so fallen, ein kurzer Satz, ihm dabei ruhig in die Augen blickend. Vielleicht schon vor der Hauptverhandlung. Kommt der andere dann mit der “WOLLEN SIE MIR ETWA DROHEN?!”-Nummer, so weist Du lediglich darauf hin, dass Du wie jeder vernünftige, besonnene Mensch auch für den Fall Deiner Einweisung im voraus geplant habest, Du nicht drohtest, lediglich informiertest. Und dass von einem intelligenten Menschen wie Dir wohl kaum zu erwarten sei, Dich gerne in die Psychiatrie einzugewöhnen, wo mancher schon ganz veschimmelte und es nicht unüblich, dass einem Hirn wie Leib mit harten Drogen zerstört würden. Ab da sagst Du nichts mehr, egal, wie der andere fuchtelt.

    Ansonsten machst Du da, wo Du Mist gebaut hast oder es gar zu sehr wider Dich hingedreht wurde, auf einsichtige Reue; unterlasse Angriffe gegen Deine Ex-Frau, zumal aufbrausende oder aggressive; lass Dich nicht verarschen.

    Und: Verkleide Dich nicht.

    Es empfiehlt sich also nicht, ungewaschen in zerschlissener Baucordhose zu kommen, aber auch nicht, Anzug und Krawatte einzusetzen (es sei denn, Du fühltest Dich darin pudelwohl), sondern etwa anständige gepflegte Halbschuhe, eine gediegene Jeans, ein sauberes, weißes oder nicht zu grelles Hemd, ein gedecktes Sakko.

    Vermeide es, zwischendrein zu Boden zu blicken und mit dem Kopfe zu schütteln. Achte auf eine entspannte Körperhaltung (also keine gekreuzten Arme über der Brust usw.), die aber nie provokant lässig wird, denn Du hörst stets konzentriert zu.

    Wenn Du befragt wirst, “dranbist”, platze nie heraus. Nimm Dir lieber zwei bis fünf Sekunden Bedenkzeit. Rede dann einfach, strukturiert und sachlich und achte dabei auf eine klare offene Diktion; und rede nicht zu schnell. Machst Du einen sprachlichen Fehler, bitte freundlich, aber nicht devot, um Entschuldigung dafür, sogleich, und korrigiere ansonsten ungerührt Deine Rede.

    Das ist das, was ich Dir jetzt erstmal raten kann.

    Wenn mir noch etwas einfällt, stelle ich es hier zusätzlich ein.

    Ich drücke Dir die Daumen, Alter!

    Beste Wünsche, viel Glück und Geschick, viel Mut und viel Kraft wünscht Dir Dein

    Magnus

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Ich habe mir jetzt noch eine gedreht und mir ist noch eingefallen, dass ich die Argumentation des Psychiaters über Deinen Blog noch nicht aufgegriffen habe.

    Wenn der Typ ein ausgekochter Hund ist, dann findet er leicht Passagen, mit denen er, aus dem Zusammenhang gerissen, Dich zum paranoiden Verschwörungstheoretiker stempeln kann, wenn man ihn das lässt.

    Ich rate desfalls dazu, eine genauere inhaltliche Prüfung Deines Blogs zu beantragen, oder dies Argument fallen zu lassen. Es stehe Deiner Ansicht nach stark zu vermuten, dass weder der Herr Gutachter noch das Hohe Gericht von den dort behandelten Themen und Inhalten wüssten, also auch nicht, wie Du zu bestimmten Vermutungen und Schlussfolgerungen gekommen, alswomit sie als im Zusammenhange vernünftig oder unvernünftig oder gar von Paranoia getrieben dann logischerweise gar nicht beurteilt werden könnten.

    Versucht der Psych oder der Staats oder der Gegen oder der Richter dann, Dich an einer einzelnen Geschichte aufzuhängen, verweigerst Du, nein, Du verweigerst nicht, sondern verlangst, auf dass das hier einen Sinn ergeben könne, eine genaue Prüfung der Inhalte Deines Blogs.

    Sodann ein entsprechendes Gutachten von jemandem, der sich mit den dort abgehandelten Themen nachweislich auskennt. Sodann werdest Du Dich ebenso umfässlich mehr oder weniger zustimmend äußern.

    Kommt es geschickt auf hart, und der Psych macht noch einen Fehler, dann kannst Du auch den Tiger reiten. Du fragst ihn, ob er denn schon von MK-Ultra gehört habe. Hat er davon nicht gehört, so verziehst Du vorsichtig das Gesicht, streichst Dir mit der Hand drüber, und versetzt nach einer angemessenen Kunstpause, das zeige ja schon, dass der Herr Gutachter nicht ermessen habe, um was für Themen es dort unter anderem ging, desfalls aber durchaus sein Spezialgebiet, die Psychologie betreffend.

    Dann gefragt, egal von wem, was MK-Ultra denn sei, referierst du kühl alswie ein mandschurischer Eisblock, stehend, lockerbleibend, in die Runde schauend, je nach dem wie viel Du davon gerade für richtig hältst, zunächst nur vom Nachprüfbaren, dann, wenn es dahin kommen soll, auch von Gerüchten und Theorien, die Du mit in Augenschein genommen und erwogen habest, alswelches speziell unter den Einträgen xyz zu finden.

    (Da musst Du aber sehr wachsam sein und gut durchhalten; und viele Fehler darfst Du auch nicht machen.)

    Sagt nun aber der Psych, ungerührt: “Ja, natürlich weiß ich, was MK-Ultra ist. Wen wollen Sie damit beeindrucken, dass Sie sich mit dem Phänomen befasst haben?”

    “Ich will damit niemanden beeindrucken; Sie stimmen mir aber doch zu, dass MK-Ultra eine der fragwürdigsten und grenzwertigsten Psychotechniken wäre, zumal wenn regelhaft erfolgreich eingesetzt?”

    Dann muss er entweder richtig Farbe bekennen oder sich beim Richter darüber beklagen, dass Du ihn nur um den Finger wickeln wollest (ja, in anderen Worten) und lässt die Sache mit dem Blog lieber sein. Das wäre ein hervorragender Punktsieg in der Gesamtsache.

    Schmiede Dir auch geistiges Notwerkzeug. Habe Strategeme für spezielle Fälle schon dabei. Sei klüger als die.

    Und wenn Du alles durchdacht und Dir Dein Werkzeugkästlein bestens eingerichtet, harrst Du, also freundlich wie gelassen, der Dinge, die da kommen mögen.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Sollte es ein echtes Bloggutachten geben…wird es wohl nicht geben.

    Darauf wird von denen keiner ernstlich Bock haben.

    Und wenn doch: Das Teil will ich sehen. Darf ich das nicht, so werde ich es zutreffenderweise als psychologisches Geheimgutachten zur Einbuchtung eines schweizer Bloggers, der sich mit Dingen wie MK-Ultra befasste, bezeichnen. Und zwar laut.

    Ich sage das alles jetzt so klar, gerade für den Fall, dass einer vom Fall hierdraufschaut.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Die Sache mit Armin: conspirare.net

    Nein, diese Seite gibt es nicht mehr. Sie war sehr gut. Ich kommentierte einige Male, Armin häufig hier, und er hatte auch einen Gastbeitrag auf dieser Seite.

    Dann war plötzlich alles weg.

    Jetzt meldet er, dass er kurz vor der Einweisung stehe.

    Ich habe zuvor von seinen Schwierigkeiten gehört, freue mich, wieder von ihm zu hören, auch, dass er, bei aller Gedrücktheit, sauber und reflektiert und intelligibel schreibt, gar zum Schrecklichsten für ihn, so dass er seines Verstandes kaum wirklich verlustig gegangen sein kann.

    (Für Büttel: Ich kenne Armins Klarnamen. Selbst wenn in der Schweiz zwei so heißen, was extrem unwahrscheinlich, finde ich ihn aus.)

    Lieber Leser, das ist jetzt alles kein schräger Spaß hier, dass dies hier auf die Seite geriet; Armin brachte auf conspirare.net so ziemlich alles, was man nicht bringen sollte; vor allem aber versuchte er peinlichst zu vermeiden, sich irgendwo anzubiedern, der Oberfläche leicht zu glauben, er stellte auch Fragen, die andere so nicht stellen.

    Das war keine Phantasterei eines Irren. Wer mir das erzählen will, der soll ansetzen. Dem widerrate ich.

    Und das Ganze war ja durchaus philosophisch, wo man schonmal die geistigen Grenzräume sucht! Und er tat das eben teils öffentlich! So ein Böser!

    Mehrfach hochbegabt, polyglott, sinnenfreudig, Familie, zum Beruf, eben so interessiert an allem, so dann auch am Schreiben, einen der besten Einzelkämpferblogs der letzten Jahre aufgemacht, und, ja, dann, man klickt auf seine Seite, und man findet das Logo einer Ichsagsnichtwasfürfirma, die noch einen zynischen, wenig verschlüsselten Begleittext dazugestellt, der jedem, der nicht völlig hinterm Lichte geboren, sagt: “So freche Typen wie den machen wir erstmal netzplatt.”

    Liebe Schweizer: Nehmt Vernunft an, und buchtet den Armin nicht ein.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Hier der Link zum Gastbeitrag Armins auf dieser Seite:

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2011/09/19/leser-armins-sicht-gastbeitrag/

  13. [...] Abend – es ist jetzt zwei Uhr nachts, hat mich im Kommentarstrang zu einem Artikel zum Fall Mollath ein Beitrag “Armins” erreicht, der jetzt laut eigenen Angaben vor der [...]

  14. Dude sagt:

    In der Schweiz läuft gerade eine massive Säuberungsaktion.
    Schaut mal ins MF.

    Mehr kann ich grad nicht sagen…

    @Armin

    Viel Kraft und alles LiebeLicht!

  15. Armin sagt:

    Danke für die eure Antworten Magnus, Dude. Ich durchlebe eine extrem schwere Zeit. Ich hoffe, sollte es passieren, ihr vergesst mich nicht. Ich kann immer noch nicht begreifen, was eigentlich passiert, fühle mich überfordert mit der Situation. Ich werde mich so gut wie möglich verhalten, verteidigen vor Gericht.

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Schau, dass, für den Fall, dass es schiefgehen sollte, wenigstens der Dude und ich das Aktenzeichen und den Gerichtsstand wissen sowie wohin man Dich verbringt.

    Und wenn sie Dich laufen lassen, wovon ich ausgehe, wenn Du besonnen bleibst, Du wieder Zeit fürs Denken hast, freue ich mich jederzeit auf einen weiteren Gastbeitrag von Dir hier.

    Offiziell wird es in der Schweiz wohl kaum ein Schreibverbot als Auflage geben. Sollten Dir allerdings “private” Kräfte ein faktisches solches auferlegt haben / auferlegen, so weiß ich natürlich nicht zu sagen, ob es klüger ist sich daran zu halten oder gerade erst recht nicht.

    Vielleicht schreibst Du auch schon vor der Verhandlung etwas, allein um Dich zu sammeln.

    Es ist wie vor einer schweren mündlichen Prüfung. Wenn man reingeht, muss man, seine Siebensachen beeinander, stark auf sein Bauchhirn hören, mitunter sehr intuitiv handeln. Kleinigkeiten können eine große Bedeutung haben.

    Ich musste einmal zwangsweise zu einer Psych. Zwangsweise in dem Sinne, dass die Klinik, in der mein schwerverbrannter Sohn (es war nicht so krass wie bei mir, aber es ging um einen Unterarm, die Arschlöcher wollten transplantieren, obwohl dies klariter nicht nötig war; Papa was very not amused, denn er kennt sich aus, Mama also in Stimmung) lag, unverhohlen damit drohte, uns aus medizynischen Gründen das Sorgerecht, womöglich das Verkehrsrecht mit unserem Sohne zu entziehen, so dass es sich de facto um einen Zwangstermin handelte.

    Die Psych war ganz schön bösartig. Ich brauchte eine halbe Stunde, bis ich das Spiel gedreht hatte. Nach fünfzig Minuten waren wir fertig. Mir ging es, nachdem ich wenig geschlafen hatte und es ein Vormittagstermin war, trotz der Anstrengung wesentlich besser, denn Madame war kein bisschen mehr aggressiv, ließ sich im folgenden nicht mehr blicken. Wir schafften es schließlich, unseren Sohn unter Auflagen medizinischer Art loszueisen. Er hat nur noch sehr schwache, blasse Narben an Unterarm und Handrücken, keinerlei besondere Empfindlichkeit oder Funktionsprobleme.

    Ich gebe zu, dass ich ein paar Tricks anwandte, anwenden musste. Es ging aber um meinen Sohn. Am Schluss ging es um ihren, und ich war ihr Psych.

    Ich habe aber, beruflich, auch sonst schon mit einigen Psychs zu tun gehabt (auch vor jener Begegnung); sie haben praktisch alle einen Schatten. Diese Schwäche kann je verschieden aussehen; also empfiehlt es sich, sie diskret auszufinden und auszunutzen, ohne dass der Psych das merkt. Wenigstens so, dass er es erst zu spät merkt (sich dann vielleicht nicht einmal eingestehen will, also flugs verdrängt) oder so merkt, dass er darüber noch dümmer wird bzw. aussieht.

    Sie bilden sich praktisch alle etwas auf ihre Werkzeugkiste ein, worin sie einen bestimmten Satz an Listen gepackt, Gestik, Mimik, Indieaugenschauen, ganz leise werden, Fangfragen, Kunstpausen, bestimmte sprachliche Wendungen usw.

    Idealerweise bringt man sie aus dem Rhythmus, also, dass ihre jeweiligen Tricks nicht zum richtigen Zeitpunkt zum Zuge kommen, der falsche Trick zum falschen Augenblick, so dass schon der halbe Halbgeist mit dem inneren sortieren des Kastens beschäftiget, man in der Zwischenzeit seine eigene Agenda unter verminderter Wehr der Gegenseite vorantreiben kann.

    Ist man selbst sprachlich sehr gewandt, so gibt es ein Strategem, das praktisch immer funktioniert, wenigstens teilweise; man muss seine Anwendung natürlich einstellen, wenn der andere es merkt und darob nicht unsicherer, sondern härter und genauer zu werden ansetzt.

    Fast alle Psychs bilden sich etwas auf ihre Redekunst ein.

    Lauscht man ihren Ausführungen nun eine Weile, so weiß man, wie weit diese syntaktisch wie vom Wortschatze her reicht; man nehme dann, beispielsweise, in Riposte, genau die Passage kühl ziterend, von der der Psych dachte, sie sei die eleganteste (auch von den Fachtermini her), baut dazu selber zwei oder drei Sätze (während er labert, kann man sich ja schon überlegen, was man sagen will, die Begriffe zusammensuchen, die Volte ersinnen), in denen man den guten Psych mit Gräzismen und Latinismen erschlägt (ein Lexem kann zum Umsturz reichen), dabei in sauberster Schwurbelsyntax, so dass der andere so tun muss, als habe er gleich alles verstanden.

    Am besten setzt man dann gleich nach, indem der andere noch überlegt, wie er sich jetzt verhalten solle, sich nicht anmerken lassend, dass man genau gemerkt, wie es den anderen aus der Kurve gehauen; er wird froh sein, wenn es so aussieht, als habe man es nicht gemerkt. Sicher aber wird er sich nicht sein.

    Ab da wird seine Diktion entweder vorsichtiger, eine gewisse Hemmung tritt ein; oder aber er versucht es selber rauszugeißeln, dreht voll auf; dann lässt man ihn erstmal machen, denn das kostet ihn viel Kraft, wartet auf Fehler, die er jetzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang machen wird, versetzt ihm, nachdem er sich für besonders genial hielt, einen zweiten philologischen Hieb, wiederum mit einem Teile ausgestattet, den er nicht sofort ganz versteht (idealerweise muss er ein oder zwei Lexeme unsicher etwa erspüren), von dem er sich aber sicher ist, dass er so tun müsse, als habe er ihn verstanden.

    Fragt er nun nach, souverän, was das und das Wort bedeute, so erkläre man etymologisch wie bedeutungsmäßig also konzis wie notwendig umfässlich und genau. Es bleibt dann trotzdem ein Punktsieg; er ist nicht der Alwis; und seine Agenda wurde unterbrochen, man war Herr im Ring.

    Gut ist natürlich auch das Strategem, eine Rede nach achtzig bis neunzig Prozent der normalen Länge abzubrechen, mit einem vielsagenden Blicke, dass damit für intelligente Leute genug gesagt sei. Der Psych rätselt dann darüber, was der ausgelassene Schluss bedeuten könne.

    Besonders erlesen ist’s dann, wenn man sich zum erstenmal in die Lage gebracht, sein Mitgefühl für ihn äußern zu können, von wegen, dass jeder mal einen Fehler mache, man wisse, dass er einen knallharten Job mache, jeder mal einen schlechten Tag habe, was sich halt anbietet.

    Da der normale Psych einen nicht verhauen noch einer simulierten Ertränkung aussetzen darf, wird sein Geschäft ab da schwierig; denn seinem zu Begutachtenden (oder auch einem Fürsprech) kann er schwerlich vorhalten, dass der äußerst belesen und beredt, selbst in schwierigster Lage außergewöhnlich geistesgegenwärtig sei, aber durchaus menschliches Mitgefühl zeige, wenn ein Psych sich mal etwas vergeige.

    Es kann der Fall eintreten, wo sich die Gelegenheit ergibt, den Psych mitleidig zu fragen, ob er private Probleme habe (haben sie praktisch alle genug). Braust er auf, gibt er sich eine Blöße, knickt er ein, so die Sache gegessen.

    Bleibt er cool, sagt, dass das ja wohl eine Frechheit sei, so entschuldigt man sich ganz höflich mit einem Najaichdachtenurmalso.

    Wie gesagt sind wir aber schon an dem Punkte, wo sich die Gelegenheit zur Frage ergab. So oder so muss der Psych neu ansetzen. Das hassen sie. Nicht gut für deren psychische Verfassung.

    Bis zum Weinen sollte man, es sei denn, es wäre äußerste Not, keinen Psych treiben. Das verkraftet er nämlich mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht gut; gar nicht gut.

    Manche machen es sich natürlich einfacher und angenehmer.

    Ich weiß von einem Fall, da ging es um einen heroinsüchtigen Ex-Fremdenlegionär; der hatte, wegen der ganzen Entzugsscheiße, manchem Drogendelikt (auch mal ‘ne saftige Schlägerei) immer wieder ihn beurteilende Psychtanten am Hals, alswelches Problem er stets löste, indem er sie ratzfatz prömperte.

    Armin, ich habe keine Ahnung, mit wem Du zu tun hast, gehe aber sehr sicher davon aus, dass der Psych dümmer ist als Du.

    Nutze das.

  17. Armin sagt:

    @Magnus
    Danke für die Ausführungen. Auch wenn der Psych wohl dümmer ist als ich bin ich vor Gericht und kann wohl nicht viel ausrichten gegen ihn. Ich hoffe, dass es trotzdem klappt und sonst muss ich halt an die nächste Instanz und wieder bangen und hoffen, obwohl ich mir das gar nicht leisten kann.

    Die Details:
    Aktenzeichen: LC12.021180/SKL/jke
    Ort: Rue du Musée 6, 1800 Vevey
    Datum: 14.03.2013
    Zeit: 14:00
    Gericht: Justice de Paix du District de la Riviera

  18. Suspect1 sagt:

    @ Armin
    Servus Armin.
    Ich hab da jetzt etwas eingelesen, alles schaff ich leider immer zeitlich nicht, auch wenns mir gut tun würde, es gerne wäre.
    Da hast ja jetzt ganz schön was am Backen kleben und wenn alles auf einen reinbricht, da hab ich auch etliche Erfahrungen, wie jeder Mensch irgendwann in seinem Leben. Hoffentlich.
    Bei mir wars so, dass ich das ungute und kribbelige Gefühl der Angst hab fallen lassen..es hindert nur. Niemand kann dir und deinem Körper was, wenn du keine Angst hast. So wie du schreibst, bist du intelligent, weißt von Beseelung und Inkarnationen, Wegeweisenden Engeln, wenn auch manche mit dunklen Flügeln, sie können aber nichts dafür und vor allem siehst du das Licht, sonst würdest du nicht auf der Lichtseite schreiben, wie Magnus und Dude auch.
    Sowas zieht eben die Dunklen und die Psychopathen an.
    Ich hab das ungute Gefühl fallen gelassen, auch durch Beobachtung meines Anwalts, der während der Verhandlung oder einiger Verhandlungen sein Salär, seinen Sold schon ausrechnete…wobei jeder der advokaten Halsabschneider das Gleiche hier bekommt, egal ob er gewinnt oder verliert, soviel zum Ansporn der Geldhechler.
    Ich hab das ungute Gefühl in Wut geändert, aber in keine zerstörende Wut, sondern antreibende Wut, ich hoff, du kannst dir darunter was vorstellen.
    Und wegen deinem verräterischen ExWeibe..sei ihr nicht böse, sie kann nicht anders und nimms an.
    Ansonsten ist das, was Magnus sagt, wertvoll.

  19. Suspect1 sagt:

    @ Armin
    Und wenn das Lichtlein klein wird, helfen oft Gedanken von schon 70 Jährigen.

    http://www.id.co.at/news/charlie-chaplin-selbstliebe/

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    konnte ich erkennen,
    dass emotionaler Schmerz und Leid
    nur Warnung für mich sind,
    gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
    Heute weiß ich , das nennt man
    “Authentisch-Sein”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich verstanden,
    wie sehr es jemanden beschämt,
    ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
    obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,
    noch der Mensch dazu bereit war,
    auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
    Heute weiß, das nennt man
    “Selbstachtung”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
    und konnte sehen, dass alles um mich herum
    eine Aufforderung zum Wachsen war.
    Heute weiß ich, das nennt man
    “Reife”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich verstanden,
    dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
    zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
    und dass alles, was geschieht, richtig ist
    – von da konnte ich ruhig sein.
    Heute weiß ich, das nennt sich
    “Selbstachtung”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    mich meiner freien Zeit zu berauben
    und ich habe aufgehört,
    weiter grandiose Projekte
    für die Zukunft zu entwerfen.
    Heute mache ich nur das,
    was mir Spaß und Freude bereitet,
    was ich liebe
    und mein Herz zum Lachen bringt,
    auf meine eigene Art und Weise
    und in meinem Tempo.
    Heute weiß ich, das nennt man
    “Ehrlichkeit”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich mich von allem befreit
    was nicht gesund für mich war,
    von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
    und von allem, das mich immer wieder hinunterzog,
    weg von mir selbst.
    Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
    aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    immer recht haben zu wollen,
    so habe ich mich weniger geirrt.
    Heute habe ich erkannt,
    das nennt man “Einfach-Sein”.

    Als ich mich wirklich
    selbst zu lieben begann,
    da erkannte ich,
    dass mich mein Denken
    armselig und krank machen kann,
    als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
    bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
    diese Verbindung nenne ich heute
    “Herzensweisheit”.

    Wir brauchen uns nicht weiter
    vor Auseinandersetzungen,
    Konflikten und Problemen
    mit uns selbst und anderen fürchten,
    denn sogar Sterne knallen
    manchmal aufeinander
    und es entstehen neue Welten.

    Heute weiß ich,
    das ist das Leben!

  20. Suspect1 sagt:

    @ Magnus
    Kannst du dich noch erinnern, als man noch frei über die Sharks singen durfte?
    http://www.youtube.com/watch?v=tTeXBTStek0

  21. [...] ja, der deibelwas, dann war es irgendwie doch keiner, jedenfalls keiner entscheidend.” Fall Gustl Mollath: kafkaeske Verschwörung ohne Verschwörung, Neues aus [...]

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