Frau Opfer, Mann böse, fertig.

Schaut man sich den unten verlinkten Bericht der SZ dazu an, wie Gustl Mollath eingebuchtet wurde, so wird wiederum klar: Es kann jeden Mann, siehe auch Kachelmann, gnadenlos treffen, sobald ihn eine Frau irgendwie beschuldigt.

Eine saubere Beweisaufnahme ist nicht nötig. Wozu denn auch?

Mann böse, Frau Opfer, fertig.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/welche-schlampereien-sich-ein-gericht-leistete-fall-mollath-ein-urteil-voller-fehler-1.1598450

“Schlampereien”?

Netter Euphemismus für so etwas. Zumal, wenn eine Erzschakalenbank, CSU-Granden womöglich, Derdeibelwer noch, mit drinstecken.

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10 Antworten zu “Frau Opfer, Mann böse, fertig.”

  1. suspect1 sagt:

    Das wird noch einiges aufwühlen, was da die Mühlen angerichtet haben.
    Grad hab ich das bekommen von einer lieben liebenden Frau und die nächste Sekunde lese ich von den Frauen, die zerstören.

    Wie schön ist das zu lesen:

    Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn aufrichtig.
    Wähle den einen, dessen Seele klar die deine ruft, der dich sieht und mutig genug ist, ängstlich zu sein.
    Empfange seine Hand und führe ihn sanft zu deines Herzens… Blut,
    dass er deine Wärme auf sich spüren kann und Ruhe findet,
    dass seine schwere Last verbrennen kann in deinem Feuer.
    Schau in seine Augen, schau tief in sein Inneres und sieh, was dort schlummert oder wach ist, schüchtern oder voll Erwartung.
    Schau in seine Augen und sieh dort seine Väter und Großväter, all die Kriege und den Wahnsinn, den ihre Geister kämpften, in einem fernen Land, zu anderer Zeit.
    Schau auf ihre Schmerzen und Kämpfe und Qualen und Schuld; ohne Urteil.
    Und dann, lass es alles gehen.
    Fühl hinein, in die Bürde seiner Ahnen,
    Und wisse, was er sucht, ist sichere Zuflucht in dir.
    Lass ihn in deinem festen Blick schmelzen.
    Und wisse, dass du seine Wut nicht zu spiegeln brauchst,
    Denn in deinem Schoß, deiner Gebärmutter, liegt ein süßes, tiefes Tor, die alten Wunden zu heilen.

    Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann, liebe ihn wirklich.
    Sitze vor ihm, in der vollen Würde deiner Weiblichkeit, im Atem deiner Verletzlichkeit,
    In der Verspieltheit deiner kindlichen Unschuld, in der Tiefe deines Todes.
    Eine blühende Einladung, in sanfter Hingabe, die sich öffnet für seine männliche Kraft.
    Dass er zu dir kommt … und ihr schwimmt im Schoß der Erde. In stillem Wissen, gemeinsam.
    Und wenn er sich zurückzieht … und das wird er … flüchtend aus Angst, in seine Höhle …
    Dann sammle du deine Großmütter um dich, umschlungen von ihrer Weisheit.
    Höre ihr besänftigendes Flüstern, beruhige das Herz des verängstigten Mädchens in dir
    Sei still … und warte geduldig auf seine Rückkehr.
    Sitze und singe an seiner Tür, ein Lied der Erinnerung, dass er Ruhe und Trost findet, ein weiteres Mal.
    Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann, liebe ihn ganz.
    Entlocke ihm nicht seinen kleinen Jungen.
    Mit Tücke und List, Verführung und Betrug,
    Nur um ihn in ein Netz der Zerstörung zu locken –
    Zu einem Ort aus Chaos und Hass,
    Schrecklicher als jeder Krieg, den seine Brüdern je kämpften.
    Es ist nichts Weibliches daran, es ist Rache.
    Es ist das Gift unserer gestörten Geschichte,
    von Zeitaltern des Missbrauchs, der Vergewaltigung unserer Welt.
    Es gibt der Frau keine Kraft, es verstümmelt sie, während sie ihm seine Eier abschneidet.
    Und es tötet uns alle.
    Und ob seine Mutter ihn halten konnte, oder es nicht vermochte:
    Zeige du ihm die wahre Mutter, jetzt.
    Halte ihn und führe ihn in deine Gnade und Tiefe,
    glimmend im Kern dieser Erde.
    Bestrafe ihn nicht für seine Wunden, die nicht deinen Anforderungen entsprechen.
    Weine für ihn süße Flüsse.
    Blute es alles nach Haus.

    Wenn du die Welt ändern möchtest, liebe einen Mann, liebe ihn schutzlos.
    Liebe ihn genug, um nackt und frei zu sein.
    Liebe ihn genug, um deinen Körper und deine Seele zu öffnen, für den Kreislauf von Geburt und Tod.
    Und danke ihm für die Gelegenheit,
    Während ihr gemeinsam tanzt, durch tobende Winde und stille Wälder.
    Sei mutig genug, zerbrechlich zu sein, lass ihn die weichen, berauschenden Blüten deines Seins trinken.
    Lass du ihn wissen, dass er dich halten darf, aufstehen und dich schützen.
    Fall in seine Arme und vertraue ihm, dass er dich auffängt -
    Auch wenn du schon tausende Male fallen gelassen wurdest.
    Lehre ihn Hingabe, indem du dich selbst hingibst.
    Und schmelze in das süße Nichts, das Herz dieser Welt.

    Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann, liebe ihn.
    Ermutige ihn, nähre ihn, erlaube ihm, höre ihn, halte ihn, heile ihn.
    Und du wirst genährt und unterstützt und geschützt sein,
    Durch starke Arme und klare Gedanken und gezielte Pfeile. Denn er kann, wenn du ihn lässt, alles sein, was du dir erträumst.

    Wenn du einen Mann lieben willst, liebe dich selbst, liebe deinen Vater,
    Liebe deinen Bruder, deinen Sohn, deinen Ex-Partner, vom ersten Jungen, den du je geküsst,
    bis zum Letzten über den du weintest.
    Danke ihnen für die Gaben; für die Heilung
    hin zu dem Treffen
    Desjenigen, der nun vor dir steht.
    Und finde in ihm den Samen für alles, was neu ist und solar. Ein Samenkorn, dass du nähren und pflanzen helfen kannst,
    Um gemeinsam eine neue Welt wachsen zu lassen.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    Mächtige, schöne, ergreifende lyrische Prosa!

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    Zur Sache Mollath selbst: Hier gehören – wenn stimmt, was die SZ darlegt – die Richter vor Gericht. Nicht nur die.

  4. suspect1 sagt:

    @ Magnus

    Mojn.

    Ja, welch wunderbare Waffe, nichtschneidend und tötend, Worte doch sein können, geht man damit richtig um…

    Den Mollath haben sie so hergezogen, dass es eigentlich unglaublich ist und schon wieder wie eine Verschwörung aussieht.
    Die Staatsmühlen, von Anfang bis Ende, alle haben an einem Strang gezogen und verurteilt, wo Konfomität urteilt. Alle über einen Kamm scheren und wenns so aussieht wie in den Fällen davor, dann ists hier genauso.

    Ich geb da nicht mal den ersten Exekutiven und Judikativen die Schuld, sie wußten es wegen ihres abgestumpften Kleingeistes nicht besser. Sie passen sich dem Niveau der ihnen dargelegten kranken Gesellschaft an und vergessen ihren göttlichen Ursprung. Die Hölle zu leben ist leichter, als den Himmel zu konstruieren.

    Die nächsten, die am Strang, am Galgenstrick für Mollath gezogen haben, konnten den ersten Fehlentscheidungen nichts abgewinnen und Zeit ist sowieso für nix mehr.

    So gings reium wie die stille Post und jeder baute auf den Fehlern der anderen anscheinend leider auf.

    Seltsam, dass er den Verstand dabei behielt und keinen Ausgang suchte, dem Suizid. Dahin können sie dich treiben, wenn du reinen Gewissens bist.

    Es ist alles langsam verkrankt und überreguliert geworden.

    Ich schäm mich fast für die Obrigkeit in meinem Land. Für all die dummen Großschwätzer und Bestimmer. Geblendet von Macht und Geld mißbrauchen sie ihre Kraft.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    Ich habe die Causa Mollath nicht detailliert studiert; es ist – soweit ich im Bilde – aber wirklich verrückt, was da alles geschah.

    Wo man sich normalerweise sicher sein müsste, dass nur eine groß angelegte Verschwörung so etwas zustande bringen könne, waren hier zwar sicherlich nicht wenige Arschgeigen und Idioten unterwegs: und doch sieht es eher so aus, wie als ob einfach ein Rädchen wie von Zauberhand ins andere gegriffen hätte.

    Ich werde dem Phänomen einen eigenen Beitrag widmen.

  6. [...] Suspect1 hat mich durch den hier verlinkten Kommentar zum geradezu gespenstischen Falle Gustl Mollath angeregt, die Sache nochmal strukturell [...]

  7. suspect1 sagt:

    @ Magnus

    Rädchen wie von Zauberhand, da denk ich an Freund Dude, mit dem Quantencomputer und vor allem von jemanden, auf den er mich jüngst gestoßen hat.
    Ich bin da langsam immer mehr der Überzeugung, dass dies nicht alles Zufall sein kann, wie ein Kartenhaus, welches chaotisch zusammen fällt. In diesem Falle eben Schlimmes nach sich zieht. Dass ein Rädchen ins andere greift.
    Als ob da irgendwo ein Quantenstrang linear mit dem Ablauf grasiert und alle Beteiligten sich daran halten und dies auch alles schon vorbestimmt ist, so kommts mir langsam vor.

    Dass alle Abläufe und Tätigkeiten nicht zufällig sind, sondern dies wie bei Mollath sichtliche Beweise sind, dass so etwas existiert. Wenn man das ansieht, was da passiert ist, kann es nicht zufällig oder gar verschwörerisch sein, so umfangreich ist das.

    Mitsamt der Involvierung der Medien, diese huren ja gerade zu dem hinterher, was ihnen ausgekotzt vorgelegt wird.

    Einfach nur zum Beobachten und wundern.

    Verständlich ist es für mich noch nicht ganz, da wahrscheinlich erst durch eine Gewöhnung an solch Abläufe Routine reinkommt.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Suspect1

    Ich nennte, was Du ansprichst, eher ein morphisches Feld.

    Ein solches ist inzwischen ja nach dem Motto der Artikelüberschrift gesamtgesellschaftlich schon sehr stark aufgebaut; Männer sind Schweine, Frauen sind lieb und lügen nie.

    Es will sich nunmal keiner den Vorwurf einfangen, die Handlungen einer Frau unbotmäßig zu hinterfragen. Da dräut schnell der Pranger.

    Strauss-Kahn galt sofort als schuldig, wurde vorgeführt, wie als ob verurteilt, ebenso Kachelmann (7 Monate U-Haft, wirtschaftlicher, zumindest vorläufiger Ruin), der Typ, dem seine Ex mittels eingefrorenem Samen ohne Einwilligung mittels (selbst teils zugegbener!) Unterschriften zwei Kinder machte, wurde trotzdem zu Unterhalt verknackt, für Klaus Kinski gilt keinerlei Unschuldsvermutung bezüglich des Missbrauchs seiner Tochter Pola. Und Mollath sitzt immer noch.

    In allen Fällen mächtige Motive (Öffentlichkeit, Geld), den Mann hinzuhängen; aber was sind schon noch Motive?

    Gelegenheit macht Diebe. Hat sich Alice Schwarzer bei Jörg Kachelmann entschuldigt? Wie viele Prozesse musste der gegen Medien führen?

    Nein: Frauen lügen, das ist historisch zweifelsfrei erwiesen, nie. Und schon gar nicht Geldes halber. Sie wissen gar nicht, wie man lügt.

    Sie werden in ihrer grundsätzlichen Harmlosigkeit nur noch von Psychiatern übertroffen. Die wissen nicht einmal, was das Wort Lüge bedeutet. Und was Geld ist, das wissen sie natürlich auch nicht.

  9. Dude sagt:

    @suspect1

    “Als ob da irgendwo ein Quantenstrang linear mit dem Ablauf grasiert und alle Beteiligten sich daran halten und dies auch alles schon vorbestimmt ist, so kommts mir langsam vor.”

    Ganz ehrlich, ich hab mich letzte Nacht auch dabei ertappt, wie ich schon fast zum Anhänger der Determinismuslehre ward, doch gottlob, hab ich mich besonnen.

    Es ist eine Mischung aus freiem Willen (bzw. der Summe aller freien Willen aller sich im Quantenrechner befindlichen Individuen) und der daraus hervorgehenden Prädestination.

    Armin Risi beschreibt das in seinen Büchern glänzend.
    Zusammenfassend auch im folgenden zu finden.
    http://armin-risi.ch/Artikel/Philosophie/Zeit_und_Ewigkeit.html

    Darum ist Bewusstheit und Informiertheit in breitem Ausmass so eminent.

    Damit kann das Schwert des reinen Wortes die mächtigste Waffe überhaupt sein.

    Liebe Grüsse

    Ps@Magnus
    Apropos Psychiater: Der Brüller!
    http://www.youtube.com/watch?v=NnV-O51YFE4
    Ich glaub, ich schick da auch mal ne Bewerbung hin. ;-)

  10. suspect1 sagt:

    @ Magnus

    Vielleicht sind die Möglichkeiten eines morphischen Feldes nach deiner Definition ähnlich dem, was ich da mit den Quanten meine. Obwohl Quanten da auch wieder nur eine Metapher sind.
    In der Weld von Feldern und Quanten geh ich davon aus, das Zeit nicht existent ist, ich sehe dann, das Energie nicht vergänglich ist. Hat wohl auch was mit der Existenz der Schwerkraft zu tun, dass vergängliches möglich ist.

    Deswegen das Beispiel eines Strings, an dem sich die Beteiligten unbewußt orientieren und einem Ablauf folgen. Da möcht ich mal alle nacheinander fragen lassen, weshalb sie so gehandelt haben. Sollte jemand Zugang, höheren Zugang haben, könnte die Möglichkeit eines Dejavues oder einer Erinnerung da sein.

    Und dann das Thema Frauen. Als Dreibein, so wird man von den Männerhassern ja betitelt, habe ich auch andere Erfahrungen.
    Siehe mein eingebrachtes Gedichtchen. Keine Frau ist von Grund auf so, dass sie hassend reagiert, sondern das ist durch die Gesellschaft angezogen worden. Keine. Einzefälle wie die Emma kommen vor, sie sollte wohl eine Geschlechtsumwandlung in Erwägung ziehen und sich einen Pimmel annähen lassen, damit sie Psychopathie auch wahrhaftig ausleben kann. Und dass ihr dann dabei einer abgeht, steht für mich außer Frage. Der Weg diesen dann zu erreichen, ist mit Dreibein dann auch leichter und womöglich ist das auch ein Grund ihres Hasses, ihre fehlende Sexualität. Am Schluss ist es aber nur ein Suchen nach Liebe wieder von ihr, nichts anderes. Jeder hat eigene Wege, Liebe zu erfahren.

    Dass Frauen solches durchziehn wie beim Strauß, wird wohl so sein, dass sie einfach nur Werkzeuge sind. Und die Agierenden sind Männer. Die Venusfallen sind eben da, damit sie vampen.

    Über Kachelmann sag ich nichts, da er mir nicht geheuer ist. Ein Wahnsinniger.

    @ Dude

    Ich denke nicht explizit an Determinismus, sondern eben eingebrachte Schienen oder Strings, die die Menschen dann befolgen. Wie in dem Beispiel Mollath.
    Und hinten sitzen die Ausdenker, klatschen sich in die Hände und feixen…

    Das Problem beim Schwert des reinen Wortes wird sein, dass es abhängig von der jeweiligen persönlichen Entwicklung und Erfahrung ist, diese zu verstehn.
    Wobei dann wohl wieder ein Doktorgrad so fungiert, dass er nix mehr versteht davon. Und der Bettler in der Fußgängerzone hier, ob seiner Blicke und Überlegungen gen Himmel, mehr frei denkt, als der Akademiker. Und eben keine Einbahnstraßen sieht, die er entlang läuft und wieder umkehrt und die nächste nimmt, sondern Abzweigungen am Wege sieht.

    Hoffentlich liest das keiner…

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