Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.

Ich habe mir nochmal Gedanken über die von Jon Rappoport dargelegte (deutsche Übersetzung von mir) Zerstörung der Logik gemacht. (Zu Jons englischsprachigem Originalartikel direkt hier.)

Nicht nur, dass, wie er zeigt, eine Idee, eine Vorstellung, ein Konzept deshalb unbesehen, ungeprüft verdammt werden kann, weil es von einer unliebsamen Person stammt: die Sache geht noch weiter.

Zum Beispiel haben sich schon viele Tierschützer und Vegetarier, ohne je einen Schweinezüchter auch nur persönlich beleidigt oder angegriffen oder dessen Stallungen überfallen zu haben, anhören müssen, dass Hitler ja auch Vegetarier gewesen sei.

Damit nicht genug, mancher wurde schon direkt als Nazi beschimpft, da wie auch Hitler Vegetarier.

Und: Kann ich nun, da ich kein Vegetarier bin, unmöglich ein Nazi sein? (Wieso soll das jetzt eine blöde Frage sein?)

Und: In der Tat haben die Nationalsozialisten 1933 das erste Tierschutzgesetz verabschiedet, sich auch für Artenschutz stark gemacht. Sollte man den Tierschutz deshalb wieder abschaffen? Möglichst viele Arten ausrotten?

In den USA wird von “Konservativen” (sie sehen, nennen sich meist so), auch manchen “Libertären”, nicht selten eine Linie vom deutschen Natonalsozialismus zu Tier- und Umweltschützern gezogen (auch jenen, die keine Klimagreuelpropaganda betreiben, lediglich gegen Kernkraft sind oder Fracking, genmanipulierte Saaten usw.).

Muss man also auch gegen den Tierschutz sein, für Kernkraft, Monsanto-Mais, jeden Tag drei Schnitzel essen, um nicht als Nazi dazustehen? (Es ist mir übrigens nichts davon bekannt, dass zwischen 1933 und 1945 irgendwer in Deutschland, außer durch die einsetzende Kriegsnot, gezwungen worden wäre, Vegetarier zu werden. Ich weiß noch nicht einmal von einer großen Propagandakampagne, von wegen Fleisch essen sei “unarisch”, “undeutsch” oder dergleichen. Sollte es das doch gegeben haben, so werde ich dies hier selbstverständlich nachreichend korrigieren.)

Klar, dass auch Umweltschützer inzwischen – noch irrer? – Unterstützer von Monsanto & Co als “Gennazis” bezeichnen, Leute, die die Klimapanikmache ablehnen, Al Gore & Cie als “Klimanazis” beschimpfen. (Monsanto hat mit “national” nicht das Geringste zu tun, ebensowenig, wie die Klimakatastropheten. Im Gegenteil, internationaler geht es kaum noch. Insofern wären sie, wenn schon – obzwar der Anklang etwas merkwürdig – als “Geninternazis” respektive “Klimainternazis” zu bezeichnen.)

Klar (ja: KLAR!), dass auch der Vergleich von “Klimaleugnern” (wie als ob einer das Vorhandensein des Klimas leugne) mit “Holocaustleugnern” schon häufig gezogen wurde und wird.

Wir sehen wiederum nicht nur, dass Logik hier keinerlei Rolle mehr spielt (außer im Sinne logischer Unlogik), allenfalls stört, keiner mehr auch nur für drei Eurocent darüber nachdenkt, was er rausschwätzt. Und es scheint ja auch keine Notwendigkeit dafür zu bestehen.

Denn viele solcher Propagandisten sind ja nicht in Werkstätten für geistig Schwerbehinderte tätig, oder sehr freche Satiriker, sondern verdienen ihr Brot als geachtete Journalisten, Schriftsteller, Lobbyisten, Politiker etc.

Umgekehrt darf man in vielen Kontexten oder Umfeldern hinwiederum eine Sache nicht als das bezeichnen – oder sollte es lieber nicht – , was sie ist.

Z.B. las ich kürzlich, wie ein hoher Freimaurer behauptete, die Freimaurer bildeten keinen Geheimbund; das zu behaupten sei infam. (Klar, dass wer die Freimaurer kritisiert, auch schnell…: Denn die Nazis verfolgten die Freimaurer! Alles klar!)

Oder, jeder weiß es zwar, aber opportun ist es vierlerorts trotzdem nicht, zu sagen, dass die EU ständig Verträge bricht und zutiefst undemokratisch ist.

Oder: Zwar nicht alle wissen, aber viele wissen es, dass laut NDAA (National Defense Authorization Act), für den eine überwältigende Mehrheit des US-Kongresses stimmte, jeder terrorismusverdächtige Amerikaner (Ausländer sowieso) ohne Haftbefehl, Anklage und Gerichtsverfahren, ohne jede Begründung, unbegrenzt lange weggesperrt werden kann. Das heißt de facto, dass in den USA die individuellen Freiheitsrechte abgeschafft sind. Die das Land aber in die ganze Welt hineinzubomben vorgibt (das mit den Bomben stimmt). So, wie es ist, sollte man das aber auch wieder nicht sagen. Denn das wäre ja antiamerikanisch, oder? (Es ist natürlich in Wirklichkeit proamerikanisch, das anzuprangern. Antiamerikanisch ist das Gesetz.)

Nun, der Beispiele erstmal genug; was können wir tun?

Zunächst einmal müssen wir aufpassen, dass wir uns selbst keinen Dumm-, keinen Lügensprech ansingen lassen noch nachplappern, noch selbst, und sei es nur unbedacht, welchen ausbringen. (Auch nicht nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir. Oder: Rache ist süß.)

Darüber hinaus muss der Finger immer wieder in die Wunde gelegt werden.

Da die Gegenseite keine Argumente hat, hat sie keine Argumente. (Gute Begründung, nicht?)

Deshalb hat sie häufig auch begründete Furcht (die Unbewussten eher unterschwellig, die bewussten Macher, weil ihnen das selbst klar), sich überhaupt auf eine echte Diskussion einzulassen.

Oft ist – außer dem “Argument”, einen zu ignorieren, nicht zu antworten, oder an der Sache vorbei – das einzige Argument dann, man sei ein Begriffspfitzler, dessen (Nazi-)Absichten ja klar erkennbar seien,  ja ein Wortverdreher (!), schließlich, wenn gar nichts mehr hilft, ein Hetzer, gar Volksverhetzer.

Oder – wie Rappoport das so trefflich beschreibt – es wird ein ad hominem-”Argument” herausgezogen, einem vorgeworfen, man habe dort und dort schon dies und das gesagt, was ja zeige, was man für einer sei, weswegen der andere es nicht nötig habe, einem noch zu antworten, er nicht so dumm sei, einem derart offenkundig verwerflichen Subjekt mit so offenkundigen Absichten noch eine Plattform zu bieten.

Da müssen wir wohl noch eine Weile durch. Ein Patentrezept für solche Lagen gibt es nicht. Aber auch da macht Übung den Meister.

Beharrlichkeit führt zum Ziel.

 

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29 Antworten zu “Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.”

  1. Haschmechs Geist sagt:

    @ Magnus

    Ich entschuldige mich für nichts! Das nur eingehend zur Information.

    Da diese Seite hier mit meine Lieblingsinformationsseite ist, hier anständig philosophiert, kontrapunktiert und hintersinnig schwadroniert wird sowie alles ausgeweidet wird, was nur irgend möglich in der Welt drin ist, schicke ich nun meinen Geist vorbei, damit er sich hier erfrischen möge. Denn woanders findet er kaum Nahrung. Und einen eigenen Blog zu betreiben, ist dem Geist von Haschmech irgendwie zu zeitaufwendig. So ging er in sich und dann wieder aus sich und dachte, bereite mal wieder dem Göller, diesem Sonnenwendfestfetischisten, eine Gölle, äh, eine Hölle. Denn ich bin eben nicht dazu da, jemand einen Himmel zu bereiten. Wer im Geist vorwärts kommen will, der muss sich mit anderen Geistern streiten. Den islami(sti)schen, jüdischen, christlichen, buddhistischen, konfuzziösen und andere infektiösen Geister habe ich schon besiegt. Alle habe ich auf ihr eigenes Sonnenrad geflochten. Zuletzt vermochte keiner dieser Geister mir den Kopf so zu verwirren, dass ich nicht mehr den richtigen Ausgang gefunden hätte. So, das sollte genügen als Einleitung. Darf gelöscht werden, wem’s nicht einfällt.

    Mir gefiel schon der Titel deines Artikels an sich:

    “Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.”

    Wer wenig falsch macht, macht es richtig und hin und wieder mal richtig böse zu werden, ist gut.

    “Zunächst einmal müssen wir aufpassen, dass wir uns selbst keinen Dumm-, keinen Lügensprech ansingen lassen noch nachplappern, noch selbst, und sei es nur unbedacht, welchen ausbringen.”

    Dann beginnen wir doch mal direkt beim Wort “Nazi”. Das halte ich persönlich nämlich auch für Lügensprech. Denn als Abkürzung für Nationalsozialismus, taugt es einfach nicht. Dann müsste man schon es schon so schreiben: Natzionalsozialismus oder Natsionalsozialismus.

    Ich fand eine Seite im Internet, da schrieben sie das Wort so: Nazionalsozialismus. Die wollten damit vielleicht auf Zion aufmerksam machen, denn die Zionisten kam ursprünglich aus dem alten Babylon. Jedenfalls ist das Wort Nazionalsozialismus als einziges dieser kleinen Auswahl wirklich dazu geeignet, mit Nazi abgekürzt zu werden.

    Und was das Wort Zion angeht, auch Tsion, Tzion oder Sion geschrieben, so geht es mit dem was Symbolik ausmacht regelrecht schwanger, wenn nicht sogar die Geburt schon eingetreten ist.

    Zion, dem neuen Jerusalem (griechisch dekliniert als Ierosoluma geschrieben, googelt alleine mal nur nach dem Wort „Uma“, Sol dürfte klar sein und „Iero“ kommt von „hieros“, was auch etwas mit „opfern“ zu tun hat), welches aus dem Himmel herab kommen soll, wird nur Gutes angedichtet. Womit wir wieder beim Titel des Artikels “Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.” wären. Nimmt man nämlich anstatt der lateinischen Buchstaben für das Wort Zion, die phönikisch-griechischen, macht ein wenig in Glyphen und Bildern, denn das war damals schon sehr in, dann kommt am Ende dabei raus für den Buchstaben “Z” ein “ts” bzw. “tz” (Bedeutung einst: Heuschrecke oder Angelhaken – ich erinnere an den berühmten Satz eines heiligen Mannes: “Kommt mit mir, ich will euch zu Menschenfischern machen” – und der Rest des Wortes, das “ion”, ergibt dann aus den einzelnen Buchstaben zusammengesetzt (das was aus dem “i” wird, gleicht dem was aus dem “n” wird phänomenal) und als ein zusammenhängendes Bild (man zieht einfach den Kreis als Ouroboros, das “O”, um die über Kreuz aufeinander gelegten anderen zwei Buchstaben) tatsächlich ein sogenanntes Sonnenrad. Genau so eins, wie es die Nazis als ihr Emblem auf ihrer Fahne hatten. Das Rot dieser Fahne steht übrigens für Fruchtbarkeit. Waren die Nasidingsdas etwa eine rituelle Fruchtbarkeitsvereinigung? Jedenfalls, da frage zumindest ich mich, waren denn die Nazis nicht die Feinde der lieben Zionisten, also der Jerusalemiten und sind sie es nicht noch?

    Sagte man damals nicht schon immer hinter vorgehaltener Hand, dass der Göbbels mal gar nicht so “arisch” ausgesehen hat, wie er gerne ausgesehen hätte? Mit Verlaub, er sah eher so aus wie ein Arsch. Zwischen dem Wort “arisch” und Babylon ist auch gut ein Bezug herstellbar. Irgendwie scheint mir überhaupt alles mal in Babylon angefangen zu haben, was niederträchtiges Staatswesen angeht; und die Ägypter haben es dann pyramidisiert.

    Der Abraham, Vater der Juden kam übrigens auch aus dem nahem Umkreis von Babylon, nämlich aus der Stadt Ur. Sein Name bedeutet auf hebräisch: Vater-hoher-Schar. Eine gelungenere Übersetzung finde ich: “Herr der Heerscharen”; und komisch, genau denselben Titel hat im Alten Testament auch der Gott der Israeliten. Und gar nicht mehr komisch, denn im Alten Testament kommt der Gott der Israeliten sehr menschlich daher. Moses sprach mit ihm einst von Angesicht zu Angesicht und ein gewisser Jakob (der Name steht für Israel) hat sogar einmal mit dem Herrn der Heerscharen gerungen und gewonnen.

    Was die Freimaurer angeht, die haben als Fetisch ein Dreieck, in plastischer Form eine Pyramide, von der eine Ecke ab ist. Die Ecke, also der Eckstein, so gab Jesus einst kund, wäre er in Person. Womit wie wieder wären bei: “Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.”

    In unserer Welt noch das Böse vom Guten auseinander halten zu können, wird wahrlich immer schwieriger. Aber ich sage: Möglich ist es! – Die Deutschen haben den Stempel aufgeprägt bekommen, die bösen Nazis zu sein. Doch wofür ist es in Wahrheit die Abkürzung?

    Ein gewisser Pontius Pilatus soll mal die Frage gestellt haben: “Was ist Wahrheit?” (Johannes 18:38). Nun, angeblich soll er die Wahrheit vor sich stehend mit eigenen Augen gesehen haben. Wieso hat er sie nicht erkannt? Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er war er zu blind, um die Wahrheit zu erkennen oder es handelte sich gar nicht um die Wahrheit, die aber vorgab die Wahrheit zu sein.

    Bin ich nun auch ein “Begriffspfitzler, dessen (Nazi-)Absichten ja klar erkennbar seien,….ein Wortverdreher (!),……, ein Hetzer, gar Volksverhetzer.”?

    Dann erkläre man mir bitte, wie man Nationalsozialismus mit dem Wort Nazi abkürzen kann, ohne dabei den Umweg über drei Dörfer machen zu müssen. Denn Sozialismus beginnt mit den Buchstaben “so” und nicht mit “zi”; ansonsten “Zialismus” – Was ist es? Sind die Deutschen etwa das Mana für die Zionisten und deren Bestrebungen, die Weltherrschaft zu erlangen?

    Verzeihung für die Länge meines Kommentars.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Kein Problem mit der Länge Deines Kommentars.

    Dass ich ein “Sonnwendfestfetischist” sei, bestreite ich wiederum.

    Das Wort “Nazi” ist in der Tat merkwürdig, da in “Nationalsozialist” ja kein “z” steckt. Andererseits wird ja ein “ts” bzw. “z” gesprochen, wie etwa in Spatium oder spazieren. Von daher ist die Ableitung in der Abkürzung immerhin nachvollziehbar. (Bei “Nati” müsste man schon umständlich dazuerklären, dass man hier das “t” als “z” sprechen möge.)

    Anders verhält es sich beim Kürzel “KZ”, gesprochen Kazett, da es sich hier schon eher um ein Kuriosum handelt. Abgeleitet von Konzentrationslager, also den Wörtern Konzentration und Lager, müsste es eigentlich “KL” (Kaell) heißen, wie es zunächst wohl auch hieß. (Man darf vermuten, dass sich KZ wegen seines härteren Klangs durchgesetzt hat.)

    Ansonsten will ich davor warnen, es mit der Vermengung von Etymologien verschiedener Sprachen (unterschiedlicher Sprachfamilien gar), unterschiedlicher Symbol-, Laut- und Schriftsysteme zu weit zu treiben.

    Auf diesem Wege kann man sich, wenn man so weit geht, wie Du, immer das gewünschte Ergebnis zusammenstoppeln, in Deinem Falle typischerweise solare Bedeutungen (die natürlich in allen Sprachen zu finden, außer vielleicht bei jenen von Unterirdischen, wo sie nach zehntausend Jahren in der Hohlerde womöglich ausgestorben; oder die waren gar nie oben, haben gar keine Ahnung davon, dass es die Sonne gibt).

    Ich denke, was das anlangt, muss ich den Vorwurf des Fetischismus’ zurückgeben. Außer in heißen Quellen und an bestimmten heißen Stellen des Meeresgrundes gäbe es wohl kaum organisches Leben auf der Erde, ohne Sonne. Setzt Du Dich im Frühling oder im Herbst nicht auch mal gern in die Sonne?

    Lass’ doch mal die arme Sonne in Ruhe. Nicht dass sie sich mal noch so über Dich ärgert, dass sie platzt. (Ich weiß, dass Dir das egal wäre, Säuviech, da wäre sie endlich hinüber, aber nicht nur ich wäre Dir dafür nicht eben dankbar.)

    Du rennst gegen Windmühlenflügel, vielmehr gegen das Sonnenrad an. Wie als ob der Teufel in der Sonne säße und uns damit Tag für Tag noch ein paar Milliarden Jahre lang (wenn Du sein Tun nicht zunichte machst, damit es endlich so dunkel wird, dass sich selbst der Leibhaftige fürchten muss) blenden und niederbraten wolle.

    Ich schaue mir übrigens auch gerne den Mond an (immerhin kann man in den direkt reingucken). Und alle möglichen Arten Gewässer. Und Bäume und Blumen. Manchmal sogar Frauen.

    Mir scheint, Du suchst Dein Heil in einer Abkehr von der Natur.

    Ob das geistreich ist?

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich zitiere mal nur den interessanten Mittelteil des Textes, den Du oben verlinkt hast (was danach, zumal ab “Die Frage ist nun also wohl…” kommt, ist übrigens sehr ergreifende idealistisch-poetische Prosa mit einem beachtlichen Duktus!)

    Trotz…”sind durchaus vermehrt Lichtblicke zu erkennen; sei es in persönlichen Begegnungen draussen auf der Strasse, oder in den Weiten des Netzes.

    Lichtblicke, die eine wirklich neue Welt für die Menschen als Gesamtheit, anstatt wie bisher nur für ein paar Wenige, auf Kosten des Schweisses und Blutes der Vielen, nicht mehr so unwahrscheinlich erscheinen lässt, wie auch schon.

    Trotz all dem seh ich schwärzer, als je zuvor – und weiss nicht recht warum.

    Meine Intuition sagt mir deutlich, wer sich zu früh freut, wird bitter enttäuscht, und fällt dadurch erst recht schmerzlich auf die Schnauze…

    Mir scheint, es sei momentan alles offen. Alles steht auf der Kippe, als ob eine randvoll geschriebene Seite eines Buches umgeblättert worden wäre, und nunmehr eine neue, weisse Seite bereit liegt, um beschrieben zu werden.”

    Mal sehen, was Thomas am Samstag dazu sagt, aber ich sehe das ganz ähnlich. (Und der Vierte im Bunde, den Du da kennenlernen wirst, hat sich in Diskussionen mit mir auch schon in dieser Richtung geäußert.)

    Allerdings weder er noch ich im Sinne dessen, dass wir schwärzer sähen, als je zuvor.

    Sehr wohl aber dahingehend, dass man sich ob einiger ermutigender Entwicklungen besser nicht zu früh freuen möge.

    (Hallo Leser: Bitte drüben bei den Schweizern den ganzen Text vom Dude lesen!)

    Eine sehr gute Diskussionsgrundlage, vom Kern her legst Du den Finger meines Erachtens genau in die Wunde.

    Indem viele Aufwachen, werden andere immer sturer, brutaler, bösartiger.

    Es ist, wie als ob zwei (im Groben gesagt; es sind natürlich viele) Wellen direkt aufeinanderzurauschten, völlig unklar, welche Vortices sich daraus ergeben werden, mit welchem Ausgang.

    Umso wichtiger, die Nerven zu behalten.

    Jedenfalls gefällt mir schonmal das Tempo, die Verve Deiner Rede dort. Wer so spricht, der kann weder seine Lebensenergie, noch auch seinen Mut in entscheidender Weise verloren haben.

    Spare Dir einfach das Schwarze Loch. Da bist Du nicht, und damit unterminierst Du, ohne es zu wollen, gegenüber anderen, was Du sagst, letztlich auch Dich selbst.

    Die klare Warnung, nebst den Hinweisen auf real verderbliche, sich noch beschleunigende Entwicklungen, genügte.

    Ich rechne mir das Schwarze Loch jetzt mal einfach aus Deinem Text heraus.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du bist auf dem Wege dahin, nicht nur starke und eindringliche, ergreifende Texte verfassen zu können, sondern es überdies zu vermögen, dass sie ganz rund werden.

    Was Du da geschrieben hast, ist meines Erachtens jedenfalls schon ganz dicht dran.

    Sollten mich öfter derlei Botschaften aus Schwarzen Löchern erreichen, so werde ich mich mit den Dingern, wenn da Schriftsteller drinsitzen, die nur noch etwas frustriert sind (was ihnen dann auch mal auf den sprachlichen Ausdruck schlägt), indes einen derartigen Rhythmus vorlegen, doch noch etwas genauer befassen müssen.

    Als erstes interssierte mich natürlich zu erfahren, wie das Schwarze Loch heißt, in dem Du zu sitzen vorgibst.

    Ich stelle dahingehend mal eine Vermutung an.

    Sein Name ist Erfolgslosigkeit.

    Du siehst – laut dieser Vermutung – schlicht nicht, dass all Deine Mühen, all Dein Einsatz und dein unermüdliches Wirken und Schaffen mehr als kleine, schrumpelige, sauere Früchte hervorbrächten; das ist nachvollziehbar; aber es ist auch falsch.

    Wenn ich mir nur mal anschaue, was Du hier mir – und zweifellos auch anderen, wenn auch nicht Millionen – bisher an Inspiration, Hinweisen, Einwänden und weiterführenden Gedanken mitgegeben hast, kann das unmöglich richtig sein.

    Dein Schwarzes Loch betriegt Dich. Es blendet Dich mit Dunkelheit.

    Es ist gar nicht da, außer in Deinem Empfinden.

    Ich denke mal – Du hast es auch schonmal mehr als nur angedeutet – , dass Dir schon mindestens grenzwertig Übles entegenschlug; na: von wem denn?

    Andererseits bin ich mir sicher, dass Du Dir nicht einerseits nur einen sehr guten schlechten Ruf erstritten hast, sondern bei vielen auch einen guten guten.

    (Ich soll Dich übrigens aus Tirol herzlich grüßen, es gibt dort jemand, der Dich wie auch Thomas sehr schätzt.)

    Was erwartest Du, wenn Du in der schönen Schwyz von Züri als dem “Blutgeldmoloch” schreibst, und das nicht nur einmal? Etwa, dass Dir alle Eidgenossen sofort stehende Ovationen dafür geben?

    Kann ich, bei dem, was ich sage, in Deutschland welche erwarten?

    Ich werde ja selbst von Leuten geschnitten bzw. wenigstens nicht gern gesehen bzw. gehört, von denen das Außenstehende wohl kaum erwarteten. Warum?

    Ganz einfach: Ich bin nicht in deren Sinne berechenbar, und ich korrumpiere mich, so gut ich das nur vermag, weder ob irgendwelcher vorgeblicher übergeordneter Ziele, um wie viel weniger irgendwelcher Seilschaften oder etablierter Platzhirsche halber, kurz, ich halte meine blöde Gosch einfach nicht und ordne mich da nicht ein, wo ich nicht hinwill.

    Ich habe ja schon einige “Sozialentwicklungsgespräche” hinter mir.

    Die laufen letztlich, zumindest vom Schema her, immer gleich ab.

    Es gehe ja darum, an einem Strange zu ziehen, nicht so beckmesserisch zu sein, ich solle halt mal im Sinne des Guten über meinen Schatten springen, man bezweifle ja nicht, dass ich was könne (also noch nützlich werden könne, oder, aber, leider, auch recht unnützlich; letzteres sagt man aber nicht), man fuchtelt und seiert.

    Am besten, wenn ich da nicht mitspielen will, was ich nicht tue, wäre ich gar nicht da. Ich bin aber da. Ich kenne die Strukturen, und ich kann selber denken und schreiben. Also stellt man sich – nolens volens – auch wenigstens nicht offen wider mich. Schonmal ein Anfang. Mancher setzt sogar mal einen verstohlenen Link.

    Ich lasse mich nicht vereinnahmen. Ich unterstütze aber sehr wohl, auch im zweiten oder dritten Glied, was ich für richtig halte.

    Im übrigen können die Leute, von denen ich rede, mir geistig wenig, oder nur selten etwas zeigen, sprachlich noch seltener etwas vormachen.

    Suspekt ist diesen Weltverbesserern, das dürftest Du kennen, auch meine sonstige Methodik; nicht nur, dass ich mit jedem rede; ich interessiere mich auch noch für praktisch alles, schweife auch einfach mal da-, mal dorthin.

    Zumal bei mir die Kunst eine ganz andere Rolle spielt. Auch die Sprachwissenschaft.

    Egal. Es geht eben auch so, wie ich das mache.

    Dass ich überdies nicht nur Unfug dahersalbadere, sich nicht nur die Dümmsten hier einfinden, hat sich herumgesprochen.

    Das dürfte bei Dir nicht grundsätzlich anders liegen.

    Hebe Dein Haupt gerade über den Leib.

  5. Dude sagt:

    @Magnus

    Sage Dir vorab erstmal meinen Dank für das Kompliment hinsichtlich schreiberischer Verbesserungen, wobei ein Teil dieses Dankes ja eigentlich Dir Selbst gebührt, denn gewisse Fortschritte im Schreibstil habe ich – nach nunmehr ca. 1 1/2 jährigen regelmässigen Lesens Deiner Artikel – meinem selbstgewählten Philologiementor hier zu verdanken. :-)

    Ich würde Dir gerne ausführlich antworten, doch die Gesamtthematik ist schlicht zu komplex (sonst schreib ich hier bis morgens um sechs *lol*), und in gewissen Teilen auch nicht fürs offene Netz bestimmt, aus verschiedenen Gründen, die ich hier ebensowenig ausführe.

    Talente und Gaben sind vielfältig gestreut, genauso wie Schwächen und Fehler.

    Eine Gabe, die mir mitgegeben, ist definitiv das gekonnte Finger-in-die-Wunde-legen, und dort zu drücken, wo vielen die Wahrnehmung dazu fehlt, dies in einer Art und Weise, dass es rüttelt und chlöpft.

    Vielen schreibe ich viel zu hart, heftig und harrsch, wie mir auch schon öfter nahegelegt wurde (und seltenerweise auch tatsächlich stimmt), was dann genau auch der Grund ist, dass sie mich entweder zu zügeln versuchen, oder einfach abschalten, sich angewidert und beleidigt abwenden; oder beides nacheinander.

    Nicht dass mich das je gross kümmerte, wenn ich um die Wichtigkeit von Dingen, die kaum einer zu sagen wagt, weiss, und sie eben darum erst recht sage, und zwar ohne Blatt vorm Munde.

    Mir ist durchaus auch bewusst, dass die Wenigen genau das erst recht schätzen, weil sie sich um die Wichtigkeit der Themenkomplexe und die Scheu, sie anzubringen, genauso bewusst sind, und selber ihre Fähigkeiten nicht im schreiberischen, sondern in sozialen, künstlerisch bildenden oder anderweitigen Gebieten kultiviert haben.

    Aber ich habe eben – neben dieser und weiteren Fähigkeiten – auch Schwächen.

    Faulheit, Ungeduld und die Unfähigkeit, etwas wirklich zu Ende zu bringen, sind die schlimmsten.

    Dazu kommt dann noch der Fehler des kaputten Gedächtnis, das oftmals komplexe logische Analysen allein schon deshalb verunmöglicht, und wirkliche ganzheitliche, abschliessende und perfekte Essays und Artikel erheblich erschwert, wenn nicht ganz verunmöglicht.

    Perfektionist bin ich hinsichtlich mir selber und den Anforderungen eben auch, und ich bin noch immer nicht sicher, ob dies als Gabe oder Schwäche zu werten ist – ich glaube langsam beides gleichzeitig…

    In PC-Sprache ausgedrückt: Das Bewusstsein (der Anwender / die Intution) ist frei, der Chip und die RAM’s laufen bestens, sind aber aufgrund der völlig marodierten Harddisc oft etwas überfordert, und dazu kommt, dass das Gehäuse auch den ein oder anderen Hick aufweist. ;-)

    Ich könnte – sollte! – eben noch viel mehr machen, und dies noch besser, aber da kommen dann eben die Schwächen ins Spiel.

    Eigentlich will ich mich (schon seit einigen Monaten, aber vorallem seit dem neuen Jahr) an ein grösseres Buchprojekt wagen, doch drücke ich mich – meist durch Ablenkung in der ein oder anderen Form – immer wieder davor, es ernsthaft anzupacken, was eben genau in diesen Fehlern und Schwächen gründet.

    Ich hasse mich dafür!

    Aber ich liebe mich auch dafür, dass ich immer grössten Wert auf die Intution – den Draht zu meinem wahren, göttlichen Selbst jenseits des Quantenrechners – legte und lege, denn wenn ich gute Artikel verfasse, muss sie allein es regeln, weil eben die HD im Arsch ist. ;-)

    Der Chip und die RAM’s sind dann für die Überarbeitung zuständig, weshalb ich so viel Wert auf eine Editierfunktion lege (ich hab den heutigen Text drüben mindestens sieben mal editiert, bis ich ihn so hatte, wie ich ihn haben wollte).

    Immerhin hat das den Vorteil, dass dadurch der Ursprungstext nicht vom Verstand her kommt, und auch nicht in der Emotion gründet, sondern, mit einigen Interferenzen durch die materiellen Dimensionsebenen hinunter, direkt dem göttlichen Selbst entspringt, während die kaputte HD wiederum den Vorteil bringt, dass ich das Ding dann gleich mehrfach mit HirnHerz bedenkenfühlen muss, bevor es fertig ist. :-)

    Ich weiss momentan nicht mehr genau was ich will, für mich, hier im (für mich) Gefängnis der Körperlichkeit.

    Dies ist ein Teil des Schwarzen Lochs. Ein anderer Teil ist der grässliche, neblige und kalte Winter, der mir den ausgiebigen Ausgleich in der Natur mehr oder weniger verunmöglicht (ausser hier in der Region, aber die Wälder kenn ich schon in und auswendig, und ich langweile mich recht schnell, wenn Dinge allzu eintönig werden).

    Jetzt kann ich grad beispielhaft die fehlerhafte HD beschreiben, wenn ich eingestehe, dass ich hier und jetzt, nachdem ich ein bisschen abgeschwiffen bin, keine Ahnung mehr habe, wie genau ich diese Antwort begonnen hatte. Ich sag Dir, das nervt unglaublich.
    Dummerweise kann man das Ding nicht so leicht ersetzen. *lol*

    Immerhin vergesse ich in der mich fast erdrückenden weiter zunehmenden Komplexität der Welt nie das Wesentliche, aber je länger je mehr und je öfter die Details, und – gottlob! – bleibe ich auch immer ich Selbst, lasse mich ebensowenig vereinnahmen oder unterkriegen.

    Zum Glück ist der Blick auf die Details wesentlich weniger eminent, als jener auf’s grosse Ganze und die Strukturen, dessen ich mir ja auch schon als ich den Text auf meinem Profil (klick oben auf Dude ;-) ) schrieb, klariter wie eins bewusst war.

    Aber wo war ich noch gleich?

    Achja, das schwarze Loch.

    Witzigerweise ist der Text ja aus diesem schwarzen Loch heraus entstanden, nachdem ich einige sehr erfreuliche und ermutigend stimmende Kommentare im BGE-Thread auf dem beobachter-Forum gelesen hatte, doch hätte er eigentlich intentional ganz anders werden sollen, hauptsächlich eben aufs schwarze Loch bezogen.

    Das war mir dann aber doch etwas zu persönlich, erschien mehr schädlich als hilfreich in irgendeiner Art, und nachdem ich den Eingangsartikel meines Freundes drüben im MF im “Neue-Welt-Thema” nochmal gelesen hatte, dabei noch mehr positive Inspiration erheischend, übernahmen die Intuition und die flinken Fingerchen den Rest.

    Aber wenn ich nicht in dieser schwarzlochig-zerrissenen Gesinnung gewesen wäre heute Abend, hätte ich den Artikel wohl gar nicht erst begonnen…

    “Spare Dir einfach das Schwarze Loch.”

    Leichter gesagt als getan, denn da bin ich zur Zeit wohl.
    Wenn ich dies nicht eingestehen würde, löge ich.

    Was glaubst Du, wie oft ich mir das schon selber sage?? Es funktioniert manchmal einfach nicht – in letzter Zeit gar des öfteren, weil ich die hiesige Inkarnation im körperlichen Gefängnis je länger, je satter habe… Ich bin’s leid und will unbedingte Freiheit stattdessen, darf, soll und kann den Notausgang aber nicht benützen, um sie zu erreichen, also stecke ich weiter fest.

    Ich musste mich übrigens richtiggehend zwingen, meinem Willen befehlen, den Artikel nicht einseitig pessimistisch, sondern eben auch mit Fokus auf die (mögliche) neue Welt der Liebe und des Lichts, ganzheitlich auszuformulieren.

    Das Problem ist, ich habe den Sinn verloren. Meine ganze materielle Existenz erscheint mir je länger, je sinnloser.

    Mit Nicht-Erfolg hat dies aber keineswegs zu tun, sondern es ist ein tiefes inneres Zerwürfnis.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich vieles, wenn nicht gar fast alles, was mir einst Sinn gab, was ich in endlosen Stunden tiefen Nachdenkens, Studierens und Diskutierens mit Freunden mir an Lebenssinn erarbeitete, vergessen habe (die defekte HD).

    Es kommen noch einige Fragen dazu, die mir Armin gestern gestellt hatte, und die einige Zweifel aufkommen liessen, ob dieser einst gefundene ganzheitliche Sinn wirklich Sinn hat. Ob es Sinn überhaupt gibt.

    Mir zerplatzte fast der Schädel!

    Es ging mir noch nie um persönlichen Erfolg, Gewinn, Anerkennung und Achtung, sondern immer nur um den einen Sinn. Da dieser – oder Teile davon – nun entflohen, zieht es mich ins schwarze Loch.

    “Es ist gar nicht da, außer in Deinem Empfinden.”

    Ich wünschte mir ehrlich sehr, dass Du damit recht hättest, aber hier täuschst Du Dich wahrscheinlich.

    Es geht weit darüber hinaus. Dies hier – wenn auch nicht so kurz wie eigentlich beabsichtigt – ist nur ein kleiner Ausschnitt der tatsächlichen Begebenheiten, bzw. des ganzheitlichen Gesamtbildes der mich begleitenden Dunkelheit des Lochs.

    “Was erwartest Du, wenn Du in der schönen Schwyz von Züri als dem “Blutgeldmoloch” schreibst, und das nicht nur einmal? Etwa, dass Dir alle Eidgenossen sofort stehende Ovationen dafür geben?”

    Diese Frage hängt direkt damit zusammen, was mir zu schaffen macht, denn interessanterweise, treffe ich, wie im Artikel auch angemerkt, in den letzten Wochen und Monaten gehäuft auf Menschen, die eben genau dieses Wettern – über den Blutgeldmoloch und die Verbrechersyndikate der ausbeuterischen Konzernmultis mit Sitz in Zürich, Genf, Zug und Co., Wohnsitz der Teppichetagen pauschalbesteuert in Herrliberg, Rüschlikon, Viznau und Cie., sowie deren Huren in Bern und den Kommunalpolitclowns, wie auch den vielfach gekaufen Dozenten unserer Unis und den durch die Schuldgeldknechtschaftssklaverei korrumpierten Schreiberlinge und Redakteure unsere Schafsmedien ( https://jcx1.wordpress.com/2013/01/03/die-verlogenen-machenschaften-des-schweizer-medienkonzerns-tamedia/ ) – ernst nehmen, oder zumindest zuhören, anstatt davonzulaufen; oftmals Leute, von denen ich dies noch vor einem Jahr niemals erwartet hätte.

    Und dennoch ist da dieser nagende Pessimismus, der mir fortwährend sagt, dass dies nichts sei, oder aber viel viel zuwenig; ein Tropfen, der lange bevor er auf den heissen Stein trifft, schon längst wieder verdampft ist.

    Ich begreiffe das selber nicht, denn eigentlich sollte mir dies erst recht Optimismus geben. Und ebenso sollten so einige positive Rückmeldungen der letzten Zeit gerade erst recht Mut machen.

    Und dennoch locht die Schwärze weiter…

    So bin ich schon so weit, dass ich eine paranoid anmutende Verschwörungstheorie kreiert habe, nämlich dass mich irgendwelche Antimächte und deren Schergen ausfindig gemacht, und die Region um mein W-Lan flächendeckend mit unbekannten und bösartigen elektromagnetischen Psychowaffen bestrahlen.

    Auch wenn ich das selber nicht wirklich glaube, habe ich keine andere Antwort, woher der Pessimismus diesbezüglich kommt. Es gibt ebenfalls keinerlei Sinn, womit wir wieder beim Loch wären…

    Ich habe Dir gegenüber als Dude einen grossen Vorteil, der genauso auch ein Nachteil ist. Die Anonymität, die mich zwar ohne vorsichtige Scheu oder sicherheitshalber Zurückhaltung sagen lässt, was es zu sagen gibt, jedoch die Lesenden oder Zuhörenden mich darob wohl auch nicht ganz so seriös nehmen, wie Dich unter Klarnamen.

    Aber immerhin das weiss ich noch. Die Anonymität macht für mich weiterhin Sinn, und ich bereue meine eiserne Disziplin bezüglich der unbedingten Wahrung dieser nicht eine Sekunde.

    Ich hab zwar jetzt noch nicht durchgelesen, was ich hier geantwortet habe (und mindestens die Hälfte bereits wieder vergessen ^^), aber ich glaube, unter Klarnamen müsste ich fast die Hälfte wieder löschen. ;-)

    Achja, übrigens war mir schon rein intuitiv ganz zu Anfang vor knapp zwei Jahren bekannt, dass wir zwei frappante Ähnlichkeiten in der Seinsart haben, wenngleich doch auch deutliche Unterschiede ausgeprägt sind (was mE. auch gut ist, zumal es erweiternd und inspirierend wirkt).

    So, den les ich jetzt (sicherheitshalber ;-) ) ausnahmsweise doch nochmal durch bevor ich abschicke. :-D

    Liebe Grüsse nach Stuttgart.

    Ps. Herzlichen Gruss zurück ins Tirol @K. :-)
    Pps. Ich freu mich aufs Wochenende!

  6. Dude sagt:

    Ppps. Und da labert der Trottel Anfangs noch von “nicht ausführlich Antworten können”… stimmt aber eigentlich schon, denn ausführlich wär das ganze mindestens dreimal so lang geworden. ;-)

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich werde noch auf Deinen langen Kommentar eingehen, und sei es morgen.

    Gerade weiß ich gar nicht, was masse ist, denn der Google warnt (wenn man über ihn sucht) seit ein paar Stunden massiv vor uns, man könne sich den Rechner beschädigen, wenn man zugreift. (Ich habe sowas bei einer anständigen deutschen Seite, mit korrektem Impressum, noch nie gesehen.)

    Derweil bekomme ich masse Direktzugriffe aus Moskau (im Ernst), aber keine, was wunder, mehr über den Google.

    Wat’n Scheißendreck.

    Nur zur Doku, man weiß ja nie (vielleicht speicherst Du das mal mit ab):

    Konstanz, Baden-W�rttemberg arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    18:31:01 — 1 minute ago

    Stuttgart, Baden-W�rttemberg arrived from unzensiert.zeitgeist-online.de on “Falsch ist richtig. Und richtig ist böse. « Neues aus Hammelburg”.
    18:27:28 — 5 minutes ago

    Rehburg-loccum, Niedersachsen arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    18:13:53 — 18 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Genderfreies Gebiet « Neues aus Hammelburg”.
    17:49:55 — 42 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Schafsmedianten « Neues aus Hammelburg”.
    17:46:07 — 46 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Herman « Neues aus Hammelburg”.
    17:45:46 — 46 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Gedisliked « Neues aus Hammelburg”.
    17:45:38 — 47 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “conspirare.net « Neues aus Hammelburg”.
    17:44:22 — 48 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “68er-Kiffer exkommunistiert « Neues aus Hammelburg”.
    17:43:31 — 49 minutes ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Aphorismen XXI « Neues aus Hammelburg”.
    17:42:18 — 50 minutes ago

    Zurich arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    17:41:35 — 51 minutes ago

    United Kingdom arrived on “Bombardieren ist Aufklärung « Neues aus Hammelburg”.
    17:30:03 — 1 hour 2 mins ago

    Zurich arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    16:46:56 — 1 hour 45 mins ago

    Kitzingen, Bayern arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    16:34:45 — 1 hour 57 mins ago

    Zurich arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    16:12:08 — 2 hours 20 mins ago

    Leinfelden-echterdingen, Baden-W�rttemberg arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    16:07:45 — 2 hours 24 mins ago

    R�thlein, Bayern arrived from pdv-bayern.de on “Matrixprogrammierung 101: Logik zerstören (von Jon Rappoport) « Neues aus Hammelburg”.
    15:55:42 — 2 hours 36 mins ago

    South Bend, Indiana arrived from us.yhs4.search.yahoo.com on “Warum rülpset und furzet ihr nicht? « Neues aus Hammelburg” by searching for warum ruelpset und furzet ihr nicht…..
    15:37:52 — 2 hours 54 mins ago

    K�nigsbach-stein, Baden-W�rttemberg arrived on “Bombardieren ist Aufklärung « Neues aus Hammelburg”.
    15:21:12 — 3 hours 11 mins ago

    Zurich arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    14:57:18 — 3 hours 35 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Plagplag « Neues aus Hammelburg”.
    14:45:38 — 3 hours 47 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Neues aus Hammelburg”.
    14:44:55 — 3 hours 47 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Sprachwissenschaft « Neues aus Hammelburg”.
    14:43:58 — 3 hours 48 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Gottentotten « Neues aus Hammelburg”.
    14:43:39 — 3 hours 49 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Das originellste Impressum der Welt « Neues aus Hammelburg”.
    14:41:30 — 3 hours 51 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Hitler, Hussein, Stalin: Die Totvögler « Neues aus Hammelburg”.
    14:41:05 — 3 hours 51 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Das originellste Impressum der Welt « Neues aus Hammelburg”.
    14:40:39 — 3 hours 52 mins ago

    Moscow, Moscow City arrived on “Beschneidungsdebatte: Vorhäute im Gesicht? « Neues aus Hammelburg”.

  8. Dude sagt:

    @Magnus

    Absolut kein Problem mit der Antwort. Ich brauch – und erwarte – auch keine. Es gibt bestimmt noch Gelegenheit dies nochmal zu erörtern, falls nötig; demnächst.. ;-)

    Den Kommentar von von Leser09 hab ich gesehen, wie auch die vielen russischen (es gab heute am frühen Nachmittag übrigens schon mal einen russischen Schwall, und vor einigen Monaten hab ich was ähnliches von einem US-Server gesehen) Zugriffe.

    Existiert das Schadsoftware-Warnung-Problem auch, wenn man per startpage.com kommt? Ich verwende ja google schon lange nicht mehr, ja hab gar einen manuellen URL-Block *google* in der Antivirensoftware eingerichtet, da ich mit dieser Krake nichts, aber auch gar nichts am Hut haben will; Facebook und ein paar andere Dito.

    Mein Avira – der mir des öfteren Warnungen gibt – hat hier jedoch noch nie angezeigt.

    Vielleicht weiss ja Thomas, der ja in diesem Bereich ziemlich gut Bescheid wissen müsste, mehr dazu?

    Liebe Grüsse vom Dude

  9. Dude sagt:

    Eigentlich wollte ich ja diesen Kommentar hier:
    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/01/22/ums-eck-am-schnellsten-ins-ziel/comment-page-1/#comment-126234
    …noch ausführlich beantworten, aber bin irgendwie nicht mehr dazu gekommen.

    Der hätte sowieso einen eigenen Artikel verdient, wie ich meine, vielleicht kann ich’s dann mal noch nachholen. :-)

    Ps. Und apropos lästigen Schmierenkomödien und Affentheater von zur Verblödung studierten Vollidioten.
    Schau mal im MF drüben den Thread “Wehret den Anfängen” an (insbesondere Alex’s Kommentare da; er ist übrigens Jus-Student ;-) ).

  10. Haschmechs Geist sagt:

    @ Magnus

    “Dass ich ein “Sonnwendfestfetischist” sei, bestreite ich wiederum.”

    Genau das würde mir ein Christ auch als Antwort geben. Schon komisch, wie sich die Anworten von gläubigen und ungläubigen Menschen aufs im Kreis geschlängelte Haar gleichen. Du sagst zu eurem Hauptfest nur Julfest und die Christen Weihnachtsfest. Sogar der Baum im Zimmer bleibt dabei der gleiche, wenn nicht sogar derselbe, denn dieser geschmückte Baum steht symbolisch für die Sonne.

    “Ansonsten will ich davor warnen, es mit der Vermengung von Etymologien verschiedener Sprachen (unterschiedlicher Sprachfamilien gar), unterschiedlicher Symbol-, Laut- und Schriftsysteme zu weit zu treiben.”

    Es mag scheinbar unterschiedliche Sprachsysteme geben, doch alle Sprachen dieser Welt fußen ursprünglich auf dem Phönikischen Konsonantenalphabet und dem ersten Ägyptischen Alphabet. Selbst die Germanische Sprache ist im weiteren nur eine Fortführung davon. Die Runen fußen auf der Keilschrift der alten Sumerer, aus deren Gebiet, dem alten Babylon, auch die Phönizier kamen. Die Germanische Sprache ist also im Grunde keine eigene Sprachfamilie, sie ist nur ein Auswuchs aus der Ursprache, wie sie in Babylon beheimatet war.

    Der Gott der alten Babylonier war die Sonne. Kein Wunder also, dass heute alle Religionen noch auf die eine oder andere Weise das Sonnenrad, es wurde sogar von denen damals Sonnenwagen oder Sonnenschiff genannt, in ihren jeweiligen Emblemen verarbeitet haben. Siehe hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Religion

    Wer mal nach “Sonnenrad” googlelt, der kommt schnell zu den germanischen Runen. Was meinst du wohl Magnus, warum die Runen so verpönt sind? Weil es von da nicht weit zu den Nazis ist und die Nazis haben ihren Ursprung wiederum auch im alten Babylon.

    Denn wo kommen die Germanen eigentlich ursprünglich her und warum konnte es Hitler so gut mit den Japanern?

    Der dritte Sohn von Noah hieß Japhet.

    1.Mose 10:2 Die Söhne Japhets waren: Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Mesech und Tiras.

    Bei der großen Völkerwanderung kam ein Teil davon sogar bis an den Rhein und ein anderer Teil bis nach Asien. Das mit der Zeit eine große Völkervermischung stattfand, ist klar. Jedenfalls sind wir Deutsche heute eher mit den Indern verwandt, als wir das für möglich halten würden. Die Inder hängen sehr an ihrem Sonnenrad, das sie immer noch als ihren Hauptgott verehren. Ebenso tun es die Deutschen infolge ihrer christlichen Orientierung, nur dass sie als Symbol dafür ein Kreuz haben oder was die “Germanen” unter uns angeht, die “Ungläubigen”, die es Weltenbaum nennen und den mit ihrem Julfest feiern.

    “Die Sonne, der Sonnenwagen fährt tagsüber am Himmel entlang und nachts durch die Unterwelt.” Während eines Jahres fährt dieser Sonnenwagen von der Erde weiter weg und zur Sonnenwende, also dem Umkehrpunkt am 21. Dezember, gehts dann wieder zurück und der alte Germane freut sich auf den kommenden Frühling.

    Ist auch alles nicht so schlimm, schlimm ist nur dabei, dass die Menschen die Sonne als ihren Gott verehren. Sie wagen es auch nicht, ihr bzw. ihm ins Auge zu blicken, weil davon, so haben sie gesagt bekommen, würde man blind werden. Andererseits sollte man sich mal fragen, ob das wirklich stimmt. Ich habe schon mehrmals längere Zeit in die Sonne geblickt und nachher kam es mir sogar so vor, dass ich besser sehen konnte. Außerdem sah es für mich so aus, während ich längere Zeit die Sonne anblickte, als ob sich die Sonnenscheibe wie eine Spirale (wie eine Galaxie) drehte und zwar nach rechts. Jedenfalls ist es ein komisches Phänomen, dass keinem auffallen kann, wenn er es nicht selbst mal ausprobiert.

    “solare Bedeutungen (die natürlich in allen Sprachen zu finden, außer vielleicht bei jenen von Unterirdischen, wo sie nach zehntausend Jahren in der Hohlerde womöglich ausgestorben;”

    Vielleicht wurde die anderen Menschen, die nicht aus Babylon stammen und in ihren Höhlen hausten, ja auch von den ach so intelligent erscheinenden und sich selbst zur höheren Rasse erklärenden Übermenschen aus Babylon aufgefressen. So nähmlich bekommt die Geschichte von Adam und Eva eine ganz andere Bedeutung. Die Frucht von der es immer schon verboten war zu essen, vom Baum, den man den Baum der Erkenntnis (bzw. den Baum des Lebens, was auch symbolisch auf die Frau bezogen sein könnte) nennt, womit also auch der Mensch gemeint sein könnte, davon aßen sie dann doch. Das wäre dann nur die Geschichte “Die Zeitmaschine” von H.G.Wells rückwärts gespult. Heute noch lieben es die meisten Menschen Fleisch zu essen, wenn auch das Fleisch von Tieren. Hauptsache aber, es hat geblutet und gelebt, was man da ißt.

    Und die Vegetarier sind jene Menschen, in deren DNA noch verankert ist, dass sie einst zu den aus dem Geist geboren Menschen gehört haben, die auch nichts von Sonnenanbetung halten. Aus dem alten Babylon fanden sich noch sogenannte Rollsiegel, auf denen zu sehen ist, dass Menschen Tiere mit menschlichen Köpfen an Ketten halten. Es wird vermutet, dass die damals Menschen mit Tieren versucht haben zu kreuzen. Das halte ich für Unsinn. Ich denke eher, dass man diese Darstellung früher benutzt hat, um Sklaven darzustellen oder sogar dafür, um das Essen für die Elitemenschen bildlich darzustellen, was dann einfach aus Menschenfleisch bestand.

    Wenn Menschenfleisch zu essen nicht immer noch als die größte Sünde betrachtet wird, auch heute noch, dann würde ich auch sagen, dass meine Theorie Qautsch ist. Aber ich vermute, dass genau das mit der Ursünde gemeint ist. Wohin verschwinden auch heute noch z.B. alleine 10000 Kinder in ganz Europa spurlos? Ich vermute, dass da immer noch einige “Elitemenschen” einen bestimmten Hunger stillen wollen. So gesehen, bekommen auch der Vampirmythos eine ganz andere Bedeutung.

    Warum hielten sich die Christen früher so gerne in Katakomben auf? Weshalb kam so ein Hass auf nach außen hin vollkommen harmlose Menschen, die doch noch die andere Wange hinhalten, wenn sie auf die eine geschlagen werden? Oder auch, als im jüdischen Krieg im Jahre 70 n. Chr. Jerusalem von den Römern eingekesselt worden war, da sollen sogar Frauen ihre eigene Leibesfrucht, also ihre Kinder vor lauter Hunger gekocht und gegessen haben. Darüber gibt es alte Berichte. In der Not,so kann man sagen, wird möglicherweise auch der edelste Mensch wieder zu einem Tier; und sogar zu noch etwas schlimmeren, nämlich wieder zu einem Menschenfresser. Das Bild von der Hölle mit dem Flammen und den brennenden Menschenleibern, bekommt so auch eine ganz andere Bedeutung. Das ist vielleicht dann auch der wahre Satanismus – Blut zu trinken und Menschfleisch zu essen. Und es gibt schließlich heute noch Urvölker, die der Meinung sind, dass wenn die die Asche ihrer Toten oder deren Fleisch essen, sie deren Weisheit mit in sich aufnehmen. Verarbeitet wurde dieses Thema z.B. auch vor kurzem erst in den Spielfilmen “District 9″ und “Prometheus”. Und was bedeutet z.B. so etwas genau, was so dem Inhalt nach in der Bibel steht? Das Büchlein, im Munde war es wie Honig, aber im Magen verursachte es Bitterkeit (siehe Offenbarung 10:9-10).

    “Mir scheint, Du suchst Dein Heil in einer Abkehr von der Natur.

    Ob das geistreich ist?”

    Ich denke ja. Oder bist du vielleicht der Meinung, dass du die Natur mitnehmen kannst, wenn du einmal von dieser Welt gehen wirst? Die Natur ist vergänglich – dem Geist aber gehört die Ewigkeit. Nietzsche, z.B. ließ nicht umsonst etwas von seinem Geist auf dieser Welt hier zurück. Aber wer kapiert schon, was so einer aufgeschrieben hat? Oder auch ein H.G. Wells?

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Haschmechs Geist

    Was die Menschenfresserei anlangt, so magst Du teilweise recht haben. (Dass die Inder uns als Indogermanen verwandt allerdings, ist längst bekannt.)

    Woher Du das mit dem phönikischen Alphabet als allen Sprachen zugrundeliegend nimmst, erschließt sich mir indes nicht.

    Und noch einmal: Ich bete gar keinen Gott an, auch nicht die Sonne.

    Unter den 24 Runen des alten, gemeingermanischen Futharks finden sich auch Sowilo (Sonne) und Geba (Gabe, Form eines Kreuzes); diese sind nicht wichtiger oder unwichtiger als alle anderen.

    Du kannst also noch hundertmal behaupten, ich betete die Sonne an, nur weil ich das Ritual mit dem Weihnachtsbaum schön finde: Es trifft nicht zu.

    Ich gebe auch Leuten die Hand, proste mit dem Glase zu, sage “Grüß Gott!” (wenn ich nicht gerade in Norddeutschland bin, wo ich “Guten Tag” sage), verspeise, ja, in der Tat, ich Schuft, zu Ostern auch gerne einen Lammbraten.

    Gestern habe ich sogar Schweineschinken in mich hineingefressen, ich Unreiner. Kinder aber, da kannst Du beruhigt sein, stehen nicht auf meinem Speiseplan.

    Dass Satanisten übelste Rituale abziehen, bis hin zur Menschenfresserei, ist eine traurige, bekannte Tatsache. Und es ist in der Tat merkwürdig, dass man diesen Abschaum der Menschheit nicht konsequent ausräuchert, im Gegenteil, dass er so ungestört sein Unwesen treiben kann.

    Das gibt auch mir schon lange zu denken. Ein paar Wahnsinnige jeder Sorte mag es immer geben. Die aber sind verdammt gut organisiert und gedeckt. Keiner scheint sich da ranzutrauen. Wer es doch wagt, lebt meist nicht mehr lange oder kommt in die Psychiatrie. Allein der Fall Dutroux in Belgien spricht dazu Bände.

    Insofern nehme ich sehr wohl ernst, was Du sagst. Alle diese Leute gehören lebenslang auf den Biobauernhof. Mit anschließender Sicherheitsverwahrung daselbst.

    Hier wird zweifellos die schwärzest denkbare Schwarze Magie betrieben. Da sind Ritualmörder unterwegs. Nicht wenige. Sehr einflussreiche Leute (um das Mindeste zu sagen).

    Und: Jeder, der etwas weiß, weiß das. Es ist bekannt. Und es geschieht doch nichts. Grauenhaft.

    Auf ewig wird aber auch das nicht halten. Irgendwann ist Ende im Gelände auch für jene bislang Unsäglichen. Da wird manches offenbar werden.

    Ich arbeite denen aber nicht zu, wenn ich Weihnachten feiere. Ich denke noch nicht einmal (außerdem wäre das unerheblich), dass jene perversen Schwerstverbrecher die Sonne anbeten. Sie beten das Böse an, hiemit nicht die Sonne. Denn die ist nicht das Böse.

    Es mag auch ohne weiteres sein, dass sie nicht “das Böse” sondern “den Bösen” anbeten. Also ein real imaginiertes oder gar tatsächlich reales Wesen. Selbst dafür spricht manches.

    So oder so: Es wird ihnen an den Kragen gehen.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Noch zur Natur.

    Ich bin hier ein Teil der Natur. Also versuche ich sie, wie eben mich selbst auch, zu lieben, so gut ich’s vermag.

    Und: Wer sagt denn, dass ich nicht einen Teil von ihr, im Sinne der Erinnerung zuwenigst, mitnehme, wenn dereinst mein Stündlein schlägt? (Mal vorausgesetzt, dass dann noch irgendetwas von mir nicht nur hierbliebe, sondern noch irgendwohin ginge).

  13. Lisa.M sagt:

    Ist es eigentlich zu spät, um gute Wünsche zum Neuen Jahr zu äußern? Egal, für gute Wünsche ist es nie zu spät. Ich wünsche Euch allen Erkenntnisse und deren Folgen bis zum Abwinken…

    Also zur Logik… Gewöhnlich wird Logik als etwas Objektives begriffen, das quasi vom Menschen unabhängig existiert und allgemein gültig ist. Aber das ist nicht der Fall. Es könnte eine “höhere Logik” geben, welche die Ursache aller Manifestationen als aus dem Bewusstsein entspringend erkennt, also aus dem Menschen selber, aber das wird im allgemeinen nicht als Logik bezeichnet.

    Die “kleine Logik”, die in dem Artikel angesprochen wird, ist keinesfalls zerstört oder gar tot. Sie hat sich auch nicht verändert. Was sich verändert hat, sind die Glaubenssätze, die immer mit ihrer eigenen Logik ausgestattet sind, sonst könnten sie gar nicht wahr genommen werden. Es ist eine Art Hypnose und wenn ein Hypnotisierter eine Zitrone isst, sie aber für einen Apfel hält, dann findet er das total logisch..

    Was zerstört werden soll, ist die Vernunft, der Verstand und auch die Gefühle, die eigentlich sehr verläßlich ausdrücken, was gut und richtig ist. Mit diesen menschlichen Fähigkeiten könnte man die Mechanismen des Bewusstseins, u.a. die Glaubenssätze, erkennen. Die permanente Propaganda, welche genau auf die Umwandlung der Glaubenssätze zielt, hat und hatte beträchtlichen Erfolg. Sehr viele Glaubenssätze der Menschen wurden ins Gegenteil verkehrt. Der bekannteste ist wohl “Krieg ist Frieden” aus 1984, die heutigen “Friedensmissionen” oder “Demokratisierungen”.

    Das erstaunliche ist, dass diese Propaganda – diese Kulturrevolution – so reibungslos über die Bühne geht, gerade bei den sogenannten gebildeten Menschen. Oder liegt es daran, dass die Medien nur Beiträge veröffentlichen, welche dem gewünschten Weltbild – eine dumme und vulgäre Menschheit, um die sich der Staat kümmern muss – entsprechen, was ja in dem Artikel auch angeführt wird.

    Aber, wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht. Noch hat es sich nicht gebündelt und die “Lichtarbeiter” im Internet und anderswo – und dazu zähle ich alle, die selbstständig denken – wissen noch nicht genau, wie sie ihr Wissen anbringen können (da fällt man gerne mal in ein “Schwarzes Loch” -)). Meine Methode ist, mich auf mich selbst, den Augenblick und das “Was” zu konzentrieren. Das rückt die Ereignisse wieder ins rechte Licht…

  14. Lisa.M sagt:

    “Ich bin hier ein Teil der Natur. Also versuche ich sie, wie eben mich selbst auch, zu lieben, so gut ich’s vermag.”

    La nature, c’est moi!

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    “Das erstaunliche ist, dass diese Propaganda – diese Kulturrevolution – so reibungslos über die Bühne geht, gerade bei den sogenannten gebildeten Menschen.”

    Das ist es, wovor ich immer wieder beinahe fassungslos stehe (ich ergänze noch um jene, die gemeinhin für intelligent gehalten werden).

    Ich sehe da eigentlich nur zwei Erklärungsansätze.

    Verknappt gesagt, entweder es gehen fast nur noch die Dummen auf weiterführende Schulen, lesen Weltliteratur, gehen in Museen und Theater usw., oder aber die meisten werden immer dümmer, je länger und intensiver sie sich dem heutigen Bildungswesen aussetzen. (Beides mag sich noch potenzieren.)

    Die Dummstudierten sind in der Tat überall.

    Natürlich lockt man sie auch; sie bekommen Posten und Gelder, gehören zu den Guten, haben die die Oberhoheit über Begriffe wie Toleranz, Solidarität, Friedenseinsätze des Militärs usw.

    Sie gehören zu den Guten, und es geht ihnen gut. Falsch ist richtig, und richtig ist böse.

    Der Mechanismus ist also vom Grunde her nicht sonderlich kompliziert; frappierend aber doch, wie reibungslos er insgesamt funktioniert; ihre Glaubenssätze sind so fest gefügt, dass das, was Du die “kleine Logik” nennst, ihre Kreise kaum noch zu stören vermag.

    Der eine wählt dann die FDP – als das kleinere Übel – , wenigstens nicht die Grünen, der andere die Sozen, also wenigstens nicht die Schwarzen, usw. usf.

    Vielen Leuten stinkt vieles allerdings schon gewaltig. Hier aber greift die Hoffnungslosigkeit (nicht jene bewusste, über die wir schon debattierten), der Glaube an die eigene Impotenz und Hilflosigkeit. Und man bekommt natürlich auch sehr schnell zu spüren, was der Rest davon hält, wenn man aufmuckt.

    Andererseits wächst, zwar bislang überwiegend im stillen Kämmerlein oder im kleinen Kreise, bei vielen die Erkenntnis der beschriebenen Vorgänge und falschen Begriffsbesatzungen auch.

    Dass wir noch so wenig greifbare Veränderung sehen, liegt nicht nur daran, sondern auch an der Tatsache, dass ein weiterer, mit der Mut- und Hilflosigkeit direkt verknüpfter Faktor gewichtig greift: der Glaube daran, nur in einer Gruppe stark sein zu können.

    Spätestens wenn dann die dritte Hoffnungsträgergruppe – alsbald, ab einer gewissen ernstzunehmenden Größe, unterwandert, korrumpiert und zerseppelt – , der man sich angeschlossen, im Sinne eigener Ziele scheitert (aktuell bilden die Piraten ein leuchtend dusteres Beispiel dafür), tritt (wenn einer sich nicht mitkorrumpieren und zerseppeln lässt) auch dahingehend die Enttäuschung ein, Rückzug folgt.

    Du setztest hier klar das Konzept der individuellen Selbstermächtigung dawider; ich stimme Dir da auch weitgehend zu, aber nicht ganz.

    Man kann nämlich – sehr wohl auf dieser fußend, wie auch sonst! – durchaus freie Netzwerke bilden, die, da organisatorisch nicht fest gefügt, weder einfach unterwandert noch zerschlagen werden können.

    Wenn man so will, man darin Fortschritte erzielt, bilden diese eine natürliche Extension der individuellen Selbstermächtigung, gründend auf Freiwilligkeit und Gegenseitigkeit.

    (Ich will damit nicht sagen, dass Du dies ausgeschlossen hättest; immerhin hast Du Dich ja hier – ich weiß nicht, wo sonst noch – immer wieder konstruktiv eingebracht, und dies wohl kaum bloß aus Langeweile. Damit hast Du die Gedanken von zuwenigst einigen Leuten geschärft und vorangebracht. Ich teilwiderspreche – besser: wende ein – also nur in dem Sinne, dass dieser Faktor entlang Deiner Äußerungen wohl für manchen noch nicht hinreichend deutlich wurde. Vielleicht bin ich aber der einzige, der dahingehend etwas auf der Leitung stand/steht. Oder aber, Du siehst es hierzu tatsächlich ziemlich anders, zuwenigst in der Gewichtung.)

    Ja: Für gute Wünsche ist es nie zu spät.

    Meine entsprechend für Dich.

    (Aus Gründen, die einerseits offensichtlich sind, andererseits aber auch nicht, freue ich mich noch einen ganzen Tick mehr – ein Tick? – , wenn eine Frau gerne tief und genau denkt, auch andere der daraus erwachsenden Früchte teilhaftig werden lässt, denn wenn dies bei Männern der Fall. Ich weiß natürlich, dass man das als in einer Beschränkung gegründet, gar als eine Art der hinterlistigen Diskriminierung ansehen kann…

    Darüber werde ich wohl mal noch einen eigenen Beitrag verfassen müssen. Äh, ich werde mich zum Wollen und Machen tragen.)

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    “La nature, c’est moi!”

    Wunderbarer Satz.

    Ich habe gerade mal die Suchmaschine gefragt, ob der von Dir denn irgendwo entlehnt worden sei.

    Sieht nicht so aus.

    Gratulation!

    (Ich sage jetzt erstmal nichts zu dem, was Du im anderen Strang (http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/01/28/christen-und-moslems-sind-subjuden/#comment-134328) zum Thema Reue, Scham, Schuld, Vergangenheit gegenüber Thomas/Dude einwandtest. Das ist keineswegs an mir vorbeigegangen; doch möchte ich ihnen zur Antwort einstweilen den Vortritt lassen.)

  17. ...Lisa... sagt:

    Du setztest hier klar das Konzept der individuellen Selbstermächtigung dawider; ich stimme Dir da auch weitgehend zu, aber nicht ganz. MG

    Ein Individuum kann und wird mit Anderen Kooperationen eingehen, aber im Gegensatz zum Schlachtruf “Wir” ist es ein bewusster, angstfreier Akt. Diese Netzwerke sind so etwas wie eine “Versammlung der Heiligen”.

    La nature c’est moi habe ich von dem berühmten L’état c’est moi Louis XIV) abgeleitet. Auch das stimmt….

    (Die Kommentare werden nur manchmal angenommen. Deshalb die Namensänderungen)

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Woher die Probleme mit der Kommentarannahme kommen, weiß ich nicht.

    Aber ich wusste natürlich, woran sich der Spruch anlehnt.

    Diese wunderbar einfache Findung passt zu allem, was ich bislang von Deiner Philosophie weiß, selbst erst recht noch wegen der feinen Ironie, die eben deshalb darinnen.

    Nicht nur deshalb, sondern auch ob des feinen französischen Klangs, habe ich den Satz noch einmal eigens eingestellt.

    Und natürlich zumal, weil sich Bejahung des Lebens als Bejahung des Selbst, Lebensfreude, im Ganzen bei sich sein, vollgültige Annahme des eigenen Daseins in dieser Welt, in fünf Silben schwerlich unmittelbarer oder besser ausdrücken lässt.

    Also einfach wie fröhlich wie schön.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    “Versammlung der Heiligen”

    Ich will Dir dazu rein inhaltlich nicht widersprechen, denn es ist im eigentlichen, ursprünglichen Sinne zweifellos etwas Heiliges daran, wenn Menschen sich bewusst und angstfrei verbinden. Es gehört wohl gar zum Heiligsten, was wir vermögen.

    Nein, keine Kritik daran. Ich denke, dass ich das ganz richtig verstehe.

    Indes pflege ich mich vor dem, was man gemeinhin übertriebenes Pathos nennt, hiemit der Erwähnung von Heiligem, normalerweise aus guten Gründen zu hüten.

    Allerdings mag das auch feige sein; ich erwähnte des Zarathustra, wo von Heiligem durchaus die Rede, ohne dass dies noch lächerlich zu machen oder ins Reich der religiösen Schwurbelei zu verweisen oder gar in den Schmutz zu treten; also sollte ich vielleicht auch einmal meine dahingehende Zagheit ablegen.

    Ja, es ist ein Heiliges, wenn Menschen, ohne ihr Eigenes aufzugeben oder irgend einzubüßen, ihr Jeweiliges angstfrei zusammenführen und auch wieder voneinander gehen, ohne Zwang zur Konformität.

    So kann inneres und äußeres Wachstum zusammenfinden.

    Worauf auch sonst sollten Freundschaft und Liebe gründen?

    Dumme Frage. Ich schwatze.

    Wiederum, auch um wieder ein bisschen “runterzukommen”, sehe ich indes nach dem vergangenen Wochenende, alsda vier sehr unterschiedliche (männliche) Charaktere erstmalig zusammenkamen, und damit komme ich zum Urausgangspunkt der “kleinen Logik” zurück, wie wichtig klare Begriffe sind; wir wandten durchaus nicht wenig Zeit dafür auf, selbst noch, als des Bieres und des Weines wahrlich nicht mehr geschont worden war.

    Das ist natürlich nicht alles, darf ebensowenig zum Fetisch werden, alswie sonst etwas; man kann auch verstehen, wie einer gerade etwas gemeint hat; und man wird, wo man liebt, nicht böse daran tun, wenn es nicht eben exakt ausgedrückt war; wo man aber Dinge nach außen trägt, sich mit dem Gedanken trägt, solches zu tun, kann man darin kaum sorgfältig genug sein.

    Wo dann Gedanken richtig mit den entsprechenden Begriffen verbunden, die Ausführung der Rede dazu in Harmonie gebracht, mögen wohl auch jene angerührt werden, zu hören anfangen, denen die Ohren ansonsten reichlich verklebt.

    Du weißt das; ich habe diesen letzten Teil daher eher für andere geschrieben.

  20. Dude sagt:

    “Dumme Frage. Ich schwatze.”

    Du schwätzt?? Mannomann, kann man so dumm sein, wie ich gerade besoffen???

    Wenn das Schwatzen ist, heiss ich Liz Mohn!

    Also echt jetzt… was vom besten, das Du je geschrieben hast, und vorallem tunlichst darauf bedacht, was Du mir Selbst so dringlich geraten, und was wirklich eminent.

    Wieso also hier unten?

    Der hätte eigentlich einen eigenen Artikel verdient!

    “…mögen wohl auch jene angerührt werden, zu hören anfangen, denen die Ohren ansonsten reichlich verklebt.”

    Leider ist es bei manchen so (wurde mir heute zugetragen), dass manche derer – da mit viel zu viel allen bekannten Geseiers dauerbombardiert -, dass es ihnen in rechtem, echten, klaren und korrekten Stile viel zu hoch wird, und sie dadurch entweder einfach in Ignorierung verfallen, oder sich in der Überladung, einfach in Abwehrhaltung begeben.

    Aber es gibt die Wenigen! Und sie werden mehr.

    (Leider wird auch das gezielt produzierte Chaos in der Welt mehr, und dies ziemlich rapide…)

  21. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Zunächst danke des Zuspruchs.

    Es kommen immer wieder Dinge auf hier, das sehe ich ja selbst so – ich freue mich jedoch dessen, was sonst? – , die einen eigenen Beitrag wert wären bzw. sind.

    Indes: Sollte es so sein, dass man hier schon in Kommentaren mitunter findet, was eigentlich nach oben, nach vorn gerückt gehörte, so mag die Seite vergleichsweis nicht so schlecht sein.

    Wenn mir im Diskussionsstrange etwas Beachtenswertes einfällt, so liegt es doch stets daran, dass Leute wie Du oder Lisa mich dahingehend fordern, inspirieren; es kommentieren hier ja wenige; die aber spinnen den Faden für mich immer wieder weiter.

    Hier mag es sich eben auch lohnen, jenseits interessanter Links, Kommentare zu lesen. Das ist zumindest selten.

    Ich bin froh darum, sehr dankbar dafür, dass hier diesbezüglich ein Niveau herangewachsen ist (das sage ich jetzt ganz unbescheiden), das nicht nur mir Anregung gibt und Freude bereitet, sondern auch anderen wirklich interessierten Lesern sicherlich etwas zu geben vermag.

    Lieber ein paar ernsthafte, gescheite Leute und deren Beiträge, als masse Geblubber.

  22. Lisa sagt:

    Heilig ist ja zuerst einmal das Heile, das Ganze und ein Individuum ist das Ganze, das Ungeteilte. Das ist eigentlich kein Pathos, sondern die Funktionsweise des Bewusstseins.

    Manche Begriffe kann und sollte man einfach zrückerobern. Die Kirchen verwenden diesen Begriff, außer für das Göttliche, auch für die sogenannten Heiligen, die in der Mehrzahl eine Opferrolle erfüllten und das bis zum bitteren Märtyrertod. Diese Gruppe nennt die Kirche dann “die Versammlung der Heiligen”. Viele Begriffe sind in Kirchen gerade so verzerrt dargestellt, dass sie die Menschen ansprechen, aber nicht die wahre Bedeutung erkennen lassen. So gibt es in der katholischen Messe eine Stelle, in der der Priester sagt “Erhebet die Herzen”, eine sehr schöne Aussage auf welche die Gemeine gewöhnlich etwas tranig mit “Wir haben sie beim Herrn” antwortet. Diese Projektion auf “den Herrn” in die Verzerrung.

    Was mir im Zusammenhang mit heilig auch gut gefällt, ist “der Duft der Heiligkeit”. Dieser Duft wurde gewissen Kirchenheiligen zugesprochen, die laut Zeugenaussagen nach Rosen und ähnlichem dufteten. Das ist durchaus möglich, wenn ein Mensch angstfrei seine Vorlieben lebt. Nur Angst stinkt und das erklärt vielleicht auch die Rolle der Deos und der unzähligen Parfums…

  23. Lisa sagt:

    “Das Problem ist, ich habe den Sinn verloren. Meine ganze materielle Existenz erscheint mir je länger, je sinnloser.” Dude

    Ist das nicht eine “natürliche” Folge der Umwertung aller Werte? Die Zeit zwischen dem “alten Sinn” und dem “neuen Sinn” ist ziemlich unangenehm, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Aber man darf auch nie das Licht am Ende des Tunnels (oder des schwarzen Lochs) sehen. Und wenn man dann früher oder später einen “neuen Sinn” postuliert hat – und das kann man nur selber tun, wird es auch wieder heller.

    Allerdings halte ich es für kontraproduktiv, in so einer Situation zu viel auf “das Außen” zu schauen und das, was man dort sieht, zu verdammen. Damit übernimmt man genau die Schwingungen, die man nicht will. Besser ist, bei sich zu bleiben und das Unerfreuliche erst wieder zu betrachten, wenn man es einigermaßen neutral sehen kann.

    Übrigens denke ich, dass man nicht “materielle Existenz” ist, sondern einfach Existenz. Die Existenz kann man nicht spalten. Auch Außen und Innen sind nicht getrennt. Das Außen spiegelt die inneren Zustände und anstatt auf das unschön Manifestierte zu starren ist es sinnvoller, sich neue Geschichten zu erzählen. Das ist auch im schwärzesten Loch möglich. Wenn man es will…

  24. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich schrieb gerade an einem antifeministischen Stück, sah dabei einen, Deinen ersten neuen Kommentar hereinkommen. Lach und Freud’!

    Ja: “Manche Begriffe kann und sollte man einfach zurückerobern.”

    Wie ich es allerdings anstellen solle, was mir noch fehlt, dereinst nach Rosen zu duften, das habe ich noch nicht raus.

    Ich rieche, unter uns gesagt, eher immer noch nach Bock, auch Knoblauch und Wein.

    Mag aber sein, ich weiß es nicht, dass meine zunehmende Vergeistigung wenigstens schon ein bisschen Rosmarin und Kümmel (ersteren mag ich besonders am Fleische, letzteren an den Bratkartoffeln) mit hereinbringt.

    Gut, Frühspaß beiseite.

    Ich weiß, was Du meinst. Angst stinkt wirklich. Und zwar unerträglich.

    Die Alten sprachen da noch von der “Säftemischung”. Und sie hatten damit recht.

    Ich bin, obschon Gourmet, leidenschaftlicher Koch, olfaktorisch nicht in dem Sinne übermäßig empfindlich, dass ich ob eines Schweißgeruchs gleich die Vollkrise bekäme; wo aber die Angst auszudünsten beginnt, hört auch bei mir der Spaß auf.

    Der Leib riecht da nach Fäulnis; nicht gleich einem gelegentlichen Furze drei Stunden nach dem Bohnensalat; es ist etwas anderes.

    Meist hat es, was wunder, etwas säuerlich Stechendes an sich.

    O weh!

    So frühe schon derart Ekles, Schlimmes, Heikles!

    Ich glaube, ich stelle den antifeministischen Text erstmal zurück; denn der erinnert mich zu sehr daran, hat zu viele Züge dessen; befleißige mich also heute späterhin zumindest zunächst lieber noch dahingehend, mir irgendein Schönes einfallen zu lassen und ins Weltduftnetz zu stellen.

    Vielleicht kann ich mich hernach ja gar selber besser riechen.

  25. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Du schreibst:

    “Übrigens denke ich, dass man nicht “materielle Existenz” ist, sondern einfach Existenz. Die Existenz kann man nicht spalten. Auch Außen und Innen sind nicht getrennt. Das Außen spiegelt die inneren Zustände und anstatt auf das unschön Manifestierte zu starren ist es sinnvoller, sich neue Geschichten zu erzählen. Das ist auch im schwärzesten Loch möglich. Wenn man es will…”

    Mit allem einverstanden, außer einem.

    Nämlich, so absolut, dass das Außen die inneren Zustände spiegele.

    Das tut es einerseits sehr wohl. Aber – was das anlangt, sind wir immer wieder nicht ganz eins – : Man ist, bei aller Selbstermächtigung, nicht allein auf der Welt, kann sich diese nicht einfach machen, als wie sie einem gefällt.

    Zwar gefällt mir Dein dahingehender Ansatz im Sinne einer fruchtbaren Provokation; er ist aber auch nicht nur gefährlich, sondern verlässt überdies das Reale.

    Ich will Dich nicht stoppen. Aber da muss ich mich dessen unterfangen.

    Allein schon, weil ich Dir alles Beste wünsche.

    Und damit eben nicht, ein überichzentristisches Weltbild zu kultivieren.

    Es gibt andere Iche, die nicht nur aus Deiner Außenspiegelung und Wahrnehmung stammen: wenigstens mal meins.

    Ich will damit nur sagen: Maß halten. Übertreibe auch nicht im Guten.

    Deine Philosophie (du magst gemerkt haben, dass es da, trotz allem, keinen Frauenbonus bei mir gibt) hat mich mehrfach tief beeindruckt und zum Denken gebracht (wie als ob ich nie gedacht hätte, kleiner Scherz nur, doch ja!); es geht aber nicht nur das Sichindenmittelpunktderweltstellen.

    Es geht nicht alles von einem selber aus. Die anderen sind nicht nur Projektion. Ich denke nicht das, nur, was Du siehst, sehen willst.

    Nur einen Schritt weiter, einen Schritt gereifter, und ich sehe eine wahrlich Weise. So aber noch nicht.

    Ich verstehe Deine Haltung, Deine Gedanken schlugen bei mir von Anfang an tief ein. Eilf Grad zurückgedreht, und Dein Kompass stimmt.

    Liebe.

  26. Lisa sagt:

    “Es geht nicht alles von einem selber aus. Die anderen sind nicht nur Projektion. Ich denke nicht das, nur, was Du siehst, sehen willst.” MG

    Ja natürlich, aber das, was ich von ihnen wahrnehme, ist meine Projektion. Aber ich muss dieses Thema auf ein anderes Mal verschieben. Sie erscheint mir gerade zu umfangreich.

  27. Lisa sagt:

    “Sie erscheint…” soll heißen “es erscheint”
    Ich habe Diskussion durch Thema ersetzt. -)

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich nähme zum Thema sehr gerne einen Gastbeitrag von Dir herein.

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