Fingerscan, Irisscan: Ist sie ein fauler Apple?

Apple will künftig einen Fingerabdruckleser in seine Geräte einbauen, hat bereits eine entsprechende Fachfirma mit Mann und Maus dafür gekauft.

Wer also zu blöd oder zu faul ist, einen Code in seinen Elektrokasten einzugeben, der hat es künftig ganz easy going.

Und Apple sowie CIA & Cie kommen ganz unproblematisch, so gut wie aufwands- und kostenlos, an die Fingerabdrücke aller mitspielenden Apple-Deppen heran.

Eine “Win-Win-Situation” also.

Ideal auch zur Idiotenidentifikation. Ein intelligenter Krimineller oder Oppositioneller (was in doppelter Hinsicht oft keinen wesentlichen Unterschied macht) arbeitet ohnehin möglichst wenig mit einem Mobilfon (hat lediglich, um nicht soherum aufzufallen, eines, führt darüber aber nur belanglose Privatgespräche), und schon gar nicht mit einem von Apple. Die Grenzdebilen erkennt man daran, dass sie gar die neue Funktion benutzen.

Und: Kauft sich nun einer so ein neues Fon, benutzt aber dieses tolle Tool nicht, so macht er sich verdächtig. Wieso will diese schräge Type uns ihren Fingerabdruck nicht geben?

Man könnte ja auch noch einen Iriserkenner einbauen, der sich automatisch aktiviert. Damit wären dann auch alle zu erfassen, die das Schmerzfon ihrer Freundin oder ihres Bekannten mal in die Hand nehmen oder mit draufglotzen.

Bestimmt gibt es bald eine App, mittels derer der findige Don Juan, indem er an der Bar mit seinem E-Helferlein spielt, mal kurz das hübsche Gesichtlein der Nachbarin aufnimmt, so dass er nach ihrer Telefonnummer gar nicht mehr fragen muss. Jedenfalls, wenn die Tante so doof ist, dass sie selber ein Apple-Schmerzfon besitzt oder schonmal irgendwie abgeglichenermaßen in eines reingegrinst hat (andere Hersteller werden bald nachziehen, so dass auch Meister Android rauskriegt, wann die Androidin geboren ist, wo sie gemeldet ist, was für eine E-Adresse sie hat usw.).

Mit den feineren Apps kriegt Mann dann in den meisten Fällen auch gleich raus, ob die mit den prallen Möpsen Hauptwachtmeisterin ist oder eine Prostituierte oder eine vorbestrafte Heiratsschwindlerin oder eine alleinstehende Hartzi mit drei Blagen.

Ja, das ist schon nützlich. Manch Millionen Männer wären mit derlei Möglichkeiten erst gar nicht in übelste Schwulitäten gekommen, zahlten heute keinen Unterhalt für einen Sprössling, der, sie ohne Umgangsrecht, von jener systematisch zu einem Banditen herangezogen wird, der Mama alle Ehre macht.

Frau ihrerseits wüsste hinwiederum gleich, ob dieser schmierige Typ neben ihr wirklich ein erfolgreicher Unternehmensberater ist – unverheiratet – , oder ob er als Hilfsplatzwart beim FC Dagolfing tätig.

Wenn man also überlegt, wie viel tragischer Unfug von der Welt abgehalten, wie viele private Trauerspiele gleich gar nicht aufgeführt werden müssten bzw. schon über dem Anfang der ersten Szene erstürben, so kann man sich nur wünschen, dass Apple und die anderen bald nicht nur Abdruck sondern auch Beäugung sagen.

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4 Antworten zu “Fingerscan, Irisscan: Ist sie ein fauler Apple?”

  1. Thomas sagt:

    Biometrische Gesichtserkennung gibts schon als Anmelde-App…

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Na denn. Da lebte ich technischer Steinzeitmensch (mein Älterer pflegt mich in dem Zusammenhang “Nullchecker” zu nennen; ich nenne ihn dafür “Meister Elektrokasten” und feixe, wenn er mal weniger kann bzw. weiß, als selbst der Nullchecker) wohl bis eben mal wieder in der Höhle. Danke für den Hinweis.

  3. Dude sagt:

    Fehlt nur noch das gesetzlich festgeschrieben Appleobligatorium, mit Direktsendung per Steuergelder bezahlt an jeden registrierten Bürger.

    Wer sich dann weigert, wird abgeholt, und landet in einem FEMA-Camp-Pendant bzw. KZ.

    Schöne neue Welt.

    Liebe Grüsse von George

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