Von der 13

Ach, ich vergaß gestern zu erwähnen, dass die 13 bei den Germanen eine Glückszahl ist. Ob das Einfluss auf den Verlauf des neuen Jahres hat, vermag ich Ihnen aber nicht zu sagen.

Mindestens sollten wir es, der Toleranz gegenüber uns selbst halber, nicht ausschließen.

Oder wird 2013 das Jahr der Masochisten?

Sadomasochistieren sich Börsen und Gewinst?

Es könnte natürlich auch sein, dass der Große Klistier kömmt.

Der bohrt dann polweis von Norden her in die Hohlwelt, dass das ganze sich dort unten versteckt habende Lugengesindel mit einem Schlage heraus ans Licht muss. Wer weiß.

Atlantis wird ja auch schon lange schmerzhaft vermisst. Man sollte es endlich mal anständig vom Meeresgrunde her aufbocken.

Astrologisch jedenfalls ist alles auf Freude und Erfindung gestellt. Das weiß ich genau.

Die Neue Germanische Astrologie folgt nämlich dem einzigen vernünftigen Gesichtspunkte, an dem sich jede ernstgemeinte Astrologie nur ausrichten kann, nämlich jenem der Dichtkunst.

Denn die Dichtkunst allein weiß Sterne, Zahlen und Erklärung von Wert, Welt, selbst Schicksal, in ein Ganzes zu bringen.

Mehr und mehr Menschen begreifen das nicht nur, was dies Randgebiete betrifft. Die Astrologie ist ja nur ein kleines Gleichnis.

Sie ist bloß eine Notbrücke zu einem freieren Denken.

Das I-Ging und die Runen sind freilich feiner als die Astrologie; ganz einfach, weil ihnen das Gift des Determinismus’ nicht innewohnt.

So langsam bekomme ich das Gefühl, dass jemand diesen Text für etwas unzusammenhängend halten könnte. Der fehlt aber weit.

Allenfalls möchte man hier den Vorwurf wagen, Wissenschaft und Freud und Scherz seien nicht immer hinreichend sauber getrennt; das ließe ich in Neujahrslaune doch mal gelten.

Achja, ich vergaß gar der 13.

Sie steht für die Ewigkeit, das Immergrün, die Erneuerung selbst.

Von der einen Seite her gelesen für das Jahr, von der anderen für die Ewigkeit. Im Futhark. Und das ist kein Idiotenwerk.

Gut, egal, wohl kaum einer wird nachprüfen und dann wissen oder so schon wissen, dass ich jetzt nicht irgendwohinfabuliere: das macht nichts. Die meisten werden wohl nicht einmal merken, dass das Gesagte nichts mit Glauben zu tun hat. Dann wäre es wenigstens lächerlich. Immerhin in dem Falle dürfte man das dann auch sagen.

Ich schweife schon wieder ab. Sackzefix. Käsfondue und Wein waren wohl angemessen.

Lassen Sie sich, soviel Rats noch zum Neuen Jahr, noch nicht einmal von einem wie mir das Ohr abkauen. Fast zu einem halben Drittel hin habe ich eben nur geschwätzt. Und das auch noch mit Absicht.

Also: Wachsamkeit ist einer der Pfade zum Glücke.

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6 Antworten zu “Von der 13”

  1. Thomas sagt:

    Hmmm… hattest du nicht mal gesagt, dass die Runenschrift alt ist… sehr alt? Ich bekam als bisher ältestes, gesichertes Datum ca 100 n.Chr… ja, auch nur Geschwafel meinerseits. Lass dich nicht stören. ;)

    Ich denke, dass 2013 und/oder danach die Zeit des Leviathan (nach Hobbes´ Interpretation, im gänzlich Negativen Sinne allerdings) anbricht.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich habe mich mit Hobbes’ Leviathan nie näher befasst.

    Aber mit den Runen. Und was die anlangt, so ist es mir relativ egal, ab wann sie erstbezeugt sind.

    Ich sagte hier schon früher, dass ich darin Raumzeitzeichen, die ein holistisches System abbilden, sehe. Und zwar solche, die auch noch einen nachvollziehbaren Bezug zu meiner Muttersprache haben.

    Man bringe mir Besseres. Bislang hat das keiner vermocht.

    Zu Deinem Ausgangspunkte: Klar, dass es gerade dieses Jahr sehr bitter werden kann. Ich setze trotzdem auf den Sieg des sich befreienden Geistes. Was auch sonst?

    Sonst könnte ich ja gleich so abdrüseln, wie es der folgende Schwabenspruch angemessen boshaft dazu sagt:

    “Bloß en der Sarg nailieaga on nix schaffa, des däd dir so bassa!”

  3. Thomas sagt:

    Gebbiderrecht. ;)

    Raumzeitzeichen? Bei diesem deiner Beiträge war ich wohl noch nicht Stammleser. Aber das heben wir uns für “on location” auf.

    Aber ehrlich… Raumzeitzeichen? Das klingt ja eher nach dem Dude.
    Meinst du speziell den sematischen Holismus oder beziehst du den allgemein auf die Soziologie? Wahrscheinlich meinst du beides.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Bei diesem Thema – Runen – lasse ich auch öffentlich schon gleich nicht nach.

    Und zumal, weil Du es bist, den ich nicht nur mag, sondern der einen scharfen analytischen Verstand hat.

    Also nochmal: Stelle Dir mal vor, Dein ganzes Alphabet (in dem Falle Futhark) wäre nicht nur in der Lage, Deine Sprache abzubilden, sondern auch noch den Jahreskreis, dabei, in den Einzelsymboliken und -namen der Buchstaben weiterführende sowohl piktografische Elementare als auch solche keimsilbenmäßige sprachliche. Zudem bezeichnende Zahlen. Alles ein rundes Ding.

    Es geht natürlich noch viel weiter. Aber das ist schon mehr, als man sonst irgend mitbekommt.

    Aber gut, aber nein, man geht lieber Mrs. Holly McSwansea, aus Princeton, oder Mrs. Judy Hurdle, von der UCLA, irgendwo in den brasilianischen Urwald zum Schamanen nach, fünf fremde Wörter aufschnappend und dafür weltgefeiert, oder nach Uganda in den Nebelwald zum Gorilla, der dann die letzten Geheimnisse der Genderverklemmtheit von Homa aufklärt, hurra!, vielleicht in Namibia den Kot von Wüstenratten ausgegraben, in Peru von Däniken vermessen, sich in Ägypten endverpyramidet, in Kambodscha auch, rumspekuliert und sich aufgeblasen, dass jeder Ochsenfrosch platzte, anstatt sich einmal das ernsthaft anzuschauen, was wirklich bedeutsam vor der Nase liegt.

    Ich habe schon lange damit aufgehört, mich über diesen schwachsinnigen Zustand der sogenannten anthropologischen Wissenschaft aufzuregen: ich habe aber nicht damit aufgehört, zu sagen, was ich dazu denke.

    Man wird noch eher einem Geweihabwurf eines Tiroler Hirsches tiefe Bedeutung beimessen, für die ganze Menschheit, denn den Runen.

    Na und? Wie lange noch?

    Das ist, im Wortsinne, Affentheater.

  5. Thomas sagt:

    Jetzt muss ich wirklich blöd fragen, denn ich habs echt nicht begriffen. Unser heutiges Alphabet kann doch auch meine Sprache, den Jahreskreis und auch Zahlen abbilden. Auch Piktogramme sind heute in: ;) ;( :o
    OK, das hast du sicher nicht gemeint. Scherz.

    Ich hab mir jetzt ein paar beliebige Runenseiten im www angesehen und bekomme zwar Erklärungen zu den einzelnen Runen, der Zusammenhang in geschriebenem Runentext scheint aber schon schwerer ergrünbar zu sein. Auch scheint mir das Netz eher auf die spirituelle (neuzeitlich interpretierte) Bedeutung einzugehen als das Linguistische zu erklären. Einzig Wikipedia bringt mal eine Übersetzung, was mir hier und heute ausreichen soll. Gerne mehr bei dir vor Ort.
    Interessant allerdings dort folgender Text:
    “Zu zusammenhängender Schrift sind die Runen von den Germanen des Kontinents nur in geringem Umfang gebraucht worden. Runensteine gibt es in Mitteleuropa nicht. Die einzigen dort erhaltenen Runenritzungen finden sich auf Schmuck, Waffen und (seltener) auf Gebrauchsgegenständen. Auch in England war die Verwendung von Runen zu diesem Zweck nicht häufig..”

    Konnten die Germanen also kaum schreiben oder gar nicht lesen? Oder gibts da einfach keine erhaltenen Belege des täglichen Schriftgebrauchs? Weißt du dessen mehr?

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Runensteine gibt es in der Tat in Mitteleuropa nicht. Oder auch nicht mehr. Die Kirche ging mit dem germanischen Erbe nicht eben zimperlich um.

    Brakteaten mit dem Futhark waren aber ziemlich häufig.

    Inwieweit der Durchschnittsgermane Lesen und Schreiben konnte, ist unklar.

    In der Tat kannte man kein Papier, ritzte also auf Buchenholztäfelchen (daher das Wort Buchstabe), die nicht leicht 1500 Jahre überdauert haben dürften.

    Gerhard Heß hat gezeigt, dass das 24er-Futhark mit dem Jahreskreis kongruent geht, ein echtes kosmologisches System darstellt. Nichts Vergleichbares ist von unserem heutigen 26er-Alphabet bekannt. Ich erkläre Dir Näheres, wenn wir uns sehen. Sein Buch heißt übrigens “Oding-Wzzod”. Habe grade man bei Amzon geschaut. Gebraucht schon ab drei Euronen zu haben. Wenn man sich das reintut, hat man schonmal einen fundamentalen Plan von den Dimensionen, die die Runen bergen.

    LG

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