Noch zu den Jenseitsgängern (“Beyondlinern”)

Wir Jenseitsgänger wissen, was wir tun.

Wir sind mal hüben, mal drüben, mal gehen wir auf der Grenze.

Schon auf der Grenze verstehen uns wenige; wenn wir im Jenseits gehen, nur noch fast keiner.

Es mag sein, dass wir mal ein Glas Wein trinken, oder auch zwei: Aber wir brauchen keine Drogen, um im Jenseits gehen zu können.

Es dreht sich um ein bewusstes Sichaußerhalbsetzen.

Man lese den Quijote.

Man lese auch bei mir.

Wir spazieren dort durch die Welten, wo keine Medizynik mehr hinzudiagnostizieren weiß.

Das merkt uns meist noch nicht einmal einer an. Denn wir sind oft hier, und an “der Grenze”, und dort gleichzeitig.

Dafür bedarf es keinerlei Persönlichkeitsspaltung, sondern nur einer Umfässlichkeit, die der WHO und anderen Unterdrückern zurecht den Angstschweiß auf die Weichstirn treibt.

Wie sollten sie uns auch mit ihren minden Modellen erfassen können?

Was verstehen DIE von Unmittelbarkeit, von Assoziationsformen, die sie noch nicht einmal im Ansatze je beschrieben, geschweige denn erlebt?

Derweil trachten sie darnach, was auch sonst, wenigstens unsere ihnen nicht genehmen Vorgänger in ein schlechtes Lichte zu rücken, jene, die auf dem besten Wege, sich zu befreien, noch abzufangen.

Also sei Kleist ein “Borderliner” gewesen und Nietzsche auch.

Na denn: Setzen wir mal den Fall, Ihr nutzlosen Helden vom verschimmelten Baumstumpfe, Ihr hättet, in Eurer an jenen gemessen fast völligen geistigen Impotenz, irgendwas aufzubieten, so wäre das was?

Euer größerer, verdrängter Neid etwa?

Eure besser organisierte und beapplaudierte Bosheit?

Ist es etwa ein WERK, Geld und Macht daraus zu ziehen, Bessere zu verleumden und runterzutun?

Ich weiß sehr wohl, dass es sich, was die meisten von Euch anlangt, nicht einmal verlohnt, drei Worte zu verschwenden; aber Ihr dürft trotzdem mitlesen; einfach auf Chance; so wie Ihr sind wir nicht.

Ich wende mich zuvörderst an jene, die auf dem Wege; sodann an jene, die Ihr mental nicht ganz unterjocht; sowohl an jene, die schon eine Ahnung vom Treiben wider uns haben.

Wir “Radikalen” haben Wurzeln. In unserer Mundart, im Eigenen; und deshalb können wir nicht nur besser Deutsch als ihr, sondern lachen Eures zusammengesimpelten Englischs auch noch Hohn.

Eure Worte sind hohl. Sie gründen auf leeren Behauptungen. Ihr habt Euch dummstudiert. Dummstudieren lassen.

Täuscht Euch nicht darob, dass es nicht noch mehr meiner Art gäbe, nur weil ich Euch das so klar sage, andere dies vielleicht nicht auf diese Weise vermögen oder gerade unterfangen wollen.

Oh, Ihr Lieben: Habt Ihr ob dieser Rede jetzt einen Beweis, na, wollen wir nicht so genau sein, auch nur einen Beweis zu fordern, wenigstens Indizien dafür, dass ich eben doch ein “Borderliner” sei, der sich lediglich, wie für solche typisch, mittels irgendeines Redsgeschwurbels getarnt habe?

Na: Dann macht mal.

Da Ihr, wie oben bereits ausgeführt, normalerweise schonmal nur sehr schäbige Philologen seid, wünsche ich Euch viel Spaß dabei.

Ich wette einen halben Kreuzer (50 Eurocent), dass keiner von Euch auf dies hier den Mut haben wird, auch nur halbwegs ernsthaft einzusteigen.

Er müsste ja redfähig sein. In diesem Zusammenhange in seinem Sinne auftreten. Also nicht nur ob eines kritikwürdigen Details zu zeigen trachten, dass ich falsch liege.

Schier hätte ich gesagt: “Geht zum Arzt!”

Da Ihr da aber wahrscheinlich bei Euresgleichen landetet, sage ich: “Lernt Deutsch!”

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