Beyondliner! – : “Borderliner” waren gestern

Ich bin ein Beyondliner. Sogar der erste. Borderliner sind out.

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10 Antworten zu “Beyondliner! – : “Borderliner” waren gestern”

  1. Thomas sagt:

    Beyondliner sind eine seltene Spezies geworden. Menschen, die über die Zeit, das System, die Weltanschauung, die allgemeine Meinung hinaus, die jenseits von heutigem Gut und Böse sind, die sich außerhalb der Denke der Massen befinden, sind diejenigen, die die Welt voran bringen. In die eine oder in die andere Richtung. Meistens jedoch in die Zukunft.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Da ich den Begriff “Beyondliner”, im Gegensatze zu “Borderliner” – zumindest wie es scheint – , selbst erfunden habe, er also nicht von einem US-Psychiater stammt, lediglich einem deutschen Blöd, können wir zumindest vorläufig davon ausgehen, dass er nicht so schnell eine vergleichsweise angemessene Aufnahme finden wird. Aber, was soll’s. Derlei Einseitigkeit sind wir längst gewohnt.

    (As I have, as opposed to “borderliner”, invented the term “beyondliner” – at least as it seems – myself, it thus originates not from one US-psychiatrist, merely a German nitwit, we can at least in the short run be quite sure that it will not so rapidly find any comparatively due reception. But so what. We are long used to this kind of onesidedness.)

  3. Thomas sagt:

    Nitwit ist mir ein neuer Begriff im Englischen. Klingt fast so, als hätte er germanische Wurzeln. Nit und wit. Nix Wissen.

    Scheint so, als wären wir im Moment ganz gut darin, neue Worte und Redewendungen zu generieren. ;)

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Mein Shorter OED von 1973 kennt “nitwit” noch nicht, aber das Netzwörterbuch dict.cc in entsprechender Bedeutung durchaus.

    Ich war mir auch sicher – habe jetzt erst nachgeschaut – es schon ein paar Mal gelesen zu haben. Das Wort stammt also nicht von mir.

  5. Thomas sagt:

    Ich bezog meinen zweiten Teil auch nicht auf nitwit sondern auf die Beyondliner.
    Aber hier was zu nitwit

    http://en.wiktionary.org/wiki/nitwit

  6. Dude sagt:

    @Thomas

    Im Oberaargauischen Dialekt wird das Wort “wit” auch mit “willst” übersetzt.

    “Mach doch wat wit” heisst da “Mach doch was Du willst”.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Das “wit” ist hier klar von lat. “videre” her abgeleitet.

    (Übrigens sagte meine Oma im schwäbischen Tuttlingen – nahe dem Bodensee, also der Schweiz – zu mir: “Wa witt?” – “Was willst du?”. Und mein Opa sagte nicht “gwä”, wie in anderen schwäbischen Dialektgebieten üblich, sondern “gse”, entsprechend Eurem “gsi”, für “gewesen”.)

  8. Dude sagt:

    Ach, dann ist das also nicht nur im Oberaargau der Fall?
    Danke für die Info!

    Naja, der Oberaargau ist ja auch nur nen Katzensprung von Tuttlingen (da war ich übrigens mal ;-) ) entfernt.

    Ps. Kein Wunder verstehen uns die Süddeutschen so gut. :-)

  9. Thomas sagt:

    De wit geid ed bei us ah. Ed ging mi aber nix oh wei i det Englische gmoand hoh.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich habe meine obige Aussage in der Tat noch nicht für Schwabenseckel-EU-Kommissare, die der deutschen Sprache keine Zukunft geben (dr Eddinger moin i jedsed), adäquat (die Transkription bleibt schwierig) übersetzt:

    Derweil i der Begriff “Beijondlinierer”, em Gegassads z’ “Borderlainer” – wenigschdens wia dans scheind – , selbschd derfonda hoh, der also ed vomma US-Bsichiader schdammd, bloß emma daidsche Bleed, kenned mir wenigschdens vorlaifig dervoh ausgange, danner ed sou schnell a vergleichsweis ohgmessene Uffnahm werd fenda. Abber, was soll’s. Sorede Aiseidichkeida semmer längschd gwehnd.

    Weihnachda isch rom, jedsd gohds off Silfeschder, on dr Fasching isch au ed mai weid.

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