Wie lange verlacht der Lug das Können?

Heute habe ich mich deromaßen aufgeregt, dass ich als Luftballon mit Sicherheit geplatzt wäre.

Worüber, das wird hier noch genauer Thema werden, aber nicht jetzt.

Es sei nämlich zunächst grundsätzlich angepackt.

Ich will mich so weit wieder abgeregt haben, dass ich mich wieder anständig aufregen kann.

Ich las und hörte von Leuten, die sich gleich Alwissen gerieren, als Profis aufführen – und zwar gerade die Gebiete betreffend, wo ich mich wirklich auszukennen meine! – , also fett, arrogant und bräsig, grundverkehrtes Gezeugs, dass ich fast lieber jenem Kinderspielzeuge ans bekannte Ende gefolgt wäre.

Ich werde im Trüben bleiben. Das muss auch keiner lesen. Einfach wegklicken.

Zu Didaktik und Sprache, Spracherwerb, derart Unterirdischem, dass mich zeitweise die blanke Wut packte. Ja, teils ward ich heute richtig “emo”. (Auch darüber wird noch zu reden sein, die damit verbundenen Schwachsinnigkeiten und Lügen.)

Kein Wunder, dass die Leute einen Weltuntergang wollen. Ich werde den entstandenen Dreck aber nicht wegfegen. So schon genug Hirndreck.

Leute, die noch nicht einmal einen anständigen Satz hinbekommen, als Obersprachkönner; so fett, dass noch ein Buddha neidisch würde darob; allesamt “Profis”; meine Wut ebbt vielleicht gegen Ende dieses zugegebenermaßen etwas kryptischen Textes ab. Vielleicht.

“Philologen”, denen ich eben noch nicht einmal die Anführungszeichen hätte gönnen sollen, sitzen, einem Wale im Endstadium der Zerebralzirrhose gleich, in ihren Tempeln der Inkompetenz und des Flachseichs, dass einen die Lust überkommen könnte, gleich Kleist einfach aus dem Leben, aus diesem Flachschlicke des Haltlosen zu treten. Geld wie Heu, und dumm wie ein Stück Brot. Im anderen Falle zwar nicht Geld wie Heu, aber begriffsbeschränkt, dass es der Sau graust.

Wie schon gesagt: Dieser Text gehört zu denen, wo ich keinem mehr zum Weiterlesen rate.

Billige Teure. Arschnasen. Achtelviertelsunlichte. Dabei noch dreist. Müll als Gold handelnd. Kahle Krämpflinge und -ingen, die sich zum weißen Trüffel erklären. Alte Hennenfüße als Hirschmedaillions verkauft. Mit den ältesten Tricks des real existierenden Kapitalismus’ dreist herumgefuggert, wie als ob eine Ratte Diamanten abkote. Dazu noch den abgewichstesten grünschleimichten Psycho versucht. Osmium Absachs. Keinen Plan, aber das konsequent. Kein echter Bezug, Menschen totalverachtet. Geld und Anmaßung: Was liegt am Rest.

So aber haben sie es gelernt. So funktioniert es. Aber nicht mit mir.

Da kommen sie denn doch mal ins Schwitzen, wenn ich sie anspreche. Ich weiß nicht ob, aber vermutlich ist es den meisten von ihnen schon fünnef Minuten später egal, oder sie haben alles Angeführte hinreichend verdrängt und vergessen.

Einer, der nicht Deutsch noch Englisch geschäftlich halbwegs verkehrsfähig konnte (hier! am Empfange!), frug mich gar, fallenstellend, auf Französisch (wahrscheinlich kann er auch das nicht recht), ob ich Französisch könne: plötzlich konnte ich es, was ich normalerweise frei redend nicht besonders kann, immerhin so, dass ihm das reichte. Ich weiß nicht, was mir auf Spanisch eingefallen wäre. Der Satz kam jedenfalls sauber raus, er passte. Not kennt kein Gebot.

Inzwischen scheinen Forschergruppen (in den USA oder so, wo sonst) herausgefunden zu haben, was ich zum Thema Frontalunterricht schon immer sage, wofür ich wie ein Neandertaler gehandelt ward. Klasse. Das juckt mich aber nicht, denn ich BIN ein Neandertaler.

In meiner Höhle durfte, der wollte, schon das Sprechen lernen, bevor diese Leute ihre halbseidenen Netzseiten aufziehen zu können sich auch nur anzudenken im Vorseminar lediglich zum Grundansatze getroffen hätten.

Egal. Ich fange jetzt – vorsichtig! – damit an, mich abzuregen.

Ich sage deshalb aber noch lange nicht, dass die alle nichts dafür könnten.

Einige von ihnen sind so systematisch verblödet, dass man das gelten lassen dürfte.

Weiter oben aber ganz klar nicht alle. Sie fahren die entsprechenden Programme. Und, tut mir leid liebe Frauen, Frauen scheint das zumindest in der Außendarstellung am leichtesten zu fallen. Wir sind alle aus Hamburg, oder wenigstens fast.

Ich durchschaue die angelegten Strategeme bis zum Grunde, wenigstens fast; bisher sitzt Ihr noch in Euren Kunstledersesseln: Man wird sehen, wie lange Euer Lug in der Lage sein wird, wirkliches Wissen und Können zu verlachen.

— Anzeigen —


Tags:

4 Antworten zu “Wie lange verlacht der Lug das Können?”

  1. Dude sagt:

    Dass die Guten gefickt, und die Bösen belohnt werden, ist ja nun beileibe nichts neues.

    Aber freu Dich doch lieber auf den Aufgang der neuen Welt.

    Und falls der mit einem anständigen und gezielt platzierten Megaflare einhergeht, werden die Bioroboterhorden – so ganz ohne Strom – in den nächsten Woche mal so richtig auf die Welt kommen, und das Leben kennenlernen.

    Also wuuuuuuuuzaaaaaaaaaaaaa

    Lichtvollen 21.

    Ps. Das Ticket ist gebucht. Armin kommt nicht mit.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Nun gut, der Text mag nicht taugen. Mir aber grade egal. Ich zumindest weiß wenigstens, was ich sagen wollte.

    (Den 21er haben wir schon weggefegt. Ich bin zwar diesbezüglich nun fast schon berüchtigt und beileibe nicht der Musterschwab, bei solcher Aufgabe aber finde selbst ich ungefragt den Besen. Der mag dann auch aus Eisen sein.)

  3. Dude sagt:

    Dochdoch, der Text taugt wohl, wenngleich die emotionale Geladenheit durchaus durchscheint. ;-)

    Aber Du weist ja Selbst mehrfach daraufhin, ihn nicht zu lesen; wegzuklicken.

    Das heisst in Neudeutsch etwa so viel wie: “Lesen auf eigenen Gefahr. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte den nächsten Philologen (wobei der wohl eher auf der Strasse als in einer der Verbildungstätten zu finden… ^^), oder einen Blogiognomiecoach.”

    Naja, ich sagte ja: “in etwa” *lol*

    Geniess Deinen Wein! Prosit.

    Ps. Nö, den haben wir nicht weggefegt, denn man sollte nicht vergessen, dass zwischen Südamerika und Europa eine gewisse Zeitdifferenz existiert. *grinsel* ;-)

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Man hat mir heute (kalendarisch gestern) auch noch sowas von Unfug über Emotionalität erzählt, dass der Text daran gemessen milde ausfiel. Ich habe bewusst an mich gehalten, nicht mehr zu sagen und weitaus deutlicher zu werden.

    Was dortsteht, ist ganz bewusst schon wenigstens halb abgeregt formuliert.

    Ich sage jetzt nichts mehr, sonst erkläre ich das womöglich noch.

Eine Antwort hinterlassen