Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?

Auf SPON zur Leistungsschutzrechtsdebatte (“Lammert empört sich über Google-Kampagne”):

“Was den CDU-Politiker Lammert empört: Auf der Google-Homepage können die Nutzer bei ihren Bundestagsabgeordneten direkt nachfassen. Dort zeigt das Unternehmen eine vielfarbige Übersichtskarte der Bundesrepublik und führt zu den Wahlkreisen der einzelnen Parlamentarier – samt E-Mail-Adresse, Postanschrift der Büros sowie Telefon- und Faxnummer.”

Das ist ja nun wirklich die absolute Härte: Wie kann der US-Netzgottseibeiuns brave Bürger nur derart aufwiegeln? Jeder Sorte Revoluzzer und Gesindel derart brisante, die nationale Sicherheit betreffende geheime Informationen durchstechen?

Mit dieser Landkarte, diesem Mausklick-Fahrplan zum Umsturz, hat Google den Rubikon klar überschritten, sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens gestellt, sondern eine außerparlamentarische Opposition ins Leben gerufen, die an den Grundfesten unseres Gemeinwesens rüttelt, die unsere demokratische Ordnung beseitigen will.

Noch ist nicht klar, ob Google bereits wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung belangt werden kann, aber glasklar ist, dass der Verfassungsschutz die Firma sowie alle Bürger, die womöglich über Google von ihrem Bundestagsabgeordneten erfahren haben und diesen jetzt entsprechend unter Druck setzen, sehr genau beobachten muss.

Ein beispielloser Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik, fürwahr.

Auch eine Einteilung in Kategorien scheint sinnvoll.

Wer Google einmal täglich nutzt, ist ein Mitläufer.

Zwei bis viermal täglich: Unterstützer.

Ab 5-10 Mal täglich: latenter Gefährder.

10-20 Mal täglich: vorsätzlicher Gefährder / Aktivist

Ab 20 Mal täglich: Rädelsführer

Die Strategie Googles ist denn auch von einer atemberaubenden Perfidie: Bürger, die nie im Leben sebst daran gedacht hätten, ihren Abgeordneten anzuschreiben oder anzurufen, werden gegen ihre gewählten Vertreter aufgehetzt, letztlich gegen den Bundestag und damit gegen die parlamentarische Demokratie selbst. (Weshalb der Bundestagspräsident auch genau derjenige ist, der logischerweise Alarm schlägt.)

Man sieht, wie sicher, wie unangreifbar, sich Google wähnt.

Wann hat jemals eine Firma Vergleichbares gewagt?

Hier muss die Harke walten, sodann Hacke und Spaten.

Solch Übel muss mit der Wurzel ausgerissen werden.

— Anzeigen —


Tags: , ,

2 Antworten zu “Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?”

  1. This article must be devoted to us thinkers because it made me think. The viewpoints you have shared are thoroughly thought out and unique. It’s easy to grasp this information.

  2. Dude sagt:

    @Magnus

    *lol* Bist Du auch schon soweit, dass Du Spambots freischaltest? *grins*

    Ps. Allerdings zensier ich vorher noch deren Werbelink raus. ;-)

Eine Antwort hinterlassen