Archiv für den Monat November 2012

Erziehung

Sonntag, 04. November 2012

Eben gewann ich nochmals Hochachtung vor meinem Großen.

Er begriff sogar, nach davorerfragten Vorschlägen, die er zu bringen habe, statt am Rechner zu verschimmeln, wie eine bestimmte, nicht einfache Kommunikationsstrategie aussehen könne: woraufhin er mindestens nicht unbeachtliche Ergebnisse, und zwar ohne längeres Nachdenken, abgeliefert, aber darauf im Zusammenhange nicht selbst gekommen seiend, dass und weshalb in Sonderfällen selbst sein schwatzsüchtiger, alles achtmal erklärender Papa zum gezielt beredten Schweigen rät.

Auch seine sofort vorgebrachten Einwände, bei wem und wieso das sicher nicht funktioniere, jedenfalls höchstwahrscheinlich, haben mich auf meinen Filium stolz gemacht.

Er scheint es doch so zu halten, wie jeder brave Sohn (“brav” hier im alten Sinne von tapfer): Der Alte geht ihm gar fürchterlich auf den Schamott, aber er versucht ihn doch zu kriegen, ihm heimlich abzulauschen, was er nur kann.

Mein eigener Alter war ein ausgezeichneter Philolog. Schon darum wollte ich keiner werden, sondern zunächst Naturwissenschaftler. (weiterlesen…)

Glauben und Fluchen

Sonntag, 04. November 2012

Glauben ist Fluchen.

Denktanks

Sonntag, 04. November 2012

Wie, wozu macht man eigentlich so einen anglesischen Denktank?

Man versammelt die Gierigsten, die losesten Typen von amerikanischen und britischen Unis und aus Freimaurerlogen und gibt ihnen ein Institut, Geld und Zeit dafür, darüber nachzudenken, wie man den Menschen erklärt, weshalb es das Beste für sie sei, wenn sie permanent abgezockt werden und, wofern sie sich dagegen wehren sollten, sinnigerweise niedergebombt.

Diese höhere wissenschaftliche Erkenntnis und Kunst lässt man sich dann schon etwas kosten.

Ohne Drüsel fährt noch nicht einmal ein Denktank. (weiterlesen…)

Glauben und Wissen in einem Eimer

Sonntag, 04. November 2012

Dass ausgerechnet ich mal dazu beitrüge, die Begriffe “Wissen” und “Glauben” durcheinanderzubringen, daran hätte ich nie geglaubt. Jetzt weiß ich es besser.

Berthold Kohler (Faz) steinbrückt

Sonntag, 04. November 2012

Mal wieder ein ausdrückliches Lob für das, was Berthold Kohler in seiner Sprachglosse bei der FAZ losgelassen.

Und ein weiteres solches für die Kommentatoren dort, derer einige sich wahrlich auch nicht lumpen ließen. (Teils sehr lesenswert!)

Es geht um Steinbrücken, Steinewerfer, Versteinerte, steinige Wege, Steinemeier, Mühl- und Mahlsteine, Steinbrecher, Steinsetzer…: nur nicht um Steinmetze.

Da komme dann doch noch ich ins Spiel: weil ich einer bin. (weiterlesen…)

Also spake Zarathustra

Samstag, 03. November 2012

The Seven Seals.

(Or: the Yea- and Amen-Song.)

1.

If a soothsayer I am and full of yon soothsayerish ghost, that wandereth on high an yoke atween two seas, -

atween foregone and futurous wandereth as grave a cloud, -

foe to sultry lows and all, that weary is and cannot starve nor live:

aready for the blitz in dark a bosom and the loosening beam of light for, gravid of blitzes that Yea! say, Yea! laugh, for soothsayerish beams of blitzes: -

- but seely is the also gravid! And, verily, long must as a grave weather hang at the mount, who once the light of the future shall tind! -

oh how should I not be ruttish aft Eternity and aft the high-timely Ring of Rings, the Ring of Come-Again!

N’er yet found I the wife, from whom I children wanted, be then this wife it, that I love: for I love thee, oh Eternity!

For I love thee, oh Eternity!

George, Stauffenberg, Hitler…(II)

Samstag, 03. November 2012

Ich habe, seit ich erwachsen bin, noch nie einen verprügelt. Nur eingesteckt.

Nicht, weil ich schwach oder feige wäre; einfach so.

Schon als Kind raufte ich nur, wollte nie richtig schlagen.

Wäre mir aber ein George oder ein Stauffenberg untergekommen, der sich an meinen Jungs hätte versucht zu vergreifen, so hätte das GANZ anders aussehen können.

Es gibt selbst bei mir den Punkt, wo der Spaß aufhört.

Diesen George-Décadent hätte ich wahrscheinlich mit der Rückhand an die Wand geklatscht, dass er vier Wochen lang Selbstmitleidselegien hätte schreiben müssen; der etwas zackigere Stauffenberg hätte aber auch nicht so leicht was zu lachen gehabt.

Rumschwulen mag ja angehen. (weiterlesen…)

George, Stauffenberg, Hitler…

Samstag, 03. November 2012

Da Held von Stauffenberg sich irgendwann gegen Hitler stellte, dabei stets und bis zum Schlusse ein sicherlich wenigstens darum wissender Anhänger des sexuell abartig national gesinnten Päderasten George, sei jetzt auch letzterer irgendwie in Ordnung.

So ist’s zu lesen. (weiterlesen…)

Das bisher grösste Geschenk an die Menschheit

Samstag, 03. November 2012

“Ihr habt ein Recht auf Unterschied!”

“Alles, was einen Preis hat, hat wenig Wert!”

“Trachte ich denn nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke!”

Nur drei Sätze aus dem Gedächtnis.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals auch nur einen auswendig gelernt zu haben: und doch kehren sie stets zurück.

Da drückte einer seine Hand auf Jahrtausende wie auf Wachs. (weiterlesen…)

Vom Geheimen

Freitag, 02. November 2012

Mein Gott, bin ich froh, nach drei Bonds, dass ich nur ein geheimer Agent bin, und kein Geheimagent.

Denn als echter Geheimagent ist man ja gar nicht wirklich geheim.

Kann es gar nicht sein.

Da gibt es Chefs, manchmal sogar Chefinnen, mehr oder weniger klare Vorschriften und Aufträge, und man muss sich bei dem ganzen Schiet, den man zu erledigen hat, auch noch selbst vorgaukeln, wenigstens nach außen so tun, als täte man es aus Patriotismus.

Man kann noch nicht einmal ernsthaft sauer auf einen Kollegen werden, egal aus welchen Reihen, wenn der einem selber das Fell über die Ohren zieht.

Selbst im Bett muss man noch aufpassen, wofern man wenigstens, traditionell, noch mit einer Agentin reindarf, dass die einem bei der Rückenmassage nicht plötzlich von hint einen Dorn ins Herze rammt.

Da lobe ich mir doch die Schriftstellerei. (weiterlesen…)

Bond Goes Deep Sea (und Schluss)

Freitag, 02. November 2012

Jetzt mal ernsthaft.

Nachdem James Bond es im aktuellen Film mit einem Hacker zu tun bekommt: Was wäre die adäquate Steigerung?

Außerirdische Invasoren?

Zu abgeschmackt.

Ich schickte Bond in die Tiefsee. (weiterlesen…)

Bond Goes Sweden

Donnerstag, 01. November 2012

Gut, wir vermochten die neuen Aufgaben des James Bond im Vorartikel “Bond Goes Goldman Sachs” erst in groben Ansätzen darzulegen.

Bond, der zwar aus naheliegenden Gründen schon immer mit der Occupy-Bewegung sympathisierte, hat sein weiches Herz im knallharten Kerne zu entwickeln.

Zu diesem Behufe schickt ihn “M” nach Schweden, alswo er sich – Befehl ist Befehl – von mehreren Feministinnen verführen lassen muss, die ihn, wie in diesem Lande üblich, dann der Vergewaltigung zeihen, worauf die leitende Staatsanwältin Bonds Auslieferung fordert.

Natürlich befürchtet Bond (alles ist selbstverständlich bewusst eingefädelt, ihm eine Tarnung zu verschaffen), dass er von den SchwedInnen nicht nur hinter deren berüchtigte Gardinen gebracht werden könnte, sondern auch, nur wegen ein paar in Notwehr den Sachsmännern gebrochener Daumen in die USA ausgeliefert werden. Also bittet er in der nordkoreanischen Botschaft um Asyl. (weiterlesen…)

Bond Goes Goldman Sachs

Donnerstag, 01. November 2012

Eben habe ich mir ein paar Kritiken des neuen James-Bond-Filmes reingezogen.

Er soll zwar ziemlich fertig sein darin, aber wenigstens wieder ein ziemlich unschwuler Vollmacho.

Fragen wir uns mal lieber nicht, ob Alice Schwarzer heimlich auf ihn abfährt; lieber nach Zielführenderem.

Was macht Bond (Daniel Craig) wohl als nächstes?

Läuft er vollends Amok?

Wo könnte er das tun, so dass das Publikum johlt?

Im Kreml?

Da bräche ihm Putin wohl eigenhändig das Genack.

In der Parteizentrale der rotchinesischen KP?

Shaolin-Kehlkopfstoß, Ende.

Im Tokioter Rotlichtviertel?

Yakuza, Samuraischwert, Rübe ab.

In Berlin, nähe Warschauer Tor?

Ein morgens um halb Fünfe von vollstoneden Punks mittels Bierflaschen erworfener Bond wäre fürs Empire zu peinlich.

Im Louvre? (weiterlesen…)

“Glaubenssätze”

Donnerstag, 01. November 2012

Leserin Lisa hat den Begriff der “Glaubenssätze” im Kommentarstrang zu “Jesus als Phäno-Mem” hier eingeführt, in also beharrlicher wie manche inspirierender Weise, dass ich ihn hier eigens aufgreifen will.

Lauschen wir zunächst in drei Auszügen Lisas Worten:

‘Früher oder später wird man herausfinden, dass es die eigenen Gedanken und Glaubenssätze sind, welche die Realität – alle Erfahrungen – bewirken. Deshalb ist die Auswahl der Gedanken und der Überzeugungen so wichtig. Und man kann durchaus ganz eklektisch sich hier und da inspirieren lassen.’

‘Wenn man also wirklich die Glaubenssätze neutralisieren kann, die einen an das Unerwünschte binden und solche wählt, die den eigenen Absichten entsprechen, dann gibt es die mehr als unerfreulichen “Machenschaften” der aktuellen Machthaber nicht mehr in der eigenen Welt. Wenn das viele Menschen tun, verändert sich auch die Gesellschaft dementsprechend. Das ist ein universelles Gesetz. Was man projiziert, bekommt man zurück, oder das, was man ausgibt, wird Realität oder volkstümlicher: “Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück”.’

‘Glaubenssätze sind nicht etwas, das man auf die schon vorhandene Realität wirft, sondern sie sind DIE Realität. Und weil man diese Realität direkt vor Augen hat, verstärkt diese die gewählten Glaubenssätze pausenlos und (fast) jeder ruft “aber das ist doch die Wahrheit”. Aber so ist es eben nicht. “Da draußen” gibt es nur das, was man projiziert. Wenn man die Wirklichkeit ändern will, muss man die Programme ändern…’

Lisa widersprach nicht, als ich ihr Weltbild ein “zutiefst magisches” nannte; sie ließ sich auch von Leser Dudes wie meinen Einwänden, man schaffe sich die Welt nicht allein, andere diese eben auch, beirren.

Nach wie vor nicht eins mit Lisas Aussagen zu den allwirkenden Glaubenssätzen, drängt sich mir gleichwohl der Schluss auf, dass da ein Mensch mit einem gewaltigen Selbstvertrauen ausgestattet sein muss, welches zuwenigst das meinige weit in den Schatten stellt.

Ich selbst arbeite seit Jahren daran, möglichst gar keine Glaubenssätze mehr zu haben. (weiterlesen…)

Urknall heißt Implosion!!!

Donnerstag, 01. November 2012

Man hat Sie die ganze Zeit verarscht.

Es ist alles genau andersrum.

Das bekannte Weltall ist nicht Ergebnis eines Urknällchens, wie man Ihnen bislang weismachte, also dessen, dass ein mathematischer Punkt, sprich das Nichts, explodierte.

Sondern es ist Ergebnis einer gigantischen Implosion. (Wir messen nur verkehrtherum. Schon Schauberger sagte: “Ihr bewegt falsch!”)

Das ursprüngliche All nämlich war sich selbst einfach zu groß. Das hielt es irgendwann nicht mehr aus.

Guter Rat war teuer. (weiterlesen…)

Angänge der Ewigkeit

Donnerstag, 01. November 2012

Wenn das Ewige angegangen wird, verliere ich immer. Vorderhand.

Andere haben es in seiner unendlichen Fülle sozusagen schon klar im Blick; nur bei mir ist es immer noch ziemlich klein.

Das liegt daran, dass mein schwäbisch gehaltenes Ewiges, meinem Geiste gemäß, ziemlich überschaubar bleibt.

Bei mir kömmt nicht einfach alles ins Fass.

Ich leiste mir gar den ohngeistigsten aller bösen Frevel: Jenen der Unterscheidung.

Ich glaube noch nicht einmal daran, dass jeder Blödsinn ewig sein müsse. (weiterlesen…)

Pages: Prev 1 2 3 4