Von Karl Theodor zu Denktanker

“Er habe die akademische Welt betrogen und deshalb das Gefühl, ihr etwas zurückgeben zu wollen.”

Also berichtet SPON heute von einem Vortrag des K. T. Freiherr zu Guttenberg in Yale, angetreten als Denktanker.

(‘Guttenberg lebt im US-Bundesstaat Connecticut und ist als “angesehener Staatsmann” bei einem Think-Tank, dem Center for Strategic and International Studies (CSIS), engagiert.’)

Wie viele “Bonesmen” (Mitglieder des superelitären Yaleschen Skull & Bones-Geheimbundes – Bush und Kerry sind dabei) anwesend waren, wird nicht berichtet.

Das ist aber auch unerheblich, denn davon wird nie berichtet.

Lustig gleichwohl, dass Kah-Teh jetzt gewissermaßen als Bußprediger auftritt.

Und zwar (immerhin unter Protesten) von einer Studentenvereinigung nicht gerade auf einen Hinterhof der South Bronx zum Crackhandelstermin oder Fressepolieren oder Pumpgunshowdown geladen.

Die arme kleine CSU wird wohl noch eine Weile warten müssen, bis dass ihr Shooting-Star, noch eine Ehrenrunde bei Winfrey und Letterman gedreht habend, seiner fränkischen Heimat wieder die Huld seines Glanzes erweist.

Ich frage mich einzig, was der Mann wohl in den Denktank reindenktankt.

Bringt er den dahingehend vermeintlich retardierten Amis bei, wie man Schwiegermütter flachlegt?

Das kann es wohl kaum sein; wer je eine Sendung einer US-Vorabendserie gesehen, weiß, dass die Schwiegermütterflachleger dort selbst unter den heimlichen Schwulen 100% ausmachen.

Was macht Kah-Teh also dort?

Poliert er nächtens Cochisens Schädel?

Sortiert er im Vault die Särge und die goldenen Schnatzbändel?

Wer braucht in Connect-I-Cut eine Fränkische Wettertanne?

Ein nicht mehr vorhandener Konkurrent der Firma Stihl?

Ich habe andere Informationen, und sie klingen logisch.

Kah-Teh wartet bei seinem Denktank die Kopierer.

Zwar soll es schon vorgekommen sein, dass er Haargel statt Toner einfüllte; da er aber durch solcherlei kleinen Malheurs entstandene vorübergehende Verluste großzügig aus eigener Tasche begleicht, schmeißt die Firma den etwas wirrseligen Kraut doch nicht raus.

Seit er da ist, nämlich, zumal, stehen die Praktikantinnen aus gutem Hause vor dem Hause Schlange.

Ein Medien-Tycoon soll der Firma 10 Millionen Dollar dafür gespendet haben, dass seine Tochter sechs Wochen mit dem Kopiererputzer zusammenarbeiten durfte.

Na denn: Amerika.

Man putzt Kopierer und bleibt doch einer, der es zum Millionär gebracht.

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