Fall Zschäpe/NSU: Es stinkt bis in den Reichstag

Man hat jetzt jene Frau Zschäpe von der NSU endlich angeklagt, wegen Mordes in zehn Fällen.

Das hat, da ganze Berge an Akten, sprich Beweismitteln, in verschiedenen Behörden jeweils gerade noch rechtzeitig zu vernichten waren, ohne dass dies Konsequenzen nach sich hätte ziehen können, seit sich Frau Tschäpe als einzige Überlebende des Trios gestellt hat, ein Jahr gedauert.

Der Spiegel schreibt dazu:

“Die Frage, wie die Taten so lange unentdeckt bleiben konnten, versuchen diverse Untersuchungsausschüsse zu klären. Sie fördern immer wieder ungeheuerliche Pannen und fatale Fehleinschätzungen zutage.”

Und, zur Anklage, deren Motivation:

“Nur an Zschäpe kann das – auch durch zahlreiche Ermittlungspannen – entstandene Unrecht gesühnt werden. Die Anklage gegen sie hat daher auch symbolische Bedeutung.”

Man könnte auch ganz einfach sagen: “Was jetzt hermuss, ist ein Schauprozess!”

Ich habe keine Ahnung, was diese Frau getan hat, was nicht.

Wenn ich aber mitbekomme, wie reihenweise brisanteste Akten so ganz aus Versehen, genau dann, wenn man sie bräuchte, gar in verschiedenen Behörden, vernichtet, in einer “beispiellosen Pannenserie”, was soll ich mir dazu denken?

Etwa, dass Frau Tschäpe aus der U-Haft heraus zu diesem Behufe ein ganzes Agentennetz gesteuert hat?

Und nicht kein niemand von den so gesteuerten Aktenvernichtern konnte irgendwie nicht undingfest gemacht werden?

Wer ermittelt denn da, in all den sogenannten Untersuchungsausschüssen?

Abgebrannte Strohpfeifenköpfe?

Je wenigstens irgendeine Arschgeige muss es doch gewesen sein, die solch hochbrisante Akten genau zum entscheidenden Zeitpunkt vernichtete.

Entweder auf eigene Faust, oder, wahrscheinlicher…

Wer schreddert auf eigene Faust auch nur eine derartige Akte, wenn sie ihn selbst gar nicht belasten könnte? Wie blöd muss der sein?

Oder: Wie viel Geld muss der dafür bekommen? Oder: Wie loyal muss er gegenüber seiner Agentenführerin Zschäpe sein? Oder: Wie hart muss der bedroht, erpresst werden?

Was ist mit jenem ominösen V-Mann, der ganz zufällig kurz vorher dort war, wo dann ein Türke ermordet wurde? Hat der sich in Luft aufgelöst? Spielt der Panama?

Was las ich noch?

Eine ganze Wohnung brannte gnadenlos ab, aber eine perfekt erhaltene Belastungs-CD ward glücklich gefunden? (Mit der lief es wohl besser als mit den sicher verwahrten Akten.)

Es ist klar, weshalb kaum einer etwas sagt.

Wer Zweifel anmeldet, ist ein “Verschwörungstheoretiker”, auch noch einer, dem man andichten könnte, er hielte zu Nazimördern.

Das gibt man sich natürlich nicht gerne.

Hier aber meldet nur ein Idiot oder ein Feigling keine Zweifel an.

Die Sache stinkt bis in den Reichstag hinein.

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3 Antworten zu “Fall Zschäpe/NSU: Es stinkt bis in den Reichstag”

  1. Thomas sagt:

    Ich könnte es nicht besser formulieren, eher ungeschickter.

  2. Höhner sagt:

    Also ich bin nun ein Massenmörder und habe nun vor mich umzubringen. Wie geht das? Also erst erschieße ich meinen Kompagnon mit einer Schrotflinte. Dann zünde ich den Wohnwagen an, in dem wir uns beide selbst töten wollen, um die Beweismittel zu vernichten. Die Frage, wieso das geschehen soll, stellt sich nicht. Dann erschieße ich mich. Als Toter lade ich noch nach. Meine Freundin, die sich nicht selbst ermorden will, sprengt ihre Wohnung in die Luft und versendet lauter ekelhafte Videos, damit die Polizei garantiert alle Beweismittel findet. Einfacher wäre es gewesen, die Tatwaffe(n) irgendwo in einem Bachlauf verschwinden zu lassen. Die CDs und Festplatten hätte man leicht zerstören können, wenn man unterdessen nicht nach Bioprodukten im Internet gesucht hätte. Und überhaupt, welcher hochprofessionelle Killer, lädt sich Schmuddelvideos auf den Rechner, wenn er nicht will, dass die Polizei bei ihm vorbeischaut?

  3. Anonymus sagt:

    Nach dem Reichstagsbrand erzählte man sich (angeblich) in Deutschland:

    Hitler kommt in den Himmel und trifft da Moses. man stellt sich artig vor und dann fragt Hitler “Mal ganz unter uns, das mit dem brennenden Dornbusch, das waren doch auch Sie selber oder ?”

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