Denktanks

Wie, wozu macht man eigentlich so einen anglesischen Denktank?

Man versammelt die Gierigsten, die losesten Typen von amerikanischen und britischen Unis und aus Freimaurerlogen und gibt ihnen ein Institut, Geld und Zeit dafür, darüber nachzudenken, wie man den Menschen erklärt, weshalb es das Beste für sie sei, wenn sie permanent abgezockt werden und, wofern sie sich dagegen wehren sollten, sinnigerweise niedergebombt.

Diese höhere wissenschaftliche Erkenntnis und Kunst lässt man sich dann schon etwas kosten.

Ohne Drüsel fährt noch nicht einmal ein Denktank.

90% der Mitarbeiter eines Denktanks sind nur Staffage. Das Ganze muss ja nach etwas aussehen.

9% sind damit beschäftigt, dass das die 90% Mitarbeiter ebensowenig davon merken wie der Rest der Welt, sowie damit, die Netzwerke zu pflegen.

1% denkt.

Das heißt, eine handvoll Leute denkt ernsthaft darüber nach, wie welcher Krieg, der Ruin welchen Landes jetzt am besten als ebenso notwendig wie nützlich darzustellen sei.

Ja, man schaut sich die neuesten sozialpsychologischen Studien schon an, die man keineswegs hätte selbst durchführen müssen, also auch mal die eigenen. Die 9% und die 90% sollen sich ja ernstgenommen fühlen.

Der einzige Sinn und Zweck der Veranstaltung ist effektive Propaganda.

Entscheidend dabei ist, dass das außer dem Göller und vielleicht ein paar anderen Leuten keiner so richtig merkt.

Alles muss wissenschaftlich klingen.

Logisch, selbstlos, empirisch.

Funktionsträger sollen die Ergebnisse mit ehrfurchtgebietender Miene überzeugend vortragen können.

Ein bisschen was ist also schon zu tun.

Pech, Jungens, dass ich für Euch zu teuer bin.

— Anzeigen —


Tags:

12 Antworten zu “Denktanks”

  1. Lisa sagt:

    S(t)inktanks?

  2. Thomas sagt:

    Schön gesagt, Magnus.
    Das eine Prozent weiß, was gespielt wird, die 9% kennen die wahren Hintergründe schon nicht mehr, erarbeiten aber dann die detaillierten Szenarios. Die anderen 90 Prozent braucht man, um dem Rest der Welt glaubhaft zu vermitteln, dass der Denktank nur das Beste für uns will. Diese 90 Prozent sind deshalb darin so effizient, weil sie sich gar nicht versprechen können oder aus Versehen Fragmente der eigentlichen Wahrheit dahinter preisgeben können, denn sie wissen sie schlicht nicht. Das macht die Sache dann 100% glaubwürdig.
    Ein ziemlich geniales System, muss ich leider anmerken.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ja, das System ist gut durchdacht.

    So wie es aussieht, haben das aber mindestens schon Dreie durchschaut.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    So, wie man heute vielerorts Englisch unterrichtet, sind es zweifellos Sinktänks.

    Vielleicht sollte ich mal noch dreitägichte Socken Marke Rune und Magnus Göller dareinschmeißen, und sie erstänken, wider jede alte Kasernenweisheit, eben doch.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich habe das Interview mal durchgelesen.

    “Sozialwissenschaften”: Da lache ich doch.

    Wer sich nicht an die Maurer usw. herantraut, der soll nicht so tun, wie als ob er Fäustel und Spitzeisen erfunden hätte.

    Was hat der Emeritus denn “erforscht”?

    Dass wer viel Geld hat viel mächtiger ist, als der wenig Geld hat?

    Da wäre so ein bescheidender Geist wie wie ich wohl kaum drauf gekommen.

  6. Thomas sagt:

    “Money is what money does”

    Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Handfeuerwaffen Menschen töten, Gabeln fett machen und Autos betrunkene Fahrer.

  7. Dude sagt:

    @Magnus

    Es ist in meinen Augen nicht förderlich, Menschen, die sehen, dass so manches gewaltig schief läuft, und dass dies keineswegs nur zufälligerweise so falsch läuft, dann nachzusagen, sie hätten sich das auch sparen können.

    Vielleicht liegt die Knappheit und Oberflächlichkeit darin, dass er möchte, dass sein Buch gekauft wird, denn wahrscheinlich kämpft er mit entsprechendem Gegenwind, von Subjekten, denen es natürlich nicht passt, dass sie zumindest schon mal überhaupt thematisiert werden, und wie Du ja wohl weisst, ist dieser Gegenwind dann oft absolut nicht förderlich in ökonomischer Hinsicht, also dass man mit dem wichtigen was man tut, eben nicht über die Runden kommen kann, solange man sich der Herrschaft des Kapitals mit bewusster Kritik entgegenstellt…

    Ich weiss es nicht, halte von Krymanski aber, nachdem was ich von ihm bisher schon gelesen habe (er ist ja auch einer der wenigen, welche die Bilderberger und vergleichbare Vereine auch publikumswirkams immer wieder äusserst kritisch anspricht), doch so einiges…

    Ich habe Dir aber schonmal gesagt, und sage es gern erneut, dass die Attacken nicht denen gelten sollten, die immerhin mal das Herrschaftsgebilde grob beleuchten, sondern den Beleuchteten!

    Lieben Gruss

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    “…dass die Attacken nicht denen gelten sollten, die immerhin mal das Herrschaftsgebilde grob beleuchten, sondern den Beleuchteten!”

    Naja, ich weiß nicht.

    Nur ein Beispiel: Diese ganzen “kritischen” Marxisten und Halbmarxisten und Zerseftel von der Frankfurter Schule habe ich schon im Studium zur Genüge erlebt, zig Millionen haben Stalinismus, Maoismus usw. nicht überlebt, was denen aber im Grunde scheißegal.

    Dann der “antikapitalistische” Feminismus, die ganzen verlogenen NGOs…

    Dann Typen wie Cohn-Bendit, Joschka Fischer…

    Ich weiß nicht, was dieser Krymanski vorlegt.

    Nach diesem Interview interessiert es mich auch gar nicht gesteigert.

  9. Dude sagt:

    @Magnus

    Dann schau Dir mal folgendes etwas genauer an… …womöglich siehst Du dann Krysmanski (hab vorher das ‘s’ unterschlagen ;-) ) in einem etwas anderen Bilde…

    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-m/krysmanski-a&k-mai2011.htm

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Was will er denn, dieser Krysmanski? (Ich rede jetzt vom zweiten von Dir verlinkten Interview.)

    Einen globalen Sozialismus?

    Wie viele hundert Millionen Tote kalkuliert er dafür ein?

    Er analysiert zwar teils zutreffend, unterschlägt aber Entscheidendes.

    Völker und Kulturen spielen keine Rolle.

    So gesehen ist er ein Vertreter der NWO.

    Über die Geldwirtschaft, wie sie angelegt ist, sagt er wenig bis nichts.

    Auch nichts über wesentliche Formen der Indoktrination.

    Wo ist die Freimaurerei?

    In der Pyramide vergessen?

  11. Dude sagt:

    Er will, dass nicht mehr einzelne Netzwerke, Lobbie und Geldsäcke entscheiden, was läuft auf der Welt, und will nicht mehr, dass die Politik nur die Huren dieser IG’s sind, und er will die Herrschaft des Kapitals durchbrechen.

    Das sticht für mich klar durch seine Zeilen.

    Und das ist mE. eminent.

    Klar ist seine Abhandlung nicht komplett, aber zum Thema BiBi findet man nicht viel bessere im Deutschen Sprachraum, wie ich meine…

    Gib mir was besseres. ;-)

Eine Antwort hinterlassen