Bond Goes Deep Sea (und Schluss)

Jetzt mal ernsthaft.

Nachdem James Bond es im aktuellen Film mit einem Hacker zu tun bekommt: Was wäre die adäquate Steigerung?

Außerirdische Invasoren?

Zu abgeschmackt.

Ich schickte Bond in die Tiefsee.

Von dort weiß man – zumindest an der Fläche, die sie einnimmt, gemessen – fast nichts und kann deshalb der Phantasie freien Lauf lassen.

Wie wäre es mit geheimen Nazi-U-Boot-Basen?

Es gibt dort unten heiße Quellen für die Badewanne, Methan, Schwefelwasserstoff, Manganknollen, Magma für die Fußbodenheizung, Riesenkraken, Fische mit Lampen am Kopf, der Teufel was.

Ab und zu kann man auch ganz unbemerkt einen Pott- oder Blauwal ernten.

Findige Leute, richtige Bösewichter, haben also alles, was sie brauchen.

Fragt sich nur noch, welche finstere Verschwörung man ihnen dort unten andichten könnte.

Naja, immerhin: Sie könnten mit künstlich erzeugten Seebeben und also mit verheerenden Tsunamis drohen.

Nicht nur angesichts dessen, was in Fukushima passierte, ein durchaus übles Schreckensszenario.

Söffe zwischendrein mal – saudumm – mitten im Pazifik, unerklärlicherweise, ein US-Flugzeugträger ab, so wäre man auch reichlich ratlos, denn die teuren Fliegerchen darauf kämen ebenfalls nicht mehr heim.

Zeit, dass Bond seinen Urlaub auf dem Bikini-Atoll abbricht, über Hongkong, wo er sich trotz einiger explosiver Zwischenfälle wieder eine anständige Garderobe besorgt, nach London fliegt, wo M ihn instruiert und Q ihm geeignetes Material schafft.

Was für eine Überraschung, als Bond, diesmal, über Diego Garcia, diskreter anreisend, wo er nur mit einer Airforce-Colonellin, stammend aus der South Bronx, Pause machen darf, herausfindet, dass sich im Marianengraben nicht nur die dort vermuteten Deutschen rumtreiben…

Harpunierende Amazonennixen, aquatische Kassandren, die nur sehr viskos Englisch sprechen, feuerquallenartige Sirenen, notgeile Seesternvamps, humanoide Schleimkiemenflosserinnen…

— Anzeigen —


Tags: ,

Eine Antwort hinterlassen