Bond Goes Sweden

Gut, wir vermochten die neuen Aufgaben des James Bond im Vorartikel “Bond Goes Goldman Sachs” erst in groben Ansätzen darzulegen.

Bond, der zwar aus naheliegenden Gründen schon immer mit der Occupy-Bewegung sympathisierte, hat sein weiches Herz im knallharten Kerne zu entwickeln.

Zu diesem Behufe schickt ihn “M” nach Schweden, alswo er sich – Befehl ist Befehl – von mehreren Feministinnen verführen lassen muss, die ihn, wie in diesem Lande üblich, dann der Vergewaltigung zeihen, worauf die leitende Staatsanwältin Bonds Auslieferung fordert.

Natürlich befürchtet Bond (alles ist selbstverständlich bewusst eingefädelt, ihm eine Tarnung zu verschaffen), dass er von den SchwedInnen nicht nur hinter deren berüchtigte Gardinen gebracht werden könnte, sondern auch, nur wegen ein paar in Notwehr den Sachsmännern gebrochener Daumen in die USA ausgeliefert werden. Also bittet er in der nordkoreanischen Botschaft um Asyl.

Auf dem Weg zum Flughafen aber, Pjöngjang schon in Reichweite, wird er spektakulär verhaftet (die Szene, wie ihn seine Landsleute dafür zusammendreschen müssen, ist nicht von Pappe), dann an die schwedischen BehördInnen ausgeliefert.

Im berüchtigten Aftonbladet-Knast nahe Stockholm (von seinem Holm sieht man eine halbe Stunde nichts mehr) soll Bond nämlich eine sexistische Exilrussenschwulenverschwörung aufdecken; die Amerikaner haben versprochen, die Füße stillzuhalten, bis Bond den Russen gezeigt hat, wo der Hammer hängt.

Nachdem Bond allen Verschwörern ihre Waffen abgebissen, muss er natürlich vor den nichteingeweihten Schwedinnen und den Amis gleichzeitig fliehen; nachdem er sich nach Murmansk durchgeschlagen (nicht einfach; selbst Bond beherrscht das Finnische nur leidlich), klaut er dort eine Fregatte der russischen Nordmeerflotte, mit einer Natascha an Bord, die nicht nur am Rechnerstickel eine kompetente Steuerfrau.

Klar, dass die beiden nur etwa 50 Seemeilen und zwei Nummern weit kommen.

Gestellt, in ihrer Verzweiflung, stürzen sie sich, ja, Neoprenanzüge finden sich noch, in die Barentsee.

Indem Natascha schon, unter Flüchen, wie nur Russinnen sie kennen, ins Packeis gequetscht, taucht neben Bond ein chinesisches U-Boot auf, das merkwürdigerweise aussieht, alswie ein deutsches der neuesten Dolphin-Klasse.

Da Bond keine Zeit mehr dafür hat, sich zu überlegen, ob dies denn in Wirklichkeit ein von Goldman Sachs gechartertes israelisches Tauchgefährt, lässt er sich mitnehmen, und, kaum aufgetaut, wird er von Rachel rangenommen, der er, aufgrund ihrer Physiognomie und bescheidenen Performance in der Koje, leichthin abnimmt, dass sie eine waschechte Engländerin sein müsse.

Zuhause, beim Rapport bei “M”, Mission Accomplished, braucht er dann aber doch nochmal eine steife Oberlippe, als er erfährt, dass Moneypenny persönlich von “M” den Auftrag erhalten und ausgeführt hatte, ihm seine finale U-Boot-Gespielin zuzuführen.

Schlussdialog: “M, I would surmise that her Majesty could have supplied her humble servant somewhat better, especially in the end of the proceedings.”

M: “007: Had You preferred to return to Sweden?”

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