Bilderberger: Steinbrück als B-Movie-Darsteller

Die Bilderberger sind ziemlich überschätzt.

Anstatt dass sie ihren Sozenkanzler in spe, Steinbrück, im Bundestag als Abgeordneten, der er ja war und ist, irgendwelchen Unfug anrichten ließen, hießen sie ihn für ein paar Peanauts irgendwelche Subalternen vollschwatzen.

Gut, die Vortragsreisen des “kann Kanzler” mögen im Sinne des Bewährungsrituals und der Eingewöhnung einen gewissen Sinn ergeben haben; unterm Strich aber wäre es klüger gewesen, ihm die gute Million einfach so zu geben.

Andererseits: Man mag mit Bilderbergerin Merkel eben doch so zufrieden sein, dass man den Peer nur als Warnung aufgebaut.

Was der Peer definitiv schlechter kann, als die Kanzlerin, ist die Mundwinkel oben halten. Darin ist er richtig scheiße.

Dabei kann er nichtmal behaupten, er wäre irgend oder gar stets eine Engländerin, die gerade nicht amüsiert.

Klar: Er hält die untigen Diabolo-Mundwinkel für ein Zeichen der Entschlossenheit, was auch sonst.

Erinnert mich an einen Killer aus einem recht lustigen B-Movie.

Dieser Killer lebte auch nicht lange, hatte aber einen eindrucksvollen Auftritt.

Ich sah den Film zusammen mit einem Freunde in Berlin.

Alles ging schief.

Der Killer, bevor er selber gekillt wurde, killte nur die falschen Leute.

Er war davor aber schon eine Marke für sich.

Als er ins US-Irgendwo-Grenzwirtshaus eintrat, kräftiger, schnauzichter Mexikaner, meinte mein Freund schon, der sehe aber gar nicht so aus, wie als ob er gute Laune habe, Mundwinkel-Typ Peer Steinbrück.

Ich meinte, dass das ein Mann sei, der wohl noch nie in seinem Leben eine gute Laune gehabt habe; gleich werde es wahrscheinlich mächtig krachen.

Alsbald waren denn auch, wie es sich gehört, Dreie oder Viere tot; allerdings zeigte sich der Namenlose, den ich mal Pedro el Diablo nennen will, dabei von erstaunlicher Eleganz; keine Uzi, keine 45er Magnum, nichtmal ‘ne Glock oder ‘ne Walther: Er öffenete sein Wams, und innen staken einige 25 Wurfmesser, die er beidhändig so kompetent an die jeweiligen Kandidaten verteilte, dass wir nichts mehr zu meckern hatten.

Wenig später, nach noch ein paar Leichen und einem reichlich angemesserten Antonio Banderas, ward dieser wackere Todeshandwerker dann doch ganz profan erschossen.

Was lernen wir daraus, liebe Bilderberger?

Es gewinnt nicht immer der, der die Mundwinkel am weitesten herunterzuziehen weiß.

— Anzeigen —


Tags:

6 Antworten zu “Bilderberger: Steinbrück als B-Movie-Darsteller”

  1. Lisa sagt:

    “Was der Peer definitiv schlechter kann, als die Kanzlerin, ist die Mundwinkel oben halten. Darin ist er richtig scheiße.”

    Physiognomisch betrachtet bedeutet diese Art von heruntergezogenen Mundwinkeln hauptsächlich Pessimismus, der sich bei A. Merkel schon tief eingegraben hat. Bei Steinbrück etwas weniger, dafür presst er die Lippen fast krampfhaft zusammen, was wohl Entschlossenheit signalisieren soll. Aber was für eine Entschlossenheit, die solchen Krampf braucht? Möglicherweise ist bei Beiden noch Abscheu und Ekel im Spiel.

    Jedenfalls sind die meisten “unsere” Politiker, physiognomisch (und auch sonst) betrachtet, keine strahlenden, gutwilligen, mitfühlenden, intelligenten Menschen…

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich sehe ja auch nicht gerade aus wie die Zwillingsschwester von Claudia Schiffer, aber rausschwätzen kann ich auch; und wenn ich dafür zehn Mille die Stunde bekäme, so wie Steinbrück, hätte ich wohl kaum die Mundwnkel so weit unten. Schon bei einem Tausi wäre ich ganz zufrieden.

    Vielleicht hat man dem Peer schon gesagt, dass er nur als Pappkamerad gegen die Merkelin antreten soll und nachher unter ihr Finanzminister werden muss. Darauf hätte ich mit 66 Jahren und selber schon den Stadel voller Heu nun wahrlich auch keine Böcke mehr. Das machte selbst einen wie mich, der wenigstens angelegentlich durchaus zum Frohsinne neigt, etwas verdrießlich.

    Mag aber auch sein, dass der Peer noch nicht weiß, dass man bei wirklich starken Schmerzen erst recht versuchen soll, so entspannt wie möglich zu bleiben, gar nichts anspannen oder zusammenpressen, noch nicht mal die Lippen.

    Eine weitere Interpretation wäre (sein Problem hat sich seit der Bilderberegerei in Sankt Moritz sichtbar verschärft), dass er inzwischen so viel von dem weiß, was er unter keinen Umständen sagen darf, dass er es sichtbar runterschlucken muss.

  3. Lisa sagt:

    Deine Interpretation des “Lippenpressens” kann durchaus sein. Ja dicht halten. Physiognomie hat nichts mit gängigen Schönheitsmodellen zu tun. Sie beschreibt nicht nur die äußeren Formen, sondern vielmehr die Qualität, oder besser gesagt, die Ausstrahlung eines Menschen. Ich weiß, dass heute kein Mensch mehr einen Pfifferling auf Physiognomie gibt, aber ich halte es für ein gutes Hilfsmittel der Erkenntnis (vor allem seiner selbst natürlich).

    Die Mundwinkel von Frau Merkel sind nicht angeboren, sondern erworben. Überhaupt ist ihre ganze Mimik unschön und das zeigt eben auch ihre Gedanken…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich gebe durchaus mehr als nur einen Pfifferling auf die Physiognomie und halte sie allerdings auch für ein gutes Mittel der Erkenntnis.

    Indes will ich mir auf diesem Gebiete nicht anmaßen, ein sonderlicher Experte zu sein.

    Bei Steinbrück ist die Sache mit den Lippen (es gibt ja auch die Redewendung “erklärte er schmallippig”…) und den Mundwinkeln jedoch so auffällig, dass man sie gar nicht mehr übersehen kann.

    Deshalb wird sich aber so leicht erst recht kein MSM-Journalist dahingehend verwagen, die Sache zu thematisieren.

    Es ist natürlich generell fragwürdig, inwieweit man das Äußere einer Person öffentlich heranziehen sollte/darf; es sei denn, es geschieht zum Positiven (“verschmitztes Lächeln”, “sympathische Grübchen”, “leuchtende Augen”, “klarer Blick” usw. darf man jederzeit einer Person attestieren).

    Wir haben es hier mit einem ziemlichen (bezüglich Frauen praktisch absoluten) gesellschaftlichen Tabu zu tun; während Gestik, auch Mimik im Einzelfalle, Tonfall, Gesamtkörperhaltung, Kleidung, scheeler Blick vielleicht gerade noch, auch kritisch thematisiert werden dürfen, ist das, was sich in ein Gesicht eingegraben, soherum aufzugreifen nicht statthaft.

    Das gilt als unanständig, “ehrenrührig”…

  5. Lisa sagt:

    “Es ist natürlich generell fragwürdig, inwieweit man das Äußere einer Person öffentlich heranziehen sollte/darf;”

    Vielleicht so, wie man von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, Fotos veröffentlichen darf. Insbesondere denke ich da an Menschen, welche angeblich “das Volk” vertreten und die sich durch ihre Handlungen und Worte vollkommen disqualifiziert haben, also die Politiker. Da lohnt sich der eine oder andere Blick auf die Physiognomie…

    Du hast Dich zwar auf Steinbrück eingeschossen, aber ich finde Frau Merkel bemerkenswerter – in ihrem zur Schau getragenen Pessimismus bei gleichzeitiger fast schon zügelloser Weichheit der Gesichtszüge.

    Aber sei’s drum. Ich werde Dir demnächst auf “Glaubenssätze” antworten.

  6. Dude sagt:

    Man sehe und staune… …der kann ja auch ganz anders! ^^

    http://static.twoday.net/scusi/images/Gier3.jpeg

    ;-)

Eine Antwort hinterlassen