Knabenbeschneidung: Einen Nutzen mag sie bringen

Ich versuche seit langem, man will ja ausgewogen argumentieren (das ist heutzutage – einschlägige Ausnahmen gibt es natürlich – so eine Art Sankt Relativitätstheorie der zumal politischen Debatte, mit semantischer Raumkrümmung ob des thematischen Geistes der Schwere), der religiös motivierten Knabengenitalverstümmelung irgendetwas Positives abzugewinnen.

Endlich scheint es mir geglückt.

Ein beschnittener Moslem oder Jude sieht jeden Tag seines Lebens (ich gehe mal davon aus, dass auch Beschnittene jeden Tag mindestens einmal pinkeln müssen), wie kompromisslos grausam seine Religion selbst noch gegenüber den eigenen Leuten ist.

Das mag den einen oder anderen irgendwann doch zum Nachdenken bringen.

Das mag bislang selten sein, im Laufe der Zeit aber doch häufiger werden.

Da nicht alle Moslems und Juden doof sind, mag der eine oder andere doch auf die Idee kommen, dass er mittels dieses blutigen, grausamen, schmerzhaften Rituals, vorgenommen an seinem Geschlechtsteil, in eine Opfergemeinschaft hineingezwungen wurde, und zwar im doppelten Sinne, dass das der eigentliche Behuf der Sache war.

Deshalb so irreversibel, wesentliche Empfindsamkeit wegschneidend, damit es wenigstens im Sinne der Verstümmelung zeitlebens kein Entkommen mehr gibt.

Nur logisch, dass die meisten, da es ja nunmal passiert ist, sie ihre dies veranlasst habenden Eltern und Verwandten trotzdem lieben, die Sache irgendwie, auf Deibel komm raus, rechtfertigen werden.

Aber eben nicht alle.

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20 Antworten zu “Knabenbeschneidung: Einen Nutzen mag sie bringen”

  1. Lisa sagt:

    Aus dem Thomas Evangelium: “Seine Jünger sagten zu ihm: Ist die Beschneidung nützlich oder nicht? Er sprach zu ihnen: Wenn sie nützlich wäre, würde ihr Vater sie schon beschnitten in ihrer Mutter zeugen. Aber die wahre Beschneidung im Geist hat vollen Nutzen gehabt.”

    Das finde ich eine sehr interessante Aussage zur Beschneidung, nämlich die Beschneidung im Geist. Ich interpretiere das mal so ähnlich wie Ockhams Rasiermesser. Alles, was nicht zu enem selbst gehört, wird abgeschnitten. Also das ganze Geschwätz der Politik und Propaganda, sämtliche religiöse Lehren und Ähnliches. Eben alles, was man nicht braucht. Dann kannn man die innere Stimme auch wieder besser hören…

    Das hat jetzt zwar nichts mit dem “Nutzen der Beschneidung” zu tun, höchstens insofern, als dass diese Beschneidung im Fleisch möglicherweise nur ein großes Missverständnis ist. Ob das durch “Anschauung” behoben wird….

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Oh weh.

    Ich bin auch nicht für unnötige, scholastische Verkomplizierung, sehe aber oft auch viel zu einseitges “Entweder-Oder”.

    Viel zu wenig multifaktorielle Betrachtung mancher Phänomene.

    “Aber die wahre Beschneidung im Geist hat vollen Nutzen gehabt.”

    Ich gehe jetzt mal, was auch sonst, von der von Dir verwendeten Übersetzung aus.

    Weshalb wegschneiden? (Zumal: “…hat vollen Nutzen gehabt”. Für wen? Und wieso im Perfekt?)

    Was ich nicht will, lasse ich fahren, weg, zurück.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich hatte vorhin wenig Zeit, weshalb Wesentliches nicht hingeschnitten ward.

    Abraham soll sich sein Teil auf allgemeinjüdische Forderung Jahwes hin mit einer Axt dekapitiert haben, hörte ich. Moses soll eine Beschneidung der Vorhaut des Herzens gefordert haben, hörte ich.

    Jetzt höre ich von jenem Thomas, die wahre Beschneidung im Geiste habe vollen Nutzen gehabt.

    Tut mir gar nicht leid: Da lache ich erstmal.

    Diese Biblaster suchten sich anscheinend immer nochwas für ihre Äxte und Messer.

    Schafsseckel kann man da schon nicht mehr sagen, denn sie haben ja schon derer keine ganzen.

    Das ist ein einziger Absturz.

    Man kann sich natürlich alles zurechtinterpretieren.

    Ich könnte, beispielsweise, auch sagen, dass die Lobotomie zur Freiheit und höherem Bewusstsein verhelfe (so ähnlich gab es das schon), weil dann die beiden Hirnhälften keinen Stress mehr miteinander hätten.

    Haben sie dann ja auch, inalsoweit man das weiß, nicht mehr.

    Man kann in jedem Kehricht nach einem Gran verkäuflichen Aluminiums oder Kompostes stochern.

  4. Kolibri sagt:

    Obwohl ich zur Zeit sehr viel anderes zu erledigen habe, nehme ich mir doch die paar Minuten, um einen Kommentar zu schreiben.
    Beschneidung sollte meines Erachtens in unserer Zeit überhaupt kein Thema mehr sein, ich finde diese Rituale so absurd, so abscheulich, so sinnlos, wohl einer der grössten Blödsinne.
    Ich nenne die Dinge einmal beim Namen.
    Ich wüsste wirklich nicht, wofür so etwas gut wäre, ausser massive Aggression zu erzeugen.
    Da das alte Testament nur von Kriegsgeschichten voll, wollten sie damit wohl angemessen, aggressive Krieger erzeugen, damit Diesen in ihrer Wut, das Abschlachten unschuldiger Menschen leichter fiel, wobei damit auch, wie LISA sagt,” im Geiste beschnitten” ihr Denkvermögen wirklich eingeschränkt war.

    Und jetzt sage mir bitte einmal einer, für was dies alles gut sein soll!!!

    Da es das Thema Sexualität betriff, möchte ich schon darauf hinweisen, dass wir uns hier in einem sehr empfindlichen Bereich befinden, der zu achten und respektieren wäre, da es immerhin der Bereich ist, wo Leben gesät und geboren wird, zudem die Urkraft des Feuers in sich trägt, die eine enorme Lebensenergie in sich birgt.

    @Lisa

    Im Leben geht es nicht nur um Geist, es geht auch um Gefühle.Ich hab von dir noch nie was konkretes über Gefühle gelesen, aber wenn du glaubst dass theoretisches Wissen alles ist, dann wünsch ich dir viel Glück, und den Traumprinz auf dem weissen Pferd,der dich irgenwann abholt

  5. Lesezeichen sagt:

    Hallo Ihrs :)

    das Thomas-Evangelium hat überhaupt keinerlei Aussagekraft. Weder ist es von der rk Kirche anerkannt, was ja noch zu verkraften wäre, noch stellt es überhaupt irgendeinen realen Bezug zum christlichen Glauben dar. Dieser Thomas ist auch kein Jünger Jesu gewesen und wenn man sich die – angeblichen – Jesuszitate durchliest, so steht das im völligen Gegensatz zum Leben Jesu, seinem Handeln und auch seinen Predigten.

    Ansonsten, Magnus, ist an deiner Feststellung etwas dran. In irgendeiner Sendung über die Beschneidung äußerte sich einer der Befürworter, dass die Jungs sich z.B. in einer gemeinsamen Dusche nach dem Sport untereinaner “kennen” würden. Es wäre so etwas wie ein Erkennungszeichen, ein Merkmal und es würde die Jungs zu einem geheimen Verbund zusammenschließen etc.

    Heinssohn, den ich – wie du weist – im allgemeinen sehr schätze, hat dazu im ef-magazin einen recht interessanten Artikel geschrieben

    http://ef-magazin.de/2012/09/23/3717-beschneidung-im-judentum-symbolhandlung-gegen-das-kindesopfer

    Ansonsten halte ich nach wie vor daran fest: Wenn Gott den Mann ohne Vorhaut hätte haben wollen, hätte er ihn so geschaffen. :)

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich habe das von Dir von Heinssohn verlinkte kurz überflogen.

    Wieder nur eine Fixierung auf Juden, Römer, Christen.

    Was jetzt auch noch das “Thomas-Evangelium” soll?

    Zwanghaft, so scheint es mir nicht nur, sondern wird es für mich seit Jahren immer noch deutlicher, sucht je jeder von der Genesis bis zur letzten Apokryphe irgendwas, genau das, welchem er seinem Wunsche gemäß doch etwas abgewinnen kann, sich in dieser Erkenntnis zu sonnen, sich für seinen Glauben zu rechtfertigen, sich über andere, die das Wesentliche nicht verstanden hätten, zu erheben.

    Selbstverständlich darf jeder suchen und finden und erheben, was er will; betrachtet man aber die hier typischen Vorgänge, so…

    Selbst Leute, die meinen, dass das AT insgesamt ein Mistbuch sei, ziehen dann, wenn es ihnen pässlich, doch wieder Jesaja oder den Wasweißichwen hervor, ihre Thesen zu stützen.

    Es ist erbärmlich.

    Manchmal habe ich mir schon gedacht, dass ich das Kreuz, so etwas noch immerhin durch Antwort ernstzunehmen, glatt abwerfen müsse; vielleicht mache ich das auch irgendwann; allein, der Zeitpunkt scheint mir noch nicht gekommen.

    Der jahweitische Bannfluch über die Menschheit wirkt noch so stark, dass das unverantwortlich wäre.

    Vielleicht erlebe ich es noch, dass ich mich damit nicht mehr befassen muss.

  7. Zwingmann sagt:

    1. Beschneidungen sind Körperverletzungen an wehrlosen Minderjährigen.Mediziner und Psychologen weisen darauf hin, dass dieser
    Schmerz zu posttraumatischen Erfahrungen führen kann (PTE)
    Beschneidungen sind für mich körperlich/geistig/seelische Vergewaltigungen.
    2. Sich hinter Religionen zu verstecken, finde ich absurd, denn es
    besteht kein Zweifel, dass die drei monotheistischen Religionen, die
    letztlich untereinander inkompatibel sind, der Menschheit fast nur
    Kriege, Kreuzzüge, Unterdrückungen und Elend gebracht haben.
    Aktuell sorgt der Kinofilm Fethi 1453 dafür, dass nicht nur in der
    islamischen Welt das Christentum als barbarisch dargestellt wird.
    Der Film handelt davon, wie der Christenhasser Sultan Fahti das
    einst christliche Konstantinopel dem Islam unterwirft.
    3. Ohne den Deckmantel der Religionen erfüllen für mich Beschneidungen den Straftatbestand der Körperverletzung.
    Die Schäden dieses Eingriffs sind nicht mehr reparabel.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zwingmann

    Unfreiwillige Beschneidung (also nicht bei Volljährigkeit selbst diese wollend) erfüllt ganz klar den im § 226 StGB beschriebenen Straftatbestand der vorsätzlichen schweren Körperverletzung und ist daher mit nicht unter 2/5 Jahren Freiheitsentzug zu bestrafen. Was auch sonst? (Wenn Sie noch nicht auf dieser Seite waren: Das habe ich früher schon gesagt.)

  9. Zwingmann sagt:

    @mwgöller

    Pardon, dass ich nicht alles, was Sie so schreiben, im Gedächtnis habe.
    Ich kenne Ihre Seite erst seit kurzen durch net-news-express.de
    Ich habe auf den Straftatbestand hingewiesen, da aktuell seitens
    der Regierung als auch der Opposition ein Gesetz vorbereitet wird,
    dass diese Körperverletzungen aus religiösen Gründen straffrei
    stellen soll.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zwingmann

    Kein Problem. Ich wollte auch nur den Hinweis geben.

  11. Zwingmann sagt:

    Noch eine letzte Anmerkung: Beschneidungen sind nur ein Beispiel
    für die Auswirkungen auf Kinder.
    Ich bin auch nicht gefragt worden, ob ich getauft werden will.
    Mit neun Jahren war ich zu jung, um zu begreifen, was Kommunion
    bedeutet. Irgendwann kam dann noch etwas namens Firmung.
    Ich habe schon vor 30 Jahren die Konsequenz gezogen, und der wohlhabenden Firma römisch-katholischer Kirche über das Amtsgericht
    meine Kündigung mitgeteilt.
    Die Unterdrückung hat eine lange Geschichte.
    “Macht euch die Erde untertan”. So steht es in Vers 28 des 1.
    Kapitel der Genesis.
    “Geht in alle Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern”. Dieser
    Missionsbefehl wird bis heute befolgt.
    Dass die Juden das auserwählte Volk sind, sei nur noch am
    Rande erwähnt.
    Wie gut, dass ich schon vor ungefähr 35 Jahren Wilhelm Reich: Massen-
    psychologie des Faschismus gelesen und verstanden habe.

    Etwas zynisch formuliert noch, dass Behinderte eben ihre Strukturen
    brauchen. Das hat eindrucksvoll Le Bon in seinem Buch über die
    Psychologie der Massen dokumentiert.
    Behinderte brauchen eben in diesem Sinne auch ihre Religionen und die darin enthaltenen Vorgaben incl. Beschneidungen von Wehrlosen.
    Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zwingmann

    Ihnen ebenfalls – wie mir jetzt auch – eine gute Nacht.

    Auf Dauer werden wir nicht nur in unseren Träumen und unserer genaueren Worte halber am längeren Hebel sitzen.

  13. Lisa sagt:

    Die abrahamitischen Religionen und ihr “heiliges Buch”, die Bibel, werden deshalb immer wieder zitiert, weil dies immer noch die Grundlage der westlichen Kultur ist. Das Christentum, das sich aus mir unverständlichen Gründen auch auf das Alte Testament beruft, ist die Kultur des Westens, auch wenn die schönsten Aussagen darin ins Gegenteil gekehrt sind. Oder gerade deshalb. Der Protestantismus ist sogar fast ausschließlich Alttestamentarisch und es sind heute die protestantischen Sekten, welche die westliche Welt bestimmen. Die Glaubenssätze der abrahamitischen Religionen sind immer noch vital. Besser, man kennt sie, denn nur so kann man sie neutralisieren.

    Diesen Bann kann man nur mit Erwachen oder mehr Erleuchtung brechen, also mit Verstehen und Einsicht. Und mit Humanismus anstatt Gottesfürchtigkeit. Aber das hatten wir schon in der Diskussion um Erleuchtung. Darin habe ich übrigens auch “Konkretes über Gefühle” (@ Kolibri) geschrieben, allerdings nicht im Sinn von Geühlsduselei und Sentimentalität.

    Und jetzt noch etwas “just or fun”…

    Es gibt eine (gechannelte) Geschichte der Genesis, die sich von der Bekannten vollkommen unterscheidet. Danach haben die Annunaki, eine außerirdische Rasse, die Menschen aus dem vorhandenden Material erschaffen und immer wieder deren DNA verbessert. Möglicherweise ist das “die Beschneidung im Geist”. Die damaligen Juden waren scheinbar ihre liebsten Versuchsobjekte – das auserwählte Volk. Der Marsch durch die Wüste war demnach eine Art Laborversuch. Das Manna war gelartiges weißes Gold, das alle notwendigen Nährstoffe enthielt und Moses wurde immer wieder instruiert, z.B. auf dem Berg, was es zu tun gäbe. Die Bundeslade war nach dieser Geschichte ein außerirdisches Gerät, das es den Anführern erlaubte, mit ihren Herren in Kontakt zu treten, die nebenbei bemerkt, nicht sehr empathisch waren.

    Sehr viel später gab es eine andere, freundlicher gesinnte außerirdische Rasse aus dem Siriussystem, welche Mitgefühl mit den Menschen hatte und einen ihrer Aufklärer sandte – Jesus. Der versuchte nun den tumben Fischern und Anderen ein paar Mechanismen des Bewusstseins mitzuteilen. Man kann sagen, dass er nicht besonders erfolgreich war, denn viele seiner Aussagen werden bis heute nicht verstanden.

    Unnötig zu sagen, dass ich nicht weiß, ob etwas Wahres an dieser Geschichte ist. Aber sie klingt nicht absurder als die bekannte Genesis….

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Manchmal komme ich glatt in Versuchung, auch mal ein Experiment zu machen.

    Einfach (unter Pseudonym, sonst glaubt mir das keine Sau, es sei denn ich laufe ein halbes Jahr wie ein Irrer durch die Stadt und fasele vor mich hin, was ich mir der Kinder wegen nicht leisten kann und worauf ich auch sonst keinen Bock habe) behaupten, verziert mit einer anrührenden Ramengeschichte, dass mir von einem Hutzlibu (den Namen wählte ich aus naheliegenden Gründen natürlich nicht) zu den Juden (da wäre ich in der Narration selbstverständlich vorsichtig), der Bibel und Jesus was herunterkanalt worden sei, das zwar an bereits vorhandene Meme anknüpft (das ist wichtig, jedenfalls für die meisten Schafe), aber ansonsten irgendetwas so dazu noch nicht Verbratenes bringt, das an klarer Keckheit einerseits, an Obskurem, an religiösem Dadaismus andererseits, alles Vorhandene in den Schatten stellt. (Ich traute mir durchaus zu, das hinzukriegen; die entsprechenden textuellen Register sollte ich draufhaben, und manchmal spinne ich sowieso ganz gern rum.)

    Sobald die Sache sich dann bei den Esos wie ein Lauffeuer rumgesprochen hat, ziehe ich am Schnürchen und erkläre allen, was für einem hirnrissigen, konstruierten Bockmist sie aufgesessen. (Das Witzigste wird sein, dass mir mancher das dann wohl nicht glauben wird…)

    Indes, zu der von Dir gebrachten Geschichte: Dass hier mitunter Außerirdische herumgefuhrwerkt haben bzw. dies immer noch tun, halte ich keineswegs für ausgeschlossen. (Ich setzte in meiner Story mit Sicherheit auch welche ein; Außerirdische bringen’s.)

    Sonst hätte ich ja auch nicht zusammen mit Rainer Grzybowski Tom Montalks “Discerning Alien Disinformation” ins Deutsche übersetzt.

    http://montalk.net/german/195/ausserirdische-irrefuehrung-erkennen

    Könnte Dich interessieren. Runterkanalt wird da zwar nichts, aber es wird, zumal was die menschliche Psyche anlangt, wie sie irrezuführen ist, ziemlich stringent argumentiert.

  15. survivor1270 sagt:

    Ich werde auch mal eine Religion gründen. Bei mir müssen alle Mitglieder ein Loch im rechten Fuß haben. In einer heiligen Zeremonie wird dazu mit einem Gewehr von oben ein – nur sehr kurz schmerzhafter – Schuß auf den Fuß abgegeben. Schöne Gesänge, vielleicht ein bißchen Feuerwasser dazu.
    Das schweißt zusammen.
    Wieso und warum das Ganze? Da wird mir schon noch eine tolle Geschichte einfallen. Ist das nicht herrlich, eine enthusiastische, leicht humpelde Gefolgschaft mit entrückten Gesichtzügen hinter sich zu wissen?
    Jaa, wird werden die Welt verändern!

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ survivor1270

    Nun gut, ein Schuss pro Nachhumpel wäre im Sinne des Klima- und Lärmschutzes wohl noch vertretbar.

    Ökos könnten sich ja wahlweise ein Spitzeisen mit dem Fäustel durch den Fuß treiben lassen.

  17. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    du schreibst

    “Wieder nur eine Fixierung auf Juden, Römer, Christen.”

    Zustimmung. Aber wenn man einen Bogen über die Entwicklung spannt, landet man unwillkürlich dort.

    Menschen werden sich immer irgendeine Religion suchen, eine Philosophie, Leitfiguren – die auch Leidfiguren sein können. Das ist so. Ich denke, es liegt in der Natur der Sache. Wir können unser Sein, unser Umfeld, unsere Herkunft und unser Ziel, den Sinn des Ganzen weder erfassen geschweigedenn erklären. Auch die Evolutionsbiologen nicht. Also geht der Mensch auf Sinnsuche. Selbst wenn deinem Wunsch entsprochen wird und alle Religionen der Welt abgeschafft werden, dann wird es morgen neue geben. Siehe z.B. Scientology oder man denke an den Bhagwan-Hype.

    Persönlich habe ich damit wenig bis keine Probleme, solange dabei niemand getötet oder verletzt wird oder sonst irgendwie zu Schaden kommt. Ich selbst habe diesbezüglich meinen ganz eigenen Bastelraum, in dem auch nur ich Zutritt habe. :)

    Damit möchte ich mich aus deinem Blog bis auf weiteres verabschieden. Ich habe mir in den letzten Wochen viel Zeit zum Nachdenken genommen. Schließlich verläuft mein Leben nun in völlig anderen Bahnen, wie du weißt. Wir haben Deutschland nun vor schon fast 4 Jahren verlassen und ich merke auch, wie mir diesbezüglich vieles zunehmend unwichtiger wird und anderes an Wichtigkeit gewinnt. So werde ich mich um meine geplanten Buchprojekte kümmern. Eines ist schon fertig und erscheint demnächst als e-book. Ein anderes ist gerade in Planung, eine Mischung aus Sachbuch und Erzählung. Beruflich eröffnen sich mir gerade völlig neue Perspektiven, die ich wirklich höchst erfreulich finde.

    Kurzum, ich mache einen Schnitt und ziehe unter so manches – auch liebgewonnenes – einen Schlussstrich und werde meinem Leben eine etwas andere Richtung geben, mich selbst und vieles andere neu aufbauen und auch unser Auswanderungsthema wieder aufnehmen. Auch wenn letzteres wirklich nicht eilt, so möchten wir doch ein bisschen vorausschauend handeln.

    Dir wünsche ich weiterhin viel Glück mit deinen Söhnen. Sei dir gewiss, dass nicht nur Männer bzw alleinerziehende Väter erhebliche Probleme mit dem System bekommen können. Das geht anderen ebenso und wenn ich mir die Kommentare unter dem Artikel im heutigen Tagesspiegel durchlese, in dem es um das Rentensystem und Kinder geht, dann weiß ich, was die Uhr in Deutschland geschlagen hat :).

    Lass dich nicht unterkriegen. Lächeln ist die beste Art, die Zähne zu zeigen.

    Herzlichst

    das Lesezeichen.

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Schade, Dich als Kommentatorin zu verlieren.

    Du bist, solltest Du doch wieder Lust haben, Dich einzubringen, natürlich jederzeit erneut willkommen.

    Ohne weiteres denkbar gleichwohl, dass ich mir Dein Buch / Deine Bücher mal anschaute und eine Rezension dazu verfasste (könnte durchaus auch auf unserer Hauptseite, wo wir das üblicherweise machen – dort gibt es allerdings keine Kommentarfunktion, was Dir aber vielleicht gerade recht sein mag – oder in der Druckausgabe erscheinen.)

    Ich denke kaum, dass Du so schlechte Werke verfasst, mich zu Verrissen zu zwingen.

    Ansonsten natürlich alles Gute auf Deinem weiteren Lebensweg.

    Ebenso herzlichst

    Magnus

  19. Kolibri sagt:

    @survivor1270

    Tolle Idee! Endlich mal was, womit du sicher Erfolg hast!
    Ich hab Tränen gelacht.Einfach genial, wenn ich mir das ganze bildlich vorstelle!

  20. Anonymus sagt:

    Also reden wir mal von “Nutzen” der Verstümmelung, nicht der männlichen, sondern der weiblichen!

    Ich muss etwas weiter ausholen, die Schwester Napoleons, Pauline Borghese-Bonaparte galt als nymphomanisch veranlagt. Eine Urur…Enkelin, selber Ärztin hat das Familiengeheimnis gelüftet, bei den Damen der Borghese-Bonapartes ist die Klitoris viel zu weit vom Scheideneingang entfernt, um beim Geschlechtsakt stimuliert zu werden, daher sind die Damen alle chronisch unbefriedigt und deshalb siehe oben. Diese Ärztin hat Ihr Schicksal beherzt in die eigenen Hände genommen und sich operieren lassen und Ihre Klitoris versetzen lassen. Die Sache ging gründlich schief, der Operateur hat die Gefühlsnerven bei dieser Gelegenheit durchtrennt und nun hatte Sie eine gefühllose Klitoris an der richtigen Stelle.

    Wenden wir uns nun der weiblichen Beschneidung zu, die in Wirklichkeit auch eine Verstümmelung ist. Wenn diese Verstümmelung die Wirkung wie oben beschrieben hat, ist auch klar, dass kein Mann aus den Kulturkreisen Schwarzafrikas, wo das üblich ist, eine unbeschnittene Frau heiratet, diese Männer wollen sich das Gerede von „Migräne“ und „Morgen habe ich Waschtag“ gar nicht erst anhören, die Nymphomanin ist gefragt.
    Diese weibliche Beschneidung macht also durchaus Sinn, ganz besonders in noch archaischen lebenden Teilen Afrikas zur Erhaltung der Art, dass der Vater bei Frau und Kindern bleibt und den Nachwuchs mit grosszieht. Die haben da keinen Versorgungsausgleich und FamilienrichterINNEN und wie das bei uns alles geregelt ist. Bei dieser Betrachtungsweise macht die Mädchenbeschneidung einen Sinn, die Verstümmelung von Jungen keinen, lediglich im Sinne von religiösem Wahn, die Jungs an der Selbstbefriedigung hindern zu wollen.

    Wer masst sich bei uns eigentlich an, zu beurteilen das Brauchtum von Juden und Moslems sei Hochkultur und daher zulässig, während das Brauchtum Schwarzafrikas primitiv sei und man sich daher darüber hinwegsetzen müsse. Das ist eine moderne Form der Rassendiskriminierung mit genau den klassischen Argumenten, die Schwarzafrikaner seien Menschen zweiter Klasse und zu doof um zu wissen, was gut für Sie sei und daher müsse der weisse Gutmensch da eingreifen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen, ich strikt dagegen, dass Kinder gleich welchen Geschlechts oder welcher Hautfarbe an Ihren Geschlechtsorganen verstümmelt werden, nur mit dieser Ungleichbehandlung der Geschlechter muss man sich um die Jungs nicht mehr kümmern und zementiert damit die Verstümmelungspraxis von Jungs, deshalb bis ich gegen ein spezielles Verbot der Mädchenbeschneidung, entweder man löst das Problem gesetzlich und dann Geschlechtsneutral oder man lässt alles so wie es ist und die Eltern entscheiden nach gut dünken, was für Ihre Kinder gut ist.

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