“Erleuchtung”: Schwachsinn! (II) – Wege zu höherem Bewusstsein

Ich setze hier wieder einmal – tut mir leid, aber manchmal muss das sein – die Kenntnis des Erstartikels sowie des anschließenden Kommentarstranges wenigstens in groben Zügen voraus.

Dort befassten wir uns – nochmal mein Dank an die Kontribuenten – vorwiegend mit dem Konzept der “Erleuchtung”, dessen Statthaftigkeit, historischem Missbrauche, Inkonsistenz, Unklarheit an sich.

Dabei waren sich alle Kommentatoren darin einig, dass hierzu viel Müll abgekippt worden sei, auch darin, dass es gleichwohl durchaus Wege zu einem weitaus höheren Bewusstsein gebe, als der Durchschnittsmensch, auch man je selber (jedenfalls dauerhaft), bis dato erlangt habe.

Indem ich dies schreibe, kommt gerade folgender Kommentar zum Artikel “Quantenkatastrophe” von “Kolibri”, der sich auch zum Strange des ersten Teils ausführlich einbrachte, wie als ob beim Universum bestellt, herein, weshalb ich eine weitere seltene Ausnahme mache, ihn hier, sozusagen nacheinleitend, zur Gänze wiedergebe:

“@Magnus Wolf Göller

Nach dem Thema Erleuchtung, wo wir im Licht waren, sind wir jetzt beim Thema Schöpfung.
Ein sehr interessantes Thema, mit dem ich mich auch liebend gern aus einandersetze,zusätzlich noch das Beschneidungsthema, das die Sexualität betrifft. drei Themen, die im Grunde zusammen gehören, da das eine ohne das andere nicht sein kann.
Geist und Gefühl, die Urkraft, die durch bewusst, liebevoll gelebte Sexualität frei gesetzt wird und somit ein gutes Gefühl erzeugt und den Geist belebt.
Ich für mich erkenne darin die Dreifaltigkeit, alle drei Ebenenen von gleicher Bedeutung,die alle ihre Berechtigung haben zu sein.

Deine Geschichte mit der Quantenverschwörung fand ich so köstlich, und da ich mich mit Quantenphysik des längeren schon beschäftige, weiß ich, dass man damit einiges verändern kann, und sich ein positives Energiefeld aufbauen kann.
Dieser Lernprozess mit den Quanten war so lustig, die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, einfach genial. Das interessante daran ist, dass da das Gefühl eine bedeutende Rolle spielt, und wenn man an einer größeren Sache arbeitet, dann die Bestätigung bekommt, dass sich alles so manifestiert wie man es sich vorgestellt hat, auch so mancher Blödsinn,wo man einfach gesagt hat, das möchte ich auch noch wisse,ob das klappt ,und als es dann aufgetaucht ist in unserem Leben,da konnten wir nur noch lachen.
Deshalb sage ich,sind wir sind beim Thema Schöpfung.Wir tragen die Schöpferkraft alle in uns, die nur in Verbindung mit einem gutem Gefühl etwas bewirkt, durch die Urkraft gestärkt,im Geist bewusst wird.Wir erschaffen etwas,wir wissen, dass wir es können.

Und da wir ja aus dem Licht kommen, vom Schöpfer geschaffen wurden, muß die Lichtenergie und die Schöpferkraft zwangsläufig auch in uns sein, und wenn wir uns dessen bewusst werden, was glaubst du,was da los ist.

Und deswegen versuchen sie momentan noch einmal, mit allem Aufwand dies zu verhindern, auf sexueller Ebene mit diesen Abtreibungs- und Beschneidungsgeschichten,
auf emotionaler mit Schuld- und Angstgefühlen und auf geistiger mit Glaubenssätzen, mit alten und mit neuen.
Alles in allem eine absolute Quantenverschwörung!
Wenn wir deren Spiel aber durch schauen, haben die keine Macht mehr über uns.Und das wissen sie, deshalb finde ich es so erfreulich, dass du diese Themen aufwirfst,wenn auch äussert satirisch und oft ein wenig eingefärbt mit schwarzem Humor.
Aber das passt schon, mir gefällt das, den sonst wäre es nicht von Magnus Wolf Göller.
Ich hoffe auch;dass du Magnus Wolf Göller bleibst, den es in seiner Einzigartigkeit nur einmal gibt.”

Jetzt muss ich erst einmal durchatmen.

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, selbst die Akzente zu setzen.

Also: Das obige von Kolibri erstmal so stehen lassend, versuche ich dem zu folgen, was ich sagen wollte.

Was die Wege zu höherem Bewusstsein anlangt, so klangen deren, grob, vereinfacht gesagt, folgende an:

- jener der skeptischen Offenheit und des beharrlichen Studiums und Erfahrens (Kolibri)

- jener der Unmittelbarkeit und Entkomplizierung (Lisa)

- jener des geistig geklärten Glaubens, inspiriert durch Jesus (haschmech)

- jener – nicht nur, aber auch – der wissenschaftlich handfesten Analyse (Marc)

- jener, der nach dem Fundamente alles “Höheren” fragt, den Fallstricken, mit Witz (Donnervogel)

- jener des Unglaubens, der analogen Assoziation, des stetigen Lernens und Schaffens (Göller)

Nun hat uns Kolibri – siehe oben – auch noch die schöpferisch-fröhliche Quantenerfahrungswissenschaft eingeschenkt, mit fußend auf eine meiner halbschwarzgalligen Satiren.

So lasset uns denn lieber streiten wie die Quantenbinder denn beten wie die…? – !

Mir persönlich ist im Zuge der Diskussion über das Konzept der Erleuchtung vor allem positiv aufgefallen, und das tat mir, zugegeben, sehr gut, wie viele Leute es doch gibt (es lesen hier ja nur wenige von allen), die bereit sind und dazu noch in der Lage, sich durchaus auch kontrovers, aber stets anständig, über derlei auszutauschen, eine nicht geringe Mühe dabei aufzubringen, ohne dass dafür ein 700-Seiten-Wälzer den Anlass bieten müsste.

Das, nämlich, dass man Dinge von Gewicht hinreichend deutlich auch auf einer halben oder ganzen Seite sagen kann, wohl mal durch eine nachfolgende nötige Erklärung ergänzt, dass andere dies ähnlich sehen und zeigen, gar (mit Verlaub, haschmech) der Jesusjünger (siehe Lampenwitz) den köstlichsten Spaß zwischendreinstreut, ermutigt mich nicht nur grundsätzlich, sondern auch dahingehend, dass ein öffentlicher kritischer Austausch im Weltnetz eben doch auch was geistige Dinge anlangt gewinnbringend und fruchtbar sein kann.

Welche Wege zu höherem Bewusstsein haben wir – noch – übersehen, zu wenig, zu undeutlich gewürdigt, welche Mischformen nicht hinreichend exploriert, was muss durchaus noch genauer, auch anhand greifbarer Beispiele, anschaulich gemacht werden?

Ich schweige dazu nun erstmal.

(Leser Dude sei nicht vergessen: Er hat mich ja erst in die Quantelei hineinverquantelt.)

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30 Antworten zu ““Erleuchtung”: Schwachsinn! (II) – Wege zu höherem Bewusstsein”

  1. haschmech sagt:

    “Welche Wege zu höherem Bewusstsein haben wir – noch – übersehen, …..”

    Nichts ist was sein darf, aber nicht sein kann.

    Tobie ist oder er ist es nicht. Ist er erleuchtet, dann ist das für ihn keine Frage.

    Das höchste Bewusstsein ist der Aphorismus; er kommt und steht dann nie mehr still.

    haschmech

  2. Donnervogel sagt:

    Ich denke bevor man die unzähligen Wege zum „höheren Bewusstsein“ erläutert, sollte man doch einmal inne halten und sich Gedanken über das Bewusstsein machen. Sind wir uns denn bewusst über uns selbst? Über unsere Gedanken und Gefühle? Unseren Körper (Mimik und Gestik)? Unsere Worte und Taten? Über unser Umfeld? Über die Natur? Über die Politik und Wirtschaft? Hier würde es tausende Beispiele geben, ich habe nur die geläufigsten aufgezählt.
    Meines Erachtens nach, sollte man in erster Linie das Bewusstsein über sich selbst erlangen.

    Ich stelle mir hier die Frage, ob man das alles, alle diese Bewusstwerdungen in der eigenen Welt in einem Leben schaffen kann. Wir haben ja nur ca. 80 Jahre was für eine Arbeit diesen Ausmaßes doch etwas kurz ist.
    Hinzu kommt noch, man hat einen Job, Familie, Kinder, Freunde, Hobbies, ecc. Dafür muss man auch noch Zeit aufwenden und somit ist das Pensum an Zeit das man für die sein Bewusstsein hat bald auf sehr wenig beschränkt. Folge daraus, man kann nur einen Bruchteil des ganzen Bewusstseins auf der hauseigenen to do list abhacken.

    Und wie soll man dann noch mal auf einen Weg des „höheren Bewusstseins“ kommen wenn man noch nicht mal im Stande ist sich seines eigenen Wesens mit allen Facetten bewusst zu werden?

    Doch wer weiß, vielleicht ist das ja auch schon ein Weg zum „höheren Bewusstsein“ und ich bin mir dessen noch nicht klar. Doch diese Bezeichnung ist mir äußerst zu wider.

    Wenn ich diese ganze Sache irgendwie benennen oder beschreiben müsste dann so:
    Ich bin mir bewusst, dass ich mir über mein Bewusstsein bewusst werden will.

    Und damit denke ich eine mögliche Antwort auf die Frage gefunden zu haben.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Schön, das mit dem Aphorismus!

    Allerdings, richtig betrachtet, wäre ja nicht der Aphorismus selbst das höchste Bewusstsein; er bildete es allenfalls ab.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Donnervogel

    “Ich bin mir bewusst, dass ich mir über mein Bewusstsein bewusst werden will.”

    Grade spricht haschmech über den Aphorismus, und Du bringst zur Sache einen…

    Deine Einwände sind durchaus berechtigt, aber sie gehen meines Erachtens trotzdem zumindest teilweise an der Frage vorbei.

    Nietzsche z.B. hatte – für mich zweifellos – bezüglich sehr wesentlicher Dinge ein höheres Bewusstsein erlangt, gab aber offen zu, wie wenig er seiner boshaften Schweser gewachsen sei.

    Gleichwohl legst Du durchaus den Finger in die Wunde: Wünschenswert wäre es sicherlich, dass das Bewusstsein des Menschen von innen her in jede Richtung stetig und gleichmäßig wüchse. Aber: Ist das realistisch? Hiemit: überhaupt tatsächlich wünschenswert?

    Typischerweise werden wir unser Bewusstsein in bestimmte Richtungen hin leichter und schneller ausbauen, mehr Energie dareinlegen, es auszubauen, als in andere.

    Wer jeden Tag Flöte spielt, wird sein musikalisches Bewusstsein vorzüglich ausbauen, wer jeden Tag malt, sein optisches usw.

    Hat einer aber auch nur auf e i n e m Gebiete ein wirklich höheres Bewusstsein erlangt (hoffentlich darüber sein inneres Gleichgewicht nicht verloren), so vermag er ja einerseits mittels seines wunderschönen Flötenspiels oder seiner inspirierenden, anrührenden Bilder schon nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen zu Höherem anzuregen, was ja sicherlich nicht wertlos ist; andererseits w e i ß er ja dann, übersieht er’s nicht gar, dass es überhaupt geht, zeigt er, zumindest, dass es überhaupt geht, wird damit zum Vorbilde für andere, wie für sich selbst, indem er sich alsomit möglicherweise das Selbstvertrauen schafft, auch auf anderen Gebieten ein deutlich erhöhtes Bewusstsein erlangen zu können.

    Nicht nur mag er daran lernen, was entlang eines beharrlichen Schaffens eben doch zu erreichen ist, darob ermutigt sein, sondern, wenn es gut läuft, auch noch die inspirativen, intuitiven Momente auf andere Felder zu übertragen, sie überhaupt sehen, empfinden, einordnen lernen, so dass der Flötenspieler, um im Bilde zu bleiben, wenn er sich auch noch der Holzschnitzerei annimmt, vielleicht – nein, wenn alles klappt, sicher – sehr viel schneller vorankommen wird, als er sich das womöglich gedacht, sich vordem zugetraut hätte.

    Ich meine, dass dies Übertragungsphänomen, das ja keineswegs verunderlich ist, viel zu sehr unterschätzt ist, im Sinne der Wege zu höherem Bewusstsein viel zu wenig Beachtung findet.

    Vieles mag da auch erstmal unbewusst hinzukommen: So wird der Flötenspieler, indem er so weit gekommen, dass er regelmäßig vor einem Publikum spielt, möglicherweise lernen, viel genauer in Gesichter zu schauen, die Empfindungen wahrzunemen, die sich darin spiegeln.

    Deshalb bin ich ganz allgemein dafür, dass Leute sich einerseits darin befleißigen, sich in jeder nur erdenklichen Richtung zu bilden, andererseits auf wenigstens einem Gebiete – fast gleich welchem! – Meisterschaft anzustreben.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Mir fällt gerade ein noch gar nicht erörterter Aspekt zur Sache ein.

    Wie geht derjenige, der ein bereits erhöhtes Bewusstsein erlangt, dabei, es zu erlangen, auf seinem Wege mit seiner daraus erwachsenden Verantwortung um, inwieweit mag ihn diese hemmen, oder auch, befördern?

    Wie “hebt man nicht ab”?

    Insgesamt haben wir uns noch nicht wirklich der Faktoren der sozialen Interaktion auf “dem Wege” angenommen.

    Mea maxima culpa.

    Ich werde dazu, hier oder eigens, nachlegen.

    (Und: Welche Belastungen, jeglicher Art, bringt das Beschreiten “des Weges” mit sich? Welche sind die größten Gefahren? Wollen die meisten Menschen gar nicht auf diesen Weg, der Gefahren ahnend, sehend, wie es anderen erging und ergeht?)

  6. Kolibri sagt:

    Wie hebt man nicht ab?
    Indem man sich mit Mutter Erde verbindet und zusieht, dass man gut geerdet ist, und bodenständig bleibt.
    Wir sind doch alle nur Menschen.
    Wir könnten es auch mal als Überflieger probieren.
    Soll jeder mal probieren, ob es irgendwo da oben besser ist.

    Überhelblich würde ich sagen sind die, die glauben mehr zu wissen, als sie wirklich wissen, was aber nichts mit Bewusstsein zu tun hat.
    Bewusstsein bedeutet, mir ist bewusst dass ich BIN
    bewusst im SEIN, bewusst im DASEIN.

    Da möchte ich Thomas zitieren aus dem 1.Teil zu diesem Thema:Jeder Regenwurm ist sich bewusst, dass er ein Regenwurm ist.

    Da manche Menschen wirklich manchmal Probleme haben, die wirklich Hilfe brauchen,aber nicht um höheres Bewusstsein zuerlangen,sondern weil sie energetisch
    aus den m Gleichgewicht geraten sind, ist es sicher sinnvoll etwas in Richtung energetische Heilung etwas zu tun.

    Nur bin ich der Meinung, dass da mit allem was ist, teilweise unverantwortlich umgegangen wird, und nicht mit Lichtenergie gearbeitet wird, teilweise sogar schwarzmagisch.Das sind keine Vermutungen, sondern Tatsachen,die leider nicht nachweisbar sind,weil Energien nur spürbar sind und nicht sichtbar.
    .

    Es gibt so viele Möchtegerntherapeuten, sowie Seminarleiter, ganz zu schweigen von den Gurus, die Menschen manipulieren und abhängig machen, alles hier auf zuschreiben würde den Rahmen sprengen.

    Ich hab auch die getroffen,die wussten was sie tun ,und wirklich gute Arbeit leisteten,, da geht man dann auch gestärkt heraus. und so sollte es sein.Die sind auch nicht abgehoben oder überheblich, die sind Mensch und strahlen eine Ruhe aus und sind auch freundlich. aber deren gibt es nur ganz wenige.
    Die arbeiten mit Lichtenergie und können auch einschätzen wieviel jemand verträgt.

    Ich rate jedem zur Vorsicht, denn ich bin überzeugt, dass auf diesem Gebiet einige Wölfe im Schafspelz unterwegs sind, gezielt gesteuert von den Illuminati, um zu verhindern, dass wir erkennen und ihre Drecksspiele durchschauen.

    Es gibt auch noch andere Mittel, da kann nicht viel passieren, z.B. Bachblüten,Homeopathie,Aura Somma die jeder anwenden kann, wenn er aus dem Gleichgewicht gerät.da sind wir noch im Bereich der Naturenergie und die sind für den Anfang leicht genug. Denn die Schwingung sollte langsam angehoben werden, ansonsten gibt es Probleme.

    Quantenphysik, ist auch ein Thema für sich, da kommt teilweise auch schon mit Energien auf höherer Schwingungsebene in Berührung, unbedingt eine fundierte Ausbildung machen, wer sich dafür interessiert, den dies ist alles nicht zu unterschätzen.

    Ich möchte sagen ein zweischneidiges Messer, man kann damit jemand heilen oder völlig aus der Bahn werfen.

    Eines möchte ich noch verstehen, warum wir jetzt auf einmal höheres Bewusstsein haben sollten oder Erleuchtetsein anstreben sollten.
    Das erlangen wir ja sowieso mit jedem Tag.
    Bewusstsein hat nichts mit viel Wissen zu tun, das geschieht, das kann keiner beschleunigen durch irgendwelche Seminare oder Heilweisen,
    Bewusstsein erlangt man dadurch, dass man jeden Tag erlebt wo wir doch alle alles in uns tragen was wir brauchen.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Kolibri

    Du bringst eine ganze Menge aufs mal, also der Reihe nach.

    Erstens gibt es fraglos masse Scharlatane, Abzocker, die nicht selten gar noch mehr abzocken, als nur Geld.

    Zweitens habe ich es selbst schon erlebt (als ich Blöd mich dummerweise darauf einließ), dass Bachblüten nicht nur nicht wirkten, sondern beinahe katastrophisch. (Das habe ich öffentlich bislang noch nie erzählt; man mag mich für diese Aussage für umgekippt halten; egal; es war so.)

    Drittens. Du schreibst:

    “Eines möchte ich noch verstehen, warum wir jetzt auf einmal höheres Bewusstsein haben sollten oder Erleuchtetsein anstreben sollten.”

    Ich habe noch nicht einmal davon geschrieben, dass auch nur einer auf einmal ein höheres Bewusstsein haben solle, noch gar Erleuchtetsein anstreben: geschweige denn “wir”.

    Hier wird nachgedacht, exploriert, was was bedeute, bedeuten könne, überlegt, was wie ablaufe, wohin man wie vielleicht oder tatsächlich könne.

    Dass ich es begrüßte, wenn sich mehr und mehr Leute nicht nur Gedanken über ihren möglichen Weg zu einem höheren Bewusstsein machten, diesen auch anträten, dass ich dies gar zu befördern trachte, will ich keineswegs bestreiten. Das wäre angesichts alles schon Gesagten ja auch nachgerade lächerlich.

    Dies ist ein philosophisches Forum, in dem ich kein “Soll” vorlege.

    Es geht um Optionen. Um gedankliche Erweiterung. Ich bin kein Guru.

    Und, Du schreibst:

    “Bewusstsein hat nichts mit viel Wissen zu tun, das geschieht, das kann keiner beschleunigen durch irgendwelche Seminare oder Heilweisen,
    Bewusstsein erlangt man dadurch, dass man jeden Tag erlebt wo wir doch alle alles in uns tragen was wir brauchen.”

    Falsch. Ich war schon in Seminaren (es waren vorwiegend sprachwissenschaftliche, kaum “esoterische”), die mein Bewusstsein sehr wohl beschleunigt beförderten.

    Und: Wir mögen alles in uns tragen, was wir brauchen (auch noch fragwürdig, aber lassen wir das mal vorderhand so stehen), aber wie wir diese Schätze heben, dafür mag wenigstens der eine oder andere nicht schlecht daran tun, sich zeitweilig den richtigen Lehrer zu suchen.

    Insgesamt, wenn ich mir unsere Debatte (den Strang zum Erstartikel insonderheit) anschaue, zumal was Lisa einbrachte, Du jetzt, ähnlich, scheint mir vor lauter Gurus und Scharlatanen der Sinn für gute Lehrer abhanden gekommen.

    Jeder möge nur einfach aus sich selbst alles erfahren, alles stecke schon in einem drin, man müsse es nur erwecken: Theoretisch klingt das gut, mancher mag das können.

    Besser aber, in zumindest den meisten Fällen, ist es, wenn sich der Lernende, erstmal, zumindest auch an einem Meister seiner Wahl misst.

    Ich habe mich mit meinen Meistern (sei es im Handwerk, sei es in der Philologie) stets gestritten, dass die Fetzen flogen; der Grund dafür aber war, dass sie etwas konnten. Sonst hätte ich ihnen gleich nur meinen verlängerten Rücken gezeigt.

    Bei allem Respekt gegenüber Dir, auch, nochmal, Lisa: Wenn Ihr alles nur aus Euch selbst heraus erfahren wollt und könnt, gut.

    Für die weit überwiegende Mehrheit aber gilt das erfahrungsgemäß nicht; ich kann inzwischen manchmal nur noch von mir selbst lernen; aber eben auch immer noch nicht generell; ich hole mir Rats ein; ich weiß, dass auf vielen Gebieten Leute besser bescheid wissen als ich.

    Wie dumm wäre das, sie nicht zu fragen?

    Muss ich alles selbst herausfinden?

    Mein Urteil bezüglich des mir Übermittelten fälle ich allerdings selbst, muss ich selbst fällen.

    Ich sehe hier, ich wiederhole es in anderer Form, eine Distortion im Sinne des Erkenntnisprozesses. Eine esoterisch vergiftete.

    Was machen wir hier?

    Wir tauschen Gedanken aus, um das zu überprüfen, was wir schon gedacht haben, manchen auch daran teilhaben zu lassen, uns im Für- und Widerworte weiterzuentwickeln.

    Und das geht eben nicht einfach so, automatisch gewissermaßen, sondern über ernsthaften Gedenk und Gedank.

    Sollte Lisa ihren Weg einfach so, hin zur angestrebten Erleuchtung, einfach aus sich selbst, ohne jede Anstrengung, gehen können, so wüsste ich sie nur zu beglückwünschen.

    Sollte sie dann noch in der Lage sein, andere, womöglich sogar mich, auf diesen unbeschwerlichen Weg zu weisen, um desto besser.

    Vielleicht bricht die Erleuchtung aller ja plötzlich fast wie von selbst aus.

    Dann habe ich keinen Anlass mehr, darüber weitere Worte zu verlieren.

    Urlaub, solange ich will.

  8. Kolibri sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Erkenntnisprozess, der richtige Ausdruck, dass die esoterische Ebene vergiftet ist, da stimme ich dir zu.
    Ich für mich habe durch diesen Meinungsaustausch hier in diesem Forum mehr Erkenntnisse gewonnen,als auf Seminaren, deren ich nicht so viele besucht habe, weil ich nach diesen wenigen erkannt habe, da stimmt was nicht.
    Dass du mit Bachblüten nicht das von dir gewünschte Resultat erzielt hast, glaube ich dir gern, die sind nicht zwangsläufig für jeden das richtige, ausserdem ist da auch schon darauf zu achten welche Firma die herstellt, das Zentrum in London hat die vor 20 Jahren schon verfälscht, da es nur noch ein Geschäft war.
    Zudem eine interessante Feststellung oder Erkenntnis, in dem Moment, wie jemand anfängt kommerziell zu denken, der mit Energien arbeitet, verlieren die ihre Wirkung, sei es Raumenergie, Quanten eben alles, denn dahinter steckt ein Naturgesetz, diese Energien sind für alle da, kostenlos,
    Warum glaubst du wohl, wird das so unterdrückt?
    Und während du mit Hildegard den ketzerischen Aufstand wagst, bin ich dabei eine Revolulion zu starten, wobei ich mir wohl oder übel auch anschauen muss, an was scheitern wir, was möchten wir verändern, wie gelingt es uns, habe ich mir erlaubt, eben auch dies aufzuzeigen, dass wir uns vorläufig von der Esoterik distanzieren sollten,da die keine brauchbare Idee oder Lösung anbieten.
    Gleichzeitig wollte ich aufzeigen, dass es im gesundheitlichen Bereich Alternativen gibt, ausser jemand möchte dieses Zeugs weterhin zu sich nehmen, jedem seine Entscheidung, wo wiederum äussert Vorsicht geboten ist,zur Zeit sicher nicht leicht, da in diesem Bereich noch einiges zu bereinigen ist und ein sinnvoller Aufbau entstehen muss.
    Und darin sehe ich auch einen Bewusstwedungsprozess, indem wir uns Gedanken machen,die Erde so gestalten, dass es allen gut geht, nicht nur einigen wenigen.
    Sprachwissenschaften ist ein Thema für sich, sicher auch interessant,ein Thema für Magnus Wolf Göller der soooo gerne wissen möchte, warum vieles so ist, wie es ist.

  9. haschmech sagt:

    @ Magnus

    “Wie “hebt man nicht ab”?”

    Das beste Beispiel dafür ist doch wieder der Jesus.
    Er ließ sich von anderen erhöhen. Die ihn nicht mochten, erhöhten ihn am Kreuz und durch diese ihm zugefügte Erniedrigung, wurde er in den Augen seiner Anhänger nur noch mehr erhöht. Bei der Wahrheit zu bleiben, das hat schon etwas für sich, wenn es auch große Schmerzen mit sich bringen kann. Erst bei seiner Himmelfahrt hob Jesus dann ganz ab…smile!

    “(Und: Welche Belastungen, jeglicher Art, bringt das Beschreiten “des Weges” mit sich? Welche sind die größten Gefahren? Wollen die meisten Menschen gar nicht auf diesen Weg, der Gefahren ahnend, sehend, wie es anderen erging und ergeht?)”

    Ich frage mich, wieso du das in Klammern gesetzt hast. Dass du es “des Weges” nennst, finde ich überaus interessant. Denn dafür ist es zu wichtig. Davon schrieb ich eben im ersten Teil deines Artikels und möchte es deshalb hier nicht noch einmal wiederholen. Nur soviel, wer in den Nachrichten gesehen hat, wie andere bei einer Demonstration von den Gesetzeshütern niedergeknüppelt worden sind, der wird es sich danach sicher zweimal überlegen, ob er sich selbst das auch mal anzutun gedenkt. So schüchert man auf einfachstem Weg die Massen ein.

    Jemand wie Jesus anzuhimmeln, der diesen Weg ja angeblich schon für alle anderen gegangen ist, das ist doch um vieles leichter, als selbst die nötigen Schritte für sich selbst zu machen. Das ist so aber verkehrt. Denn Jesus sagte ja nicht umsonst, wer ihm nachfolgen will, der solle auch sein Kreuz aufnehmen. Er wollte anderen als gutes Beispiel, als Wegebner dienen, aber den Rest des Weges zur Wahrheit und damit zur Erleuchtung, den muss jeder für sich selbst gehen.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Kolibri (& Infoliner – ich antworte jetzt hier, da es sich um eine Sache dreht)

    Du, Kolibri, schlägst statt des irreführend besatzten wie an sich schon irreführenden Begriffs “Erleuchtung” “Erkenntnisprozess” vor, Du, Infoliner, hast ebenfalls erkannt, dass ersterer passivisch ist (überdies absolut) und damit weder den Erkenntnisprozess (Kolibri: also den Weg!) noch den Zustand eines erhöhten Bewusstseins richtig zu beschreiben vermag.

    Zunächst müssen wir strikt unterscheiden zwischen den Wegen zu einem höheren Bewusstsein und jenem selbst.

    “Erkenntnisprozess” ist mindestens mal für den Anfang zur Beschreibung des Weges nicht schlecht, da treffend, wobei ich mir allerdings ein Wort ohne Latinismus, zudem ein kürzeres wünschte.

    “Erkenntnisvorgang” wäre diesem sehr synonym, zudem deutsch, aber nicht kürzer. “Erkenntnisweg” bezeichnete, genauer betrachtet, schon wieder (auch) ein wenig etwas anderes: Der Erkennntnisvorgang steht für das Werden, das Sichverändern, der Erkennnisweg (auch) für die ganze Spanne, die Art des Prozesses von hier nach dort insgesamt.

    Ich denke, wir können daher mit den nüchternen Begriffen (das Nüchterne daran bringt zwar nicht so viele zahlende Gäste wie das erhabene “Erleuchtung”, ist aber ehrlich und daher zielführend) “Erkenntnisvorgang”, “Erkennntnisweg” (klingt ein bisschen sperrig, aber vielleicht muss das so sein…) und “höheres Bewusstsein” schon ganz gut operieren.

    Nehmen wir allerdings statt der drei Begriffe die zwei “Bewusstwerdung” und “höheres Bewusstsein”, so bleiben wir, indem in ersterem der jeweilige Vorgang wie der Weg insgesamt zusammengefasst, in einer Wortfamilie, was der Sache kaum schaden sollte.

    “Höheres Bewusstsein” oder auch “erhöhtes Bewusstsein” bezeichnete, als Komparativ, ebendas, was außer mir auch andere Foristen anstrebten, nämlich etwas Relatives, im Sinne eines stets nach oben offenen.

    Da wir hier keine Heilsteine versuchen an den Mann zu bringen, oder Amulette oder sonstwas, können wir auf jederlei Wortgeklingel getrost verzichten.

    Dass der Engländer hier zwar, will er uns anschließen, mit “higher consciousness” und “becoming (getting, worthing) more conscious” im zweiten Falle ein wenig den längeren zieht, ist auch kein Grund für irgendeine besondere Betrübnis.

    Die einfache, unüberfrachtete Sprache bringt auch eine – zumindest von mir durchaus erwünschte – Nichtsakralisierung mit sich: bewusster werden kann jeder jeden Tag, damit auch ein zumindest vergeleichsweise höheres Bewusstsein erlangen.

    Und zwar auf allen erdenklichen Wegen.

    Pech nur für die armen Esoteriker, derer gar zu viele eine Art Privileg auf Wege zu einem höheren Bewusstsein für sich beanspruchen.

    Damit ist’s dann Essig.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Verzeih, dass ich gerade mit den Antworten kaum hinterherkomme.

    Also zuerst zu obigem (obzwar es erst grade reinkam und anderes auch noch in der Schleife).

    Du schreibst, zunächst mich zitierend:

    ‘ “(Und: Welche Belastungen, jeglicher Art, bringt das Beschreiten “des Weges” mit sich? Welche sind die größten Gefahren? Wollen die meisten Menschen gar nicht auf diesen Weg, der Gefahren ahnend, sehend, wie es anderen erging und ergeht?)”

    Ich frage mich, wieso du das in Klammern gesetzt hast. Dass du es “des Weges” nennst, finde ich überaus interessant. Denn dafür ist es zu wichtig.’

    Die Klammer habe ich gesetzt, weil hier bereits Ansätze zu einem dritten Artikel zum Themenkreis aufscheinen.

    Ich schrieb “des Weges” in Anführungszeichen, weil ich eben, wie schon verschiedentlich hervorgehoben, nicht meine, dass es nur “den Weg”, also einen, gibt, sondern zahllose. (Typologisch mögen sie sich auf ein paar Kategorien begrenzen lassen, was ich im Artikel ja schon andeutete.)

    Ich meine, dies ab und an betonen zu müssen, damit ich nicht missverstanden werde (ich kann ja nicht erwarten, dass jeder, der hier hineinliest, die ganzen Kommentarstränge kennt), wenn ich singularisch-allgemein vom Wege spreche.

    Noch zu Jesus.

    Du hast die Perfidie der Standardchristenpfaffen sehr gut erkannt; die ist zum Kotzen; ich habe mir schon immer gesagt, dass es eine Riesenfrechheit ist, zu behaupten, da sei einer vor 2000 Jahren schon präventiv auch ob meiner “Sünden” gestorben.

    So züchtet man Schafe im Zeichen des Lamms oder auch sonst eines Tieres, whatnot.

  12. haschmech sagt:

    Es geht doch darum, Licht in die Sache zu bringen und das vielleicht sogar allgemein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lustrum

    “Lustrum…lateinisch, zu lustrare „hell machen“, „reinigen”"

    Der Opfertod von Jesus war angeblich auch eine Art Reinigungsritual und es geht bei der Person des Jesus auch um den Lichtbringer.

    Lucifer (lat.) heißt übrigens genau übersetzt nur “lichtbringend” und nicht Lichtbringer.

    Die Sonne ist lichtbringend (und auch Wärme bringend), aber eine Person, welche uns Erleuchtung oder Erkenntnis bringen könnte, ist sie nicht. Deshalb ist Sonnenanbetung Götzenverehrung und falsch!

    Was Lustrum angeht, wurde den Menschen vielleicht eine altrömische Religion unter Benutzung der Person des Jesus, der wunderbar ins Konzept passte mit seiner Art, ab da als neuere christliche Religion verkauft?

    Noch ein stattliches Kreuz (was eigentlich synonym für ein Sonnenrad steht) dabei und schon hatte man alles was man braucht, um Millionen von Menschen hinters Licht führen und zu braven freiwilligen Sklaven machen zu können.

    “Einer der Censoren ließ drei Opfertiere (Suovetaurilia: Eber, Widder und Stier) um das versammelte Volk herum führen…”

    Den Stier hatten wir Deutsche bis jetzt auf unserem Personalausweis. Der Widder ist das Opfertier der Juden. Die Muslime essen kein Schweinefleisch…oder wer hat eine Idee, wie das sonst zusammen hängen könnte?

    Unser Gesetz ist auf römisches Recht aufgebaut und im Grunde werden wir alle nur als Sklaven (res) angesehen. Militär heißt auf lateinisch übrigens auch eigentlich Res. So steht es zumindest in meinem lateinischen Wörterbuch.

    Auch die Wege zur Erkenntnis sind oft seltsam.

  13. Kolibri sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Des weiteren möchte ich auch meine Erkenntnisse aus dem 1.Teil unserer Diskussion wiedergeben, da ich von allen Beteiligten einen impuls und Hinweis erhalten habe, oft nur durch ein Wort. mit dem ich dann einen überaus sinnvollen Zusammenhang herstellen konnte.
    Da siehst du, was du mit deiner Scriftstellerei auslöst, denn du zwingst uns im wahrsten Sinne des Wortes zum Nachdenken.

    Haschmech, die treue Seele, hat mir gleich eine Lampe gebaut,wo ich mir schnellstens das Öl besorgte, da sich so ein Teil als überaus nützlich erweist, alles noch besser zu durchleuchten.

    Lisa, die sich auf dem Holodeck aufhält,und Ausschau hält, nach dem wohin wir hin streben, auch ein wichtiger Aspekt für mich.

    Marc, der uns auf die Bewusstseinsebenen hin gewiesen hat, dass sich jeder von uns auf einer, sicher für jeden von uns richtigen Ebene befindet.

    Donnervogel, der den Hinweis gab, dass vielleicht auch im Keller etwas zufinden sein könnte.

    Thomas, seine Botschaft, wir sollten einfach einmal das sein, wie wir sind.

    Also habe ich mich auf den Weg gemacht, mit der Lampe in den Keller, wo es ja immer so dunkel ist, dort habe ich das Urfeuer (die Urkraft) entdeckt,
    Dann denn mittleren Teil, des Schaffens, des Erschaffens, woran jeder, wenn sinnvoll, seine Freude daran findet.
    Dann auf das Deck, wo wir uns anschauen, wie das Werk gelungen,wenn wir noch etwas verbessern möchten,uns schon wieder Gedanken machen, wie wir das hinkriegen, wenn das Werk gelungen, eh schon wieder das Nächste planen, uns am Feuer gewärmt, wieder etwas erschaffen.
    Somit möchte ich sagen, es ist alles gut angelegt in jedem von uns,
    Jeder von uns hat seinen Wert, und jeder von uns bringt mit seiner Botschaft Licht in die Dunkelheit. Damit beginnt die Selbstliebe.

    Und dann natürlich trat wieder Magnus Wolf Göller auf den Plan,um uns die nächste Herausforderung zu stellen.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Kolibri

    Ich bin, wie ich schon sagte, selbst überrascht (obgleich ich ja schon eine Weile dabei), welch unterschiedliche und vielschichtige Reaktionen, die Du eben nochmal bildhaft beschrieben hast, mein kleiner Artikel (anlässlich dessen ich mich nicht gewundert hätte, wäre er überwiegend als polemisch bzw. hetzerisch eingestuft worden, grob “unspiri” usw.) hervorrief.

    Ich selbst fühle mich jedenfalls von jedem Teilnehmer, das sage ich ohne jegliches überzogenes Pathos, geistig beschenkt.

    Wort aus dem Wort verlieh das Wort.

    Gesichtspunkte, die mir zwar keineswegs fremd waren, aber eben jeweils präzisiert aufgegriffen wurden, traten, einer nach dem anderen, hinzu.

    Ich komme, wie vorhin schon zu haschmech gesagt, kaum noch nach mit dem Antworten. (Was ich mir, wann immer ich meine, dass eine Antwort angesagt sei, hier zur Aufgabe gemacht habe.)

    Deshalb jetzt erstmal nur so viel. Es wartet noch eine Menge in diesem Sinne zu erledigende Arbeit.

    LG

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Der Genauigkeit halber muss ich das noch nachtragen.

    Ich schrieb, dass ich kein “Guru” sei.

    In Indien heißt Guru indes auch ganz allgemein “Lehrer”.

    Das bin ich nun seit 15 Jahren, keinen anderen Beruf habe ich so lange ausgeübt.

    Dass ich kein Guru sei, sollte also lediglich kennzeichnen, entsprechend der üblichen abendländischen Verwendung des Wortes, dass ich mir nicht anmaße, absolute, “erleuchtete” Weisheiten auszusprechen, auch zwar Schüler akzeptiere, aber nicht einen einzigen Anhänger (“follower”) zu rekrutieren trachte.

    Wie Nietzsche es mal wieder so trefflich formulierte: “Du suchst Anhänger? Suche Nullen!”

  16. Lisa sagt:

    Der Mechanismus der Schöpfung – die Erschaffung von Allem, was man wahrnimmt, ist ein automatischer Vorgang, so automatisch und natürlich wie atmen und denken. Er geschieht nach Voreinstellungen, welche sich das Wesen, das inkarniert, aufgrund des Kulturkreises und Elternhauses aussucht. Dazu braucht man keinen mystifizierenden religiösen Überbau oder pseudo-wissenschaftliche Hirnforschung. Jeder Mensch projiziert seine Welt mühelos, jeden Augenblick und das, so lange er lebt. Das Erschaffen muss man also nicht “lernen”. Die Herausforderung beginnt erst, wenn man bewusst erschaffen will.

    Zuerst einmal würde ich keine Begriffe wie “höheres Bewusstsein” verwenden. Das suggeriert eine Hierarchie, die es so nicht gibt. Jeder Mensch ist gleich wertig, egal auf welcher Frequenz er tickt. Die meisten Menschen geben sich mehr oder weniger mit ihren Voreinstellungen zufrieden. Aber es gibt auch eine beträchtliche Anzahl an Menschen, welche wissen wollen, warum die Welt und sie selber so sind, wie sie sind. Scheinbar wird in diesem Fall die innere Stimme nicht ganz durch äussere Aktivitäten übertönt und möglicherweise ist es diese “Bestimmung”, welche diese Menschen antreibt.

    Wenn man also bewusst erschaffen will, ist Selbsterkenntnis das erste Gebot. (Ich glaube, das wurde von Donnervogel schon angesprochen). Man muss wissen, was man in jedem Augenblick denkt, glaubt, fühlt und tut, denn die grundlegenden Mechanismen der Erschaffung sind das Denken, das Glauben und das Fühlen, welche die Manifestationen, die Taten oder das Machen bestimmen. Dabei ist die Rolle des Glaubens und des Fühlens meistens etwas unklar definiert. Das Denken wird durch die Glaubenssätze oder Überzeugungen eines Menschen gefärbt. Das Denken kann man nicht abstellen, aber man kann die Glaubenssätze wählen, welche das bestmögliche Denken ermöglichen und so die Bewegung des Bewusstseins, das die Manifestationen hervorbringt, beeinflussen oder besser gesagt leiten. Diese Bewegung wird durch die Gefühle kommuniziert, wie der lateinische Begriff präzise ausdrückt – durch Emotionen. Man weiß also in jedem Augenblick, was man innerlich tut, denn die Gefühle geben eine sehr genaue Auskunft über die Richtung, in die man geht, sofern man sie nicht sofort positiviert oder rationalisiert.

    Ich sehe gerade, dass es länger dauert als mir lieb ist, die Grundmechanismen der Erschaffung zu beschreiben. Deshalb werde ich jetzt etwas abkürzen. Jedenfalls spielen der Selbstwert, die Selbstliebe, das Selbstvertrauen, Intuition, Inspiration, Impulse,.. eine große Rolle, um das “Holodeck” zu programmieren. Natürlich spricht auch nichts gegen “Lehrer”, wenn sie die menschlichen Qualitäten fördern und ein Erinnern an sich selbst ermöglichen. Das Selbst, die erweiterte Persönlichkeit des Menschen ist nämlich die Instanz, welche die gewünschten Zustände durch das Universum realisiert. Dabei ist vielleicht noch zu beachten, dass es kein “Nein” gibt. Egal, was man formuliert, es ist immer ein “Ja”.

    Es gibt keine “Gefahren”, es sei denn, man baut sie ein. Aber es gibt anfangs wahrscheinlich ziemliche Turbulenzen, die als gefährlich betrachtet werden könnten. Das Bekannte ist nicht mehr so richtig wirksam und das Neue – die Beherrschung der Gedanken und Überzeugungen – sind noch nicht richtig installiert. Da kann es schon zu Überraschungen kommen, die man auch negativ bewerten kann. Aber aus eigener Erfahrung würde ich sagen, es wird immer leichter, schöner und spannender…

    Meine Ausführungen sind natürlich sehr bruchstückhaft. Aber ungefähr so verstehe ich den Schöpfungsvorgang…

  17. Kolibri sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Zum Wort Guru: Würde ich in dir einen Lehrer sehen, hätte ich dieses Forum schon verlassen. ich finde es einfach erfreulich, dass es möglich ist, auch über Grenzen hinaus, Meinungen und Ansichten auszutauschen, einfach so, ohne wenn und aber.
    Da ich es schätze, dass jemand eine eigene Meinung hat, diese auch offen darlegt, habe ich mit kommentiert, zudem wo noch etwas schwierige Themen vorgegeben werden.
    Dass du dich selbst mit einbringst, das ganze lenkst und steuerst,freut mich um so mehr.
    Und etwas aus mehreren Blickwinkeln betrachtet, bringt oft Klarheit.
    Nachdem so ein Thema abgeschlossen, geht jeder wieder seine Wege.

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Bei mir wurde es gestern Nacht etwas spat, so dass ich auf meinem Holodeck noch ein wenig auf die Brücke klettern muss.

    Ich ziehe daher aus Deinen Ausführungen erstmal das raus, wozu mein Programm bereits einen jeweiligen Einspruch verlangt.

    Zunächst schreibst Du, der Mechanismus der Schöpfung sei ein automatischer Vorgang, so natürlich wie Atmen und Denken. Die Herausforderung beginne erst mit dem bewussten Erschaffenwollen.

    Da komme ich, ehrlich gesagt, nicht ganz mit. Zunächst ganz automatisch und mühelos wird die Welt projiziert, wie von einer inkarnierten Maschine, auf einmal aber, wenn sie bewusst projizieren will, hat sie ein Problem?

    Sodann Dein Einwand gegen den Begriff eines “höheren Bewusstseins” ob der damit suggerierten, vorgeblich nicht vorhandenen Hierarchie. Warst nicht Du es, die eine fünfstufige Skala, von normal bis erleuchtet, hier präsentierte?

    Ich sehe es zudem keineswegs so, und das spricht ja auch aus Deinen sonstigen Worten, dass jeder gleich bewusst sei. Und zumal, selbst wenn man, absurderweise, alle als gleich bewusst ansehen wollte, wie passt das damit zusammen, dass Du wiederum selbst meinst, man könne sein Bewusstsein entwickeln, also wenigstens im Selbstvergleiche ein höheres Bewusstsein erlangen?

    Weiters sprichst Du auch von “Intuition” und “Inspiration”. Während man ersterenfalls noch von einem Prozesse des Selbst sprechen kann, ist das im zweiten nicht mehr angebracht. Inspiration kommt von außen. (Außer, Du definierst das Wort durch den bekannten Trick um, dass es gar kein Außen gäbe; dann gäbe es aber auch alle anderen nicht als eigene Selbste.)

    Insgesamt klingt was Du sagst zunächst sehr schön, es ist in sich aber reichlich widersprüchlich.

    Mag sein, dass das nur für mich so aussieht, weil ich es nicht begreife.

    Allerdings, wenn ich so deutliche innere Widersprüche sehe (das mit den Glaubenssätzen wäre auch noch zu hinterfragen, auch das “mühelos”…), lasse ich gemeinhin zunächst die Intelligenzvermutung für mich gelten.

    Was überdies in Deinen Theorien stets ausgeblendet, ist die Kollision der Interessen, der sich ausweitenden Sphären verschiedener Selbste.

    In der Realität gibt es diese, und selbst Leute mit deutlich erhöhtem Bewusstsein, oft diese gerade erst recht, sind davon betroffen.

    Um hier nicht weiter herumeiern zu müssen, sage ich Dir ganz ehrlich, dass Du Dir meines Erachtens eine Art skurrile Religion zusammengebastelt hast, die für Dich bislang, wie es scheint, funktoniert, entlang derer Du aber sehr aufpassen solltest, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

    Ich sage das ungern, weil ich Dich nicht verletzen will.

    Ich bin aber hier zuvörderst der Sache verpflichtet, und außerdem mag es Dir doch weiterhelfen, wenn Du mal gründlich darüber nachdenkst. Vielleicht nicht heute: dann eventuell später.

    LG

  19. Lisa sagt:

    Das dachte ich mir schon, dass die Kommunikation schwieriger wird, wenn es ans Eingemachte geht. Ja, die Welt, man selbst, das Bewusstsein ist voller Widersprüche, die man aber alle gewissermaßen erweitert wieder zusammenfügen kann – manche früher, manche später…

    Ich versuche mal, Deine Kritikpunkte aufzulösen:

    Ich schrieb, dass sich jeder Mensch mit einem gewissen Satz an Voreinstellungen inkarniert, so dass er seine Welt in diesem Sinn mühelos projizieren kann. Es gibt nichts “da draußen”, es gibt nur das, was man selbst projiziert. Dass die Welt für jeden Menschen ähnlich aussieht, ist eine Übereinkunft, bedingt durch die ebenfalls voreingestellten Überzeugungen. Die projizierte Welt sieht zwar ähnlich aus, ist aber für jeden Menschen leicht verschieden. Im Grunde kann man sagen, dass jeder Mensch in seiner eigenen Welt lebt – buchstäblich, aber eben durch ähnliche Glaubenssätze und Überzeugungen kommunikationsfähig bleibt.

    Wenn man aber die Dinge und Ereignisse im eigenen Sinn projizieren will, also die Voreinstellungen verlässt, wird es zuerst schwierig. Es ist Neuland und man muss dazu wissen, was man glaubt, was man denkt, was man fühlt und das in jedem Augenblick. Man muss bewusst werden. Man projiziert nach wie vor mühelos. Die Herausforderung liegt in der Wahl der Glaubenssätze oder in anderen Worten, man muss sich selber überzeugen, dass dies möglich ist. Glaubenssätze gelten als Wahrheit, als alternativlos und diese “Wahrheit” zu neutralisieren ist nicht einfach. Es ist so etwas, wie über den eigenen Schatten zu springen. Ich nenne das den “operativen Glauben”, also einen Glauben, den man bei Bedarf wählt.

    Ich habe nicht geschrieben, dass “jeder gleich bewusst ist”. Ich habe geschrieben, dass jeder Mensch gleich-wertig ist, egal “bewusst” er ist. Natürlich gibt es große Unterschiede, aber das ändert nichts am Wert des Menschen.

    Ob Inspiration von “außen” oder “innen” kommt, ist doch völlig gleichgültig. Manchmal bekomme ich einen Hinweis bei den absurdesten Filmen, einen Hinweis, der eine weitere Verknüpfung erlaubt. So sah ich einen Film über Elisabeth I. In diesem sagte der Kanzler zu der jungen, noch unsicheren Königen: “Vergiß nie, dass du die Königen von England bist”. Ich habe das umgeschrieben in: “Vergiß nie, dass du die Tochter des Universums bist”. Ein schöner Gedanke, finde ich.

    Über die “Anderen” schreibe ich jetzt nicht, sonst wird es noch “skurriler”. Aber falls man wirklich – wirklich – erweiterte Einsicht in das Bewusstsein erreichen will, muss man einige vielleicht liebgewonne Gewißheiten aufgeben. “Die Umwertung aller Werte” ist eben zuerst einmal paradox, skurril, seltsam und fremd…

  20. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    “Aber falls man wirklich – wirklich – erweiterte Einsicht in das Bewusstsein erreichen will, muss man einige vielleicht liebgewonne Gewißheiten aufgeben. “Die Umwertung aller Werte” ist eben zuerst einmal paradox, skurril, seltsam und fremd…”

    Deine Schlussworte fallen bei mir auf einen fruchtbaren Boden.

    In mancher Hinsicht, ohne dass ich meine Einwände von heute Mittag damit zurückzöge, scheinen wir doch ziemlich ähnlich zu “ticken”.

    Bei mir sind es auch oft scheinbare Kleinigkeiten, die mich “inspirieren”, einen Gedanken voranbringen, ob ich nun in mir etwas finde, oder außen etwas sehe.

    Kunst und Wissenschaft sind nicht eindeutig zu trennen.

    Ich tippe aber darauf, dass bei Dir eher das Künstlerische höher entwickelt ist.

    Mir scheint, wir haben zum ganzen Themenkreis noch gewisse sprachliche Barrieren (ungeachtet tatsächlicher möglicher bis wahrscheinlicher Meinungsverschiedeneiten), da wir einige im Zusammenhang gewichtige Konzepte verschieden auffassen.

    Konfuzius, von dem Du ja angabst, dass er keineswegs “erleuchtet” gewesen sei, legte größten Wert auf die Klärung der Begriffe.

    Wo diese unscharf bzw. gar verdreht seien, gehe alles den Bach runter, meinte er.

    Wir stehen nun aber in der teils etwas undankbaren Aufgabe (soweit wir uns dieser stellen wollen), dass wir nicht an einem Tische sitzen, sondern uns hier rein schriftlich, zudem öffentlich, austauschen.

    Das aber muss die Philosophin (ich gehe mal davon aus, dass Du tatsächlich eine Frau bist) bzw. der Philosoph (bei mir bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ein Mann bin, steht nicht nur im Personalausweis) eben aushalten können.

    Gerade da ist frau/man gefordert, auch zum Behufe der Beförderung aller, ihre/seine Rede so genau und durchsichtig als möglich zu gestalten.

    Vom Gefühle her komme ich, bei dem, was Du sagst, manchmal schon ganz gut mit, von der Logik her habe ich die beschriebenen Probleme.

    Meines Erachtens muss man, gerade dann, wenn es um derartige Fragestellungen geht, jede Sonderverwendung oder Umwertung eines Wortes hinreichend deutlich machen, da man sonst alle anderen, in der Konsequenz auch sich selbst, potentiell aufs Glatteis führt.

    Man muss den Ton, die Schwingung, auch wenn es sich “nur” um Geschriebenes handelt, sozusagen hörbar machen. Wenigstens dem Wohlwollenden.

    Um meine Kritik von heute Mittag etwas abzumildern: Nachdem Du meine doch recht deutlichen Einwände so gelassen und geduldig hingenommen hast, also wohl doch recht gut in Dir ruhst, liegen meine Irritationen wohl in mancher Hinsicht eher in von Dir relativ unbedacht übernommenen und verknüpften Begriffen (oder in meiner geistigen Begrenztheit) begründet, denn darin, dass Du für Dich selber nicht recht wüsstest, was Du sagst.

    Wir befleißigen uns hier ja, wie ich oben schon anführte, nicht nur unserethalber der Sache. Sollten das wenigstens.

    Das schließt ein, dass ich meine Rechthaberei zurückstelle, man mich schonungslos darauf hinweisen möge, wenn ich damit das Ziel verfehle.

  21. Kolibri sagt:

    @ Alle

    Da ich mich jetzt für eine Weile zurück ziehe, möchte ich mich bei allen bedanken, die hier durch ihre Kommentare ihre Meinung geäußert, und ihre Sichtweise aufgezeigt haben.
    Herzlichen Dank dir Magnus Wolf Göller, nenne dich bewusst beim Namen, da ich dich als Mensch auch etwas kennenlernen durfte, für deine Hinweise, deine offene Meinung und Kritik.

    Noch ein Zitat für die Ungläubigen:Ein Mensch ohne Glauben ist wie ein Fisch ohne Fahrrad!

    Ein Zitat für die Gläubigen: Ich glaube an ein Versprechen, dass ich am Ende des Regenbogens einen Topf mit Gold finde!

    Alles Liebe euch allen

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Kolibri

    Danke! Freue mich schon auf Deine Wiederkehr.

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Ich habe mich eben noch mit einem alten Freunde über Deine Beiträge (die er noch nicht alle kannte) unterhalten, und er war von diesen sehr angetan.

    Etwas sarkastisch meinte ich, dass mir schon klar gewesen sei, dass er zu diesen weltanschaulichen Dingen Dir wohl näher stehen werde, als mir.

    Wir lachten beide herzlich, und er bestätigte meine Einschätzung.

    Es gibt also mindestens einen, dem ich vertraue, der Dich besser versteht (oder zu verstehen meint, so viel Vorsicht muss sein) als ich.

    Das ist schonmal ein Anfang.

    Er hat dabei allerdings, an mir gemessen, den Vorteil, dass er an die Inkarniererei in zumindest sehr ähnlicher Weise glaubt, wie Du.

    Ich schreibe diesen Nachtrag jetzt, um Dir zu versichern, hoffentlich glaubhaft, dass ich mit Leuten sehr gut auskommen kann, mit denen ich mich – desfalls schon dreißig Jahre – immer wieder herzhaft streite.

    Immerhin mag das dazu führen, dass man, winkt man nicht einfach ab, wendet man sich nicht einfach ab, wofern der Widersacher sich eine entsprechende Mühe gibt und kein Blöd, seine Gedanken und Aussagen daran immer wieder überprüft und schärft.

    Solltest Du tatsächlich eine Frau sein (wovon ich weiterhin mal ausgehe), so bist Du, nach Lesezeichen (von ihr weiß ich es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) und Tanja Krienen erst die dritte hier mit einem konsequenten Stehvermögen.

    Ich gehöre zu den wenigen Männern mit nicht geringem intellektuellem Selbstbewusstsein, die sich mehr und noch mehr Frauen in ernsthaften Debatten wünschen.

    Die sich nicht davon entmutigen lassen, dass sie oft leichthin an den Rand geschoben werden, sich darob nicht in den Schwachsinn der Genderei flüchten, gar darein, alle Männer seien insensibel und unerreichbar dumm.

    Meine Frau war mehrfach hochbegabt und liebte die intellektuelle Debatte.

    Ich kann andere nur dazu ermuntern, dahingehend die Flinte nicht ins Korn zu werfen.

    Um dass manches besser werde, brauchen wir beide Geschlechter, furchtlos und ganz.

  24. Lisa sagt:

    Ja, ich bin eine Frau. Das spielt aber in weltanschaulichen Debatten keine Rolle. In erster Linie sollte man ein Mensch sein, der alle seine Fähigkeiten – die sogenannten Weiblichen wie auch Männlichen – nutzt, so gut es geht. Man muss sich nicht überall über sein Geschlecht definieren.

    “Konfuzius, von dem Du ja angabst, dass er keineswegs “erleuchtet” gewesen sei, legte größten Wert auf die Klärung der Begriffe.

    Wo diese unscharf bzw. gar verdreht seien, gehe alles den Bach runter, meinte er.”

    Ja, das stimmt. Die Begriffe sind die Grundlagen der Überzeugungen (Glaubenssätze) und wenn diese schon verworren sind, ist auch die Wahrnehmung zumindest unscharf. Zum Beispiel ist “der Glauben” ein Werkzeug, wie ich schon geschrieben habe, das es erlaubt, bestimmte Realitäten zu generieren. Menschen haben aus diesem praktischen Werkzeug DEN Glauben gemacht, schlimmer noch, den Glauben an einen Menschen, den sie zu Gott gemacht haben. Wenn ich den Begriff Glauben verwende, muss ich erst eine sehr lange Begriffserklärung machen, um nicht missverstanden zu werden. Allerdings, meistens hilft’s doch nichts.

    Keine Sorge, ich lasse mich natürlich nicht entmutigen. Schließlich tauschen wir uns aus, um selber bestimmte Dinge zu klären. Kommunikation ist auch immer eine Kommunikation mit sich selbst. Und zum Schluss dieser doch recht fruchtbaren Debatte noch eine Begriffsklärung, die ich für sehr sinnvoll halte…

    Das Bewusstsein ist das Konkrete.
    Die Materie ist virtuell.

    -)

  25. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    “Und zum Schluss dieser doch recht fruchtbaren Debatte…”

    Liebe Lisa: Ich kann lesen.

    Dies “doch recht” spricht Bände.

    Auch im Sinne Deiner “Glaubenssätze”.

    Sei’s drum.

    Der Schluss dieser Debatte ist überdies auch nur von Dir postuliert bzw. wie oben von Dir für Dich angesetzt da.

    Ich musste hier noch nie eine schließen.

    Und das wird auch so leicht nicht passieren.

    Deine Aussage kann also nur bezeichnen, dass Du selbst nichts mehr zu sagen hast oder sagen willst.

    Das mag sein bzw. steht Dir selbstverständlich frei.

  26. Lisa sagt:

    “Doch recht” ist wie das Schwäbische “nicht schlecht”. Es hat mir gefallen und es gibt keinen Grund, so …empfindlich zu reagieren. Ich will natürlich nichts “schließen”. Es hat mir gefallen. Das Leben und die Artikel fließen einfach weiter…

  27. haschmech sagt:

    @ Lisa

    “Das Bewusstsein ist das Konkrete.
    Die Materie ist virtuell.”

    Besser so:

    Das Bewusstsein ist eine Machete,
    die Arterie ist die Quell’.

    Denn es sagte mal jemand, er wäre nicht gekommen um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech & Lisa

    “Das Bewusstsein ist das Konkrete
    Die Materie ist virtuell.”

    “Das Bewusssein ist eine Machete,
    die Arterie ist die Quell’.”

    Jaja.

    Und die Dichtung
    Wie man liest
    Ersprießt
    Auf der Lichtung.

    Mal im Ernst: Lisas Aphorismus fasst sehr knapp und gut zusammen, was sie insgesamt zum Thema sagte.

    Ob Du, haschmech, nun sonderlich originell und inhaltsschwanger dazugereimt hast…

    Da ich mich im Kalauern aber nicht lumpen lassen will, von mir auch noch einer:

    Das Bewusstsein
    Da es gefragt
    Ja gleich sagt:
    Des wird Lust dein!

  29. Haschmech sagt:

    Was hältst du von diesem Aphorismus?

    Tzimtzum Milchreis

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