Kissinger: Israel in 10 Jahren nicht mehr

Henry Kissinger, der Allwissende von Bilderbergern & Cie., soll laut NY Post kürzlich folgenden Satz losgelassen haben:

“In 10 years, there will be no more Israel.”

Normalübersetzung, so haben es bislang alle aufgefasst: In zehn Jahren wird es kein Israel mehr geben. (…Israel nicht mehr geben.)

Mag sein. Weiß ich’s?

Aber, angesichts der Brisanz des Satzes aus so berufenem Munde (Ahmadinedschad wagte sich nur so weit vor, dass er meinte, Israel werde es irgendwann nicht mehr geben. Was dahingehend vorsätzlich – Angriffskriegsgründe zu schaffen – dauerhaft falsch übersetzt und wiedergegeben wurde und wird, dass er die Auslöschung Israels – “must be wiped off the map” – “muss von der Landkarte getilgt werden” – gefordert habe) habe ich nochmal darüber nachgedacht.

Sehr umgangssprachlich, ich weiß, aber ich meine, entsprechendes durchaus schon gehört zu haben, kann man sagen, wenn ein Kind nach noch mehr Erdbeereis schreit: “In ten years, there will be no more strawberry ice cream.”

Heißt: Es wird in zehn Jahren nicht mehr Erdbeereis geben.

Also bloß eine so große Portion wie heute, wie jetzt.

Hieße, übertragen auf Israel, dass es in zehn Jahren territorial nicht noch weiter auf Kosten anderer Völker angewachsen sein werde.

Es könnte sich also auch um eine sehr geschickt verpackte Warnung dahingehend drehen, dass eine weitere Expansion Israels von den USA nicht mehr unterstützt noch geduldet werde.

Ich weiß, das klingt ein wenig spekulativ, wenn nicht gar spinnert, doch wollte ich Ihnen diese mögliche Lesart nicht vorenthalten.

(Es gibt Berichte von Plänen, Israel nicht nur ganz bis zum Jordan, sondern vom Nil bis zum Euphrat auszudehnen.)

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13 Antworten zu “Kissinger: Israel in 10 Jahren nicht mehr”

  1. Dude sagt:

    Interessant dazu wäre, den ursprünglichen Zusammenhang seiner Aussage zu kennen.

    Dein Link hat mir dahingehend beim kurzen Überflug leider keine Antwort gegeben, und zum Suchen hab ich keine Zeit.

    Eigentlich hab ich ja eh keine Zeit momentan, aber das hat doch eine gewisse Wichtigkeit, die nicht unterschätzt werden sollte, also wäre eine dahingehende genaue Klärung sicher hilfreich.

    Liebe Grüsse vom Dude auf Gefechtsstation. ;-)

  2. haschmech sagt:

    @ Magnus

    “(Es gibt Berichte von Plänen, Israel nicht nur ganz bis zum Jordan, sondern vom Nil bis zum Euphrat auszudehnen.)”

    Dabei handelt es sich um sogenannte biblische Prophetie, siehe hier:

    Jesaja 19:25 wozu der HERR der Heerscharen es setzt, indem er sagen wird: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbteil!

    (Assur = das alte Babylon, da wo der Garten Eden gelegen haben soll.)

    http://haschmech.wordpress.com/2012/05/19/eine-frau-mit-der-sonne-bekleidet/

    ++++

    Ich gestalte z.Z. den/einen Schöpfungsbericht für mein Blog. Macht wirklich Spaß, mal den Schöpfer zu spielen.

    Grüße vom haschmech

  3. klean sagt:

    Ich wage mir hiermit zu behaupten, daß meine hypothetische Aussage die Zukunft betreffend eine höhere Wahrscheinlichkeit hat faktisch zu werden:
    In 10 years, there will be no more Kissinger.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ klean

    Vielleicht gibt es bis dahin neue Kissinger.

  5. klean sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Das ist freilich keineswegs auszuschließen – sozusagen Kissingers vergangenes Wirken als zukünftig personifizierende Hydra, jedoch verleitet mich dieser Aspekt nicht dazu ihm hier ewiges Leben zu gönnen.

  6. H. Rannert sagt:

    Sehr geehrter Herr Göller,

    …there will be no more Israel. = …es wird Israel nicht mehr geben.
    …there will be not more Israel. = …es wird nicht mehr Israel geben.

    Is so.

    Viele Grüße,
    h.r.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ H.Rannert

    Mag, rein sprachlich, so wie normalerweise zu lesen, so sein.

    Ob’s dann in zehn Jahren so is, werden wir sehen.

    Die Kernfrage liegt natürlich darin, was Kissinger mit dieser Aussage bezweckte.

    Einen rechtzeitigen Exodus derer, die verstehen?

    Wollte er – wozu? – Verwirrung stiften? (Das dürfte ihm gelungen sein. Und er musste wissen, dass das zumindest eine Folge seiner Äußerung sein werde.)

    Israel könnte natürlich auch ein Bundesstaat der USA werden.

    Wobei es praktisch wäre, die Regierung von Washington nach Jerusalem zu verlegen.

    Allerdings, die meisten New Yorker Juden wollen da gar nicht hin.

  8. Infoliner sagt:

    Vielleicht will der Typ (Mensch möchte ich ihn nicht nennen) sich auch anhand der mit so einem Spruch ausgelösten Befürchtungen einiger – und Hoffnungen vieler Menschen im Gespräch halten. Für mich spielt es eine Rolle, wer etwas sagt. In diesem Fall messe ich dem Spruch keine Bedeutung bei.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Infoliner

    Mag sein, dass Kissinger hier nur Alterseitelkeit gespielt hat. (Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich.)

    Allerdings hat die Aussage ja gerade deshalb Gewicht, weil sie von ihm stammt.

    (Ich hätte das Zitat sicherlich nicht zum Thema gemacht, hätte Hans Meier den Spruch losgelassen.)

  10. Nietzsche sagt:

    Jedenfalls sind Sie weit und breit der einzige, dem das Interview aufgefallen ist. Wie ich ihn verstanden habe, meint er es sogar wie er es gesagt hat. Er sagte nämlich ausserdem noch, wenn ich´s recht erinnere, dass Israel keinen Platz mehr in einem “neuen” (?) nahen Osten haben wird. Bei mir kamen soviele Fragezeichen auf, dass ich Moment nicht weiß was ich damit anfangen soll.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Nietzsche

    “Bei mir kamen soviele Fragezeichen auf, dass ich Moment nicht weiß was ich damit anfangen soll.”

    Genau so geht es, zumal angesichts der Entwicklungen in Ägypten, Syrien, dem Libanon, der Türkei usw. auch mir.

    Alleine, wenn ich mir den Wahn Erdogans anschaue… (Wollte dazu schon was schreiben, kam aber noch nicht dazu, weil hier gerade so viel los ist.)

    Auf die leichte Schulter kann man es jedenfalls nicht nehmen, wenn ausgerechnet dieser alte Erzdrecksack ausgerechnet jetzt so etwas loslässt.

    (Hat er ja wohl: Sonst hätte die New York Post sich längst im demütigsten Kriechgange für ihre wenigstens grob fahrlässig fehlerhafte Berichterstattung entschuldigt haben müssen.)

  12. [...] man sich dazu dann noch an die Worte von Henry Kissinger erinnert,… “In 10 years, there will be no more [...]

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