Tatatantra (II)

Grade habe ich mich ob des letzten Beitrags des Titels “Tatatantra” mal wieder recht ernsthaft gefragt, ob ich nicht doch ein übles Schandmaul sei.

Indische Weisheit verlästert, höchste musikalische und dichterische Sakralkunst US-amerikanischer Provenienz, unschuldige Greise und Heilerinnen noch dazu, überdies fleißige, hart arbeitende, nicht nur im Schweiße ihres Angesichts ihre paar Mücken verdienende Pornobußgeißen und -böcke, den Satanas, gleich dreinamig, wie als ob der nicht genug zu leiden hätte, alles aufs Mal.

Wahrscheinlich bin ich zu früh aufgestanden.

Meine Morgenstund hat halt nicht immer nur Gold im Mund.

(Im Englischen heißt es: “The early bird catches the worm.” Immerhin habe ich keine Platt-, Ringel-, Faden- und sonstige Würmer direkt zum Abdecker befördert.)

Es war vielleicht auch nicht jene reine, lachende Bosheit, die heimisch unter Rosenhängen und Lilienhecken.

Sie mag sich eher übers Hosenhängen und das Cäcilienstecken gemacht haben lustig.

Unausgeschlafene Bosheit kann, ja so ist das, manchem Zeitgenossen den Sprossen runtertossen.

Andere aber, bei allem Gelaber, mögen, bei allem Gepfitze, dem schrägen Witze sein hold, eben doch gewahren Gold.

Des’, indes, hoffe ich hier, vor dem Bier, kaum, zumindest noch -oder doch? – liest er nicht, frönt und tönt er der Mittagsgicht, der also botmäßige, brotäßige Narrensaum.

Nee, jetzt mal Schulz mit diesem Halblug, Unfug.

Ich habe wirklich nochmal reflektiert, was ich sagte.

Und sehe noch kein Wort, das zurückzunehmen wäre.

Eher noch ist die Rede weiter zu verschärfen.

Die Idee, dass man unserer Jugend, gewissermaßen als Antidot wider die Pornographisierung tantrische Sexausbildung angedeihen lassen sollte, ist zwar nachvollziehbar, meinetwegen auch wohlgemeint, aber grundfalsch.

Nichts dagegen, wenn ein reifer Mann sich mit 25 oder 30 mal eine Massagespezialistin bestellt; jeder, was er mag; seine Sache, vielleicht tut es ihm gut; Profifinger aber weg von ihnen, sowieso, auch indoktrinierende Sprüche nicht an Jugendliche.

Irgendwelche Lamas brüsten sich gar damit, dass sie mit ihrem Schniedelwutz ein halbes Glas Limo leersaufen können.

Mögen sie das bis dahin geübt haben. Beachtliche Leistung.

Ich will aber nicht, dass derlei Gelbmützen, Lendenschürzen, Klostercranks auf unsere Jugend losgelassen werden.

Punktum.

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