Tatatantra: Es lebe das Problem!

Tantra klingt für mich wie ein Mischwort aus Tattergreis und Mantra.

Gestern hatte ich ein Gespräch über die schwachsinnige Pornographie (die Männer meist beschnitten, die Weiber grenzdebil), die zumal die Jugend flutet, klar, dass auch zweitausend Jahre abrahamitische Klemmverziehung zur Sprache kam, der andere vertrat tantrisch-sexuelle Ausbildung als Remedium.

Heute nochmal darüber nachdenkend, kommt es mir (nachdem ich gestern Nacht schon nicht Spottes gespart hatte) noch mehr so vor, als hieße dies womöglich, den Teufel mit dem Beelzebuben austreiben.

Keine Angst, ich werde jetzt keine peinlichen, gar noch detaillierten Geschichten von gutem bzw. schäbigem Sex erzählen.

Indes: Wenn ich mir vorstelle, wie irgendsoein Nerd, für den eine Frau bislang ein etwas launischer, kabelloser Kabalerechner war, zu dem man sich recht unerklärlicherweise hingezogen fühlte, dessen Programmiergeheimnisse er sich vorwiegend durch Googlen und Daddeln zu ergründen versucht, mir dann dazu, wie der, endlich einsehend, dass er therapiebedürftig, mit indischen Weisheiten zugetextet, durch tantrische Massage geheilt werden soll, von einer, die schon so vergeistigt ist, dass sie vor lauter Chakrenblick den Sonnenstand nicht mehr ausmachen kann, bin ich doch nicht leicht der Methodik überzeugt.

Ja, ich bin mal wieder ein bissle boshaft.

Ich sehe nämlich gar nicht ein, weshalb es hier südasiatischer esoterischer Künste bedürfen sollte, plädiere daher – wie auch ansonsten meist – für die einfache, klare, deutsche Lösung.

Will heißen, dass man nicht so ein Tamtam drum und drein und draus macht, sondern Jugendlichen einfach nur diskret durchsickern lässt, dass wenn er es ihr bzw. sie es ihm versucht, so ausdauernd und gut zu machen wie möglich, das schon zurückkommt (außer der oder die andere ist dumm oder eine Arschgeige oder beides), sich der Rest dann von selbst lernt.

Nebenher lässt man ab und an durchblicken, dass die Pornoindustrie zu 99% für Halbaffen und dekadente Blöds produziert.

Auch das wird sich, wenn man Deutsch kann, nach und nach, auch der selbst gewonnenen Erfahrung entlang, zielführend einsenken.

Müssen wir denn unseren Nachwuchs für so blöd halten, dass er zwar einerseits Marsraketen wie selbstverständlich entwickeln soll, aber noch nicht einmal herausfinden, was man so alles im Bett oder auch mal anderwo anstellen kann?

Ja lüg ich denn!

(Grade, der Deibel hat mich wohl mal wieder abgepasst, erschallt beim Redigieren hinter mir aus dem Radio dieses schwachsinnge, auch musikalisch tumbe Ameroengsachsenlied des endlosnudelichten Refrains “We are nothing but mammals, so let’s do it like they do on the discovery channel!” – “Wir sind nichts als Säugetiere, so lasst es uns tun wie sie’s tun auf dem Entdeckerkanal!” Nein, ich schwöre selten, da schwören in vielen indogermanischen Sprachen ja zurecht auch fluchen bedeutet, aber hierzu hebe ich die Rechte, dass der obige Text sich damit nicht deckt.)

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