Von den Ohngeisteswissenschaften

Man sollte die Studiengänge der Sozialpädagogik, Soziologie, Sonderpädagogik, Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaft und Volkswirtschaft in ein Fach zusammenfassen, mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern, zwei Semester für alle zusammen, zwei für die Unterfächer.

Kein Mensch mit Abitur muss fünf oder sechs Jahre lange lernen, wann und wie es rechtlich zulässig ist, jemandem die Wurstplatte zu entziehen, ihn um sein letztes Hemd zu betrügen oder mal kurz eine Volkswirtschaft zu ruinieren.

Etwa in “Gender Studies” nach jahrelanger Forschung herauszufinden und darüber zu promovieren, dass der Unterschied zwischen den Geschlechtern leider immer noch existiert, trotz aller Bemühungen nicht gänzlich abgeschafft werden konnte, ist ein ebensolcher Mumpitz, wie wenn einer nach dem Abi das Prozentrechnen der sechsten oder siebten Klasse studiert, um es schließlich bis zur genialen Einrichtung des Zinseszinses hinaufzuhabilitieren.

Auch in anderen Fakultäten gehörte mächtig aufgeräumt.

Alle Studenten der Sprachwissenschaft beispielsweise müssten, wenn ihre Professoren sie nicht als absolut außergewöhnlich begabt beurteilen und sie daher mit schriftlicher Begründung von dieser Anforderung entbinden, spätestens am Ende des vierten Semesters eine Seminarsarbeit zur neueren Entwicklung einer lebenden Sprache vorlegen, die dafür entscheidend ist, ob es danach an der entsprechenden Fakultät weitergeht (eine Wiederholung sollte gewährt werden), oder der Weg dahin angetreten wird, wo heute die Bundesagentur für Arbeit, früher, als noch nicht alle Politiker dauerbesoffen waren, noch Arbeitsamt genannt, sich jeweils um das Fortkommen derlei sich überschätzt habender Existenzen kümmert.

Achso, ja, ich vergaß die Politikwissenschaftler: die dürfen auch bei den ganz oben zuerst genannten Glanzleistern miteinsitzen.

(Ich weiß, dass meine Forderungen auf den ersten Blick etwas realsozialistisch-links anmuten mögen; das täuscht aber ein wenig; die Absicht ist nämlich auch ein Hauch rechts; denn wenn sich die meisten Soziolaster und Betrugswirtschaftler schon an der Uni gegenseitig erledigen, hat man hinterher nicht mehr so viel Ärger mit so viel Gesindel.)

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