Mein Respekt, Herr Schmidt-Salomon!

Unter dem Titel “Respekt? Wovor denn?” hat der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, bei der Zeit einen Text vorgelegt, in dem er beredt und gut begründet genau meine These vertritt, dass jenen selbst gegenüber allen Ungläubigen mehr als nur respektlosen Moslems, Juden und Christen im Grunde gar nicht zu viel Satire widerfahren kann.

Ein Zitat daraus:

“Respekt für Respektlose?

Die Absurdität der gegenwärtigen Debatte zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Respekt ausgerechnet jenen gegenüber eingefordert wird, die hinlänglich bewiesen haben, dass ihnen jeder Respekt gegenüber Andersdenkenden fehlt. Verwunderlich ist dieses Defizit nicht, wenn man die Heiligen Schriften kennt.”

(Hier hätte ich mir gewünscht, dass er “deren Heilige Schriften” gesagt hätte.)

Danach zitiert er diverse Passagen aus Koran, Thora und Neuem Testament, wo zu Mord und Totquälerei Un- bzw. Andersgläubiger aufgerufen wird, mit allerlei nur erdenklichen Mitteln. Man lese dort nach, was er knapp zusammenträgt (ich will das Zitierrecht schon gar nicht im Zusammenhang mit der Zeit auf seine Grenzen testen): es ist wahrlich duster-illuster.

Er spricht auch von der Umkehrung des Täter-Opfer-Prinzips, die Politiker in diesem Zusammenhang vornehmen.

Diese ist meines Erachtens denn auch die verhängnisvollste Entwicklung, die wir derzeit erleben.

Dem Fanatiker, dem Durchgedrehten, dem Mörder und Brandschatzer gebühre Respekt und Verständnis, die Bösen seien jene, die diese nicht hinreichend erbrächten, was die Fanatiker nur noch ermutigt.

Insgesamt der klarste und stringenteste Artikel, den ich, wenn nicht hier bei mir, in der letzten Zeit dazu gelesen habe.

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Eine Antwort zu “Mein Respekt, Herr Schmidt-Salomon!”

  1. Dude sagt:

    “…, in der letzten Zeit dazu gelesen habe.”

    Köstliches Wortspiel! Und so zeitgemäss… ;-)

    Ps. Aber hat schon was… …was hat so ein Artikel in der Zeit verloren, oder besser gesagt, wie konnte sich so ein Artikel in diese Zeit hinein verirren? Wahrlich erstaunlich!

    Pps. Nur sollte man damit natürlich nicht alle Moslems gleichsetzen, denn es gibt auch im Koran, trotz der ganzen Abartigkeiten und Perversionen, noch immer den wahrhaft ganzheitlichen, theistischen Kern, den auch noch einige Moslems (hauptsächlich dank Erfahrungswissen aus dem aktiven Selbst-leben dieses theistischen Kerns!) in ihrem Leben realisieren.
    Ich habe schon ein paar dieser wahrhaft ehrenhaften Moslems persönlich kennenlernen dürfen. Das darf man bei solchem – zurecht gesagten! – wie im Artikel nie vergessen.

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