Hundsbrunzer

Als Philosoph muss man jederzeit damit rechnen, dass man von einem verspottet, verleundet wird, dessen vermeintlicher Heilstein ein Hundsbrunzer, während er noch nicht einmal weiß, was das ist.

Manchmal schwingt sich ein Kleingeist dieser Art zu erstaunlichen Leistungen auf.

Nicht begreifen könnend, wollend, auch nur, wozu Hundsbrunzer gesetzt werden, nämlich nicht primär für Hunde, hebt er, ohne selbst Hund zu sein, sein merkantilistisches Bein, aber nicht dort, wo er nur Hunden nachbrunzte, sondern an Orten, wo er wirkt, wie als ob Froschlaich in der Takla Makan im Sandsturme Schwimmübungen machte: wird aber trotzdem weithin gehört.

Man soll solche nicht allzuernst nehmen, ihr idiotisches Gebaren aber immer wieder als Warnung begreifen.

Man vergesse nie Nietzsches Spruch, die Dummheit sei unergründlich klug.

Die Dummheit bildet schnell Rudel und Rotten. Es kann daher fatal sein, sie einfach meinen ignorieren zu können.

Die Dummheit ist, zur Zeit sieht man es wieder mit Macht, auch gerne beleidigt, und die Feigen schließen sich lieber der Dummheit an, als sich in Gefahr zu begeben.

So werden die Rotten und Rudel, dergestalt bestätigt und befördert, noch angriffslustiger und frecher.

Bei tierischen Rotten und Rudeln hat man immerhin den Vorteil, dass sich deren Anführer zeigen müssen.

Bei ihren menschlichen Pendants ist das anders.

Man wird einem noch nicht einmal unbedingt glauben, dass der und der die Rotten- und Rudelführer seien.

Kann sie also, selbst wenn man sie selbst erkannt, auch nicht einfach wirksam stellen.

Nichtmal am Hundsbrunzer.

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