Der neuen, alten Philologie

Wen oder was fürchtet der Teufel, auch wenn er sich gerade mal wieder “Gott” nennt, am meisten?

Es ist eigentlich längst bekannt. Der seine Namen kennt, hat ihn gebannt.

Leider haben die wenigsten Sprachwissenschaftler diesen, im erweiterten Sinne, Mithauptbehuf ihrer Tätigkeit begriffen, gar verinnerlicht.

Jeder gute Philolog, Nietzsche hat es uns beispielhaft vorgemacht, muss ein Lügenjäger sein. Götzendämmerung. Sonst ist er drittklassig. Wahrheiten findet nur der Lügenjäger.

Er sei ursprünglich angetreten, zu wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält, sagte mir mein bester Lehrer, Professor Wilhelm Pötters, einmal.

Wir haben dazu, soweit das möglich sein mag, die Schlüssel in den Händen.

Denn unsers ist’s, alles Wissen der Menschheit zu wägen.

Wer sonst sollte das vermögen?

Etwa ein Ausschnittswissenschaftler?

Gar ein Theolog?

In der menschlichen Sprache läuft alles zusammen, was je erkannt und erdacht wurde. Die Mathematik ist lediglich, wenn auch wichtig, eine Hilfswissenschaft.

Cervantes wusste das. Er sprach von “todas las ciencias”, allen Wissenschaften, die dem Poeten, der als der Schaffende die Vervollkommnung des Sprachwissenschaftlers ist, zu dienen hätten.

Es ist mir gleich, wer zu diesen Worten grunzt oder gackert.

Bruno war vor Gauss.

Zuerst wird gedacht, dann wird gemacht.

Jedenfalls, wenn etwas Neues richtig rauskommen soll.

So einfach ist das.

Mir wurscht, ob mir einer glaubt.

Am Glauben von irgendwem liegt nichts.

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2 Antworten zu “Der neuen, alten Philologie”

  1. Dude sagt:

    Wenn wir grad bei der Philologie sind…

    “Ausschnittswissenschaftler” gefällt mir in dem Zusammenhange besonders gut. Vielleicht leih ich mir den Begriff mal aus, wenn ich darf. ;-)

    “Zuerst wird gedacht, dann wird gemacht.

    Jedenfalls, wenn etwas Neues richtig rauskommen soll.

    So einfach ist das.”

    Aber garantiert! Ausser natürlich, man wolle sich aufs Glücksprinzip verlassen, doch dann könnte man gradsogut Lotto spielen. ;-)

    Ps. Alles hat ein Ende, nur die Wurst…. ;-)

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Den Begriff “Ausschnittswissenschaftler” darfst Du gerne mitnehmen.

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