Vom Werte der Philosophie (III)

Die Philosophie vermag uns dahin zu führen, dass wir uns selbst zuhorchen lernen.

Das heißt, wir lesen das selbst Gesagte, und wundern uns noch darüber, lauschen der seltsamen eigenen Worte.

Wir lachen der Weisheit, gewahren des Schönen, das uns da die Gedanken geführt, geführt haben muss!

Und wir wissen doch, dass wir selbst es waren, die sich bis über die gesetzten Grenzen hinaus dorthin!

Ich verstehe inzwischen auch Konfuzius und Nietzsche immer besser.

Sie haben dies erfahren.

Allein: Ihren Gleichmut habe ich noch nicht erlangt.

Damit fehlt mir mindestens noch eine Dimension.

Vielleicht sollte ich aber auch einfach loslassen: ihnen darin gar nicht nacheifern.

Es mag auch ein Ungleichmütiger der Weisheit zum Klange verhelfen können.

Keine Eile.

Diese beiden waren verschieden: Weshalb sollte nicht auch ich noch anders sein?

Sie reden immerhin schon mit mir.

Es hat gedauert, aber jetzt tun sie es.

Klar, dass ich noch der Jungspund bin.

Aber nicht mehr bezüglich aller Dinge.

Sie erkennen an, dass ich zu dieser Zeit rede.

Dass diese ihre eigenen Prüfungen stellt.

Ich darf sie jederzeit fragen.

Und rede auch schon, frech, über sie hinaus.

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