Harald Schmidt mit gut 1,6 Promille

Eben las ich, dass von 3,1 Millionen zahlenden Sky-Kunden nach 20.000 bei der ersten und 10.000 bei der zweiten nur noch 5.000 die dritte dortige Harald-Schmidt-Show sehen wollten.

Das heißt, dass der Entertainer sein Publikum von 6,4 über 3,2 auf etwa 1,6 Promille durch konsequente Amusementhalbierung inzwischen fast bis zur Verkehrstauglichkeit ausgenüchtert hat. Noch zwei entsprechend heilsame Auftritte, und jeder ist wieder legal unterwegs.

Der Sender gibt sich dennoch zufrieden: Quoten seien ihm egal, wichtig sei eine gute Sendung, die helfe, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Selten so gelacht.

Das ist der beste Harald-Schmidt-Witz, den ich je gehört habe.

Zugegeben, ich habe kaum eine seiner Sendungen gesehen, was ich sah, riss mich nie sonderlich vom Hocker; ich las auch ein paar seiner Kolumnen, bei denen es mir ebenso erging.

Vielleicht verfüge ich nicht über die notwendige Spaßbereitschaft, Bildung, Intelligenz für die Kalauer meines Landsmannes, oder alles zusammen. Egal. Ich bin ja nicht der Lachmaßstab der Republik (die es ohnehin nicht mehr gibt; wir sind jetzt EZBstan).

So kann es einem Komiker eben ergehen: Hat er das Theater so gut wie leergespielt, reißt der Betreiber darüber die köstlichsten Zoten.

(Ein Kaufmann zum andern: “Wie läuft der Verkauf der neuen Kurzware?” “Eigentlich immer noch schlechter, als schon bei der Einführung ins Sortiment. Aber ich bin zufrieden.” “Wie das denn?” “Naja, die Zufriedenheit aller Kunden, die sie nicht kaufen, und das sind nun wirklich fast alle, wurde durchaus gesteigert.” “Spinnst du?” “Nö, das Konzept geht prima auf.” “Willst mich wohl verhohnepiepeln!” “Nö. Sie fragen jetzt bei allen anderen Sachen auch nicht mehr nach der Qualität. Das rechnet sich insgesamt hervorragend.”)

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