Nichtsverkäufer

Ich werde jetzt auch Nichtsverkäufer. Es gibt eben gerade keine gefragtere Ware. Mein Lager ist schon voll.

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10 Antworten zu “Nichtsverkäufer”

  1. Lesezeichen sagt:

    Ha!

    Da würde ich doch gern mit Leerverkäufen drauf wetten. Wann öffnet deine Börse?

    :)))

    das Lesezeichen in Zockerlaune

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Du willst also meine Quintupel-A-Nichtse leer verkaufen?

    Auf den Wertabsturz der sichersten aller Anlagen wetten?

    Das nenne ich mutig.

    Du kommst aber leider etwas spät.

    Dreimal darfst Du raten, wer längst dabei ist, seine Anteile zu verkaufen, während seine Puts schon laufen.

  3. Dude sagt:

    Luftgeldspielchen spielen, und gleichzeitig das System, und seine Strippenzieher und Mechanismen – zurecht! – drangsalieren??

    DOPPELMORAL vom Feinsten!

    Lasst die Hände von den Werkzeugen des Biests.

  4. Lesezeichen sagt:

    Dude, ich kann deine Bedenken so gar nicht verstehen. Wir werden doch am Ende outgebailt, wenn wir auf dieser Seite des Flusses stehen.

    Schließlich leben wir alle im Zeitalter des Kängurus und machen große Sprünge mit leerem Beutel.

    :))

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Mein liebes Düdelein!

    Du wirst uns doch nicht etwa ernst genommen haben?

    Für Leute wie Dich haben wir aber auch was Todsicheres ins Portefeuille.

    Es sind CWMG-Zertifikate.

    Mit denen kannst Du darauf wetten, dass Du keinen Gewinn machst, Dich also spekulativ nicht bereicherst.

    Du wirst garantiert nicht einmal den Gegenwert auch nur eines Gläschens eines kleinen Rioja rausholen, geschweige denn eines anständigen Burgunders oder Barolos.

    Daher kannst Du die Papiere absolut bedenkenlos kaufen.

    Wir garantieren Dir Nullertrag mit unserem guten Namen.

    Selbst der Totalverlust Deiner Einlage ist recht wahrscheinlich.

    Kunden wie Du werden nämlich mit besonderer Sorgfalt betreut.

    Da geht es schließlich ganz fundamental um den makellosen Ruf der Firma.

  6. Dude sagt:

    Ok, dann bin ich ja beruhigt. :-)

    Dieses ganze Investmentzeugs hat einfach allzu weitreichende Folgen. Die 15000 Kinder z.B., die jeden Tag elendig an Hunger und Durst verrecken aufgrund des diabolischen globalen Luftgeldsystems, sind direkt daran gekoppelt.

    Denn wo etwas abgezweigt wird, fehlt es woanders. Am anschaulichsten sieht man das bei Staudämmen.

    Aber im Vergleich zum Finanzkartenhaus und seinen Folgen sind die kausalen Auswirkungen, selbst des Belo-Monte-Projekts, lächerlich nebensächliche Harmlosigkeiten, so übel sie tatsächlich – in anderem Vergleichsaufbau – auch sind.

    Daher versteh ich bei diesem Thema keinen Spass.

    Liebe Grüsse euch

    Ps. Nenn mich nicht so bitte, Magnus.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich habe mich grade auch gewundert, wie ein Eidgenosse so wenig vom Gelde aus dem Gelde verstehen könne.

    Wahrscheinlich war er in Deutsch, Französisch, Italienisch, Rhätoromanisch, Englisch, Latein und selbst Mathe stets ein As; nun konnte er aber doch nicht CEO der UBS oder der Credit Suisse werden, weil er zwar durchaus den Dreisatz beherrschte, Bruch- und Zinsrechnen, den divinen Sinn des Zinseszinses aber nie so recht kapierte.

    Das schweizer Bildungssystem scheint auch nicht mehr das zu sein, was es mal war.

    Wenn es derart begabte Kinder nicht einmal mehr bis zum Vorstandsvorsitzenden wenigstens von Novartis (die wissen immerhin, wie man legal die Drogen verkauft, die man braucht, um die Dummheit der Leute zu ertragen) bringen, muss da schon schwer etwas faul sein.

    Leider können wir Schwaben da momentan keine Entwicklungshilfe leisten, da jeder bei uns, der was vom Geld versteht, gerade dabei ist, das Seinige vor dem ESM-Mechanismus zu retten.

    Aber gut; jeder lernt halt, was er kann.

    Mein Vater sagte immer: “Wenn oiner sai Gschäfd rechd machd, noh isch’s mir egal, ob der Schdroßafeger isch odder Friseer odder sonschd ebbes. Mer brauchd au Schdroßafeger ond Friseer.”

    Leider dachte ich nie daran, ihn zu fragen, ob auch ein höherer ganzheitlich-nihilistischer Moralist, der sein Geschäft recht macht, dazu gehöre. Ein Weltnetzstraßenfeger und Schakalenscherer.

    Ich hielte aber beinahe eine Wette, dass Dude irgendwo unterm Monte Rosa einen kleinen Alpenschatz für Notfälle eingebunkert. Den er natürlich völlig redlich mit der häuslichen Herstellung von feinmechanischen Präzisionswerkzeugen verdiente.

    Nebenher betreibt er noch einen sehr erfolgreichen Esoterik-Verlag, produziert Alpenkräuterbadesalze und -tinkturen, brennt, wenn schon dabei, den besten Enzian zwischen Schaffhuse und dem Lago Maggiore, betreibt drei ökologisch korrekte Muliskilifte, zapft seinen Strom bei CERN ab, weil die mehr als sinnlos genug davon haben, badet irgendwo hinter Montreux täglich, auch winters, wenn er ihn erst aufhacken muss, im Genfer See, wenn er nicht gerade dabei ist, die stolzesten Landsmänninnen abzuwimmeln oder auch mal gnädig ins Haus zu lassen, und so ganz nebenher, denn, da sein Zeitmanagement einzigartig, findet er auch noch bequem die Muße dafür, uns unentgeltlich zu consulten.

    Ich weiß nicht, was sonst er noch alles macht. Wahrscheinlich Ziegenkäse, gamslederne Accessoires für den distinguierten Herren, die solarbetriebenen Holztrocknungsanlagen hat er nur erfunden, fertigt also nicht mehr alle selber, ist aber im Vertrieb noch sehr aktiv.

    Man kann des weiteren nur vermuten, was er am Feierabende nach 400 Gramm Käs, zwei Flaschen Chasselas, drei Enzian und einigen verstohlenen Streifchen Bündnerfleisch macht.

    Ich schätze mal, dass dann die eigentliche Kunst dran ist. Den prasselnden Kachelofen im Rücken, sitzet er dann dort und bringt den Leuten bei, wie und warum man was nicht macht. Denn er ist selbst darin noch ein Experte.

    Wir können ihm daher nur weiterhin viel Mut und viel Kraft wünschen, auf dass er dies mindestens bis zu seinem Neunzigsten durchhalten möge, wenn die BundesrätInnen geschlossen den Hang hinan gepilgert, von ihm gnadenlos unter alle Tische getrunken, woselbst er sein Pensum (“um noch einmal darüber nachzudenken, ob jetzt nicht endlich an Nachwuchs zu denken sei”) um 15,7 % zu verrringern zu wollen feierlich erklärt.

    Ich weiß nicht, ob ich dann noch lebe, aber wenn er mich einlädt, dann komme ich auch.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich werde Dich nicht mehr so nennen.

    Ich bitte auch den vorstehenden Spaß, der entstand, als ich Deine Antwort noch nicht gesehen hatte, zu verzeihen.

    Und es mag selbstverständlich fragwürdig sein, derlei Scherze zu treiben wie sie sich Lesezeichen und zumal ich erlaubt haben.

    Ich finde aber, dass dies trotzdem und gerade erst recht auch dazugehört.

    Ich lasse mir noch nicht einmal von den übelsten Abschakalen den Humor nehmen. Meine Sprache nicht, und meinen Witz nicht.

    Meine kleine Schweizerpersiflage entstammt ja auch wesentlich dem Neide. Dahingehend, dass man Euch vergleichsweise noch in Ruhe schaffen und auch mehr sagen lässt.

    Es steht jetzt aber mal da, und wenn Du es richtig liest, kannst Du das alles als ein in Wirklichkeit mit größtem Respekt dargetanes Lob begreifen.

    So ist es nämlich eigentlich gemeint.

    LG

  9. Dude sagt:

    Lieber Magnus

    “Ich bitte auch den vorstehenden Spaß, der entstand, als ich Deine Antwort noch nicht gesehen hatte, zu verzeihen.”

    Also bitte, so gut solltest Du mich ja schon kennen. Der Spass war jetzt so vom allerextrafeinsten, dass ich ihn Dir nicht nur verzeihe, sondern Dir darum sogar noch sehr dankbar bin. Habe mich köstlichst amüsieren können, zumal ja doch auch einige Fetzen wahrhaftiger Tatsachen darin eingeflechtet… :-)

    Danke Dir jedenfalls für Dein amüsant dargebrachtes, frohmütiges Lob.

    “Dahingehend, dass man Euch vergleichsweise noch in Ruhe schaffen und auch mehr sagen lässt.”

    Das stimmt aber eben so leider bei weitem nicht mehr, selbst wenn die hiesigen Zustände noch um ein vielfaches weniger sorgenvoll stimmender, als bei euch im grossen Kanton, sind.

    http://bazonline.ch/bundprint/ausland/Ein-Bundesrat-von-Bruessels-Gnaden/story/28002531

    Siegt die absolutistische Plutokratie? Die Zeichen sprechen leider auch hier deutlich dafür, zumal die Massen ja sowas von kreuzverblödet, und obendrauf noch egozentrisch ignorant bis zum gehtnichtmehr, sind, als dass von ihnen kein Widerstand gegen den Ausverkauf der Schweiz zu erwarten ist…

    (Fast) alles, was sie (fast alle) nämlich noch sagen, ist nachäffendes, gleichgeschaltetes Geplapper, der in Dauerhirnwäsche gründenden totalen Volksverblödung, die, auch hier, quer durch die Verbildungsinstitiutionen und dem Schafsmediengebrabbel, den Biorobotern nonstop eingeimpft werden – die PR-, Marketing- und Werbekampagnen erledigen den Rest, und die Eliten auf dem Throne des Gotthards lachen sich dabei ins Fäustchen.

    Peace – schön wär’s…

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