Spaß zu Keinen

Jetzt rede ich bestenfalls zu Fünfen. Da meine Frau nicht mehr lebt, werden es wohl höchstens Viere sein.

Nein, Ihr sollt Euch nicht selbst kastrieren, noch auch der Halbkastration, alswelche sich vornehm Beschneidung heißt, huldigen.

Derlei Leser bedarf es hier nicht.

Ob es anderer bedarf, ist ungewiss.

Was ich will?

Dass der Heuchelei genug sei.

Ganz persönlich: wie man mit alleinerziehenden Männern umgeht, heute.

Keine Sorge: Dies wird kein Klagelied.

Mir geht es, den Umständen entsprechend, gut.

Der Große schläft alswie ein Walross, der Kleine bei einem Freunde.

Ihr habt es immer noch nicht geschafft, bei aller waltenden Bosheit, mir die Frauen zu verleiden, noch gar meine Kinder. Das passte Euch wohl noch so.

Am schlimmsten unter Euch sind die mittelalten Kinderlosen. Die mögen mir nun gar nicht verzeihen.

Dass ein Philosoph noch, ohne Gattin, Haushälterin, Großmama, staatliche Sonderhilfsgrubbe, irgendeine, mit seinen zwei Knaben unentlohnt seine Spur immer weiter ziehen könne, das lag einfach nicht in Eurem Plan.

Ihr Armen!

Da hättet Ihr wohl gerne einen Schwarm von Gleichberechtlerinnen rechtzeitig hingeschickt. Allein, Ihr ward zu langsam, dort, wo Ihr auftauchtet, zu offensichtlich verrucht, und meine Söhne begriffen das.

Jetzt müsstet Ihr, über das normale Bösesein hinaus, alswelches Euer Brot sichert, auch noch mehr als nur etwas davon verstehen, wie man Halbwüchsige, die Eure Methoden zur Genüge kennengelernt, so wider ihren Erzeuger und Erhalter aufhetzt, dass daraus Sache würde.

Ich rede jetzt frei: Dies Spiel ist vorbei.

Ich habe vor dem Hammelburger Realschulrektor meines Sohnes halber geplärrt, dass ich mich nicht eigentlich heute noch dafür schäme; dass ich mir nur sage, dass einmal davon genug sein muss; was ich kürzlich in Stuttgart zudem für meinen Jüngeren musste, darüber hier jetzt nichts.

Wahrscheinlich, so sagte es man mir jedenfalls, da ich mich nicht der Verzweiflung und dem kriechenden angemessenen Untertum anheimstellte, zu einem brav erziehenden Neutrum mich zeitgeistgemäß hintanzustellen, ward ich dafür nicht eben populär. So einen, und dessen Brut, wenn sie ihm folgt, braucht keiner.

Ich suhle mich hiermit in keinem Außenseitertum. Es ist schlicht so, dass wir weder sublime Muslime sind noch unantastbar Heilige Juden.

Meine Kinder sind bloß Deutsche. Als Kinder eines Alleinerziehenden unter Generalverdacht. Die Polizei war bei uns gleich da, als es laut wurde, auch in Görlitz, öfter. Immer wieder Jugendamt, auch zu Hammelburg, noch von demselben federführend, aufgrund einer Nachbarsbosheit betrieben, der mir kurz davor ein Ritalinkind zur Betreuung am Gymnasium überantwortet hatte.

Anscheinend, das merke ich gerade, schreibe ich vielleicht doch an die Adresse von mehr als Vieren; Grausamkeit mag zurückkehren.

Wo liegt jetzt die Fröhlichkeit, die Lust?

Sie ist überall, jederzeit zu finden, aber HIER hat sie ihren freien Lauf: IHR habt UNS nicht gekriegt!

In der Hitze der Augustnacht wissen wir noch alles, wie wir dastanden, der Mutter ledig, uns noch wider die hinterlistigsten Verfehmer tapfer stellen mussten, also, dass grindige Neider daran mitverloschen.

Dies ist, in dieser Offenheit, eine Einladung zum Angriff.

Es gilt aber nur, und hier eindeutig nur, einer unter Klarnamen.

Namenlose mögen sich in ihren Möchtewunsen gerne verlieren.

Oder daran üben, leere Bosheitseimer aufzupumpen.

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