Unterliegen Wunder der Läuterung?

Da die nächsten Tage bis Sonntag weitestgehend dem Philosophie-Festival “Denkfiguren” in Dresden (siehe auch Hinweis oben rechts) gehören werden, hernach noch etwas Zeit der Familie, worauf ein Alleinfreigang von einer Woche an geheimem Orte folgen soll, möchte der geneigte Leser bitte nicht annehmen, dass MWG in der Elbe oder einem Siel ertrunken sei, oder in einem gemeinen Wirtshause, da er diese Seite bis zum 18./19. nur vergleichsweise sporadisch betreut sieht.

Ich weiß noch nicht, inwieweit ich stets in der Nähe von netzfähigen Elektrokästen weilen werde, solche Gerätschaften überhaupt bedienen wollen, die Datenfresserchen mit Sprit versorgen.

Sollte ich jedoch im Riesengebirge Spuren vom Rübezahl finden oder ihn gar persönlich antreffen, oder weniger der Garstigkeit zugeneigte freundliche Elfen, einem wunderlichen Fährmanne begegnen, der schon ein halbes Dutzend Trolle aufs Mal übergesetzt, einen grünlich schimmernden Heilstein finden, besondere Vogelflugzeichen schauen, unter Kesselflicker geraten, die im Leben wahrlich nicht nur Kessel geflickt haben, ein verwunschenes Schloss aufzuspüren vermögen, da Ralf, der Zwerg, mir half, nachdem ich ihm ein paar Brocken Englisch beigebracht, oder ein Drachenbaby mir direkt vor dem Zelte genüsslich die Hartwurst wegfressen, mir Gevatter Wind die Hosen mit Tosen entführen, gesangs, in der Fremde halte fest dein Hemde, oder sitzen ein Lugenthor mit stiellosem Hammer schräge am Wege, ein Ästelein darauf sprechen “Mack’ mich nich’ knack!”, ich eine Köchin, die für mich den Schierling mit der Wilden Möhre vertauscht, fiebernd überlebt haben, dabei mit wirklich bemerkenswerten Geistern konferiert, so werde ich derlei Erlebnisse natürlich im Busen tragen, hier davon Mär zu tun.

Und sollte nichts dergleichen geschehen – was ich mir kaum vorstellen kann, aber man weiß ja nie – , so werde ich von der kalten Hand der nackten Langeweile derart geläutert zurückkehren, dass fürderhin jedes Wort aussieht und in etwa so viel wiegt und wert ist, alswie tausend Kubikzentimeter Osmium.

Ein Satz wird dann gern sowas wie CERN, nur dass er seine Buchstabenteilchen mit Nullenergie, aber dafür unendlicher Geschwindigkeit durch Plasma und Äther jagt.

Da wollen wir vielleicht doch lieber hoffen, dass der Normalfall eintritt und es soweit nicht kommt.

Schön’ Sommer allen, bis bald!

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2 Antworten zu “Unterliegen Wunder der Läuterung?”

  1. Dude sagt:

    Lieber Magnus

    Geniess Deine Ferien in vollsten Zügen mit allem drum und dran, einfach wie ein wahrer, freier Lebemann, denn Du hast sie wohl verdient!

    Ich nehms übrigens grad auch eher gechillt – fuck it, fuck’em… ;-)

    Erhebendes und weiterführendes, erfreuliches und zielführendes, philosophisches Diskutieren am Festival.

    Herzlichen Sommergruss vom Dude :-)

    Ps. Na dann hoffen wir doch alle auf die nackte Langeweile, zumal einiges der letzten Tage und Wochen doch sehr schwer zu toppen sein wird… :-D

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Danke Dir, morgen früh geht’s zeitig los, es ist noch einiges zu tun. (Die Art Urlaub, wo ich fast den ganzen Tag nur Blödmann spielen kann, fängt erst am Sonntag an.)

    LG

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