Heilandsack!

Heilandsack!

Jetzt musste ich diesen zumindest für mich schwäbischen Urfluch mal selbst überschriftsweis heranziehen.

Ich bekomme tatsächlich, indem ich doch eher alles kritisiere, was sich selbst schon nicht mehr bewegt, immer wieder kritisch zu hören, woher ich denn meine fröhlichen Aussichten hernähme, dahingehend, hier einen Silberstreif, dort schon helleres Leuchten zu gewahren, woher ich denn meinen unerklärlichen Optimismus (und das ist für mich schon ein hartes Schimpfwort!) nähme.

Liebe Leute, egal woher und welche die Motivation für derlei. Ich bin weder Udo Ulfkotte noch Gerald Celente noch Jesus noch ein gelernter Spökenkieker hinterm Deich; ich verfüge weder über heilige Leichentücher noch speziell verwahrte Vorhäute, sammele nicht Rabenkot noch Abwurz, allenfalls Hirnwurz, bevorzugt auf meinem Hain und wenigen anderen, woselbst diese zu finden.

Der Weise sagt nicht weis. Er zeigt Möglichkeiten auf. Und selbstverständlich wird er seinen Schützling nicht nur in Warnungen und erdrückenden Bildern künftiger Fährnisse jedes Mutes berauben, sondern ihm, klar, unverstellt, hart, einige wahrscheinliche Formen der Prüfungen und Herausforderungen benennen, die seinen Weg kreuzen mögen, ihn darauf vorbereitend, ihm alles Selbstvertrauen zum Bestehn derselben oder auch anderer mitgebend.

Aus diesem einfachen Grunde heraus ermutige ich, sei ich auch nicht selber weise, ganz einfach, weil ich meine, wenigstens das von der Weisheit begriffen zu haben, daran arbeiten zu müssen wie wollen.

Ich habe es schon gefühlte tausend Mal hier gesagt, und ich mache jetzt die gefühlte Million draus: Mir geht das Gejammer auf den Sack!

Wenn ein Bauer vor einem riesigen, lecken Güllefass steht, heult der ‘rum, dass es stänke, oder macht der was?

Weite Kreise jener, die mehr wissen, als allgemein wissentlich gemacht wurde, sind schon so weit, dass sie den Rest, der noch nicht so weit ist, oder ihnen auch nur partiell nicht so weit erscheint, auf anderer Ebene womöglich längst viel weiter, generaliter für Vertreter jener 95% Dumpfbacken halten, derentwegen alles im Seier sei und bleibe, und sie natürlich auch so behandeln.

DAS ist nun – natürlich! – eine Sache, zu der meines Schweigens hier nicht ist.

Da nämlich stinkt der Fisch selbst noch vom Nichtkopfe her.

Ich hoffe, dieser Sinnschluss ist vorgängig hinreichend erklärt.

Andersrum: Wer die Leute auf Katastrophe und Untergang als unumgänglich psychisch einstellt, der ist ein Scharlatan oder ein Unterscharlatan.

Es ist die Pflicht des Weisen, den Menschen Rats und Muts zu geben.

Nicht aber fällt es in sein Reich, von ihrer Angst zu leben.

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11 Antworten zu “Heilandsack!”

  1. Dude sagt:

    Es gilt die Angst aus ihnen zu vertreiben, da sie der grosse Schatten über dem Licht der Liebe ist, ganz gleich, wie diese Ängste aussehen mögen; die Facetten sind ja beinahe unendlich…

    http://www.puramaryam.de/spruchgross.html

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ist ein nettes kleines Gedicht, das Du da verlinkt hast.

    Ist zwar nicht ganz mein Stil, jenes mit der Ameise nicht unbedingt assoziativ glücklich, aber dem, der es etwas gefühliger mag, indem er sich größer sehen, empfinden will, als er das gerade fühlt, nicht unbedingt abträglich.

    Eine Gefahr lauert in solchen Texten aber doch, und sie liegt genau hierin.

    Die Gefühlsaufwallung, das erhabene Mitgenommensein sind sehr leicht ephemere Erfahrungen, Butter in der stechenden Sonne des realen Daseins, durch ihre enttäuschende Unbeständigkeit noch erst recht mittelbar entmutigend.

    Und das Ganze hat auch etwas Gebethaftes, Mantraistisches. Öfter laut rezitiert und darin versunken, kommen wir schnell wieder zu Hirnarealproblemen.

    Die Grundaussage ist natürlich nicht schlecht; wiewohl mir gerade noch in den Sinn kommt: “…der Entwicklung des Ganzen DIENT – - – ”

    Die einzige durchgängig großgeschriebene Verbalform, mit den einzigen drei Gedankenstrichen hintdran, letztere so exakt als möglich in der textdarstellerischen Doppelpyramide kernmittig gesetzt, was ja wohl kein Zufall sein dürfte, sollte, klopft bei mir auch schon wieder bei einigen Neuronenbündeln an, die darauf spezialisiert sind, derlei Schlüsselwörter und ihre Hervorgehobenheit, ihre Verankerung, ihre Stellung im Gesamtkontext, kritisch zu bewerten.

    Jetzt sei ich also frei, voller Schöpferkraft, Teil SEINER unendlichen KRAFT und LIEBE, dann aber doch wieder bloß Diener.

    Ich diene gerne einer Sache, einer Gemeinschaft, auch einem realen wie imaginären Ganzen, wenn ich das für richtig halte: den Diener eines ewigen Herrn (auch wenn er sich gerade das Ganze nennt) zu geben, entspricht jedoch gerade deshalb nicht meinen Vorstellungen von Geist und damit auch nicht meinen Vorhaben.

    Gräbt man philologisch wie philosophisch nun noch etwas tiefer, so wird das im Text bis ins teilgöttliche Individuum erhobene Selbst an dieser Stelle grandios zu einem gargekochten Rübenstückchen im kosmischen Eintopfe, nebendran schwimmt ein Stückchen Zwiebel, das sich gerade mit einer halben Chilischote unterhält, worauf das Pfefferkorn in stoischer Neidlosigkeit, zumal abgelenkt von der hüllenlosen Knoblauchzehe, auch mal einen Blick wirft, alles blubbert ein bisschen, dient dem Gesamtgeschmacke wie der Verdaulichkeit des Linsengerichtes.

    Du magst das jetzt für ein wenig kleinlich halten.

    Gerade bei solchen Texten aber sollte man höllisch aufpassen.

  3. Rainer Grzybowski sagt:

    @ Magnus

    “Die einzige durchgängig großgeschriebene Verbalform”

    Hast Du da nicht was übersehen?

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rainer Grzybowski

    Aha, stimmt, in “UND ICH FRAGE DICH NUN” ist auch eine voll großgeschriebene Verbalform zu finden, die ich wohl übersah, auch weil sie so wenig selbstmarkant wirkt, danke des Hinweises.

    Ich fände es aber trotzdem nett, wenn Du mir Übersehenes künftig direkt benenntest, anstatt mich auf die Suche danach zu schicken.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Rainer Grzybowski

    Ich habe jetzt mal geschaut, was dies großgeschriebene ICH vor dem FRAGE, welches sich fallweise Maria oder Maryam oder wohl auch Sabine Friedrichs nennt, so treibt, und das scheint ja eine ganze Menge zu sein, allein, ein Impressum gewahrte mein Auge nicht.

    Ich kann Dir in dem Falle nicht sagen, wo ich vielleicht nicht gründlich genug darnach gesucht haben könnte, betriege Dich also nicht um eine festgestellte Erkenntnis.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Was Ihre Heiligkeit Frau Friedrichs anlangt, ihre hehren Ideen des freien Schenkens, so bin ich wohl ebenso heilig wie sie; denn ihres Copyrights will sie ja auch nicht entraten, sich abpiraten lassen, und außerdem bin ich auch entschieden dafür, dass Leute, die mir über zwanzigtausend Euro schenken, die Steuer dafür schon selber beim Finanzamt abgeführt und mich vom Vorgange ordnungsgemäß unterrichtet haben.

    Dass das ganze bei Maryam etwas süßlicher klingt, denn wenn ich es formuliere, kann an unseren unterschiedlichen Begabungsprofilen liegen, wohl auch an unterschiedlichen Absichten, zudem einer nicht eben deckungsgleichen Zielgruppe.

    Nun werde ich es in dieser Inkarnation wohl nicht mehr zu einer allerlösenden Maria bringen, hätte ich das aber noch vor, als Weib, so nähme ich mir schon etwas Zeit für entsprechende Lektüre und nähme vielleicht gar noch ein paar Privatstunden bei Frau Friedrichs.

    Also will ich mich damit begnügen, da der Zug Jesu Mutter für mich abgefahren, auch dieser Maria zwar keinen konfuzianischen Segen (Meister Kung hätte sich sehr wahrscheinlich schnell an der unerträglichen Redundanz gestört), wohl auch keinen nietzscheanischen mitzugeben, was näherer Begründung nicht bedarf, aber doch wenigstens meine besten Wünsche zur weiteren spirituellen Entwicklung. (Hätte ich jetzt sagen sollen: “geistigen Vervollkommnung”? Egal.)

    Allen getreuen Lesern noch: Wo wabernder Synkretismus mit hohem Herzen und schwülstigem Pathos ineinanderwallt, da lebt wohl was, aber es ist in aller Regel nicht der Verstand und es ist auch nicht das Maß.

    Mag also die Dame Menschenherzen beglücken; wenn sie das kann, wunderbar; auf die Risiken habe ich hingewiesen; ich habe sowohl andere Vorstellungen von den Wegen zur Erkenntnis als auch bevorzuge ich andere Formen der Poesie. (Womit ich, um hier letzte mögliche Missverständnisse auszuräumen, nicht gesagt haben will, dass das Doppelpyramidengedicht schlecht oder gar konzeptionslos gemacht sei.)

    Amen.

  7. Dude sagt:

    @Magnus

    Es braucht den Ausgleich, und lustigerweise warst genau DU es, der mir dies in den letzten Tagen wieder aufgezeigt hat, zumal die eine, die lichte Seite nämlich, sich anbahnte und drohte, durch mein Sieb im Kopf zu fallen…

    Und genau deshalb, war das Gedicht – v.a. der Inhalt dessen! – hier an dieser Stelle eminent, als Zeichen, dass angekommen, was gesandt…

    “Jetzt sei ich also frei, voller Schöpferkraft, Teil SEINER unendlichen KRAFT und LIEBE, dann aber doch wieder bloß Diener.”

    Ja! Das grösste Mysterium aller Mysterien! Das gleichzeitige EINS- & Verschieden-SEIN von und mit ALLEMWASIST.

    Gott, die Quelle – und ich spreche hier nicht von den abrahamitischen, islamischen oder talmudistischen Dumpfbackendämonen, und genauso wenig von all den Götzen der atheistischen Materialisten, Deisten, satanistischen Monisten und derlei Gedümpels und Geseiers -, IST ABSOLUT!

    Das heisst, ich, Du, Gaja, der multidimensionale Quantencomputer, und noch viel mehr, sind EWIGLICH TEIL von IHMIHR!

    Aber eben, auch immerfort gleichzeitig verschieden!

    Wenn Du endlich mal Gott verstehen würdest, wüsstest Du auch, dass Du nicht wirklich IHMIHR dienst als williger Diener, da ERSIE sich niemals in die kausalen Geschehnisse im Quantencomputer einmischt (ersie nennt sich auch nicht oder spricht über sich, oder lässt durch andere über sich sprechen, und doch steht ersie jedem bewussten agierenden Individuum offen zur Kommunikation, als ewiger Quelle allen Seins und Lebens – LIEBELICHT – jederzeit offen), und du also, wenn Du IHMIHR dienst, in Wirklichkeit Dir Selbst und allen anderen Selbsten dienst, und dies absolut bedingungslos, entsprechend dem Vorbilde des echten Jesu (und anderen), aber Du erfüllst bei diesem Leben IHRENSEINEN einzigsten Wunsch, unabhängig davon ob Du an IHNSIE glaubst, oder ob Du an den atheistischen Materialismus und (aussschliesslich) an empirische Beweise glaubst.

    “allein, ein Impressum gewahrte mein Auge nicht.”

    Du suchst lausig… …es nennt sich – wenn ich mich recht entsinne -, auf der Hauptseite einfach nicht “Impressum” ;-)

    Das Ganze läuft gemäss dem Prinzip des freien Schenkens, und das sagt schon fast alles – die Texte erfüllen den Rest…

    Und glaub nicht ich würde der Dame unfreiwillig auch nur einen müden Heller in die Tasche zu bringen, oder ihr als willfähriger Seierkopf hinterherdackeln, nein, niemals, bei niemandem, ABER, ihre Texte wirken wie Balsam für die gepeinigten Seelen, wenn sie mit allzu viel grausigen Realitäten konfrontiert sind, und darob schon beinah den Verstand zu verlieren drohen, daher möchte ich Dich ausdrücklich geheissen, dieser Dame kein Unrecht zu tun, sondern ihr den Respekt zu zollen, den sie auch verdient hat; denn sie macht zwar etwas anderes als Du oder ich, aber es ist mindestens so wertvoll, wenn nicht mehr!

    Und vorallem spar Dir bei ihr Deinen Zynismus! Den haben andere verdient, Du verschwendest damit nur Deine grosse Gabe!

    Denn ehrlich, hier glaub ich Dir nicht, denn sehe wie Du sie entwürdigst. Vielleicht liest Du mal ihr “Ich bin” und das “Über mich”. Ich gehe davon aus, dass darin manches einer wundervoll blühenden Phantasie entstammte, anderes aber durchaus wertvoller Leitfaden innerhalb dieses babylonischen Schweinesystems ist.

    So und jetzt schick ich mal wieder – mangels Vorschau / Edit – ungelesen ab. ;-)

    LiebeLicht für Dich
    vom Dude

    Ps. apropos HeilandsackGottsdonnerwetterSternefoifiHueresiechDonnerundDoria!!! http://www.mysticalforum.ch/viewtopic.php?f=25&t=20573&p=200450#p200450
    mwuahahaha

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Sie ist bestimmt ganz nett. Ich aber norde mich entlang brauchbarer Werke.

    Wenn mir nochmal jemand sagt, dass ich lieb sein soll, eigentlich schon wäre, und alle anderen Schufte auch, dann bringt das mir nichts Neues.

    Ich kann nicht wirklich sagen, ob ich der Dame in dem Sinne unrecht tue, denn ich habe in ihr Konvolut nur hineingestippt.

    Von einer gewissen professionellen Warte her scheint das nicht schlecht gemacht, soweit, was ich sah, das anzeigte; ich vermute stark, dass auch ansonsten – für heutige Verhältnisse – nicht übermäßig gestümpert wird und vermute gar, dass es da irgendwo auch eine für mich noch interessante Passage oder Erwägung oder Poetisierung geben könne, aber derer wohl nicht sonderlich viele.

    Was ja keinen, der nicht schon so viel gelesen hat wie ich, davon abhalten soll, sich gerade das mal anzugucken.

    Also ) ich probier’s mal ( : ALLEN LIEBE LUFT LICHT SCHALL HALL WALL EINS SEINS WEINS!

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Also gut, ich spare mir ab jetzt den Zynismus.

    Heil allen, die es hören!

  10. Dude sagt:

    @Magnus

    <3

    Lieben Gruss von der Drachentalerin ;-)

    Ps. Es ist was am gehen…

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Der Drachentaler wird den Euro ersetzen.

    Ich hab’s ihm schon gesagt, dass er sich da nicht rausreden kann.

    Klar ist was am gehen.

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