Jesus vergeben

Wir sollten dem armen Jesus vergeben, dass er dachte, mit jenem bösen Alten doch noch etwas Sinnvolles anfangen zu können. Er durfte schließlich nur 33 werden.

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14 Antworten zu “Jesus vergeben”

  1. haschmech sagt:

    “Er durfte schließlich nur 33 werden.”

    In der Freimaurerei ist 33 genau der Grad des Obersten Rates:
    33° „Souveräner General-Großinspekteur“

    Die Jesuiten: “Symbol des Ordens ist das Monogramm IHS (die ersten drei Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift), das oft auch als Iesum Habemus Socium (Wir haben Jesus als Gefährten)…” (schreibt wikipedia).

    Apostelgeschichte 1:10 Und als sie unverwandt gen Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, die sprachen:…”Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.”

    Diese zwei Männer in weiß wußten also schon damals mehr Bescheid über Jesus und was noch kommen wird, als die Männer mit denen der Meister 1260 lang durch die Gegend gezogen ist und denen er angeblich alle Geheimnisse des Reiches Gottes offenbart hat.
    Zwei Männer in weißer Kleidung tauchen im Zusammenhang mit Jesus mehrmals auf. Mal vor der Auferstehung (Lukas 9:30), da sollen es Mose und Elia gewesen sein; mal nach der Auferstehung (Lukas 24:4; Apostelgeschichte 1:10, 9:38).

    Was wäre, wenn diese ganze Sache mit Jesus wirklich nach einem großen Plan verlaufen wäre und immer noch ein großes Ziel damit verfolgt wird, es aber nicht ein Plan Gottes wäre, sondern der Plan von einer Gruppe ganz bestimmter Menschen?

    Niemand würde sich freiwillig an ein Kreuz schlagen lassen?

    “Wenn ich die Psychotechniken richtig einsetze, kann ich jeden Menschen dressieren.
    Niemand, sagt der Arzt, sei dagegen gefeit, auch derjenige nicht, der sich für stark hält.”
    Quelle: http://www.pewid.ch/SCI/dressur.html

    Es heißt an anderer Stelle, aus dem völlig harmlosen Jungen des Nachbarn, könne durch psychologische Einwirkung der brutalste Folterknecht gemacht werden. Das heißt kurzum, alles in der Richtung ist möglich. Was bedeuten kann, man könnte sich auch jemand zu einem Opfer “erziehen”. Und es hat immer schon Menschen gegeben, die psychologisch, auch wenn das dann noch nicht durch wissenschaftliche Studien untermauert worden war, auf andere Menschen großen Einfluß auszuüben vermochten.
    Vom Leben des Jesus weiß man so gut wie nichts, bis auf die 3,5 Jahre seines Predigens in der Öffentlichkeit. Alles geschah, wie Jesus selbst mehrmals bestätigte, weil die Schriften erfüllt werden mußten. Alles verlief also genau nach Plan. Selbst noch am Kreuz soll Jesus Worte gesprochen haben, die so für ihn in der Schrift wortwörtlich (!) vorhergesagt worden sind. Man könnte fast meinen, die Bibel ist ein Drehbuch (geschrieben von Männern in weiß?).
    Wenn man erst nach 30 oder viel mehr Jahren Ereignisse aufschreibt, die also viel früher passiert sind oder passiert sein sollen und man dann aus noch älteren Schriften Passagen/passende Zitate dazu einfügt, kann man natürlich von biblischer Prophetie sprechen. Aber ob sie es dann auch wirklich ist, ist wieder eine andere Frage.
    Das ist ungefähr so, als würde man heute den Piloten der Unglücksmaschine, die in das World Trade Center geflogen ist und bevor es dann tatsächlich geknallt hat, die Worte sprechen lassen: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”.
    Es geschah vielleicht genau darum, weil: “The Show must go on”.

    “Jesus vergeben”

    In der Bibel heißt es, nur GOtt kann Sünden vergeben. Jesus tat das aber auch und nebenher sprach er immer von dem, der ihn gesandt hätte und den er seinen Vater nannte. Wenn Jesus auch selbst dieser Vater und damit der Schöpfergott ist, wie die Vertreter der Dreieinigkeitslehre meinen, dann muss Jesus sich selbst gesandt haben und sich selbst gelehrt haben.

    Johannes 3:34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes;

    Aber ob es Gott wirklich nötig hat Worte auszusprechen, die von Menschen erfunden worden sind, um sich untereinander verständigen zu können?
    Was für eine Sprache soll das gewesen sein, die Adam und Eva gesprochen haben, als sie sich mit Gott dem HERRN verbal verständigt haben. Aramäisch, Hebräisch, Griechisch, Keilisch (wegen Keilschrift), Hieroglyphisch…?
    “Am Anfang war das Wort…”, ja, so heißt es. Warum nennt man denn Gott Gott und nicht Wort? Gott als geschriebenes oder noch früher gesprochenes Wort kommt doch erst an zweiter Stelle. Oder irre ich mich da? Und noch früher da als das Wort musste der Geist sein, in dem es erst als Wort gebildet werden konnte, d.h. bevor es überhaupt als Wort seine Daseinsberechtigung erfuhr.

    Als Gott muss sich Jesus höchstens schon selbst vergeben. Wir können das nicht für ihn tun.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Es schadet Jesus sicher nicht, wenn wir ihm auch noch vergeben. Dass er das zudem selber tun muss: klar.

    Das mit der Maurer Lieblings-33 war mir selbstverständlich bekannt.

    Und selbstverständlich könnte Jesus eine Art rabbinisch (oder sonstig) gesteuerter religiöser MK-Ultra gewesen sein. Weiß ich’s?

    Immerhin predigte er – laut Überlieferung, und mehr haben wir nicht, sollten wir vielleicht auch nicht haben – einerseits Liebe und Vergebung, wollte aber gleichzeitig den “Alten Bund” mit jenem Unsäglichen erneuern, was mich als Philolog mehr als nur stutzig macht und, soweit ich die Christen kenne, deren größtes Kreuz.

    Sollte etwa Jesus Jahwe von dessen Sünden erlösen?

    Dann hatte er aber darin zumindest wenig bis keinen Erfolg.

    Vom Grunde her, da hast Du recht, kann er sich diesen schon offenkundig idiotisch angesetzten Blödsinn am Omega nur selbst verzeihen.

  3. Dude sagt:

    @haschmech

    “Warum nennt man denn Gott Gott und nicht Wort? Gott als geschriebenes oder noch früher gesprochenes Wort kommt doch erst an zweiter Stelle. Oder irre ich mich da?”

    –> https://de.wikipedia.org/wiki/Gott#Etymologie_im_germanischen_Sprachraum

    Der Begriff “Gott” ist also insofern durchaus die bessere Wahl als “Wort”, da letzterer das Absolute beschränken würde.

    Gott ist Quelle, Sinn, Ursache, Grund allen Seins und Lebens. Ohne Gott ist NICHTS. Darum existiert die Luziferentität in seiner im EGO-Wahn gründenden Entfernung von der Quelle allen Seins und Lebens in fast absoluter Dunkelheit, quasi im Nichts der feinstofflichsten, materiellen Dimensionsebenen, also auch grösstmöglicher Entfernung vom Lichte (symbolisch ;-)) Gottes Selbst.

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Der Wikipedia-Eintrag, den Du angibst, ist ein ziemlich hanebüchener Mist, vor allem am Anfang, was mich zu dem Thema aber nicht sonderlich verwundert. (Und ich jetzt auch nicht im einzelnen erläutern will, da es hier nichts Wesentliches zur Sache tut.)

    Ich wollte es nur erwähnt haben.

  5. Dude sagt:

    @Magnus

    Ich glaub das haben wir ohnehin in einem anderen Strange hier, seinerseits längst versunken natürlich, bereits ausführlich diskutiert, wenn mich mein Sieb im Kopf jetzt nicht täuscht.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Ich frage mich immer wieder, weshalb Leute Deiner Intelligenz sich so sehr auf die üblen Geschichten aus der Dreigöttersenke kaprizieren.

    Bis zum Letzten.

    Beim Pöbel mag das ja – leider – hingehen.

    Bei Gebildeteren ist und bleibt es mir aber unverständlich.

    Es muss doch eine Form gewaltiger Gehirnwäsche sein, die da waltet.

    WIESO “Gott” ausgerechnet von DORT?

    Wenn schon unbedingt “Gott”, dann wieso aus diesem ohngeistigen, von Obskuranten und Perversen übersäten Wüstensandsumpfe?

    Das ist einfach erbärmlich.

    Keines ernstzunehmenden Geistes würdig.

    Und, um einer entsprechenden, üblichen Antwort zuvorzukommen, jener, dass Gott ja gerade da hätte sich offenbaren müssen, wo die primitivsten Kameltreiber um die letzten Wasserlöcher stritten: Woanders ging es auch knapp zu; und Blödmänner gibt es überall.

    Das Jahweitische Gelaber stinkt nichtmal mehr nach Schweineschiet, sondern schon nach Katzenkot.

  7. J€$\/$ sagt:

    Danke. Ich bin auch schon älter. Diesmal nagele ich mich selbst ans Kreuz. Aber ich lasse mir soviel Zeit wie ich brauche. Die Zähne tun weh. Die Hämoriden auch. Das Kreuz gerade nicht. Schmerz auf Raten. Erlösung ebenso. Fragt sich wer schneller ist.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jesus (oder so ähnlich, die Sonderzeichen, Dich genau anzusprechen, ziehe ich jetzo nicht noch mühsam raus)

    Du wirst auf jeden Fall schneller sein.

  9. haschmech sagt:

    @ Magnus

    “WIESO “Gott” ausgerechnet von DORT?”

    Weil dort die Wiege der Menschheit gewesen sein soll.

    Weil ich glaube, dass meine Vorfahren Kanaaniter gewesen sind, denen von bestimmten Leuten mal übel mitgespielt worden ist und das nur deswegen, weil sie Unbeschnittene (an Fleisch, Herz und Geist) waren.

    Weil genau dort mal jemand von den Toten auferstanden sein soll.

    “Das ist einfach erbärmlich.
    Keines ernstzunehmenden Geistes würdig.”

    Was ist der Mensch anderes als eine erbärmliche Kreatur?
    Selbst wenn ein ernstzunehmender Geist in ihm steckt, so bleibt doch an seinem Lebensende nichts von ihm auf dieser Welt zurück, als ein in sich verfaulender, stinkender Klumpen Fleisch und anderer vergänglicher Nachlaß.

    Eins aber bleibt doch – das Wort. Deshalb schreibe ich.

    Was der Geist in mir nach meinem Tod dann machen wird, weiß ich jetzt noch nicht. Bis dahin aber lasse ich mich von ihm auch ziehen wohin er will; und z.Z. zieht er mich noch kräftig in Richtung ohngeistigen, von Obskuranten und Perversen übersäten Wüstensandsumpfe. Und es wäre mir ein liebstes, denen ihr geliebtes Kreuz zu zerbrechen.

    http://haschmech.wordpress.com/2012/04/24/ich-wollt-ich-war-entruckt/

    Gegen den Geist in mir Widerstand zu leisten, so habe ich erfahren müssen, ist zwecklos. Also lasse ich ihm seinen Willen.

    “Es muss doch eine Form gewaltiger Gehirnwäsche sein, die da waltet.”

    Sollten im Gehirn gar zu schmutzige und abwegige Gedanken aufkommen, einfach einen Esslöffel Waschpulver in jedes Ohr einbringen und diese mit den Händen zuhalten. Dann den Kopf unter Wasser tauchen und eine Stunde lang den Kopf hin und her schütteln. Das hilft immer.
    Man kann auch die äußere Schale abnehmen und das Gehirn dann ein paar mal kräftig unter dem laufenden Wasserhahn gut abspülen. Das klärt selbst noch die schlimmsten Verunreinigungen.

    “und Blödmänner gibt es überall.”

    Schon, aber ich mag einfach die Geschichten um Jesus und wie er andere innerlich so zum Kochen gebracht hat, dass sie keinen anderen Ausweg mehr wussten, als ihn unbedingt um die nächste Ecke bringen zu müssen. Er wußte anscheinend sehr genau, wie man den Satan aus den Menschen hervorlockt, so dass sie diesen bestimmten Fehler begehen, der ihnen am Ende ihre Machtposition kostet. Das ist Widerstand und Freiheitskampf aller erster Güte. Ohne Waffen, ohne Gewalt, nur mittels Worten und sturer Anwesenheit, oder auch längerer Abwesenheit.

    “Was meint ihr”, fragte Jesus häufig seine Gegner, “wessen Sohn ist der Christus?”

    Und die Blödmänner wussten es nicht!

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Na, Du hast ja immerhin mal Witz!

    Aber, jenseits des Waschpulvers:

    “Was ist der Mensch anderes als eine erbärmliche Kreatur?”

    Das ist, mit Verlaub, Mist.

    Ist Bachs Musik etwa erbärmlich?

    Wollte Cervantes, der ein sehr hartes Leben hatte, dem übel mitgespielt wurde, etwa Erbarmen?

    Hat Nietzsche je, außer über seine Schwester, eigentlich geklagt?

    Solltest Du es irgendwann schaffen, endlich von diesem grundmaladen südöstlichen Delirantenplönz loszukommen, der die Wiege der Menschheit sein solle – wat’n Döns – (ich bin übrigens ganz wesentlich Neandertaler), so kann das Dir meines Erachtens nur guttun.

    Was soll denn, nochmal mit Verlaub, der Hirnverknall von da hinten unten?

    Statt der dreihundertdreiundreißigtausendsten Stunde Bibellektüre mal auch nur eilf Stunden mit den Runen beschäftigt?

    Wahrscheinlich Fehlanzeige.

    Ich mag Dich sehr, da Du offen bist.

    Aber hier reden wir auch klares Wort.

    Und dass ICH von DORTHER gekommen sein solle, verweise ich glockenklariter, bis dass mir einer das Gegenteil absolut zwingend unabweisbar bewiesen.

    ICH brauche die Abrahamiten nicht.

    Deren Lehren sind öd und leer.

    Grundgottesgrimmig und graus.

    Sie haben mir nichts zu sagen.

    Gar nichts.

    Außer, dass es solche Cranks wohl tatsächlich gab und offenkundig immer noch gibt.

    Selbst die guten Sachen, die Jesus sagte, habe ich schon seit Kindesbeinen aus mir selber.

    Und ich finde viel mehr als das, was er gesagt haben soll, bei den Unsrigen.

    Der ganze Laden da unten ist chronisch krank.

    Ich muss zwar ständig viel Geld ungefragt dahin abführen, aber freiwillig kaufe ich denen nichtmal ein halbes Sandkorn um einen Vierhundertstelschekel ab.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Da ich Dich, wie oben schon gesagt, mag, noch dieser erläuternde Nachtrag.

    WIESO immer dieser immergleiche, gleichwohl völlig wirre Krampf von dahinten, andererseits keine Beachtung, allenfalls Verachtung, für unser Eigenes?

    Und wenn Du meinst, dass ich am Ende auch nur zu einem stinkenden Klumpen verwesenden Fleisches werde, wovon rein physikalisch auszugehen ist, so sage ich Dir dazu: Mir labskausegal!

    Denn noch lebe ich und schaffe meine Werke.

    Ich muss mich nicht darum bekümmern, was danach kommen könnte.

    Was liegt daran!

    Das wird sich dann schon zeigen!

    Es gilt hier und jetzt!

    Um den Rest meines Kadavers mag sich dann Jahwe oder Luzifer oder sonst einer von jenen Missratenen sorgen, wenn er das denn will.

    Was gehen mich aufgeblasene vollgeistesgestörte Götter an?

    Auch jener Jesus?

    Ich wünsche ihm ja immerhin, denn ich bin vom Grunde her gutmütig, dass Maria Magdalena nicht nur einmal ordentlich mit ihm im Bett war, damit er für seinen schwerstrumgeschnappten Vater wenigstens nicht als Jungfrau sterben musste.

    Hast Du mal ernstlich darüber nachgedacht, von den Folgen her rückwärts gerechnet, was da eigentlich angerichtet wurde?

    Ich wohl.

    Kein anständiger Philolog nimmt so einen Wirrsinn, derart Abseitiges, irgend ernst.

    Ich greife es nur aus pädagogischen Gründen immer wieder auf.

  12. haschmech sagt:

    Lieber Magnus,

    schon aus der Anrede sollte ersichtlich sein, dass ich Dich auch mag und mir gefällt auch Deine innere Einstellung. Das Letztgenannte zumindest zu 95%.

    Du schreibst: “Ich muss mich nicht darum bekümmern, was danach kommen könnte.”

    Warum aber tust Du es denn?

    Warum setzt Du Dich denn z.B. so sehr für die zukünftige Nichtbeschneidung von kleinen Jungs ein? Denn wenn Du mal weg sein solltest, was kümmert es Dich dann noch was mit anderen passiert?
    Oder warum ereiferst Du Dich in Deinem jetzigen Leben noch Werke zu schaffen, von denen Du nach Deinem Tod nie mehr erfahren wirst, ob andere diese noch interessieren werden?

    “Es gilt hier und jetzt!”

    Das deckt sich mit der Lehre von Jesus: Matthäus 6:25 Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt.

    Wenn für Dich nur das hier und jetzt gilt, warum kümmerst oder sorgst Du Dich denn um das Morgen?

    “wovon rein physikalisch auszugehen ist, so sage ich Dir dazu: Mir labskausegal!”

    Wenn das wirklich die Wahrheit wäre, dann müßte es Dir völlig unwichtig sein Werke schaffen zu wollen, von denen die Nachwelt auch nach Deinem Tod noch etwas haben könnte.
    Von wem hast Du Dir einreden lassen oder wie kommst Du darauf, etwas Bedeutenderes zu sein, als wie es ein Tier ist, dass sich nur um sein Sein im Hier und Jetzt kümmert? Warum meinst Du auch nur einen Deut für das Leben mehr zu sein als wie es ein Sperling ist?

    Auch das entspricht nämlich der Lehre von Jesus: Lukas 12:7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.

    “…endlich von diesem grundmaladen südöstlichen Delirantenplönz loszukommen, der die Wiege der Menschheit sein solle”

    Ich meinte rein nur die Örtlichkeit und auch nicht den biblischen Garten Eden.
    Du führtest oben Bach, Cervantes und Nietzsche als Kulturschaffende auf. Dies entspricht sicher dem einen Teil von Dir, der es ihnen gerne gleich tun würde, was das Erschaffen von Werken angeht. Andererseits folgt der andere Teil in Dir und wie von mir gezeigt, ob nun bewusst oder unbewusst der Lehre eines anderen Meisters, der es anderen sogar vorlebte wie angeblich vom grundmaladen südöstlichen Delirantenplönz loszukommen ist.

    Du fragst, was Dich Jesus angeht.

    Der ist schon lange wieder fort. Das meiste von ihm und über ihn steht nur in der Bibel. Doch die Wahrheit ist, selbst aus Deinem Kopf kannst Du ihn nicht mehr wegdenken. Immer ist er in Deinem Geist gegenwärtig und Du versuchst alles, um ihn von da wieder wegzubekommen. Wärest Du nicht von ihm gefesselt, dann wäre er Dir weder eine gesprochene noch eine geschriebene Bemerkung wert.

    “Ich greife es nur aus pädagogischen Gründen immer wieder auf.”

    Das ist dazu die Entschuldigung, die Du Dir selbst und vor anderen einzureden versuchst, weil Du ihn nicht mehr loswirst.

    “Hast Du mal ernstlich darüber nachgedacht, von den Folgen her rückwärts gerechnet, was da eigentlich angerichtet wurde?”

    Ja und ich bin immer noch dabei. Und in mir erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass von ihm die ganze Welt aufs Kreuz gelegt werden soll. Sogar jene, die das gar nicht wollen, geraten leicht in seinen Bann. Egal, ob sie ihn nun anbeten oder hassen, Jesus wird zu einer wichtigen Person im Leben eines fast jeden Menschen. Man kommt einfach nicht daran vorbei, sich mit ihm zu beschäftigen. Und genau das macht mich stutzig. Denn selbst Jesus stellte ein Gesetz auf, an das sich alle halten sollen. Tut man es nicht, dann ist man verdammt, dann kommt man seiner Aussage nach in die Hölle. Was ist dabei der Unterschied zu dem was die Kirche sagt?
    Um auf den Sperling zurückzukommen. Interessiert es den etwa, ob er nach seinem Tod in den Himmel oder in die Hölle kommt? Nein, dem ist das wirklich labskausegal, für ihn gilt wirklich nur das Hier und Jetzt. Was bedeutet, der kleine Sperling hat schon das für sich, was sich alle Menschen im tiefsten Herzen wünschen – die absolute Freiheit. Gut, er kann zwar von einer Katze gefressen werden, aber was hat er dann verloren? Sein Leben konnte ihm die Katze nehmen, aber seine Freiheit behält er trotzdem ewiglich. Was nun, wenn wir alle sinnbildlich Sperlinge sind und Jesus die Katze?

    Offenbarung 13:8 Und alle Bewohner der Erde werden es anbeten…

    Wenn anbeten bedeutet, sich über den Geist (bzw. den Verstand), egal ob nun positiv oder negativ sich mit ihm zu beschäftigen, dann steht er bestimmt kurz davor es erreicht zu haben was er wollte.

    “Ich wünsche ihm ja immerhin, denn ich bin vom Grunde her gutmütig, dass Maria Magdalena nicht nur einmal ordentlich mit ihm im Bett war,…”

    Warum wünschst Du dies ihm, wenn er Dich doch gar nicht interessiert, wie Du sagst?
    Kann es sein, dass ein wenig Neid dabei ist, weil dieser Niemand aus einer öden Wüstengegend ein Werk geschaffen hat, welches er noch nicht einmal selbst zu Papier bringen musste, welches aber um die ganze Welt ging und er selbst noch nach 2000 Jahren in jedermanns Munde ist und gehört und gepredigt wird? Er, der die Nichtigkeit dieser Welt predigte, dessen irdisches Werk ist das größte von allen. Dabei kann kein Bach, kein Cervantes und auch kein Nietzsche mithalten. Warum es überhaupt versuchen? Einen Sperling interessiert dies wirklich gar nicht. Er ist wirklich frei von allem. Für ihn gibt es kein Gesetz, keine Sünde, aber ein Sperling hat das wirkliche Leben.
    Selbst Jesus machte Druck damit, seinen Vater anbeten zu müssen, er machte Druck damit, seinen Nächsten und sogar seine Feinde lieben zu müssen. Tut mir leid, aber wer mich nicht leiden kann und der nichts besseres zu tun hat als mir irgendwie zu schaden oder mir Steine in den Weg zu legen, dem laufe ich bestimmt nicht mit meiner Liebe nach.

    “Ist Bachs Musik etwa erbärmlich?”

    Ehrlich gesagt, der Gesang einer Amsel kann mich weit mehr erfreuen. Es kommt einfach darauf an, in welchen Kategorien man gewohnt ist zu denken.

    Und hier bei Dir Magnus, habe ich schon mehr gelesen was mich erfreut, gedanklich weitergebracht, geistig angeregt, erzürnt oder amüsiert hat, als wie es ein Cervantes oder Nietzsche fertig gebracht hat.

    “Um den Rest meines Kadavers mag sich dann Jahwe oder Luzifer…”

    Warum gehst Du davon aus, dass es sich dabei um zwei unterschiedliche Wesen handelt? Warum stört es Dich, was nach Deinem Tod mit Deinem Kadaver passiert?

    “…wenn er das denn will.”

    Warum nennst Du so ein nur im Geist vorhandenes Wesen einen “er” und warum gibst Du ihm selbst nach Deinem Tod noch Macht über das was von Dir übrig bleibt, indem Du Dich seinem Willen unterstellst? Ich habe Dich wirklich für freigeistiger gehalten; tue es eigentlich immer noch.

    Und wenn ich gesagt habe, dass ich glaube, dass meine Vorfahren durchaus auch Kanaaniter gewesen sein könnten, so sehe ich darin weder eine Verbindung von mir zu den Abrahamiten noch zu deren Stammesgott Jahwe.

    “Ich muss zwar ständig viel Geld ungefragt dahin abführen, aber freiwillig kaufe ich denen nichtmal ein halbes Sandkorn um einen Vierhundertstelschekel ab.”

    Wenn doch nur mehr Leute so denken würden.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Erstmal ein großes Kompliment für Dein Lesenkönnen, dein unerbittliches Hineinstoßen in jede Schwäche, die man – vielleicht nicht nur aus Deiner Warte – an meinem zuvor Gesagten finden konnte, schließlich für die Zähigkeit wie auch Eleganz, mit der Du solches ins Werk setzt.

    Weiterhin, da ich nicht den Eindruck habe, dass Du mich verhohnepiepeln willst, hast Du mir das größte Kompliment gemacht, das mir hier je gemacht wurde, indem Du meintest:

    “Und hier bei Dir Magnus, habe ich schon mehr gelesen was mich erfreut, gedanklich weitergebracht, geistig angeregt, erzürnt oder amüsiert hat, als wie es ein Cervantes oder Nietzsche fertig gebracht hat.”

    Vergleichbares hat mir noch niemand gesagt.

    Sollte ich das auch nur bei einem wirklichen Denker – ich denke, Du bist eher eine Denkerin – tatsächlich geschafft haben, so wäre das für mich nicht unbedingt das höchste, aber ein ganz bedeutendes Glück.

    Jetzt muss ich dem Sperling erstmal was Festes in den Schnabel führen: ich komme aber dann später auf Deine inhaltlichen Einwände zurück.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Gut, noch nichts gegessen, lieber geschrieben, so schnell falle ich nicht vom Fleische.

    ‘Du schreibst: “Ich muss mich nicht darum bekümmern, was danach kommen könnte.”

    Warum aber tust Du es denn?’

    Ich tue es ganz einfach nicht nur deshalb, weil ich Kinder habe, sondern weil ich die Menschen, diese Welt, vom Grunde her liebe.

    Ich habe mich schon immer über kaum etwas mehr gefreut, denn wenn ich jemandem etwas für ihn Gutes mit auf den Weg geben konnte.

    Wo keine Liebe ist, da wächst nichts Gutes. Was, sage ich noch einmal, liegt nach meinem Sterben noch an mir? (Ich weiß es natürlich.) Mein Weg ist die Kunst. (Ich könnte dazu nochmal mit den Runen, runischen Erklärungen anfangen, lasse das jetzt aber.)

    Für mich gibt es ein Mehr, ein Nachdemtode, das nicht von Jesus stammt, sondern für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte.

    ‘“wovon rein physikalisch auszugehen ist, so sage ich Dir dazu: Mir labskausegal!”

    Wenn das wirklich die Wahrheit wäre, dann müßte es Dir völlig unwichtig sein Werke schaffen zu wollen, von denen die Nachwelt auch nach Deinem Tod noch etwas haben könnte.’

    Was hat denn mein irgendwannmal später verwesender Leib mit meinen Werken zu tun?

    Und, vielleicht hast Du da den innewohnenden Humor nicht ganz gesehen (ich zitiere jetzt nicht auch noch die Stelle): Es ist mir schnurzpopel, ob dann irgendein Jahwe oder ein Luzifer, ob ein Er, oder ein Es, beide miteinander, in Personalunion, noch irgendwelche derer Satrapen dazu, sonstwer, zwischen den Maden in meinen leiblichen Resten rumfummelt.

    DIE können offensichtlich sowieso nicht viel mehr als das. Was gehen mich Leichenfledderer an.

    Und: Bach und Nietzsche und Cervantes haben mir weitaus mehr gegeben, als der Nazarener, weshalb sie bei mir auch weit über jenem stehen.

    Jesus, die Gestalt des Jesus, ist aber zu einem – leider – mit größter Anstrengung, Feuer und Schwert und Kindesmisshandlung, Hexenverbrennung, was weiß ich noch, weitaus stärkeren morphischen Felde ausgebaut worden, das ich, ja, rein pädagogisch im Sinne der Menschheitsentwicklung kritisch betreue.

    Und wenn ich ihm gönne, dass er auch mal bei einer lieben Frau lag, so liegt das eben ganz einfach daran, dass er nicht nur Mist erzählt hat, wohl ein vom Grunde her anständiger Kerl war, der dann, als für heutige Verhältnisse noch recht junger Mann, wirklich erbärmlich in der Sonne an einem Pfahle zu verrecken angeschlagen wurde.

    Ich habe es schon einmal so oder ähnlich gesagt: Ich kann als Philosoph nicht einfach ignorieren, selbst wenn es mir persönlich nicht wesentlich wichtig, was den Leuten das Hirn umtreibt, von welchen Bildern sie entscheidend, oft verhängnisvoll, erfasst. Das wäre blanke Weltflucht.

    Das hätten manche von mir wohl gern, wenn überhaupt etwas.

    Und sollte ich tatsächlich ein “Kanaaniter” sein, so will ich deren schlechtem Rufe auch wenigstens gerecht werden.

    Und ich bin, wie sich ja eben wieder gezeigt hat, lieber ein Mensch, als ein Sperling.

    Der mag besser singen können: Ich habe es eher mit dem Schreiben.

    Beste Wünsche

    Magnus

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