Paranoiapappi

Vorhin habe ich richtig schön mein Fett weggekriegt.

Ich stand mit meinem Elfersohnemann an einer Fußgängerquerung und sagte ihm sehr deutlich, dass ich heute noch immer einen Meter vom Rande wegbliebe, solange irgendwelche Mobile sichtbar führen oder nicht hinreichend einsehbar fahren könnten.

“Wieso?”

“Weil ich so nicht einfach auf der Straße liege und einer über mich drüberheizt, wenn irgendein Idiot von hinten in mich reinrempelt, ein Besoffener, oder sonst ein Seckel.”

“Du hast Deinen Kopf ja nur voll von lauter Verschwörungstheorien!”

Ich lachte, denn von ihm hatte ich das (gerade meinte er: “Voll die schwule Seite!” – da ich schreiben wollte, anstatt was ich ihm sollte) noch nicht gehört.

Ich erklärte ihm noch, dass ich schon mitten in München von einem Radler, unschuldig auf dem Gehsteig nach einer Richtung sinnend, derart über den Haufen gefahren wurde, dass es nur meiner damaligen exzellenten Konstitution zu verdanken war, dass ich gut fiel und nix verreckt war.

Und auch ansonsten schon viel erlebt und gesehen habe.

Jetzt gilt der Jugend schon als Verschwörungstheoretiker, wer vernünftig auf seinen Arsch aufpasst.

Na supi.

(Wir kamen übrigens gerade vom Arzt, wo die Göllers traditionell so gut wie nie hingehen, weil Sohn im Freibad gestern einen saudummen Unfall hatte, der gerade noch halbwegs glimpflich ausging.)

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