“Patrioten” und Freimaurerei

Ich habe ab und an Kontakt mit prononcierten deutschen Konservativen (die mich meist nicht mögen, nicht nur meiner offenen Hanflegalisierungsbefürwortung wegen), vulgo “Rechten”, oder, milder, “Patrioten” (was sie oft nicht wirklich sind) und dabei immer wieder festgestellt, dass viele das Thema Freimaurerei fürchten, wie ein bereits schwerstverwundetes Teufelchen einen sturmgepeitschten Atlantik voll Weihwasser, es zu meiden trachten, wie als ob dreihundertdreiunddreißig plutoniumspeiende Drachen jederzeit bereitständen, den endzuverstrahlen, der darüber auch nur ansatzweise zu räsonnieren sich verwagte. (Die literarische Übertreibung ist nur gering.)

Daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen, fällt nicht schwer. Entweder sind sie unterwandert oder verkauft oder feige. Kann natürlich auch sein, dass zwei oder drei der genannten Kriterien zutreffen.

Inzwischen erscheint es mir gar so, als ob es da eine Art Sprachregelung gäbe. Die Freimaurer in eine (wohlgemerkt politische!) Diskussion zu bringen, sei “zu spekulativ” (da man ja nicht wisse wo und wozu das wer womöglich sei), “nicht zielführend” (wiederum wegen der möglichen Angriffsflächen), damit dränge man sich selbst noch mehr ins Abseits, wo man ja ohnehin schon gelandet oder hinverbracht sei, usw. usf.

Man möge mich nicht für noch dümmer halten, als ich bekanntermaßen (teils weiß ich es sogar selbst) schon unbestreitbar bin.

Zum Glücke kenne ich auch andere Leute. Die dieses merkwürdige Versteckspiel (oft vorgeblich wider willen, naja, in dubio pro reo) nicht mitmachen.

Wer das Thema Freimaurerei als Patriot quasi tabuisiert, ist, gerade wenn er selber kein Freimaurer ist (kann ein Freimaurer überhaupt Patriot sein?), schlicht und zuwenigst unfähig.

Das muss einmal so klar und hart gesagt sein.

Hier waltet nämlich keine kluge Strategie, sondern Unterwerfung.

(Es ist auch, dieser Sache verwandt, in entsprechenden Kreisen, zum vereinbarten Anbiederungsmem geworden, die katholische Kirche als positive Ordnungsmacht zu umschleimen. Mal abgesehen davon, dass man meint, vor Israel auf dem Rücken liegen zu müssen. “Patrioten”? – Da lache ich aber.)

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