Ausgewogenheit? (II)

Wenn ich mir recht überlege, was selbst der Besten welche, die ich kenne, mir im Zusammenhang mit der sogenannten “Ausgewogenheit” raten, verliere ich fast schon ganz die Lust daran, mein Grundtrotz kommt hinzu, noch irgendeinen auswiegenden, sprich balsamierenden, netten, fröhlichen Gutmenschentext zu schreiben.

Vielleicht muss ich mir sogar jede schriftstellerisch zugegebene, gar noch beförderte Fröhlichkeit verbieten, da ich wahrnehme, was da angesonnen.

Ich soll also Rücksicht auf jede Bet- und Bettelkrücke hinter dem Schwulenpartykonvent von Sankt Pölten nehmen, während Israel mit Atomwaffen herumfuchtelt und Fukushima weiter durchschmurgelt?

Da die Leute es ja nicht ertragen könnten, zu lesen, was ist?

Dann sollen diese Leute verdammt nochmal woanders hinlesen, in ihren Müllstern hinein, oder ihren Seichspiegel!

Ich brauche keine Leser, die nichts Entscheidendes wissen wollen, zumal und vor allem, damit sie ihre Feigheit nicht plagt!

Was liegt an solchen Lesern!

Die hat der Teufel sowieso schon!

Es gibt genügend Laberblogs!

Mögen die dahinfahren!

Herumsülchen, während die anderen drohnenbomben?

Gottschwafelei, bis die Schwarte bricht, um sich ein letztes Mal unschuldig gut und gerecht fühlen zu können?

Der Feigheit den speckgrün angegammelten Wanst mit Seim einpinseln?

Ein wenig – wohlgemerkt wenig und langsam – Leim in die Hirnrisse einpipettieren?

Metaphern zu Affern?

Lieber verhartze ich oder fege die Straße, denn dass solches zu liefern mein Schicksal werde.

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